Ankündigung des Präsidiums

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Ankündigung des Präsidiums

Nikolas Becker-2
Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,

Seit 2009 führt Pavel Richter die Geschäfte des Vereins. In den vergangenen
fünf Jahren hat er Strukturen geschaffen, die eine stabile Basis für die
Förderung Freien Wissens durch Wikimedia Deutschland bilden.

Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für
Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung
vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss
gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können.
Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten
Übergang gemeinsam zu gestalten.

Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche
Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen
Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für
seine sehr gute Arbeit und ebenso für die Professionalität und
Leidenschaft, mit der er die Entwicklung von Wikimedia Deutschland geprägt
hat.

Nikolas Becker für das Präsidium von Wikimedia Deutschland

Nikolas Becker

Vorsitzender
Wikimedia Deutschland e. V.

Tempelhofer Ufer 23/24
10963 Berlin

www.wikimedia.de
Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter
der Nummer 23855 B.
Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Kurt Jansson-2
Liebe Mitglieder des Vereins Wikimedia Deutschland,

das folgende Schreiben haben mehrere langjährige Vereinsaktive am
vergangenen Samstag an das Präsidium geschickt. Es sollte ein Weckruf vor
der Präsidiumssitzung am Sonntag sein, welche die Absetzung des
hauptamtlichen Vorstands zum Thema hatte. Da sich an der Situation gestern
nichts Grundlegendes geändert hat, möchten wir Euch den Brief hier zur
Kenntnis bringen.

Mich macht die nun veröffentliche knappe Erklärung des Präsidiums
fassungslos. Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung werden Tatsachen
geschaffen und eine neue strategische Ausrichtung des Vereins verkündet,
ohne dass je mit den Mitgliedern darüber gesprochen worden ist. Dieses
Vorgehen ist verantwortungslos, undemokratisch und vereinsschädigend.

----

Liebe Mitglieder des Präsidiums,

die Unterzeichner dieses Briefes sind Mitglieder des Vereins, die sich seit
vielen Jahren für die Förderung Freien Wissens und für Wikimedia
Deutschland engagieren, darunter etliche langjährige Funktionsträger des
Vereins.

Wir wenden uns an Euch, weil uns in den letzten Tagen aus unterschiedlichen
Quellen besorgniserregende Informationen erreichen. Demnach betreibt das
Präsidium derzeit die Abberufung des hauptamtlichen Vorstands des Vereins.
Dieser Umstand und in noch viel stärkerem Maße die Art und Weise, wie dies
betrieben wird, sorgt bei uns für blankes Entsetzen.

Der Verein steht so gut da wie noch nie. Er hat sich in den zehn Jahren
seines Bestehens außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist zu einer
zentralen Kraft für Freies Wissen, die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte
geworden. Er ist seit Jahren finanziell stabil, ist ein attraktiver
Arbeitgeber für kompetente und engagierte Mitarbeiter. Er genießt eine
exzellente Reputation innerhalb der globalen Wikimedia-Familie, verzeichnet
einen ungebremsten Zulauf neuer Mitglieder und erhält positive Anerkennung
in der Öffentlichkeit.

Wir fragen uns, warum man in einer solchen Situation eilig einen Vorstand
abberufen möchte. Aus dem Umfeld des Präsidiums haben wir in den
vergangenen Tagen keine Antworten erhalten, die eine sofortige Abberufung
auch nur ansatzweise angebracht erscheinen lassen würden. Ein konkretes
Fehlverhalten seitens des geschäftsführenden Vorstandes liege ausdrücklich
nicht vor. Als Begründung wurden lediglich unspezifische Aussagen
angeführt, wie etwa unterschiedliche Vorstellungen über die strategische
Ausrichtung des Vereins.

Wenn es hier gravierende Differenzen geben sollte, dann würden wir als
Mitglieder gerne mehr darüber erfahren. Eine Mitgliederversammlung, wie sie
in der kommenden Woche ohnehin ansteht, wäre ein geeigneter Ort, um
grundlegende Fragen zu diskutieren. Wir meinen uns daran zu erinnern, dass
mehrere Mitglieder des aktuellen Präsidiums noch vor kurzem besonderen Wert
auf intensivere inhaltliche Diskussionen mit den Mitgliedern gelegt hätten.

Eine derart weitreichende Entscheidung wie die Abberufung des Vorstands
sollte sehr sorgfältig überlegt sein. Eine eilige Abberufung ohne vorherige
Information der Mitglieder käme aus unserer Sicht ohnehin nur bei einem
strafbaren Fehlverhalten in Frage. Das ist offensichtlich nicht der Fall.
Es fehlt nicht nur an einer überzeugenden Begründung für eine Abberufung,
es gibt offenbar auch keine ausreichend konkreten Vorstellungen für die
Zeit nach einer solchen Entscheidung. Dennoch soll darüber noch in dieser
Woche im Präsidium abgestimmt werden.

Wir fordern Euch auf, einen solchen Antrag gar nicht erst zur Abstimmung zu
stellen bzw. abzulehnen. Durch eine überhastete Abberufung könnte dem
Verein und den von ihm geförderten Projekten ein immenser Schaden
entstehen. Keinesfalls sollte das Präsidium vor der Mitgliederversammlung
in der kommenden Woche Fakten schaffen.

Wir alle haben in den vergangenen zehn Jahren viel Herzblut in diesen
Verein investiert, ihn in wesentlichen Momenten seiner Entwicklung
begleitet und dabei viele Erfahrungen sammeln können. Falls wir mit diesen
Erfahrungen dazu beitragen können, eventuelle Probleme zu lösen, dann sind
wir dazu bereit.


Herzlichst,

Kurt Jansson,
Mitbegründer, ehemaliger Erster Vorsitzender (2004-2009)

Arne Klempert,
Mitbegründer, ehemaliger Zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer
(2004-2008), Mitglied im Kuratorium der Wikimedia Foundation (2009-2012)

Sebastian Moleski,
ehemaliger Beisitzer, Zweiter und Erster Vorsitzender (2007-2012)

Alice Wiegand,
ehemalige Schriftführerin und Zweite Vorsitzende (2008-2011), Mitglied im
Kuratorium der Wikimedia Foundation (seit 2012)

Delphine Ménard,
ehemalige Beisitzerin, Schatzmeisterin und Stellvertretende Vorsitzende
(2010-13)

Raimond Spekking,
Vereinsmitglied seit 2006
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Tobias
On 05/19/2014 01:17 PM, Kurt Jansson wrote:
> Der Verein steht so gut da wie noch nie. Er hat sich in den zehn Jahren
> seines Bestehens außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist zu einer
> zentralen Kraft für Freies Wissen, die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte
> geworden. Er ist seit Jahren finanziell stabil, ist ein attraktiver
> Arbeitgeber für kompetente und engagierte Mitarbeiter. Er genießt eine
> exzellente Reputation innerhalb der globalen Wikimedia-Familie, verzeichnet
> einen ungebremsten Zulauf neuer Mitglieder und erhält positive Anerkennung
> in der Öffentlichkeit.

Ich finde es bezeichnend, worauf hier anscheinend der Fokus gelegt wird.
Attraktiver Arbeitgeber, Reputation bei anderen Chaptern, Neue
Mitglieder, Öffentlichkeit.

Wirklich viel wesentlicher ist für mich und für viele aber, ob der
Verein die nötige Verankerung in der Gemeinschaft hat. Schon seit
längerer Zeit gibt es meiner Ansicht nach ein Disconnect, ein
gegenseitiges Ignorieren aufgrund verlorengegangenem Vertrauen und
zahlreicher Konflikte, die es in der Vergangenheit gab.

Ich möchte gerne ein paar Beispiele für den Disconnect und die Probleme
bringen, damit das nicht zu abstrakt ist.

 1. Fundraising. Früher gab es Versuche, zum Teil sogar ernst gemeinte,
die Community mit einzubinden. Die Community hat überwiegend
Desinteresse gezeigt, seitdem finden die Kampagnen nahezu komplett unter
Ausschluss aller Nicht-WMDE-Angestellten statt.

