Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

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Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Mathias Schindler-2
Liebe Liste,

wenn ich das richtig sehe, wird derzeit auf der Liste eher diskutiert,
wer, wann und unter welchen Bedingungen welche Links zu Neuigkeiten an
einen großen Verteiler schicken kann und nicht, welche Neuigkeiten es
gibt.

Heute hat das Mittelverteilungskommittee der Wikimedia Foundation
seine Empfehlungen zu den Finanzanträgen der Runde 1 für das Jahr
2014-2015 veröffentlicht. Darunter ist die Empfehlung für den Antrag
von Wikimedia Deutschland:
http://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:APG/FDC_portal/FDC_recommendations/2014-2015_round1#Wikimedia_Deutschland

Die Empfehlung ist in englischer Sprache und umfasst die Angabe der
beantragten Summe Geld und die Summe, die das FDC empfiehlt. Danach
folgt eine Zusammenfassung der Begründung und weitere Begründungen für
die Empfehlung.

Viele liebe Grüße,
Mathias

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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

poupou
danke für den hinweis. das ist dann leider mehr als deutlich:
"Furthermore, the FDC is puzzled by the governance practices of Wikimedia Deutschland’s Board, in particular the manner in which the Executive Director’s sudden transition was handled. The FDC feels that this resulted in excessive and unnecessary transition costs, made without sufficient consideration. While there are circumstances which justify the immediate termination of a contract, since the ED was hired as an on-going consultant and is still within the organization, the Board’s publicly communicated dissatisfaction with the ED did not appear to have sufficient rationale for such a radical action. There does not appear to have been any change in strategic direction since the termination, and it is likely that a decision not to extend the contract of the outgoing ED would have achieved the same result at far less cost."
     Von: Mathias Schindler <[hidden email]>
 An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e.V. / mailing list of the German Wikimedia association <[hidden email]>
 Gesendet: 20:35 Freitag, 21.November 2014
 Betreff: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1
   
Liebe Liste,

wenn ich das richtig sehe, wird derzeit auf der Liste eher diskutiert,
wer, wann und unter welchen Bedingungen welche Links zu Neuigkeiten an
einen großen Verteiler schicken kann und nicht, welche Neuigkeiten es
gibt.

Heute hat das Mittelverteilungskommittee der Wikimedia Foundation
seine Empfehlungen zu den Finanzanträgen der Runde 1 für das Jahr
2014-2015 veröffentlicht. Darunter ist die Empfehlung für den Antrag
von Wikimedia Deutschland:
http://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:APG/FDC_portal/FDC_recommendations/2014-2015_round1#Wikimedia_Deutschland

Die Empfehlung ist in englischer Sprache und umfasst die Angabe der
beantragten Summe Geld und die Summe, die das FDC empfiehlt. Danach
folgt eine Zusammenfassung der Begründung und weitere Begründungen für
die Empfehlung.

Viele liebe Grüße,
Mathias

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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Thomas Goldammer-2
Das FDC ist offensichtlich falsch/schlecht informiert. Das ist sehr schade,
lässt sich vielleicht aber noch korrigieren. Da ist dann wohl das aktuelle
Präsidium gefragt...

LG
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DaB.
In reply to this post by poupou
Hallo,
Am 21.11.2014 20:59, schrieb FDC:
> The FDC feels that this resulted in excessive and unnecessary
> transition costs, made without sufficient consideration.

jetzt haben wir’s wenigstens schwarz auf weiß.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Jens Best
In reply to this post by poupou
poupou, es hilft die ganze Empfehlung zu lesen. Selektives Zitieren nach
eigenem Gusto hat immer ein kleinen merkwürdigen Beigeschmack… ;)

Deswegen vorweg:

Dass auch das FDC mit Falschinformation versorgt wurde, ist enttäuschend.
Offenbar denken die auch, dass die Trennung von Richter 320k gekostet hätte
(falsch), dass das Präsidium die Trennung in einer Bierlaune beschlossen
hätte (falsch) und sich auch sonst keine Gedanken gemacht wurden (sehr
falsch). Einigen gestreuten falschen Tatsachenbehauptungen gelingt es
offenbar länger zu wirken, als es der Wahtheit gut tut. Aber sei's drum.
Man kann da nicht mehr tun, als die konkreten Fakten zu wiederholen. Dies
muss offenbar auch nochmal Richtung FDC geschehen.

Als jemand, der dem Beratervertrag von Herrn Richter nicht zugestimmt hat
(was macht es auch für einen Sinn einen gerade getrennten Vorstand wieder
einzustellen?), wundert es mich aber doch dort zu lesen, dass ausgerechnet
diejenigen, die zum Zeitpunkt der Trennung im Hintergrund darauf gedrängt
haben, dass Herr Richter für die Übergabe gerade von internationalen
Kontakten/Prozessen noch eine Weile dabei bliebe, nun in ihrer Begründung
genau dies als Negativpunkt groß und breit anführen. Über solche
180Grad-Wendungen kann man da nur den Kopf schütteln. Ich bin froh, dass
ich mich da nicht habe beirren lassen und einem Beratervertrag für Herrn
Richter nicht zugestimmt habe (wurde aber überstimmt).

Nun aber:

Die Kritik, dass das deutsche Chapter in den letzten Jahren Gelder
aufgerufen hat, aber diesen kein vergleichbarer Impact entgegensteht, ist
einer der zentralen Punkte, die auch WMDE-intern festgestellt wurden und
wegen dem es personelle Veränderung in der obersten operativen
Führungsebene gab und weitere inhaltliche und prozessuale Veränderungen
geben muss.

