Kurz-Bericht der MV

classic Classic list List threaded Threaded
131 messages Options
12345 ... 7
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
Hallo,
Am 26.05.2014 15:36, schrieb Peter Cornelius:
> Ich bitte mir mitzuteilen, wieviele Personen denn nun an den
> Möglichkeiten der elektronischen Wahl teilgenommen haben !

deutlich weniger als bei den normalen Briefwahlen.

Das Experiment darf (zum Glück!) als gescheitert gesehen werden.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.

--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x2d3ee2d42b255885
Schlüsseltausch auf 0x7CD1E35FD2A3A158 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

signature.asc (333 bytes) Download Attachment
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Kurt Jansson-2
In reply to this post by Martin Kraft
Hallo Martin!

Am 26. Mai 2014 11:45 schrieb Martin Kraft <[hidden email]>:

> Nur die beim Verein selbst angestellten Mitglieder befinden sich in der
> paradoxen Situation, quasi ihr eigener Arbeitgeber zu sein und sind zu dem
> gerade den Organen weisungsgebunden, die sie im Rahmen der
> Mitgliederversammlung eigentlich kontrollieren sollen.
>

Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
haben. Die Situation empfinde ich nicht als paradox, aber sie ist sicher
komplexer als in einem patriarchal geführten Familienbetrieb. Meinem
Erleben nach ist die Beteiligung der Mitarbeiter ein Garant gerade auch für
die ideellen Unternehmenszwecke.
http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel-Mitarbeiter_KG



> ...eine (Teil-)Verlegung der MV in den virtuellen Raum
>

Davon halte ich von Jahr zu Jahr mehr. Mittlerweile sind viele wichtige
Entscheidungen (Satzungsänderungen, Wahl des Präsidiums) schon im Vorfeld
der Mitgliederversammlung durch die Briefwähler getroffen. Selbst intensive
Diskussionen über die Nachteile bestimmter Änderungen und überraschende
Erkenntnisse bei der Kandidatenbefragung haben nur begrenzten Einfluss auf
die Wahlergebnisse - oft zur Verblüffung der anwesenden Teilnehmer. Auch
Diskussionen im Vorfeld dürften nur einen Teil der Briefwähler erreichen.

Ein Streamen (zumindest dieses Teils) der Mitgliederversammlung mit
Rückkanal und begleitender elektronischer Fernwahl wirft sicher eine Reihe
technischer wie rechtlicher Fragen auf. Aber dem Meinungsbildungsprozess
der Wähler wäre es sicher äußerst förderlich.

Viele Grüße
Kurt
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Peter Cornelius
Hallo Peter,

die AG Wahlen wird die Erfahrungen mit der Online-Wahl sammeln, auswerten
und zeitnah einen Bericht mit Handlungsempfehlung zur Diskussion und
folgenden Abstimmung. Wir wollen natürlich die Sicht der Mitglieder als
auch der Zählkommission auf der Mitgliederversammlung und der an der
Vorbereitung beteiligten Mitarbeiter berücksichtigen. Einen weiteren
Austausch mit der GI fände ich auch gut.

Für Schlussfolgerungen zum Erfolg oder Misserfolg der Online-Wahlen ist es
jetzt jedoch noch viel zu früh.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Manuel Schneider-3
In reply to this post by Kurt Jansson-2
Am 26.05.2014 16:36, schrieb Kurt Jansson:
> Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
> gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
> haben.

Ein Unternehmen hat aber eine andere Zielsetzung und Zweck als ein Verein.

Der Zweck eines Unternehmens ist es möglichst gewinnbringend zu
wirtschaften um den Eigentümern und / oder Mitarbeitern einen möglichst
hohen finanziellen Gewinn auszuschütten.

Der Vereinszweck ergibt sich aus der Satzung. Es wurde an der MV, immer
wieder in Wikipedia und auch hier angemerkt, dass die genannten
Kennzahlen Umsatz und Anzahl Mitarbeiter keine Kennzahlen sind, mit dem
man den Erfolg dieses Vereins messen könnte.

Dieser Verein ist für die Communities der Wikimedia-Projekte da und hat
diese zu unterstützen um damit möglichst viel Freies Wissen zu produzieren.

Insofern ist den Ausführungen von Martin Kraft vollumfänglich zuzustimmen.