2. ZDF-Projekt. Hier gab es nicht nur ein Ignorieren, sondern aktive
Gegenwehr (einen Shitstorm) seitens der Community.

3. Fotoausrüstung. Dabei werden die Nachteile der derzeitigen
Entscheidungsstrukturen besonders deutlich. Schon seit Jahren kann sich
WMDE nicht darauf verständigen, einen ordentlichen Technikpool zu
finanzieren (vom Festivalsommer letztes Jahr abgesehen). Stattdessen
soll man sich das Equipment bei jedem Projekt einzeln ausleihen, was
konsequent umgesetzt sicherlich kostspieliger wäre. Ein Blick nach
Österreich zeigt wie es besser geht. Dort hört der Verein auf engagierte
Fotografen aus der Community und schafft Equipment an, das dann auch
rege genutzt wird.

4. Bildung und Wissen. Sicherlich eines der krassesten Beispiele fürs
Gegen-die-Wand-fahren von erfolgreichen Projekten. Angefangen hat es mit
dem Schulprojekt, in dem engagierte Mitglieder der Community beteiligt
waren und in dem sie ein gutes Maß an Autonomie hatten. Dann wurde die
Bürokratie seitens WMDE so lange erhöht bis alle keine Lust mehr drauf
hatten. Nach einer über Monaten andauernden Planungslosigkeit seitens
WMDE wurde das Projekt schließlich komplett beerdigt (zum Glück haben
wir uns Referenten danach unter einem anderen Dach zusammengefunden).


Seit längerer Zeit gibt es Probleme zwischen Vorstand und Präsidium. Der
Vorstand interpretiert seine Aufgabe so, dass er direkt sehr große
Kontrolle nicht nur über das Handeln sondern auch die Zukunft des
Vereins ausübt. So wie ich das mitbekommen habe, haben selbst die
Bereichsleiter bei WMDE kaum Autonomie, was bei einem Verein dieser
Größe nicht funktioniert.
Das Präsidium wurde dazu degradiert abstrakte Vorstellungen für die
Zukunft zu formulieren, statt aktiv mitzuwirken.

Angesichts dieser Probleme denke ich nicht dass man davon sprechen kann,
der Verein stünde "so gut da wie noch nie". Von der Community hat er
sich sehr distanziert und die Entscheidungsstrukturen sind wenigstens
fragwürdig.

Ein Geheimrezept für die Lösung dieser Probleme hat wohl niemand, aber
ich erwarte nicht dass es mit einem "Weiter so" besser wird. Ein
personeller Neuanfang ist zwar sicherlich auch schwierig, hätte aber
wenigstens die Chance etwas zu bewirken. Es liegt nun am Präsidium
deutlich zu machen was genau es für Vorstellungen hat, wie es nun weiter
gehen soll. Ich teile die Kritik, dass es dazu bislang zu wenige
Informationen seitens des Präsidiums gab.

Grüße,
Tobias




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Re: Ankündigung des Präsidiums

Sandra Muellrick
fyi


Am 19. Mai 2014 14:04 schrieb Tobias <[hidden email]>:

> On 05/19/2014 01:17 PM, Kurt Jansson wrote:
> > Der Verein steht so gut da wie noch nie. Er hat sich in den zehn Jahren
> > seines Bestehens außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist zu einer
> > zentralen Kraft für Freies Wissen, die Wikipedia und ihre
> Schwesterprojekte
> > geworden. Er ist seit Jahren finanziell stabil, ist ein attraktiver
> > Arbeitgeber für kompetente und engagierte Mitarbeiter. Er genießt eine
> > exzellente Reputation innerhalb der globalen Wikimedia-Familie,
> verzeichnet
> > einen ungebremsten Zulauf neuer Mitglieder und erhält positive
> Anerkennung
> > in der Öffentlichkeit.
>
> Ich finde es bezeichnend, worauf hier anscheinend der Fokus gelegt wird.
> Attraktiver Arbeitgeber, Reputation bei anderen Chaptern, Neue
> Mitglieder, Öffentlichkeit.
>
> Wirklich viel wesentlicher ist für mich und für viele aber, ob der
> Verein die nötige Verankerung in der Gemeinschaft hat. Schon seit
> längerer Zeit gibt es meiner Ansicht nach ein Disconnect, ein
> gegenseitiges Ignorieren aufgrund verlorengegangenem Vertrauen und
> zahlreicher Konflikte, die es in der Vergangenheit gab.
>
> Ich möchte gerne ein paar Beispiele für den Disconnect und die Probleme
> bringen, damit das nicht zu abstrakt ist.
>
>  1. Fundraising. Früher gab es Versuche, zum Teil sogar ernst gemeinte,
> die Community mit einzubinden. Die Community hat überwiegend
> Desinteresse gezeigt, seitdem finden die Kampagnen nahezu komplett unter
> Ausschluss aller Nicht-WMDE-Angestellten statt.
>
> 2. ZDF-Projekt. Hier gab es nicht nur ein Ignorieren, sondern aktive
> Gegenwehr (einen Shitstorm) seitens der Community.
>
> 3. Fotoausrüstung. Dabei werden die Nachteile der derzeitigen
> Entscheidungsstrukturen besonders deutlich. Schon seit Jahren kann sich
> WMDE nicht darauf verständigen, einen ordentlichen Technikpool zu
> finanzieren (vom Festivalsommer letztes Jahr abgesehen). Stattdessen
> soll man sich das Equipment bei jedem Projekt einzeln ausleihen, was
> konsequent umgesetzt sicherlich kostspieliger wäre. Ein Blick nach
> Österreich zeigt wie es besser geht. Dort hört der Verein auf engagierte
> Fotografen aus der Community und schafft Equipment an, das dann auch
> rege genutzt wird.
>
> 4. Bildung und Wissen. Sicherlich eines der krassesten Beispiele fürs
> Gegen-die-Wand-fahren von erfolgreichen Projekten. Angefangen hat es mit
> dem Schulprojekt, in dem engagierte Mitglieder der Community beteiligt
> waren und in dem sie ein gutes Maß an Autonomie hatten. Dann wurde die
> Bürokratie seitens WMDE so lange erhöht bis alle keine Lust mehr drauf
> hatten. Nach einer über Monaten andauernden Planungslosigkeit seitens
> WMDE wurde das Projekt schließlich komplett beerdigt (zum Glück haben
> wir uns Referenten danach unter einem anderen Dach zusammengefunden).
>
>
> Seit längerer Zeit gibt es Probleme zwischen Vorstand und Präsidium. Der
> Vorstand interpretiert seine Aufgabe so, dass er direkt sehr große
> Kontrolle nicht nur über das Handeln sondern auch die Zukunft des
> Vereins ausübt. So wie ich das mitbekommen habe, haben selbst die
> Bereichsleiter bei WMDE kaum Autonomie, was bei einem Verein dieser
> Größe nicht funktioniert.
> Das Präsidium wurde dazu degradiert abstrakte Vorstellungen für die
> Zukunft zu formulieren, statt aktiv mitzuwirken.
>
> Angesichts dieser Probleme denke ich nicht dass man davon sprechen kann,
> der Verein stünde "so gut da wie noch nie". Von der Community hat er
> sich sehr distanziert und die Entscheidungsstrukturen sind wenigstens
> fragwürdig.
>
> Ein Geheimrezept für die Lösung dieser Probleme hat wohl niemand, aber
> ich erwarte nicht dass es mit einem "Weiter so" besser wird. Ein
> personeller Neuanfang ist zwar sicherlich auch schwierig, hätte aber
> wenigstens die Chance etwas zu bewirken. Es liegt nun am Präsidium
> deutlich zu machen was genau es für Vorstellungen hat, wie es nun weiter
> gehen soll. Ich teile die Kritik, dass es dazu bislang zu wenige
> Informationen seitens des Präsidiums gab.
>
> Grüße,
> Tobias
>
>
>
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Denis Barthel-2
Danke, ich folge der Mailingliste auch.