Es wurde sich nicht um das Movement nachhaltig gekümmert, stattdessen wurde
Geld des Geldwachstums willen gesammelt. Es gab Haushalte, die am Ende des
Jahres noch große Budgets übrig hatten, Tausende von "Mitgliedern", die als
dauerabgebuchte Spender ihr Leben in einer Datenbank fristen, aber
ansonsten im Verein nicht vorkamen und von nachhaltiger zusammenhängender
Prozessentwicklung im Dienste der Bewegung gab's kaum eine Spur.

Es bleibt nun die Aufgabe, zu zeigen, dass das mit der Trennung von Richter
begonnene Aufräumen in diesem Verein und die damit einhergehen müssende
wesentlich bessere Ausrichtung auf Community-Unterstützung als zentrales
Vereinsverständnis auch Richtung FDC zeigt, dass die Fehler der Ära Richter
verstanden wurden und nun an mehr Impact und Effizienz gearbeitet wird.

Nicht nur die Wikidata-Community braucht einen starken Partner mit der
WMDE, sondern auch andere wichtige und zentrale Wikimedia-Projekte haben
Communities, um die sich WMDE als Unterstützer in Infrastruktur und
Durchführung kümmern muss. Ob Wikipedia, Commons, Wikisource, Policy, OER
etc. - all das sind Communities, die sich zentral um das Thema Freies
Wissen bewegen, die Wikipedia als zentrale Ursprungsbewegung. Es gilt nun
dafür zu sorgen, einerseits dem FDC klarzumachen, dass mit einer
tatsächlichen Neuausrichtung der Geschäftsstelle an den alten neuen Zielen
die angesprochenen Grundprobleme verschwinden. Gleichzeitig muss der
Drittmittel-Bereich ausgebaut werden, weil einige Spezifikation im
FDC-Prozess doch mehr und mehr fragwürdig werden und eine zu große
Abhängigkeit hier auf Dauer nicht gut ist.

LG

Jens




2014-11-21 20:59 GMT+01:00 poupou <[hidden email]>:

> danke für den hinweis. das ist dann leider mehr als deutlich:
> "Furthermore, the FDC is puzzled by the governance practices of Wikimedia
> Deutschland’s Board, in particular the manner in which the Executive
> Director’s sudden transition was handled. The FDC feels that this resulted
> in excessive and unnecessary transition costs, made without sufficient
> consideration. While there are circumstances which justify the immediate
> termination of a contract, since the ED was hired as an on-going consultant
> and is still within the organization, the Board’s publicly communicated
> dissatisfaction with the ED did not appear to have sufficient rationale for
> such a radical action. There does not appear to have been any change in
> strategic direction since the termination, and it is likely that a decision
> not to extend the contract of the outgoing ED would have achieved the same
> result at far less cost."
>      Von: Mathias Schindler <[hidden email]>
>  An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e.V. / mailing list of the
> German Wikimedia association <[hidden email]>
>  Gesendet: 20:35 Freitag, 21.November 2014
>  Betreff: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1
>
> Liebe Liste,
>
> wenn ich das richtig sehe, wird derzeit auf der Liste eher diskutiert,
> wer, wann und unter welchen Bedingungen welche Links zu Neuigkeiten an
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> gibt.
>
> Heute hat das Mittelverteilungskommittee der Wikimedia Foundation
> seine Empfehlungen zu den Finanzanträgen der Runde 1 für das Jahr
> 2014-2015 veröffentlicht. Darunter ist die Empfehlung für den Antrag
> von Wikimedia Deutschland:
>
> http://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:APG/FDC_portal/FDC_recommendations/2014-2015_round1#Wikimedia_Deutschland
>
> Die Empfehlung ist in englischer Sprache und umfasst die Angabe der
> beantragten Summe Geld und die Summe, die das FDC empfiehlt. Danach
> folgt eine Zusammenfassung der Begründung und weitere Begründungen für
> die Empfehlung.
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> Viele liebe Grüße,
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Jens Best
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Wikimedia Deutschland e.V.
web: http://www.wikimedia.de
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Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DerHexer
In reply to this post by DaB.
Was soll das werden? Ein [[argumentum ad verecundiam]]? Wer “its[WMDE's] community support program has continually not shown results despite many years of significant funding.” angesichts von https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland#Chapter_information_and_reports http://blog.wikimedia.de/category/freiwillige/monatsuebersicht/ https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland/Community-Budget/2014/de https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Supported_by_Wikimedia_Deutschland und, um nur ein, mich betreffendes, Projekt zu nennen, https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Landtagsprojekt/Nutzung schreibt, hat leider keine Autorität, sondern ein massives Wahrnehmungsproblem. Für diese Frechheit gegenüber den ehrenamtlichen Autoren, die sich tagtäglich dank Wikimedia Deutschland um unsere Projekte verdient machen, erwarte ich von den dies verfassenden Mitarbeitern sowie der verantwortlichen geschäftsführenden Vorgesetzten eine umfassende, reumütige Entschuldigung – und erwarte, dass unser deutschsprachiges Boardmitglied, Alice Wiegand, dies ebenso massiv herbeifordert und diese Beleidigung der Mitglieder und Freiwilligen von Wikimedia Deutschland so nicht stehen lässt. Und dies ist die freundliche Variante meines Lamentos, eine umfassendere an dieser Stelle: https://meta.wikimedia.org/wiki/Talk:Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de#Nachfrage_Operative_Ziele_und_Evaluation_der_F.C3.B6rderung .