/Manuel
--
Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
Lausanne, +41 (21) 34066-22 - www.wikimedia.ch

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Olaf Kosinsky-3
In reply to this post by Sebastian Moleski-2
Hallo Sebastian,

mit welchen Personen ist derzeit die AG Wahlen besetzt. Das Mandat für
diese AG endete im Mai 2013.

beste Grüße
Olaf



Am 26. Mai 2014 16:38 schrieb Sebastian Moleski <
[hidden email]>:

> Hallo Peter,
>
> die AG Wahlen wird die Erfahrungen mit der Online-Wahl sammeln, auswerten
> und zeitnah einen Bericht mit Handlungsempfehlung zur Diskussion und
> folgenden Abstimmung. Wir wollen natürlich die Sicht der Mitglieder als
> auch der Zählkommission auf der Mitgliederversammlung und der an der
> Vorbereitung beteiligten Mitarbeiter berücksichtigen. Einen weiteren
> Austausch mit der GI fände ich auch gut.
>
> Für Schlussfolgerungen zum Erfolg oder Misserfolg der Online-Wahlen ist es
> jetzt jedoch noch viel zu früh.
>
> Beste Grüße
> Sebastian Moleski
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Sebastian Moleski-2
Hallo Olaf,

2014-05-26 16:55 GMT+02:00 Olaf Kosinsky <[hidden email]>:

> Hallo Sebastian,
>
> mit welchen Personen ist derzeit die AG Wahlen besetzt. Das Mandat für
> diese AG endete im Mai 2013.
>

An der Zusammensetzung der AG Wahlen hat sich nichts geändert. Sie besteht
aus den Personen, die von der Mitgliederversammlung und dem Präsidium dazu
gewählt wurden: Michail Jungierek, Jürgen Lüdeke, Sebastian Moleski, Alice
Wiegand und Debora Weber-Wulff. Der aktuelle Arbeitsauftrag der
Arbeitsgruppe ergibt sich aus dem Beschluss der Mitgliederversammlung im
November 2013, "bis spätestens 30. Juni 2014 die Durchführung der
Online-Abstimmung mit besonderem Schwerpunkt hinsichtlich ihrer Akzeptanz,
Beteiligung und Praktikabilität zu evaluieren und einen Bericht mit
Handlungsvorschlag zur weiteren Betrachtung von Online-Abstimmungen zu
erarbeiten und zur vereinsöffentlichen Diskussion zu stellen".

Wir versuchen unser Bestes, das Geforderte in dem Zeitrahmen hinzubekommen.
Am kritischsten ist dabei sicher die Befragung der Mitglieder, sowohl
solcher, die sich daran beteiligt haben, als auch solcher, die es nicht
getan haben.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
Hallo Sebastian.

wenn die AG noch besteht: Warum hat sie dann keinen Bericht am Samstag
vorgelegt? Und wo kann ich die (letzten) Protokolle der AG einsehen?

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x2d3ee2d42b255885
Schlüsseltausch auf 0x7CD1E35FD2A3A158 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

signature.asc (333 bytes) Download Attachment
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Kurt Jansson-2
In reply to this post by Manuel Schneider-3
Am 26. Mai 2014 16:50 schrieb Manuel Schneider <
[hidden email]>:

> Am 26.05.2014 16:36, schrieb Kurt Jansson:
> > Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
> > gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
> > haben.
>
> Ein Unternehmen hat aber eine andere Zielsetzung und Zweck als ein Verein.
>

Und deswegen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter in einem Unternehmen
kein Problem, bei einem gemeinnützigen Verein hingegen schon?!


Der Zweck eines Unternehmens ist es möglichst gewinnbringend zu
> wirtschaften um den Eigentümern und / oder Mitarbeitern einen möglichst
> hohen finanziellen Gewinn auszuschütten.
>

Für den Einstieg empfehle ich die Artikel [[Unternehmensziel]] und
[[Stakeholder]].


Dieser Verein ist für die Communities der Wikimedia-Projekte da und hat
> diese zu unterstützen um damit möglichst viel Freies Wissen zu produzieren.
>

In der Satzung stehen noch einige weitere Ziele, schau ruhig mal rein:
http://wikimedia.de/wiki/Satzung


Insofern ist den Ausführungen von Martin Kraft vollumfänglich zuzustimmen.
>

Achso.

Viele Grüße
Kurt
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Manuel Schneider-3
Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
> Und deswegen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter in einem Unternehmen
> kein Problem, bei einem gemeinnützigen Verein hingegen schon?!

Da der Verein nicht für die Mitarbeiter da ist, dann schon.
Mitbestimmung im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes ist hier
sinnvoll und richtig, aber die Mitbestimmung als Mitglieder sollte eben
denen vorbehalten sein, die von den Zwecken direkt betroffen sind bzw.
Kennzahlen und Erfolgskriterien sind mit dem Zweck in Einklang zu bringen.