Gruß,
D

Am 19.05.2014 17:45, schrieb Sandra Muellrick:

> fyi
>
>
> Am 19. Mai 2014 14:04 schrieb Tobias <[hidden email]>:
>
>> On 05/19/2014 01:17 PM, Kurt Jansson wrote:
>>> Der Verein steht so gut da wie noch nie. Er hat sich in den zehn Jahren
>>> seines Bestehens außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist zu einer
>>> zentralen Kraft für Freies Wissen, die Wikipedia und ihre
>> Schwesterprojekte
>>> geworden. Er ist seit Jahren finanziell stabil, ist ein attraktiver
>>> Arbeitgeber für kompetente und engagierte Mitarbeiter. Er genießt eine
>>> exzellente Reputation innerhalb der globalen Wikimedia-Familie,
>> verzeichnet
>>> einen ungebremsten Zulauf neuer Mitglieder und erhält positive
>> Anerkennung
>>> in der Öffentlichkeit.
>> Ich finde es bezeichnend, worauf hier anscheinend der Fokus gelegt wird.
>> Attraktiver Arbeitgeber, Reputation bei anderen Chaptern, Neue
>> Mitglieder, Öffentlichkeit.
>>
>> Wirklich viel wesentlicher ist für mich und für viele aber, ob der
>> Verein die nötige Verankerung in der Gemeinschaft hat. Schon seit
>> längerer Zeit gibt es meiner Ansicht nach ein Disconnect, ein
>> gegenseitiges Ignorieren aufgrund verlorengegangenem Vertrauen und
>> zahlreicher Konflikte, die es in der Vergangenheit gab.
>>
>> Ich möchte gerne ein paar Beispiele für den Disconnect und die Probleme
>> bringen, damit das nicht zu abstrakt ist.
>>
>>   1. Fundraising. Früher gab es Versuche, zum Teil sogar ernst gemeinte,
>> die Community mit einzubinden. Die Community hat überwiegend
>> Desinteresse gezeigt, seitdem finden die Kampagnen nahezu komplett unter
>> Ausschluss aller Nicht-WMDE-Angestellten statt.
>>
>> 2. ZDF-Projekt. Hier gab es nicht nur ein Ignorieren, sondern aktive
>> Gegenwehr (einen Shitstorm) seitens der Community.
>>
>> 3. Fotoausrüstung. Dabei werden die Nachteile der derzeitigen
>> Entscheidungsstrukturen besonders deutlich. Schon seit Jahren kann sich
>> WMDE nicht darauf verständigen, einen ordentlichen Technikpool zu
>> finanzieren (vom Festivalsommer letztes Jahr abgesehen). Stattdessen
>> soll man sich das Equipment bei jedem Projekt einzeln ausleihen, was
>> konsequent umgesetzt sicherlich kostspieliger wäre. Ein Blick nach
>> Österreich zeigt wie es besser geht. Dort hört der Verein auf engagierte
>> Fotografen aus der Community und schafft Equipment an, das dann auch
>> rege genutzt wird.
>>
>> 4. Bildung und Wissen. Sicherlich eines der krassesten Beispiele fürs
>> Gegen-die-Wand-fahren von erfolgreichen Projekten. Angefangen hat es mit
>> dem Schulprojekt, in dem engagierte Mitglieder der Community beteiligt
>> waren und in dem sie ein gutes Maß an Autonomie hatten. Dann wurde die
>> Bürokratie seitens WMDE so lange erhöht bis alle keine Lust mehr drauf
>> hatten. Nach einer über Monaten andauernden Planungslosigkeit seitens
>> WMDE wurde das Projekt schließlich komplett beerdigt (zum Glück haben
>> wir uns Referenten danach unter einem anderen Dach zusammengefunden).
>>
>>
>> Seit längerer Zeit gibt es Probleme zwischen Vorstand und Präsidium. Der
>> Vorstand interpretiert seine Aufgabe so, dass er direkt sehr große
>> Kontrolle nicht nur über das Handeln sondern auch die Zukunft des
>> Vereins ausübt. So wie ich das mitbekommen habe, haben selbst die
>> Bereichsleiter bei WMDE kaum Autonomie, was bei einem Verein dieser
>> Größe nicht funktioniert.
>> Das Präsidium wurde dazu degradiert abstrakte Vorstellungen für die
>> Zukunft zu formulieren, statt aktiv mitzuwirken.
>>
>> Angesichts dieser Probleme denke ich nicht dass man davon sprechen kann,
>> der Verein stünde "so gut da wie noch nie". Von der Community hat er
>> sich sehr distanziert und die Entscheidungsstrukturen sind wenigstens
>> fragwürdig.
>>
>> Ein Geheimrezept für die Lösung dieser Probleme hat wohl niemand, aber
>> ich erwarte nicht dass es mit einem "Weiter so" besser wird. Ein
>> personeller Neuanfang ist zwar sicherlich auch schwierig, hätte aber
>> wenigstens die Chance etwas zu bewirken. Es liegt nun am Präsidium
>> deutlich zu machen was genau es für Vorstellungen hat, wie es nun weiter
>> gehen soll. Ich teile die Kritik, dass es dazu bislang zu wenige
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Kurt Jansson-2
In reply to this post by Tobias
Lieber Tobias,

Deine Wahrnehmung des derzeitigen Verhältnisses Community <-> Wikimedia
Deutschland unterscheidet sich deutlich von meiner.

Am 19. Mai 2014 14:04 schrieb Tobias <[hidden email]>:

>
> Ich möchte gerne ein paar Beispiele für den Disconnect und die Probleme
> bringen, damit das nicht zu abstrakt ist.
>
>  1. Fundraising. Früher gab es Versuche, zum Teil sogar ernst gemeinte,
> die Community mit einzubinden. Die Community hat überwiegend
> Desinteresse gezeigt, seitdem finden die Kampagnen nahezu komplett unter
> Ausschluss aller Nicht-WMDE-Angestellten statt.
>

Das halte ich nicht für einen Beleg des "Disconnects", sondern für eines
der vielen Beispiele für sinnvolle bzw. überlebensnotwendige Tätigkeiten,
die für Freiwillige aber offenbar wenig attraktiv sind und darum
dankenswerterweise von Mitarbeitern der Geschäftsstelle übernommen werden.



> 2. ZDF-Projekt. Hier gab es nicht nur ein Ignorieren, sondern aktive
> Gegenwehr (einen Shitstorm) seitens der Community.
>

Das ist mittlerweile über ein Jahr her. Ja, ich habe mich damals auch
geärgert. Die Episode ist aber längst von allen Beteiligten aufgearbeitet,
es wurden eigenhändig pötteweise Asche auf diverse Häupter verschüttet.
Seitdem wurden erfolgreich viele neue Projekte angegangen.


3. Fotoausrüstung. Dabei werden die Nachteile der derzeitigen
> Entscheidungsstrukturen besonders deutlich. Schon seit Jahren kann sich
> WMDE nicht darauf verständigen, einen ordentlichen Technikpool zu
> finanzieren (vom Festivalsommer letztes Jahr abgesehen). Stattdessen
> soll man sich das Equipment bei jedem Projekt einzeln ausleihen, was
> konsequent umgesetzt sicherlich kostspieliger wäre. Ein Blick nach
> Österreich zeigt wie es besser geht. Dort hört der Verein auf engagierte
> Fotografen aus der Community und schafft Equipment an, das dann auch
> rege genutzt wird.
>

Ich habe die diversen Diskussionen zum Thema nur am Rande mitbekommen,
dabei aber immer den Eindruck, dass es keine Grundsatzentscheidung gegen
den Kauf von Equipment gibt, sondern im Einzelfall abgewogen wird, was
dauerhaft günstiger ist. Klingt für mich sinnvoll. In der Community ist das
Vorgehen nicht nachvollziehbar?