GrüßeMartin
 
      Von: DaB. <[hidden email]>
 An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
 Gesendet: 21:55 Freitag, 21.November 2014
 Betreff: Re: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1
   
Hallo,


Am 21.11.2014 20:59, schrieb FDC:
> The FDC feels that this resulted in excessive and unnecessary
> transition costs, made without sufficient consideration.

jetzt haben wir’s wenigstens schwarz auf weiß.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Alexander Juhrich
+1, insbesondere schließe ich mich der Aufforderung an deutschsprachige
WMF-Mitwirkende an, zu derartigem Community-feindlichen Verhalten (das
war ja nicht das erste dieses Jahr) von Seiten der Foundation deutlich
Stellung zu nehmen.

Viele Grüße
Alex


Am 21.11.2014 22:22, schrieb DerHexer:

> Was soll das werden? Ein [[argumentum ad verecundiam]]? Wer “its[WMDE's] community support program has continually not shown results despite many years of significant funding.” angesichts von https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland#Chapter_information_and_reports http://blog.wikimedia.de/category/freiwillige/monatsuebersicht/ https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland/Community-Budget/2014/de https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Supported_by_Wikimedia_Deutschland und, um nur ein, mich betreffendes, Projekt zu nennen, https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Landtagsprojekt/Nutzung schreibt, hat leider keine Autorität, sondern ein massives Wahrnehmungsproblem. Für diese Frechheit gegenüber den ehrenamtlichen Autoren, die sich tagtäglich dank Wikimedia Deutschland um unsere Projekte verdient machen, erwarte ich von den dies verfassenden Mitarbeitern sowie der verantwortlichen geschäftsführenden Vorgesetzten eine umfassende, reumütige Entschuldigung – und erwarte, dass unser deutschsprachiges Boardmitglied, Alice Wiegand, dies ebenso massiv herbeifordert und diese Beleidigung der Mitglieder und Freiwilligen von Wikimedia Deutschland so nicht stehen lässt. Und dies ist die freundliche Variante meines Lamentos, eine umfassendere an dieser Stelle: https://meta.wikimedia.org/wiki/Talk:Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de#Nachfrage_Operative_Ziele_und_Evaluation_der_F.C3.B6rderung .
>
> GrüßeMartin
>  
>        Von: DaB. <[hidden email]>
>   An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
>   Gesendet: 21:55 Freitag, 21.November 2014
>   Betreff: Re: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1
>    
> Hallo,
>
>
> Am 21.11.2014 20:59, schrieb FDC:
>> The FDC feels that this resulted in excessive and unnecessary
>> transition costs, made without sufficient consideration.
> jetzt haben wir’s wenigstens schwarz auf weiß.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> DaB.
>
>
>



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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DaB.
In reply to this post by DerHexer
Hallo Martin,
Am 21.11.2014 22:22, schrieb DerHexer:
> Was soll das werden? Ein [[argumentum ad verecundiam]]?


nein, sondern nur die Feststellung, dass alle Leute die Schwierigkeiten
mit dem FDC voraussahen Recht hatten, und diejenigen, die mögliche
Probleme immer wieder kleingeredet oder als nicht-existent hingestellt
haben, Unrecht hatten und haben.
Das Ganze kostet den Verein – und damit auch die Freiwilligen – jetzt
360.000€.

Damit summieren sich die Kosten für den Vorstandswechsel nun schon auf
über eine halbe Million; ein klassisches Loch ohne Boden.

Und wenn das FDC sich schon so anstellt, dann will ich nicht wissen was
das WMF-Board über die Vertragsverlängerung denkt.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.


--
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Marcus Cyron-2
In reply to this post by Alexander Juhrich
Ich würde auch ein +1 hier hinsetzen - aber ich bin mittlerweile
komplett ernüchtert. Die persönlichen Eitelkeiten ein paar Weniger
können in diesem Projekt wirklich alles zerstören. Wehe, es geht mal
nicht nach dem Kopf einiger Leute - da wird dann gleich alles kaputt
gemacht. Sie meinen wohl, falls sie selbst oder ihnen genehme Personen
wieder am Ruder sind kann man das was sie hier verzapft haben wieder
Rückgängig machen. Glaube ich nicht. Was hier in Gang gesetzt wurde,
wird wohl nicht mehr revertierbar sein. Nicht einmal durch diese meist
gut vernetzten Personen, die zu den Kreisen der WMF gehören, die sich
immer gegenseitig die tollen Pöstchen zuschieben, auf denen man Macht
spielen kann (wenn man schon nicht in der Lage ist, sinnvoll zu den
Projekten beizutragen - dann geht man eben in die Bürokratie - eine alte
menschliche Sache eben...)

Nun, die WMF hat uns Freiwilligen nun ganz deutlich gesagt, daß wir nur
der Dreck unter ihren Schuhen sind und sie zwar gerne von uns leben -
uns aber nicht einmal mehr dabei unterstützen wollen sie zu nähren. Na
dann machen wir es doch richtig. Schluß mit Wikidata bei WMDE. Schluß
mit Lobbying auf unsere Kosten. Soll es die WMF allein machen. WMDE
sollte sich jetzt komplett emanzipieren. Und mehr schreibe ich jetzt
nicht ich bin so verärgert, daß das zu nichts guten führen würde. Aber
die WMF kann froh sein, daß nicht ich über ihre Zukunft zu entscheiden habe.