> In der Satzung stehen noch einige weitere Ziele, schau ruhig mal rein:
> http://wikimedia.de/wiki/Satzung

Richtig, aber Gewinnmaximierung im Sinne der Eigentümer / Mitarbeiter
steht dort nicht. Dann wäre der Verein übrigens auch nicht mehr
gemeinnützig.
Wie Martin schon schrieb: Die Geschäftsstelle ist ein Mittel zum
Erreichen des Vereinszwecks, aber eben nicht Vereinszweck.

Grüsse,


Manuel
--
Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
Lausanne, +41 (21) 34066-22 - www.wikimedia.ch

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by DaB.
Hallo Daniel,


2014-05-26 17:12 GMT+02:00 DaB. <[hidden email]>:

> Hallo Sebastian.
>
> wenn die AG noch besteht: Warum hat sie dann keinen Bericht am Samstag
> vorgelegt? Und wo kann ich die (letzten) Protokolle der AG einsehen?
>

Ich bin mir nicht sicher, was die AG zu berichten gehabt hätte. Der
Vorstand hat den AG-Mitgliedern per Mail einen Dienstleister zur
Durchführung der Online-Wahl vorgestellt und gefragt, ob wir Einwände
hätten. Hatten wir nicht.

Der eigentliche Arbeitsauftrag der AG startet jetzt nach der MV. Es gab
mangels Gründen auch keine Sitzungen seit der letzten MV, die es zu
protokollieren gab.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass die Aufgabe der AG darin
besteht, die Durchführung der Online-Wahlen zu evaluieren. Dabei wird
sicherlich auch Kritik einfließen, weswegen ich nur hoffen kann, dass alle
diejenigen, die prinzipiell gegen Fernwahlen sind, sich dann auch
entsprechend äußern. Entwürfe des Berichts werden wir im Forum
veröffentlichen, vielleicht sogar gleich dort schreiben. Wir haben
voraussichtlich morgen abend (Terminfindung ist noch nicht abgeschlossen)
eine erste Telko zur Vorgehensweise.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Manuel Schneider-3
Hallo Manuel,

2014-05-26 17:25 GMT+02:00 Manuel Schneider <[hidden email]>:

> Da der Verein nicht für die Mitarbeiter da ist, dann schon.
> Mitbestimmung im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes ist hier
> sinnvoll und richtig, aber die Mitbestimmung als Mitglieder sollte eben
> denen vorbehalten sein, die von den Zwecken direkt betroffen sind bzw.
> Kennzahlen und Erfolgskriterien sind mit dem Zweck in Einklang zu bringen.
>

Ich habe das jetzt fünf Mal gelesen und verstehe es weiterhin nicht. Was
willst du damit jetzt eigentlich genau sagen?

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Manuel Schneider-3
Am 26.05.2014 17:27, schrieb Sebastian Moleski:
>> Da der Verein nicht für die Mitarbeiter da ist, dann schon.
>> > Mitbestimmung im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes ist hier
>> > sinnvoll und richtig, aber die Mitbestimmung als Mitglieder sollte eben
>> > denen vorbehalten sein, die von den Zwecken direkt betroffen sind bzw.
>> > Kennzahlen und Erfolgskriterien sind mit dem Zweck in Einklang zu bringen.

> Ich habe das jetzt fünf Mal gelesen und verstehe es weiterhin nicht. Was
> willst du damit jetzt eigentlich genau sagen?

dann kläre ich den Unternehmensberater mal auf:

BetrVG: sieht solche Dinge wie Betriebsrat etc. vor. Sinnvoll und
richtig, sollten wir bei WMDE nutzen.

Aber Mitarbeiter, die zugleich wie von Martin beschrieben sich selbst
bzw. ihren Vorgesetzten kontrollieren und beeinflussen (bzw.
schlussendlich generell unterstützen) statt sich von denen, denen sie
dienen sollen (Vereinszweck / Community etc.) kontrollieren und bewerten
lassen, sind ein Problem.
Zu Kennzahlen und Erfolgskriterien schrieb ich schon im vorletzten Mail.
Diese sollten die Erreichung des Vereinszweckes messen und darstellen
und eben nicht wirtschafliche Ziele, die nicht mit dem Vereinszweck
korrelieren, wie es derzeit der Fall ist.