4. Bildung und Wissen. Sicherlich eines der krassesten Beispiele fürs
> Gegen-die-Wand-fahren von erfolgreichen Projekten. Angefangen hat es mit
> dem Schulprojekt, in dem engagierte Mitglieder der Community beteiligt
> waren und in dem sie ein gutes Maß an Autonomie hatten. Dann wurde die
> Bürokratie seitens WMDE so lange erhöht bis alle keine Lust mehr drauf
> hatten. Nach einer über Monaten andauernden Planungslosigkeit seitens
> WMDE wurde das Projekt schließlich komplett beerdigt (zum Glück haben
> wir uns Referenten danach unter einem anderen Dach zusammengefunden).
>

Hier gilt das Gleiche wie fürs ZDF-Projekt.

Wenn ich in die [[Kategorie:Wikipedia:Community-Budget]] schaue, dann
springen mich dort viele tolle Projekte an, die in letzter Zeit erfolgreich
mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Team Communitys umgesetzt wurden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Wikipedia:Community-Budget
Auf der Diskussionsseite des Kuriers haben sich ja auch schon eine Reihe
von Leuten sehr positiv über die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle
geäußert.

Auch die anderenorts geäußerte Kritik, die Community-Förderung nehme bei
Wikimedia Deutschland keine zentrale Stellung ein, kann ich angesichts
eines Jahresbudgets von einer Million Euro nicht nachvollziehen. Kein
anderer Bereich ist so gut ausgestattet. Rechnet man auch die
Software-Entwicklung dazu, die ja mittelbar ebenfalls der Arbeit der
Community dient, kommt man sogar auf 1,8 Millionen Euro.

Viele Grüße
Kurt
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Es war zu erwarten, aber nun habt Ihr es in die Presse geschafft....

Peter Cornelius
http://www.tagesspiegel.de/medien/streit-um-neuausrichtung-wikimedia-trennt-sich-ueberraschend-von-vorstand/9922262.html

ein verwundertes neues Mitglied liest die Mails und sieht nun auch
diesen Artikel....

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Peter Cornelius
Stephanstrasse 10
10559 Berlin

Festnetz: +49-30-22190026
Mobil: +49-179-7706981 oder über 030-20068943
Fax: +31-84-8355723
Fax: +49-3212-1096315
Skype: peter_karl_heinz_cornelius
XING: http://www.xing.com/profile/Peter_Cornelius8?sc_o=mxb_p
LINKEDIN: http://www.linkedin.com/profile/view?id=44972425&trk=tab_pro
Mail: [hidden email]

ACHTUNG:
Bitte ändern sie meine bei Ihnen gespeicherte Mail-Adresse in
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Rainer Knaepper-2
In reply to this post by Kurt Jansson-2
[hidden email] (Kurt Jansson)  am 20.05.14:

> Ich habe die diversen Diskussionen zum Thema nur am Rande
> mitbekommen, dabei aber immer den Eindruck, dass es keine
> Grundsatzentscheidung gegen den Kauf von Equipment gibt, sondern im
> Einzelfall abgewogen wird, was dauerhaft günstiger ist. Klingt für
> mich sinnvoll. In der Community ist das Vorgehen nicht
> nachvollziehbar?

Nachdem ich ein exotisches Kamerasystem benutze und ein benötigtes
Objektiv nicht ausleihbar war, habe ich es selbst kaufen müssen. Die
Anschaffung wurde abgelehnt. Ach ja, ein neues Gehäuse war kurz drauf
auch fällig, da ich das alte im Wikieinsatz geschrottet habe. Sätze
wie "Derzeit sehe ich also wie gesagt den Bedarf für die Anschaffung
des Spezialobjektivs nicht." sind schon motivierend, insbesondere wenn
man im Lauf der Jahre schon mit einigen tausend EURonen in Vorleistung
gegangen ist. Der Bedarf für die Linse war da und ein, zwei halbwegs
taugliche Bilder sind ja auch dabei herausgekommen.

Rainer

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Re: Ankündigung des Präsidiums

Tobias
In reply to this post by Kurt Jansson-2
On 05/20/2014 07:53 PM, Kurt Jansson wrote:

>>  1. Fundraising. Früher gab es Versuche, zum Teil sogar ernst gemeinte,
>> die Community mit einzubinden. Die Community hat überwiegend
>> Desinteresse gezeigt, seitdem finden die Kampagnen nahezu komplett unter
>> Ausschluss aller Nicht-WMDE-Angestellten statt.
>>
>
> Das halte ich nicht für einen Beleg des "Disconnects", sondern für eines
> der vielen Beispiele für sinnvolle bzw. überlebensnotwendige Tätigkeiten,
> die für Freiwillige aber offenbar wenig attraktiv sind und darum
> dankenswerterweise von Mitarbeitern der Geschäftsstelle übernommen werden.
Gut, da haben wir einfach verschiedene Interpretationen. Ich meine, ein
beträchtlicher Anteil der Wikipedianer sind der Ansicht, WMDE hat
entweder zu viel Geld oder gibt es falsch aus.
Dazu kommt, dass diejenigen Freiwilligen, die sich im Fundraising
engagieren wollten vergrault wurden, weil eine wirkliche Beteiligung der
Gemeinschaft nicht ermöglicht wurde. (Das wurde dann in den folgenden
Jahren deutlich besser, aber dann war es möglicherweise schon zu spät.
Ich jedenfalls war schon einigermaßen gefrustet.)

>> 2. ZDF-Projekt. Hier gab es nicht nur ein Ignorieren, sondern aktive
>> Gegenwehr (einen Shitstorm) seitens der Community.
>>
>
> Das ist mittlerweile über ein Jahr her. Ja, ich habe mich damals auch
> geärgert. Die Episode ist aber längst von allen Beteiligten aufgearbeitet,
> es wurden eigenhändig pötteweise Asche auf diverse Häupter verschüttet.
> Seitdem wurden erfolgreich viele neue Projekte angegangen.

Möchtest du ein paar Beispiele aufzählen für neue, erfolgreiche
Projekte, die seitens WMDE initiiert wurden (kein Sarkasmus, das
interessiert mich tatsächlich).
Falls die erfolgreichen Projekte aus der Community stammen spricht das
ja für die neue strategische Ausrichtung, die Community-Förderung
stärker in den Mittelpunkt setzt.

> 3. Fotoausrüstung. Dabei werden die Nachteile der derzeitigen
>> Entscheidungsstrukturen besonders deutlich. Schon seit Jahren kann sich
>> WMDE nicht darauf verständigen, einen ordentlichen Technikpool zu
>> finanzieren (vom Festivalsommer letztes Jahr abgesehen). Stattdessen
>> soll man sich das Equipment bei jedem Projekt einzeln ausleihen, was
>> konsequent umgesetzt sicherlich kostspieliger wäre. Ein Blick nach
>> Österreich zeigt wie es besser geht. Dort hört der Verein auf engagierte
>> Fotografen aus der Community und schafft Equipment an, das dann auch
>> rege genutzt wird.
>>
>
> Ich habe die diversen Diskussionen zum Thema nur am Rande mitbekommen,
> dabei aber immer den Eindruck, dass es keine Grundsatzentscheidung gegen
> den Kauf von Equipment gibt, sondern im Einzelfall abgewogen wird, was
> dauerhaft günstiger ist. Klingt für mich sinnvoll. In der Community ist das
> Vorgehen nicht nachvollziehbar?
Mein Eindruck ist, dass der Entscheidungsfindungsprozess nicht wirklich
funktioniert. Beispiel Festivalsommer: Wir haben uns in der Community
zusammengesetzt (online und real) und ausführlich besprochen was für
Equipment wir anschaffen wollten und das einzeln aufgelistet.[0]
Dann habe ich irgendwann erfahren, dass alles Equipment geliehen werden
soll, etwas später, dass dazu noch keine Entscheidung getroffen wurde.
Die Leihe ist wesentlich kostspieliger als die Anschaffung.[1]

> Auf der Diskussionsseite des Kuriers haben sich ja auch schon eine Reihe
> von Leuten sehr positiv über die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle
> geäußert.

Es ist sicherlich sehr viel besser geworden in den letzten ein bis zwei
Jahren. Und den engagierten Mitarbeitern ist ja auch gar kein Vorwurf zu
machen, Probleme ergeben sich m.E. eher durch die Struktur. (Ich weiß
nicht ob das noch zutrifft, aber die fehlende Budgethoheit von
Bereichsleitern würde zu so etwas gehören.)