Marcus


Am 21.11.2014 22:41, schrieb Alexander:

> +1, insbesondere schließe ich mich der Aufforderung an
> deutschsprachige WMF-Mitwirkende an, zu derartigem
> Community-feindlichen Verhalten (das war ja nicht das erste dieses
> Jahr) von Seiten der Foundation deutlich Stellung zu nehmen.
>
> Viele Grüße
> Alex
>
>
> Am 21.11.2014 22:22, schrieb DerHexer:
>> Was soll das werden? Ein [[argumentum ad verecundiam]]? Wer
>> “its[WMDE's] community support program has continually not shown
>> results despite many years of significant funding.” angesichts von
>> https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland#Chapter_information_and_reports 
>> http://blog.wikimedia.de/category/freiwillige/monatsuebersicht/ 
>> https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland/Community-Budget/2014/de 
>> https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Supported_by_Wikimedia_Deutschland 
>> und, um nur ein, mich betreffendes, Projekt zu nennen,
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Landtagsprojekt/Nutzung 
>> schreibt, hat leider keine Autorität, sondern ein massives
>> Wahrnehmungsproblem. Für diese Frechheit gegenüber den ehrenamtlichen
>> Autoren, die sich tagtäglich dank Wikimedia Deutschland um unsere
>> Projekte verdient machen, erwarte ich von den dies verfassenden
>> Mitarbeitern sowie der verantwortlichen geschäftsführenden
>> Vorgesetzten eine umfassende, reumütige Entschuldigung – und erwarte,
>> dass unser deutschsprachiges Boardmitglied, Alice Wiegand, dies
>> ebenso massiv herbeifordert und diese Beleidigung der Mitglieder und
>> Freiwilligen von Wikimedia Deutschland so nicht stehen lässt. Und
>> dies ist die freundliche Variante meines Lamentos, eine umfassendere
>> an dieser Stelle:
>> https://meta.wikimedia.org/wiki/Talk:Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de#Nachfrage_Operative_Ziele_und_Evaluation_der_F.C3.B6rderung 
>> .
>>
>> GrüßeMartin
>>          Von: DaB. <[hidden email]>
>>   An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
>> Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
>>   Gesendet: 21:55 Freitag, 21.November 2014
>>   Betreff: Re: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr
>> 2014-2015, Runde 1
>>     Hallo,
>>
>>
>> Am 21.11.2014 20:59, schrieb FDC:
>>> The FDC feels that this resulted in excessive and unnecessary
>>> transition costs, made without sufficient consideration.
>> jetzt haben wir’s wenigstens schwarz auf weiß.
>>
>> Mit freundlichen Grüßen
>> DaB.
>>
>>
>>
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DerHexer
In reply to this post by DaB.
Nun, zur Vertragsverlängerung hat Jens ja schon die wirklichen Hintergründe aufgeschrieben, die Begründung des FDCs in dieser Richtung ist hahnebüchen. Ansonsten sollte man als Enzyklopädist nicht jedes Wort für wahr halten, das das FDC als Begründung anführt. Dass es um die Freiwilligenförderung eh nicht gut bestellt steht, hat Marcus auf der Kurierdiskussionsseite deutlich gemacht: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#Funds_Dissemination_Committee_watscht_Wikimedia_Deutschland_ab Dies dürfte der eigentliche Grund für die Kürzungen sein. Die wahren Gründe, wie man die Trennung vom Vorstand und die Politik, die letztlich in den aufgeführten Problemen führte, wird man schwerlich öffentlich von der WMF oder ihren Gremien irgendwo finden. So weit kann man sich das schon ausrechnen.

Intensiver wurde dies, wie gesagt, schon hier diskutiert: https://meta.wikimedia.org/wiki/Talk:Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de#Nachfrage_Operative_Ziele_und_Evaluation_der_F.C3.B6rderung
GrüßeMartin

 
      Von: DaB. <[hidden email]>
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 Gesendet: 23:19 Freitag, 21.November 2014
 Betreff: Re: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1
   
Hallo Martin,    
Am 21.11.2014 22:22, schrieb DerHexer:
> Was soll das werden? Ein [[argumentum ad verecundiam]]?


nein, sondern nur die Feststellung, dass alle Leute die Schwierigkeiten
mit dem FDC voraussahen Recht hatten, und diejenigen, die mögliche
Probleme immer wieder kleingeredet oder als nicht-existent hingestellt
haben, Unrecht hatten und haben.
Das Ganze kostet den Verein – und damit auch die Freiwilligen – jetzt
360.000€.

Damit summieren sich die Kosten für den Vorstandswechsel nun schon auf
über eine halbe Million; ein klassisches Loch ohne Boden.

Und wenn das FDC sich schon so anstellt, dann will ich nicht wissen was
das WMF-Board über die Vertragsverlängerung denkt.



Mit freundlichen Grüßen
DaB.


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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Marcus Cyron-2
In reply to this post by DaB.
jetzt musste ich lachen...

Am 21.11.2014 23:19, schrieb DaB.:
> Und wenn das FDC sich schon so anstellt, dann will ich nicht wissen
> was das WMF-Board über die Vertragsverlängerung denkt. Mit
> freundlichen Grüßen DaB.


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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DaB.
Am 21.11.2014 23:33, schrieb Marcus Cyron:
> jetzt musste ich lachen...

wenigstens einer.