Manuel
--
Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
Lausanne, +41 (21) 34066-22 - www.wikimedia.ch

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Kurt Jansson-2
In reply to this post by Manuel Schneider-3
Am 26. Mai 2014 17:25 schrieb Manuel Schneider <
[hidden email]>:

> Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
> > In der Satzung stehen noch einige weitere Ziele, schau ruhig mal rein:
> > http://wikimedia.de/wiki/Satzung
>
> Richtig, aber Gewinnmaximierung im Sinne der Eigentümer / Mitarbeiter
> steht dort nicht. Dann wäre der Verein übrigens auch nicht mehr
> gemeinnützig.
>

Argumentierst Du hier gerade gegen irgendetwas an, das ich geschrieben
habe, oder wolltest Du das einfach nur mal loswerden?

Viele Grüße
Kurt
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
In reply to this post by Manuel Schneider-3
Hallo Manuel,
Am 26.05.2014 17:32, schrieb Manuel Schneider:
> Aber Mitarbeiter, die zugleich wie von Martin beschrieben sich selbst
> bzw. ihren Vorgesetzten kontrollieren und beeinflussen (bzw.
> schlussendlich generell unterstützen) statt sich von denen, denen sie
> dienen sollen (Vereinszweck / Community etc.) kontrollieren und bewerten
> lassen, sind ein Problem.

nein, sind sie nicht. Es sind normale Mitglieder, die den selben Beitrag
zahlen, die gleichen Rechte und Pflichten haben, und genauso abstimmen
wie es ihnen passt.
Am Samstag wurden die Entlastungen sogar geheim abgestimmt, sodass Pavel
noch nicht mal wüßte, wer für ihn oder gegen ihn gestimmt hat – und wir
auch nicht!
Um es mal deutlich zu sagen: Wir reden hier teilweise über langjährige
Wikipedianer sowie Vereins-Gründungsmitgliedern! Das sind nicht bloße
„Mitarbeiter“ das sind Kollegen, Bekannte oder gar Freunde. Denen das
Stimmrecht zu entziehen, nur weil sie ihren Chef entlasten könnten, ist
lächerlich – außerdem wäre es zutiefst undemokratisch.
Jedes Mitglied ist eingeladen auf die MV zu kommen und dort abzustimmen;
nutzen tun es nur wenige (und zumeist dieselben). Das jetzt aber den
Mitgliedern, die für den Verein arbeiten, vorzuwerfen ist falsch.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.


--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x2d3ee2d42b255885
Schlüsseltausch auf 0x7CD1E35FD2A3A158 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

signature.asc (333 bytes) Download Attachment
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Arne Klempert-4
In reply to this post by Henriette Fiebig
2014-05-25 23:15 GMT+02:00 Henriette Fiebig <[hidden email]>:
> Warum gab es eine Abstimmung über die Entlastung (oder, wie wir
> sehen: auch Nicht-Entlastung) des Präsidiums mitten in deren … wie
> nennt man das? … Amtszeit, Legislaturperiode? Ich habe die „Entlastung"
> eines Vereinsgremiums immer als Abschluß-Beurteilung von deren
> Wirken am _Ende_ der Amts- und Schaffenszeit verstanden bevor ein
> neuer Vorstand (oder wie bei uns: Präsidium) gewählt wird.

Dazu gibt es meines Wissens keine klaren Regeln - weder allgemein,
noch in unserem Verein. Ist aber für meinen Punkt auch ziemlich wumpe.
Juristisch hat die Nicht-Entlastung ohnehin keine nennenswerten
Konsequenzen. Mir ging und geht es darum, dass die
Mitgliederversammlung dem Präsidium mehrheitlich die Anerkennung für
die geleistete Arbeit versagt hat bzw. ihm explizit nicht das
Vertrauen ausgesprochen hat. Gleichzeitig hat das Präsidium nicht den
Eindruck vermittelt, als ob es dies auch nur zur Kenntnis genommen
hätte. Um darüber verstört zu sein, ist die Frage, warum die
Entlastung auf der TO stand, aus meiner Sicht reichlich egal.

> Was übrigens das „klare Signal” angeht: Das Präsidium wurde – wenn ich nicht irre – mit 22:24 nicht entlastet. D. h.: Die anwesenden Mitglieder und Abstimmer haben sich fifty-fifty für die Optionen entschieden (was aber, by the way, immerhin ein deutlich Signal ist das man geteilter Meinung war). Gemessen an den insgesamt 1.750 stimmberechtigten Mitgliedern im Verein, von denen gut 1.700 an der Abstimmung über Ent- oder Nicht-Entlastung des Präsidiums nicht teilgenommen haben, sind mir 24 Gegenstimmen bzgl. Entlastung ehrlich gesagt nicht genug, um so vollmundig und global von einem „klaren Signal der Mißbilligung und Ausdruck mangelnden Vertrauens" zu sprechen.