Grüße,
Tobias

[0]
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Festivalsommer/Antr%C3%A4ge#Technik
[1] Eine grobe Überschlagsrechnung kommt zu dem Schluss, dass sich eine
Anschaffung gegenüber einer Leihe des gesamten Equipments selbst dann
rechnen würde, wenn sämtliche gekaufte Technik am Ende des Sommers
kaputt wäre (womit nicht zu rechnen sind, ggf. gehen ein paar
Objektivdeckel oder Speicherkarten verloren, aber die Technik selbst ist
robust). Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.




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Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Manuel Schneider-3
Hallo,

ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.

Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
> Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.

Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.

Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
Entleiher untereinander) etc.

Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
nichts.

Grüsse,


Manuel
--
Manuel Schneider - Chief Information Officer
Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch

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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Ziko van Dijk-3
Lieber Manuel,

da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
danken.

Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.

Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende ausleihen
und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)

Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
(Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)

Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines Vertrauens,
bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach) redlichen
Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
Leihgebühr die Benzinkosten?

So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.

Besten Gruß
Ziko


Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :

> Hallo,
>
> ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
> gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
>
> Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
> > Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
>
> Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
> der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
> Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
> werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
>
> Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
> unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
> einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
> defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
> Entleiher untereinander) etc.
>
> Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
> Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
> aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
> der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
> Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
> Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
> unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
> notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
> diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
> Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
> nichts.
>
> Grüsse,
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Re: Ankündigung des Präsidiums

Tobias
In reply to this post by Tobias
Ich habe an dieser Stelle an WMDE kritisiert, dass im Rahmen des
Festivalsommer-Projektes keine Entscheidung zur Umsetzung des u.a. von
mir initiierten Vorschlages zum Technikkauf realisiert wurde.
Nachdem mich dazu neue Hinweise erlangt haben möchte ich nun korrigieren:
Die Entscheidung den Plan wie verlinkt nicht umzusetzen geht nicht auf
WMDE zurück, sondern auf das Orga-Team des Festivalsommerprojektes. Die
diesbezügliche Kritik an WMDE meinerseits ist daher nicht zutreffend.
Ich bin zwar inhaltlich nicht glücklich mit der getroffenen
Entscheidung, aber es ist das gute Recht des Orga-Teams den Vorschlag
abzulehnen und einen anderen Plan umzusetzen.

Für die entstandenen Missverständnisse möchte ich mich entschuldigen.

MfG,
Tobias



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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Denis Barthel-2
In reply to this post by Ziko van Dijk-3
Lieber Ziko (und Mitlesende),

Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
Standard:

1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.

2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel ist
das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
Falls notwendig, holen wir Angebote ein.

3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung vom
Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal am
Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).

4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am gewünschten
Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.

Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
brauchen.

Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir geliehen.

Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als eine
Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches Equipment
sie genau benötigen.

Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert werden
kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.

Beste Grüße,
Denis Barthel
 Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:

> Lieber Manuel,
>
> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
> danken.
>
> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>
> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende ausleihen
> und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
> Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
>
> Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
> richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
> nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
> (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
>
> Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
> will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines Vertrauens,
> bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach) redlichen
> Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
> weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
> Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
> nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
> Leihgebühr die Benzinkosten?
>
> So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
>
> Besten Gruß
> Ziko
>
>
> Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
>
> > Hallo,
> >
> > ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
> > gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
> >
> > Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
> > > Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
> >
> > Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
> > der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
> > Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
> > werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
> >
> > Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
> > unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
> > einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
> > defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
> > Entleiher untereinander) etc.
> >
> > Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
> > Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
> > aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
> > der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
> > Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
> > Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
> > unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
> > notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
> > diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
> > Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
> > nichts.
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> > Grüsse,
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Ziko van Dijk-3
Ach so, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Besten Gruß
Ziko

Am Freitag, 23. Mai 2014 schrieb Denis Barthel :

> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>
> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
> Standard:
>
> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>
> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel ist
> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>
> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung vom
> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal am
> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>
> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am gewünschten
> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>
> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
> brauchen.
>
> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir geliehen.
>
> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als eine
> Mail an [hidden email] <javascript:;> zu schicken und zu sagen,
> welches Equipment
> sie genau benötigen.
>
> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert werden
> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>
> Beste Grüße,
> Denis Barthel
>  Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]<javascript:;>
> >:
>
> > Lieber Manuel,
> >
> > da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
> > bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
> > danken.
> >
> > Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
> > seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
> > beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
> > nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
> > hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
> >
> > Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
> > bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
> > muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
> > wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
> > intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
> > zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende
> ausleihen
> > und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
> > Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
> >
> > Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
> > richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
> > nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
> > (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
> >
> > Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
> > will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines
> Vertrauens,
> > bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach)
> redlichen
> > Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
> > weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
> > Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
> > nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
> > Leihgebühr die Benzinkosten?
> >
> > So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
> >
> > Besten Gruß
> > Ziko
> >
> >
> > Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
> >
> > > Hallo,
> > >
> > > ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil
> da
> > > gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
> > >
> > > Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
> > > > Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
> > >
> > > Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
> > > der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem
> anderen
> > > Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
> > > werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
> > >
> > > Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
> > > unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
> > > einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
> > > defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
> > > Entleiher untereinander) etc.
> > >
> > > Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
> > > Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
> > > aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
> > > der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
> > > Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche
> von
> > > Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
> > > unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
> > > notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
> > > diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
> > > Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
> > > nichts.
> > >
> > > Grüsse,
> > >
> > >
> > > Manuel
> > > --
> > > Manuel Schneider - Chief Information Officer
> > > Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
> > > Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch
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> > > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Kurt Kulac-2
In reply to this post by Denis Barthel-2
hi!

abseits der projektbezogenen geräte (festivalsommer), ist die liste der
geräte schon die folgende, oder?
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Technikpool/Ger%C3%A4teliste#Foto

also aus fotografensicht hätte ich da schon noch wünsche für dauerhaft
zu verwendendes (also nicht zu leihendes) material. eventuell traut ihr
euch auch mal über einen ankauf von basisgerät im highendbereich ohne
direkte anfrage. jede wette, das wird dann alleine auf grund des
vorhandenseins regelmäßig nachgefragt.

lg, kurt


Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:

> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>
> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
> Standard:
>
> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>
> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel ist
> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>
> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung vom
> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal am
> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>
> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am gewünschten
> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>
> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
> brauchen.
>
> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir geliehen.
>
> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als eine
> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches Equipment
> sie genau benötigen.
>
> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert werden
> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>
> Beste Grüße,
> Denis Barthel
>   Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>
>> Lieber Manuel,
>>
>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
>> danken.
>>
>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>>
>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende ausleihen
>> und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
>> Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
>>
>> Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
>> richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
>> nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
>> (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
>>
>> Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
>> will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines Vertrauens,
>> bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach) redlichen
>> Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
>> weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
>> Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
>> nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
>> Leihgebühr die Benzinkosten?
>>
>> So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
>>
>> Besten Gruß
>> Ziko
>>
>>
>> Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
>>
>>> Hallo,
>>>
>>> ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
>>> gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
>>>
>>> Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
>>>> Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
>>> Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
>>> der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
>>> Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
>>> werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
>>>
>>> Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
>>> unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
>>> einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
>>> defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
>>> Entleiher untereinander) etc.
>>>
>>> Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
>>> Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
>>> aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
>>> der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
>>> Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
>>> Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
>>> unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
>>> notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
>>> diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
>>> Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
>>> nichts.
>>>
>>> Grüsse,
>>>
>>>
>>> Manuel
>>> --
>>> Manuel Schneider - Chief Information Officer
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>>> Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch
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>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Alexej A. Tschernjak
In reply to this post by Denis Barthel-2
Nun Denis - wenn das wirklich so unkompliziert ist, wie du schreibst,
will ich gerne mein Antrag vom 18.05.2014 12:02 noch einmal stellen und
erneut ein Fotoapparat (z.B. Canon 7D) sowie die Erstattung der Kosten
für Anreise und Unterkunft bei der UFC Fight Night, der öffentlichen
Sitzung der Mitglieder des Ordens Pour le mérite sowie zum Katholikentag
beantragen.
Ich bin sehr gespannt, ob ich diesmal eine (womöglich sogar positive)
Rückmeldung bekomme.