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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Marcus Cyron-2
https://de.wikipedia.org/wiki/Sardonisches_Lachen


Am 21.11.2014 23:36, schrieb DaB.:

> Am 21.11.2014 23:33, schrieb Marcus Cyron:
>> jetzt musste ich lachen...
> wenigstens einer.
>
>
>
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

s.schoenwaelder
In reply to this post by Jens Best
Hallo Jens,

du schreibst:

"> Als jemand, der dem Beratervertrag von Herrn Richter nicht zugestimmt
hat

> (was macht es auch für einen Sinn einen gerade getrennten Vorstand
> wieder
> einzustellen?), wundert es mich aber doch dort zu lesen, dass
> ausgerechnet
> diejenigen, die zum Zeitpunkt der Trennung im Hintergrund darauf
> gedrängt
> haben, dass Herr Richter für die Übergabe gerade von internationalen
> Kontakten/Prozessen noch eine Weile dabei bliebe, nun in ihrer
> Begründung
> genau dies als Negativpunkt groß und breit anführen. Über solche
> 180Grad-Wendungen kann man da nur den Kopf schütteln."


Jetzt muss ich mal ganz naiv nachfragen, ob ich das richtig  verstanden
habe:
Die Foundation war von Pavels Abberufung genauso überrascht, wie die
Mitglieder?

Nur so kann ich mir erklären, warum nicht schon vorher klar war, dass
hier ein weiterer
Vertrag als Berater für Pavel gewünscht wird. Das würde dann auch aus
meiner Sicht
die „ziemlich verschnupfte Haltung“ erklären, die nun deutlich aus der
aktuellen
Unterlage heraus zu lesen ist.


Viele Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,

Steffi Schönwälder



Am 21.11.2014 22:07 schrieb Jens Best:

> poupou, es hilft die ganze Empfehlung zu lesen. Selektives Zitieren
> nach
> eigenem Gusto hat immer ein kleinen merkwürdigen Beigeschmack… ;)
>
> Deswegen vorweg:
>
> Dass auch das FDC mit Falschinformation versorgt wurde, ist
> enttäuschend.
> Offenbar denken die auch, dass die Trennung von Richter 320k gekostet
> hätte
> (falsch), dass das Präsidium die Trennung in einer Bierlaune
> beschlossen
> hätte (falsch) und sich auch sonst keine Gedanken gemacht wurden (sehr
> falsch). Einigen gestreuten falschen Tatsachenbehauptungen gelingt es
> offenbar länger zu wirken, als es der Wahtheit gut tut. Aber sei's
> drum.
> Man kann da nicht mehr tun, als die konkreten Fakten zu wiederholen.
> Dies
> muss offenbar auch nochmal Richtung FDC geschehen.
>
> Als jemand, der dem Beratervertrag von Herrn Richter nicht zugestimmt
> hat
> (was macht es auch für einen Sinn einen gerade getrennten Vorstand
> wieder
> einzustellen?), wundert es mich aber doch dort zu lesen, dass
> ausgerechnet
> diejenigen, die zum Zeitpunkt der Trennung im Hintergrund darauf
> gedrängt
> haben, dass Herr Richter für die Übergabe gerade von internationalen
> Kontakten/Prozessen noch eine Weile dabei bliebe, nun in ihrer
> Begründung
> genau dies als Negativpunkt groß und breit anführen. Über solche
> 180Grad-Wendungen kann man da nur den Kopf schütteln. Ich bin froh,
> dass
> ich mich da nicht habe beirren lassen und einem Beratervertrag für
> Herrn
> Richter nicht zugestimmt habe (wurde aber überstimmt).
>
> Nun aber:
>
> Die Kritik, dass das deutsche Chapter in den letzten Jahren Gelder
> aufgerufen hat, aber diesen kein vergleichbarer Impact entgegensteht,
> ist
> einer der zentralen Punkte, die auch WMDE-intern festgestellt wurden
> und
> wegen dem es personelle Veränderung in der obersten operativen
> Führungsebene gab und weitere inhaltliche und prozessuale Veränderungen
> geben muss.
>
> Es wurde sich nicht um das Movement nachhaltig gekümmert, stattdessen
> wurde
> Geld des Geldwachstums willen gesammelt. Es gab Haushalte, die am Ende
> des
> Jahres noch große Budgets übrig hatten, Tausende von "Mitgliedern", die
> als
> dauerabgebuchte Spender ihr Leben in einer Datenbank fristen, aber
> ansonsten im Verein nicht vorkamen und von nachhaltiger
> zusammenhängender
> Prozessentwicklung im Dienste der Bewegung gab's kaum eine Spur.
>
> Es bleibt nun die Aufgabe, zu zeigen, dass das mit der Trennung von
> Richter
> begonnene Aufräumen in diesem Verein und die damit einhergehen müssende
> wesentlich bessere Ausrichtung auf Community-Unterstützung als
> zentrales
> Vereinsverständnis auch Richtung FDC zeigt, dass die Fehler der Ära
> Richter
> verstanden wurden und nun an mehr Impact und Effizienz gearbeitet wird.
>
> Nicht nur die Wikidata-Community braucht einen starken Partner mit der
> WMDE, sondern auch andere wichtige und zentrale Wikimedia-Projekte
> haben
> Communities, um die sich WMDE als Unterstützer in Infrastruktur und
> Durchführung kümmern muss. Ob Wikipedia, Commons, Wikisource, Policy,
> OER
> etc. - all das sind Communities, die sich zentral um das Thema Freies
> Wissen bewegen, die Wikipedia als zentrale Ursprungsbewegung. Es gilt
> nun
> dafür zu sorgen, einerseits dem FDC klarzumachen, dass mit einer
> tatsächlichen Neuausrichtung der Geschäftsstelle an den alten neuen
> Zielen
> die angesprochenen Grundprobleme verschwinden. Gleichzeitig muss der
> Drittmittel-Bereich ausgebaut werden, weil einige Spezifikation im
> FDC-Prozess doch mehr und mehr fragwürdig werden und eine zu große
> Abhängigkeit hier auf Dauer nicht gut ist.
>
> LG
>
> Jens
>
>
>
>
> 2014-11-21 20:59 GMT+01:00 poupou <[hidden email]>:
>
>> danke für den hinweis. das ist dann leider mehr als deutlich:
>> "Furthermore, the FDC is puzzled by the governance practices of
>> Wikimedia
>> Deutschland’s Board, in particular the manner in which the Executive
>> Director’s sudden transition was handled. The FDC feels that this
>> resulted
>> in excessive and unnecessary transition costs, made without sufficient
>> consideration. While there are circumstances which justify the
>> immediate
>> termination of a contract, since the ED was hired as an on-going
>> consultant
>> and is still within the organization, the Board’s publicly
>> communicated
>> dissatisfaction with the ED did not appear to have sufficient
>> rationale for
>> such a radical action. There does not appear to have been any change
>> in
>> strategic direction since the termination, and it is likely that a
>> decision
>> not to extend the contract of the outgoing ED would have achieved the
>> same
>> result at far less cost."
>>      Von: Mathias Schindler <[hidden email]>
>>  An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e.V. / mailing list of the
>> German Wikimedia association <[hidden email]>
>>  Gesendet: 20:35 Freitag, 21.November 2014
>>  Betreff: [VereinDE-l] Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015,
>> Runde 1
>>