Mit kollegialen Grüßen
Alexej


Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:

> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>
> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
> Standard:
>
> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>
> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel ist
> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>
> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung vom
> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal am
> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>
> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am gewünschten
> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>
> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
> brauchen.
>
> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir geliehen.
>
> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als eine
> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches Equipment
> sie genau benötigen.
>
> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert werden
> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>
> Beste Grüße,
> Denis Barthel
>   Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>
>> Lieber Manuel,
>>
>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
>> danken.
>>
>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>>
>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende ausleihen
>> und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
>> Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
>>
>> Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
>> richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
>> nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
>> (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
>>
>> Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
>> will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines Vertrauens,
>> bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach) redlichen
>> Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
>> weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
>> Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
>> nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
>> Leihgebühr die Benzinkosten?
>>
>> So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
>>
>> Besten Gruß
>> Ziko
>>
>>
>> Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
>>
>>> Hallo,
>>>
>>> ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
>>> gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
>>>
>>> Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
>>>> Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
>>> Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
>>> der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
>>> Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
>>> werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
>>>
>>> Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
>>> unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
>>> einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
>>> defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
>>> Entleiher untereinander) etc.
>>>
>>> Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
>>> Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
>>> aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
>>> der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
>>> Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
>>> Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
>>> unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
>>> notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
>>> diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
>>> Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
>>> nichts.
>>>
>>> Grüsse,
>>>
>>>
>>> Manuel
>>> --
>>> Manuel Schneider - Chief Information Officer
>>> Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
>>> Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch
>>>
>>> _______________________________________________
>>> VereinDE-l mailing list
>>> [hidden email] <javascript:;>
>>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>>
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>



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https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Denis Barthel-2
Hallo Alexej,

Selbstverständlich beantworten wir deine Anfrage in der OTRS-Queue.

Liebe Grüße,
Denis

Am 26.05.2014 12:51, schrieb Alexej A. Tschernjak:

> Nun Denis - wenn das wirklich so unkompliziert ist, wie du schreibst,
> will ich gerne mein Antrag vom 18.05.2014 12:02 noch einmal stellen
> und erneut ein Fotoapparat (z.B. Canon 7D) sowie die Erstattung der
> Kosten für Anreise und Unterkunft bei der UFC Fight Night, der
> öffentlichen Sitzung der Mitglieder des Ordens Pour le mérite sowie
> zum Katholikentag beantragen.
> Ich bin sehr gespannt, ob ich diesmal eine (womöglich sogar positive)
> Rückmeldung bekomme.
>
>
> Mit kollegialen Grüßen
> Alexej
>
>
> Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:
>> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>>
>> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
>> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
>> Standard:
>>
>> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
>> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>>
>> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der
>> Regel ist
>> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
>> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>>
>> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung
>> vom
>> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause,
>> mal am
>> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>>
>> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am
>> gewünschten
>> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>>
>> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
>> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
>> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
>> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
>> brauchen.
>>
>> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
>> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
>> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
>> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
>> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
>> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
>> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir
>> geliehen.
>>
>> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als
>> eine
>> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches
>> Equipment
>> sie genau benötigen.
>>
>> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert
>> werden
>> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
>> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>>
>> Beste Grüße,
>> Denis Barthel
>>   Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>>
>>> Lieber Manuel,
>>>
>>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
>>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema
>>> hier
>>> danken.
>>>
>>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe
>>> ich
>>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit
>>> ich es
>>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
>>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
>>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>>>
>>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von
>>> Gerät
>>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen
>>> lernen
>>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
>>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
>>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll
>>> umgehen
>>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende
>>> ausleihen
>>> und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
>>> Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
>>>
>>> Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es
>>> sehr
>>> richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die
>>> Suche
>>> nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
>>> (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
>>>
>>> Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen
>>> lassen
>>> will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines
>>> Vertrauens,
>>> bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach)
>>> redlichen
>>> Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit
>>> autofahren,
>>> weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
>>> Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
>>> nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
>>> Leihgebühr die Benzinkosten?
>>>
>>> So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
>>>
>>> Besten Gruß
>>> Ziko
>>>
>>>
>>> Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
>>>
>>>> Hallo,
>>>>
>>>> ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert),
>>>> weil da
>>>> gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
>>>>
>>>> Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
>>>>> Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
>>>> Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
>>>> der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem
>>>> anderen
>>>> Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
>>>> werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
>>>>
>>>> Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
>>>> unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
>>>> einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
>>>> defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
>>>> Entleiher untereinander) etc.
>>>>
>>>> Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
>>>> Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras
>>>> sind
>>>> aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
>>>> der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
>>>> Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit
>>>> Suche von
>>>> Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
>>>> unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
>>>> notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
>>>> diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
>>>> Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
>>>> nichts.
>>>>
>>>> Grüsse,
>>>>
>>>>
>>>> Manuel
>>>> --
>>>> Manuel Schneider - Chief Information Officer
>>>> Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
>>>> Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch
>>>>
>>>> _______________________________________________
>>>> VereinDE-l mailing list
>>>> [hidden email] <javascript:;>
>>>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
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Team Communitys
(Bereichsleitung)

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Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter
der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für
Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.


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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Denis Barthel-2
In reply to this post by Kurt Kulac-2
Hallo Kurt,

a) Ja, das ist die Liste, wobei grundsätzlich auch die "projektbezogenen"
Geräte in Absprache ausserhalb der jeweiligen Projekte genutzt werden
können und als solche Teil des Technikpools sind.
b) Wenn du solche Wünsche hast, erfüllen wir sie gern und wenn eine
wiederholte Nutzung ansteht, dann auch per Beschaffung. Mach bitte eine
entsprechende Liste und lass sie uns zukommen.
c) Zu "ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte anfrage" - da
allerdings zögere ich doch sehr. Ich möchte jeden ermutigen, soetwas
anzufragen bei Bedarf und wir besorgen es so oder so, aber ein "Hinlegen"
aufs Geratewohl scheint mir bei hochpreisigem Fotoequipment nicht sinnvoll.
Wie sehen das andere?

Gruß und Entschuldigung für die späte Antwort,
Denis
Am 23.05.2014 21:08 schrieb "Kurt Kulac" <[hidden email]>:

> hi!
>
> abseits der projektbezogenen geräte (festivalsommer), ist die liste der
> geräte schon die folgende, oder?
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Technikpool/Ger%C3%A4teliste#Foto
>
> also aus fotografensicht hätte ich da schon noch wünsche für dauerhaft zu
> verwendendes (also nicht zu leihendes) material. eventuell traut ihr euch
> auch mal über einen ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte
> anfrage. jede wette, das wird dann alleine auf grund des vorhandenseins
> regelmäßig nachgefragt.
>
> lg, kurt
>
>
> Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:
>
>> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>>
>> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
>> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
>> Standard:
>>
>> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
>> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>>
>> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel ist
>> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
>> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>>
>> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung vom
>> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal am
>> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>>
>> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am gewünschten
>> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>>
>> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
>> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
>> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
>> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
>> brauchen.
>>
>> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
>> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
>> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
>> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
>> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
>> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
>> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir geliehen.
>>
>> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als eine
>> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches
>> Equipment
>> sie genau benötigen.
>>
>> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert
>> werden
>> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
>> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>>
>> Beste Grüße,
>> Denis Barthel
>>   Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>>
>>  Lieber Manuel,
>>>
>>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
>>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema hier
>>> danken.
>>>
>>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe ich
>>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich es
>>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
>>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
>>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>>>
>>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von Gerät
>>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen lernen
>>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
>>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
>>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll umgehen
>>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende
>>> ausleihen
>>> und sofort wesentlich bessere Bilder schießen als mit der eigenen
>>> Ausrüstung - ganz so einfach geht das nicht. :-)
>>>
>>> Die Zeit von Ehrenamtlichen ist dann der andere Punkt. Ich finde es sehr
>>> richtig, dass mit Vereinsgeld sorgfältig umgegangen wird, aber die Suche
>>> nach kostengünstigen Lösungen kostet eben viel Zeit der Ehrenamtlichen.
>>> (Was sind denn zur Zeit die genauen Vorgaben?)
>>>
>>> Die Gründe, dass der Verein nicht selbst kaufen sondern ausleihen lassen
>>> will. hören sich vernünftig an. Ich kenne einen Händler meines
>>> Vertrauens,
>>> bei dem ich mir gutes Gerät zu (meiner laienhaften Meinung nach)
>>> redlichen
>>> Preisen ausleihen kann. Dazu muss ich aber eine längere Zeit autofahren,
>>> weil er nicht per Post schickt (unter anderem, weil er den Ausweis des
>>> Ausleihers sehen will). Ich will auch gern das Gerät erst in die Hand
>>> nehmen, bevor ich es ausleihe. Aber tja, wer zahlt dann zusätzlich zur
>>> Leihgebühr die Benzinkosten?
>>>
>>> So wird eine scheinbar einfache Lösung immer komplizierter.
>>>
>>> Besten Gruß
>>> Ziko
>>>
>>>
>>> Am Donnerstag, 22. Mai 2014 schrieb Manuel Schneider :
>>>
>>>  Hallo,
>>>>
>>>> ich erlaube mir diesen Thread mal zu stehlen (Betreff geändert), weil da
>>>> gerade ein ganz interessanter Aspekt angesprochen wurde.
>>>>
>>>> Am 22.05.2014 11:30, schrieb Tobias:
>>>>
>>>>> Kameras ausleihen ist einfach ziemlich teuer.
>>>>>
>>>> Ich hatte genau diesen Konflikt mit meinem WikiTV-CPB-Projekt. Da war
>>>> der Kauf von Equipment vom CPB eingeplant worden (entgegen einem anderen
>>>> Vorschlag meinerseits) und konnte dann aber nur teilweise umgesetzt
>>>> werden. Seither herrscht auch hier die Regel: Leihen.
>>>>
>>>> Bei mehreren Projekten habe ich Equipment geliehen und die
>>>> unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Von vier Vorgängen verlief
>>>> einer zufriedenstellend. In den anderen Fällen war das Equipment halb
>>>> defekt, nicht kompatibel (selbst die geliehenen Geräte vom selben
>>>> Entleiher untereinander) etc.
>>>>
>>>> Dazu kommt aber noch ein ganz anderer Aspekt: Wenn ich jedes Mal neues
>>>> Equipment habe, muss ich mich jedes Mal neu einlesen. Videokameras sind
>>>> aufwendige Geräte, da entstehen schon Fehler nur aufgrund der Eile und
>>>> der mangelnden Kenntnis dieses speziellen Geräts.
>>>> Dann kostet mich ein Ausleihvorgang ca. zwei Wochen Arbeit mit Suche von
>>>> Anbietern, Anfragen, Angebotsvergleiche (das angebotene Equipment
>>>> unterscheidet sich meist stark, dh. Recherchen bzw. Rückfragen sind
>>>> notwendig), Verhandlung mit den Anbietern etc. DAS ist Zeit, wenn man
>>>> diese bezahlen müsste, dann wäre mit wenigen Einsätzen das ganze
>>>> Equipment finanziert. Aber die Arbeitszeit der Freiwilligen kostet ja
>>>> nichts.
>>>>
>>>> Grüsse,
>>>>
>>>>
>>>> Manuel
>>>> --
>>>> Manuel Schneider - Chief Information Officer
>>>> Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
>>>> Lausanne, +41 (21) 340 66 22 - www.wikimedia.ch
>>>>
>>>> _______________________________________________
>>>> VereinDE-l mailing list
>>>> [hidden email] <javascript:;>
>>>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>>>
>>>>  _______________________________________________
>>> VereinDE-l mailing list
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>>>
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>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
>
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> VereinDE-l mailing list
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> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Ziko van Dijk-3
Gerade bei teureren Geräten würde ich erst etwas kaufen, wenn man bereits
von einem konkreten Interesse weiß.
Besten Gruß
Ziko

Am Donnerstag, 29. Mai 2014 schrieb Denis Barthel :

> Hallo Kurt,
>
> a) Ja, das ist die Liste, wobei grundsätzlich auch die "projektbezogenen"
> Geräte in Absprache ausserhalb der jeweiligen Projekte genutzt werden
> können und als solche Teil des Technikpools sind.
> b) Wenn du solche Wünsche hast, erfüllen wir sie gern und wenn eine
> wiederholte Nutzung ansteht, dann auch per Beschaffung. Mach bitte eine
> entsprechende Liste und lass sie uns zukommen.
> c) Zu "ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte anfrage" - da
> allerdings zögere ich doch sehr. Ich möchte jeden ermutigen, soetwas
> anzufragen bei Bedarf und wir besorgen es so oder so, aber ein "Hinlegen"
> aufs Geratewohl scheint mir bei hochpreisigem Fotoequipment nicht sinnvoll.
> Wie sehen das andere?
>
> Gruß und Entschuldigung für die späte Antwort,
> Denis
> Am 23.05.2014 21:08 schrieb "Kurt Kulac" <[hidden email] <javascript:;>>:
>
> > hi!
> >
> > abseits der projektbezogenen geräte (festivalsommer), ist die liste der
> > geräte schon die folgende, oder?
> >
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Technikpool/Ger%C3%A4teliste#Foto
> >
> > also aus fotografensicht hätte ich da schon noch wünsche für dauerhaft zu
> > verwendendes (also nicht zu leihendes) material. eventuell traut ihr euch
> > auch mal über einen ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte
> > anfrage. jede wette, das wird dann alleine auf grund des vorhandenseins
> > regelmäßig nachgefragt.
> >
> > lg, kurt
> >
> >
> > Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:
> >
> >> Lieber Ziko (und Mitlesende),
> >>
> >> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
> >> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
> >> Standard:
> >>
> >> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
> >> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
> >>
> >> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel
> ist
> >> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
> >> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
> >>
> >> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung
> vom
> >> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal
> am
> >> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
> >>
> >> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am
> gewünschten
> >> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
> >>
> >> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
> >> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
> >> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
> >> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
> >> brauchen.
> >>
> >> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
> >> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
> >> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
> >> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
> >> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
> >> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
> >> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir
> geliehen.
> >>
> >> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als
> eine
> >> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches
> >> Equipment
> >> sie genau benötigen.
> >>
> >> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert
> >> werden
> >> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
> >> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
> >>
> >> Beste Grüße,
> >> Denis Barthel
> >>   Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
> >>
> >>  Lieber Manuel,
> >>>
> >>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
> >>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema
> hier
> >>> danken.
> >>>
> >>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe
> ich
> >>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich
> es
> >>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
> >>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
> >>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
> >>>
> >>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von
> Gerät
> >>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen
> lernen
> >>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
> >>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
> >>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll
> umgehen
> >>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende
> >
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Re: Technikleihe vs. Kauf (war: Ankündigung des Präsidiums)

Hubert-17
Am 29.05.2014 21:55, schrieb Ziko van Dijk:
> Gerade bei teureren Geräten würde ich erst etwas kaufen, wenn man bereits
> von einem konkreten Interesse weiß.
> Besten Gruß
> Ziko

Mit dem Angebot entsteht auch die Nachfrage. Zumindest in Ö ist es so.
Wobei auch wir das Problem haben, dass eine örtliche Nähe mit der
Möglichkeit der persönlichen Abholung weit stärker die Nachfrage
beflügelt. Profis ausgenommen, aber die kennen ja die Usancen gut.
Kollegen aus den Bundesländern sind da noch ziemlich scheu. Hat
vielleicht auch damit zu tun, dass die Rücksendung per Post gescheut
wird. Auch ist es so, dass manche das Risiko nicht eingehen wollen, ev.
etwas von hohem Wert zu beschädigen. Trotz Versicherung.