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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Jens Best
Liebe Stefanie,


von "der Foundation" habe ich nicht geschrieben. Es war aber der Wunsch
gerade von gewissen Vertretern, doch Herrn Richter für die internationale
Ebene noch ein paar Monate für die Übergabe zur Verfügung zu haben. Ich
persönlich habe das nicht 100% nachvollziehen können, weil auch auf der
internationalen Ebene nichts dermaßen von einer Person abhängen sollte,
sondern ein Wechsel eines ED Bestandteil der üblichen Prozesse sein muss.
Schliesslich gibt es immer mehr EDs (Executive Director) und ähnliche
Ansprechpartner in der Bewegung, damit erhöht sich auch die
Selbstverständlichkeit, dass diese ausgewechselt werden. Auch das gehört
zur professionellen Realität einer so vielfältigen globalen Bewegung.

Dennoch kann man es akzeptieren, wenn für die Übergabe der internationalen
Kernprozesse ausnahmsweise der ehemalige ED als Berater zur Verfügung
steht. Dass dann daraus jemand wurde, der mit einem Beratervertrag
ausgestattet quasi täglich im Büro hockt, um dem aktuellen Nachfolger zu
helfen, durch das Chaos zu blicken, dass er selbst jahrelang aufgebaut hat
- naja, das ist dann doch ein wenig merkwürdig. Deswegen gab es von meiner
Seite für den Nachtragshaushalt, der diese Kostenstelle in dieser Form
enthält keine Zustimmung.

Das FDC ist auch nicht "die Foundation", da solltest du dich nochmal ein
wenig einlesen. Du findest einige Erklärungen zum FDC am Ende der
Empfehlungsliste
<https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:APG/FDC_portal/FDC_recommendations/2014-2015_round1#About_the_FDC>
oder
etwas ausführlicher hier
<https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:APG/Funds_Dissemination_Committee>.
Ebenso gibt es auch aus vielen Chaptern rund um den Globus umfassende
Kritik am FDC. Diese Debatte wird geführt werden müssen, denn diese
zentrale Methode und das zentrale Handling des Spendeneinsammeln und
-austeilens ist nicht unbedingt das, was zu einer international
diversifizierten Bewegung passt.

Aktuell gibt es in verschiedenen Ländern Probleme mit dem Spendeneinsammeln
zentral aus den USA. In Holland z.B. ist die Spendenüberweisung via
IBAN-Überweisung völlig normal, man erreicht damit also auch mehr
Spendeninteressierte dort. WMF sammelt dort aber nur mit Kreditkarten und
Paypal ein, also einer sehr US-bezogenen Praxis im Spendenverhalten. Andere
Länder regen sich schon gar nicht mehr öffentlich auf, weil sie eh wissen,
dass da aktuell nichts zur Verbesserung passieren wird. Es gibt nur noch
zwei Chapter, die Spenden selbst einsammeln, wir gehören dazu. Der Prozess
für die Genehmigung Spenden selbst einzusammeln, hat aber, wie man denken
könnte, keine formellen sachlichen Kriterien, die man erfüllt oder nicht,
sondern dies wird quasi willkürlich von der WMF festgelegt. Willkür erzeugt
im Allgemeinen Machtzustände, die wenig transparent sind. Als langsam
erwachsene Organisation wird man auch an dieser Stelle über Effizienz und
globale Vielfalt in den lokalen Prozessen nachdenken müssen.

Es gibt also einerseits eine aktuell intransparente Realität international
und andererseits auch sehr unterschiedliche Haltungen über die
internationale Koordination. Aus diesem Grund war es okay, über einen
kleinen Beratervertrag für Herrn Richter bezgl. einer (erhofften) guten
Übergabe der internationalen Kontakte nachzudenken. Denn wo ein Prozess
dermaßen nicht von formellen Regelungen, sondern "Gesprächen" abhängt, ist
natürlich jemand, der über die Jahre darauf geachtet hat, dass seine
Machtposition durch zentriertes Wissen gewahrt bleibt, ggf. sinnvoll.
Merkwürdig finde ich dann aber auch, dass der explizit aus gewissen
internationalen Kreisen geäußerte Wunsch, Herrn Richter noch für die
Übergabe der internationalen Prozesse dabeizuhaben nun als ein wesentlicher
Kritikpunkt präsentiert wird. Da muss man sich schon fragen, wie man
strategische Entscheidungen treffen soll, wenn es zu solchen 180Grad-Wenden
kommt, die dann auch noch die willkürlichen und global kritisierten
Vergabeprozesse zentral bestimmen zu scheinen.

-----

Oh, nochmal zu deinem "überraschte Abberufung". Erstens war es keine
Abberufung, sondern eine einvernehmliche Trennung. Klingt formell, ist aber
nun schon öfters in Diskussion gesagt worden, an denen du online
teilgenommen hast. :) Zweitens und wichtiger: Ebenfalls wurde schon
desöfteren der eigentlich selbstverständliche Umstand erklärt, dass eine
solche Personalentscheidung aus guten Gründen nicht auf dem Marktplatz und
erst recht nicht auf dem internationalen Marktplatz besprochen wird,
sondern eben von den Gremien durchgeführt wird, die dafür eingesetzt sind.
Da den meisten Mitgliedern die tieferen Einblicke fehlen, die die
ehrenamtlich ihre Zeit dafür opfernden, ins Präsidium gewählten
Vereinsmitglieder haben, lassen sich diese Dinge auch nur unter nicht
praktikablen Prozessen anders sinnvoll organisieren. Deswegen machen das
auch fast alle anderen Vereine und Verbände so in Deutschland - oder kurz,
das hat schon so seinen Sinn.

Auch gewählte Vereinsmitglieder müssen sich allerdings erstmal in die
Prozesse einarbeiten, was ebenfalls dazubeiträgt, dass es zu einem
Informations- und damit Machtgefälle zwischen ehrenamtlichen Präsidium und
hauptamtlichen bezahlten Vorstand kommt. Dass ausgerechnet diejenigen, die
länger dabei sind im Präsidium und nicht zum Dunstkreis einer bestimmten
alten Clique gehören, sondern unabhängige Köpfe sind, ein klar
desillusioniertes Bild von der Arbeit des ehemaligen Vorstandes hatten,
könnte als Hinweis dienen, dass man froh sein sollte, dass hier endlich mal
gehandelt wurde.

Gerade diese Intransparenz war es imo, die es überhaupt erlaubt hat, dass
der ehemalige Voratand über Jahre hinweg z.B. kein eigentlich für diese
Größe selbstverständliches Prozess-, Kontakt- und Knowledgemanagement
mitaufgebaut hat oder auch dass über Jahre eine GS aufgeblasen werden
konnte, deren Impact nicht den investierten Geldern entsprach. Dass es da
ab und an aus dem Präsidium, der aktiven Mitgliederschaft oder der
Mitarbeiterschaft kritische Bemerkungen gab, muss einen mit zentraler
operativer Macht ausgestatteten Vorstand nur bedingt interessieren.

Nochmal zur Verdeutlichung, weil hier ja einige immer noch Denken, das
ehrenamtliche Präsidium wäre hier aktuell der zentrale Machtapparat: Die
operative Macht liegt in den Händen des Vorstandes, die Aufsichts- und
Informationsprozesse Richtung Präsidium kann der Vorstand unter den
aktuellen Regelungen im Alltag weitesgehend gestalten wie ihm lustig ist.
Wenn ein Vorstand auf fachliche Fragen aus dem Präsidium nur reagiert, wenn
er - achtung klingt nach Satire - diese Fragen als Präsidumsbeschluss
präsentiert bekommt, wird deutlich wie gewisse Personen dieses Amt
interpretieren: "Der Verein? C'est moi."  - Einen solchen Vorstand braucht
es nicht in der WMDE und ich kann nur dringend daran appelieren, einen
solchen nicht erneut auszuwählen und vertraglich mit einer solchen Macht
auszustatten.

Noch ein letzter Punkt zu der nun FDC-empfohlenen Kürzung: Sie reflektiert
eben auch das gescheiterte Prinzip unter Richter, Wachstum, Wachstum ohne
auf Effizienz und Wirkung zu achten. Insbesondere, wenn es darum geht, der
Bewegung unterstützend zur Verfügung zu stehen. Dass überhaupt was Gutes
passiert ist, liegt auch daran, dass einige Mitarbeiter unter den gegebenen
Bedingungen das Beste daraus gemacht haben. Einen Vorstand, der eine solche
Entwicklung zu verantworten hat, sollte man froh sein, so früh wie möglich
auszuwechseln, auch wenn dies, aufgrund eines quasi fast unkündbaren
fünfjährigen Dienstvertrages, der so nie wieder abgeschlossen werden sollte
und dessen Entstehungsgeschichte andere irgendwann mal kritisch
nachvollziehen sollten, ein paar Euros gekostet hat. Geld ist eben nicht
alles, wenn es um einen Verein geht, der in der Unterstützung der
Communities und der Förderung Freien Wissens *Wirkung* entfalten will.


Beste Grüsse

Jens
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Alexander Juhrich
Hallo Liste,

ich habe anlässlich der FDC-Empfehlung in der Antragswerkstatt einen
Änderungsantrag zum Jahresplan vorbereitet, den ich auf der MV
einbringen möchte. Beteiligung an der Vorbereitung würde mich freuen. ;)

https://forum.wikimedia.de/wiki/Antragswerkstatt/%C3%84nderungsantrag_zum_Jahresplan_wegen_Empfehlungen_des_FDC

Viele Grüße,
Alex

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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

DaB.
In reply to this post by Jens Best
Hallo,
Am 22.11.2014 12:07, schrieb Jens Best:
> Das FDC ist auch nicht "die Foundation", da solltest du dich nochmal ein
> wenig einlesen.

ich denke man sollte diese WMF-Propaganda nicht einfach wiederholen.