Ansprechpersonen sollen aber auch vorrangig Leute sein, die damit
erstmalig die Chance bekommen, mal ein längeres Wochenende damit
experimentieren zu können. War auch bei mir so, was dann aber dazu
führte, dass ich mir selbst relativ rasch dann etwas Besseres samt
Objektiven zugelegt habe. Aber die Leihezeiten zB für die 5D Mark III
zeigen, dass fast zu 90% die Kamera im Einsatz ist. Vor allem die (guten
Standard)-Objektive sind sehr gefragt. Über das 400er trauen sich sehr
wenige drüber, wer schleppt auch schon gerne Kamerazeugs, was dann in
Kombination mit Koffern und ähnlichem plus Zubehör, Extender, Stativen
deutlich über 10 kg gehen kann.
Trotzdem, wenn man weiß, dass es die Dinge gibt, dann hat man das im
Hinterkopf für besondere Gelegenheiten.

Unser Listensystem zeigt aber auch jedem User genau auf, wie, wann, wer,
was genau verwendet, man kann sich auch für ein Projekt schon vorher
selbst eintragen und die Dinge reservieren. Das würde ich auch WMDE
empfehlen.

https://mitglieder.wikimedia.at/Projekte/Communitybudget_Fotoausr%C3%BCstung#Ausr.C3.BCstung

Ich jedenfalls habe meine ursprüngliche Skepsis (wie Ziko
offensichtlich) inzwischen abgelegt und bin ein großer Freund - aber
auch Nutznießer - dieses Programms geworden.

h

Am 29.05.2014 21:55, schrieb Ziko van Dijk:

> Gerade bei teureren Geräten würde ich erst etwas kaufen, wenn man bereits
> von einem konkreten Interesse weiß.
> Besten Gruß
> Ziko
>
> Am Donnerstag, 29. Mai 2014 schrieb Denis Barthel :
>
>> Hallo Kurt,
>>
>> a) Ja, das ist die Liste, wobei grundsätzlich auch die "projektbezogenen"
>> Geräte in Absprache ausserhalb der jeweiligen Projekte genutzt werden
>> können und als solche Teil des Technikpools sind.
>> b) Wenn du solche Wünsche hast, erfüllen wir sie gern und wenn eine
>> wiederholte Nutzung ansteht, dann auch per Beschaffung. Mach bitte eine
>> entsprechende Liste und lass sie uns zukommen.
>> c) Zu "ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte anfrage" - da
>> allerdings zögere ich doch sehr. Ich möchte jeden ermutigen, soetwas
>> anzufragen bei Bedarf und wir besorgen es so oder so, aber ein "Hinlegen"
>> aufs Geratewohl scheint mir bei hochpreisigem Fotoequipment nicht sinnvoll.
>> Wie sehen das andere?
>>
>> Gruß und Entschuldigung für die späte Antwort,
>> Denis
>> Am 23.05.2014 21:08 schrieb "Kurt Kulac" <[hidden email] <javascript:;>>:
>>
>>> hi!
>>>
>>> abseits der projektbezogenen geräte (festivalsommer), ist die liste der
>>> geräte schon die folgende, oder?
>>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Technikpool/Ger%C3%A4teliste#Foto
>>> also aus fotografensicht hätte ich da schon noch wünsche für dauerhaft zu
>>> verwendendes (also nicht zu leihendes) material. eventuell traut ihr euch
>>> auch mal über einen ankauf von basisgerät im highendbereich ohne direkte
>>> anfrage. jede wette, das wird dann alleine auf grund des vorhandenseins
>>> regelmäßig nachgefragt.
>>>
>>> lg, kurt
>>>
>>>
>>> Am 23.05.2014 17:33, schrieb Denis Barthel:
>>>
>>>> Lieber Ziko (und Mitlesende),
>>>>
>>>> Ich möchte hier kurz eine Ungenauigkeit korrigieren, denn das hier
>>>> gezeichnete Verfahren ist nicht das im Team Communitys übliche. Kurz zum
>>>> Standard:
>>>>
>>>> 1) Ein Freiwilliger teilt uns mit, das er für eine Fotoaktion ein Gerät,
>>>> z.B. ein bestimmtes Objektiv benötigt.
>>>>
>>>> 2) Wir fragen unsere Verleiher an, ob dies verfügbar ist, in der Regel
>> ist
>>>> das kein Problem. Bei Spezialequipment suchen wir ggf. einen Anbieter.
>>>> Falls notwendig, holen wir Angebote ein.
>>>>
>>>> 3) Wir vereinbaren gemäß der Ansagen der Freiwilligen die Anlieferung
>> vom
>>>> Verleiher zum gewünschten Termin am gewünschten Ort (mal zu Hause, mal
>> am
>>>> Hotel, wo der Freiwillige während der Aktion wohnt).
>>>>
>>>> 4) Nach Abschluss der Aktion holt der Kurier das Equipment am
>> gewünschten
>>>> Ort wieder ab und bringt es zurück zum Verleiher.
>>>>
>>>> Sämtliche Kosten, die unterwegs entstehen, übernimmt WMDE. Da wir nach
>>>> Möglichkeit immer mit denselben Unternehmen zusammenarbeiten, sind diese
>>>> mittlerweile an Besonderheiten gewöhnt und können so mit uns darin
>>>> zusammenarbeiten, das die Freiwilligen das Equipment bekommen, das sie
>>>> brauchen.
>>>>
>>>> Durch den Verleih können wir grundsätzlich ein extrem großes Spektrum an
>>>> Geräten anbieten, wesentlich mehr als durch Anschaffung. Anschaffung ist
>>>> immer dann sinnvoll, wenn anzunehmen ist, das das Equipment regelmäßig
>>>> Verwendung findet und so sich auch im Bestand amortisiert. So haben wir
>>>> erst kürzlich zwei lichtstarke Nikkor AF-S 24-70/2.8G ED und ein
>>>> Teleobjektiv erworben, da die absehbare Nutzung im Festivalsommer das
>>>> rechtfertigte. Eine HighEnd-SlowMotion-Kamera hingegen haben wir
>> geliehen.
>>>> Es ist für die Ausleihe nicht notwendig, das Freiwillige mehr tun als
>> eine
>>>> Mail an [hidden email] zu schicken und zu sagen, welches
>>>> Equipment
>>>> sie genau benötigen.
>>>>
>>>> Ich freue mich über Hinweise, worin dieses Verfahren noch verbessert
>>>> werden
>>>> kann, damit Freiwillige das notwendige Equipment für ihr Engagement
>>>> erhalten. Das ist ja der Sinn der Sache.
>>>>
>>>> Beste Grüße,
>>>> Denis Barthel
>>>>    Am 22.05.2014 22:49 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>>>>
>>>>   Lieber Manuel,
>>>>> da du früher in der Woche schon Zeilen geschrieben hast, die ich sehr
>>>>> bejahen konnte, will ich gerne mit einer Rückmeldung zu diesem Thema
>> hier
>>>>> danken.
>>>>>
>>>>> Die Diskussionen um die Fotoausrüstungen für den Festivalsommer habe
>> ich
>>>>> seinerzeit als stiller Leser mit großem Interesse verfolgt. Soweit ich
>> es
>>>>> beurteilen kann, ist die damalige Auswahl an Gerät vernünftig und
>>>>> nachvollziehbar gewesen, auch wenn man es sich hier und da wohl anders
>>>>> hätte vorstellen können. Jede Lösung hat nun einmal Vor- und Nachteile.
>>>>>
>>>>> Deine beiden Punkte kann ich nur unterstreichen: Das Ausleihen von
>> Gerät
>>>>> bedeutet, dass ein Amateur etwas erhält, mit dem er erst umzugehen
>> lernen
>>>>> muss. Wenn man mir eine neue Kamera in die Hand drückt, noch dazu eine
>>>>> wesentlich "höherwertige" als meine, dann bräuchte ich sicher mehrere
>>>>> intensiv investierte Tage oder deutlich länger, um damit sinnvoll
>> umgehen
>>>>> zu können (lies auch: Objektive). Also einfach für ein Wochenende
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