Das FDC ist deFakto die WMF. Das FDC besteht aus 9 Mitgliedern von
denen 4 direkt vom Board der WMF bestimmt werden. Irgendwann sollen die
5 anderen Mitglieder mal von den Communities gewählt werden, aktuell
trifft das nur auf einen Teil (AFAIK 2) von ihnen zu; die anderen wurden
auch vom WMF-Board ausgewählt.

Die WMF ist zu tiefst undemokratisch und so gestaltet sie auch ihre
Gremien; sie ist nur in der Lage das gut zu verpacken.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.


--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x7CD1E35FD2A3A158
Schlüsseltausch von 0x2d3ee2d42b255885 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Marcus Cyron-2

Am 22.11.2014 14:21, schrieb DaB.:
> Die WMF ist zu tiefst undemokratisch und so gestaltet sie auch ihre
> Gremien; sie ist nur in der Lage das gut zu verpacken. Mit
> freundlichen Grüßen DaB.

Wie wahr. Sie agiert wie ein undemokratisches Wirtschaftsunternehmen,
weil sie einfach nichts kapiert hat. Was auch kein Wunder ist, wenn zum
einen in Frisco vor allem Mitarbeiter von Ausserhalb der
Wikimedia-Projekte sitzen und auch das Board sich seine Mitarbeiter
zumeist von wet weg kooptiert. Solange sich nicht grundlegend ein
demokratischer Wandel einstellt, kann man schwerlich anders als die WMF
als im Wikimedia-Beiträger-Sinne als feindliche Organisation sehen. Ja,
ich weiß, das klingt melodramatisch. Ich empfinde es aber derzeit ganz
genau so.

Marcus

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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Bernd Gross
Lieber Marcus,

leider halte ich das, was du schreibst und vorschlägst als wenig hilfreich
und konstruktiv. Auch nicht das, was Jens in seinen Wahlkampfreden zum
Besten gibt. Wollt Ihr noch mehr Porzellan zerschlagen ???

Daher habe dies hier als Ergänzung zu Alexander vorgeschlagen:

https://forum.wikimedia.de/wiki/Diskussion:Antragswerkstatt/%C3%84nderungsantrag_zum_Jahresplan_wegen_Empfehlungen_des_FDC

Ein schönes Wochenende Euch allen und stimmt gut ab für unser neues
Präsidium, was wir in genau einer Woche auszählen werden.

Herzliche Grüße
Bernd

Am 22. November 2014 um 14:40 schrieb Marcus Cyron <
[hidden email]>:

>
> Am 22.11.2014 14:21, schrieb DaB.:
>
>> Die WMF ist zu tiefst undemokratisch und so gestaltet sie auch ihre
>> Gremien; sie ist nur in der Lage das gut zu verpacken. Mit freundlichen
>> Grüßen DaB.
>>
>
> Wie wahr. Sie agiert wie ein undemokratisches Wirtschaftsunternehmen, weil
> sie einfach nichts kapiert hat. Was auch kein Wunder ist, wenn zum einen in
> Frisco vor allem Mitarbeiter von Ausserhalb der Wikimedia-Projekte sitzen
> und auch das Board sich seine Mitarbeiter zumeist von wet weg kooptiert.
> Solange sich nicht grundlegend ein demokratischer Wandel einstellt, kann
> man schwerlich anders als die WMF als im Wikimedia-Beiträger-Sinne als
> feindliche Organisation sehen. Ja, ich weiß, das klingt melodramatisch. Ich
> empfinde es aber derzeit ganz genau so.
>
> Marcus
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Re: Empfehlungen des FDC für das Jahr 2014-2015, Runde 1

Tim Landscheidt
In reply to this post by Marcus Cyron-2
Marcus Cyron <[hidden email]> wrote:

>> Die WMF ist zu tiefst undemokratisch und so gestaltet sie
>> auch ihre Gremien; sie ist nur in der Lage das gut zu
>> verpacken. Mit freundlichen Grüßen DaB.

> Wie wahr. Sie agiert wie ein undemokratisches
> Wirtschaftsunternehmen, weil sie einfach nichts kapiert
> hat. Was auch kein Wunder ist, wenn zum einen in Frisco vor
> allem Mitarbeiter von Ausserhalb der Wikimedia-Projekte
> sitzen und auch das Board sich seine Mitarbeiter zumeist von
> wet weg kooptiert. Solange sich nicht grundlegend ein
> demokratischer Wandel einstellt, kann man schwerlich anders
> als die WMF als im Wikimedia-Beiträger-Sinne als feindliche
> Organisation sehen. Ja, ich weiß, das klingt
> melodramatisch. Ich empfinde es aber derzeit ganz genau so.

Einer Organisation, die jedes Jahr etwa 50 Millionen US-Dol-
lar einwirbt und auf einem Polster von alleine fast 30 Mil-
lionen US-Dollar Liquidität sitzt, zu unterstellen, sie hät-
te "nichts kapiert", ist offensichtlich falsch.

Das ist ja auch IMHO das eigentliche Problem: WMF ist gerade
kein Wirtschaftsunternehmen, das seine eigene Effizienz op-
timieren muss, um an dem Markt zu überleben.

Tim


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