Meine Aussage war nicht "global", sondern bezog sich klar auf die
Mitgliederversammlung (hast du sogar mit zitiert). Wenn Du die Meinung
dieses Vereinsorgans für belanglos hälst, dann können wir den Zirkus
ja künftig auch lassen und beschränken unsere Mitwirkung als Mitglied
auf die geräuschlose Online-Abstimmung. Dann müssen sich
Präsidiumsmitglieder auch nicht mehr so winden, wenn sie Fragen nicht
beantworten wollen.

Viele Grüße
Arne
--
Arne Klempert, http://www.klempert.de/
This gmail address is for mailing lists only. Please
use <surname>@gmail.com for personal emails.

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
In reply to this post by Kurt Jansson-2
Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
> Und deswegen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter in einem Unternehmen
> kein Problem, bei einem gemeinnützigen Verein hingegen schon?!

Ich find's schon ziemlich erstaunlich, wie selbstverständlich nicht nur
hier der Verein und die Geschäftsstelle gleichgesetzt werden?! Das
erklärt zwar einige der hier und am Samstag geäußerten Argumente, sowie
manche Entwicklungen der Vergangenheit, ist meines Erachtens aber
grundfalsch!

Bei allem Respekt vor den Mitarbeitern der Geschäftsstelle:

- Die Geschäftsstelle ist nicht Wikimedia Deutschland, sondern „nur“
eine von Wikimedia Deutschland zur Unterstützung des Vereinsziels ins
Leben gerufene Institution. Die Geschäftsstelle wird in unserer Satzung
nicht mal erwähnt.

- Wikimedia Deutschland ist kein Unternehmen, dass Mitarbeiter zum
Zwecke der Wertschöpfung einstellt, sondern in allererster Linie ein
Verein, dessen „Wertschöpfung“ durch Freiwillige geschieht, denen die
Mitarbeiter administrativ den Rücken freihalten sollen.

- Wikimedia Deutschland unterliegt als Arbeitgeber denselben Gesetzen
wie andere Arbeitgeber auch. Ich ermuntere die Mitarbeiter von WMDE
daher ausdrücklich ihre Arbeitnehmerrechte wahrzunehmen und z.B. einen
Betriebsrat zu gründen (falls es den nicht schon gibt). Im Gegensatz zur
Mitgliederversammlung des Vereins ist das nämlich die Institution, die
Gesetzgeber zur Stärkung ihrer Interessen vorgesehen hat.

- Das Ziel von WMDE ist es nicht, Umsatz zu machen (= massenweise
Spenden einzusammeln) oder personell zu wachsen (Mitarbeiterentwicklung
vs. Autorenentwicklung), sondern freies Wissen zu schaffen. Ersteres
kann bei Letzterem helfen, aber ohne Letzteres ist Ersteres nichts.


>> Am 26.05.2014 16:36, schrieb Kurt Jansson:
>>> Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
>>> gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
>>> haben.
Ich glaube kaum, dass man den Spiegel als gemeinnützig bezeichnen kann?!



Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:

>> Hinzukommt, dass unsere Art der MV nur bei dieser Mitgleidergruppe ein so
>> eklatantes Missverhältnis, zwischen dem Anteil an der Gesamtzahl der
>> Mitglieder (< 1%) und dem Anteil an den bei der MV anwesenden
>> Stimmberechtigten (>10%) erzeugt.
> Ich würde den (freilich unpopulären) Vergleich ziehen, dass das für
> Wikipedianer auch gilt. Nur eine Minderheit unserer Mitglieder sind
> aktive Wikipedianer. Auf den MVs sind sie aber sehr stark vertreten.
> Dass dominierende Minderheiten in unrepräsentativen Gremien
> unrepräsentative Beschlüsse herbeiführen können, liegt halt in der
> Natur der Sache.
Nicht in der Natur der Sache liegt jedoch, dass man als Mitglied in
einem gemeinnützigen Verein direkten Einfluss auf sein eigenes
berufliches Wohl und Wehe ausüben kann. Das, was Du beschreibst, ist
Interesse und Engagement, das, was ich beschreibe, ein Interessenkonflikt.




Am 26.05.2014 13:47, schrieb Sebastian Moleski:
> Ob das nun formell über Betriebsräte oder Arbeitnehmervertreter in
> Aufsichtsgremien oder informell über Mitarbeiter auf der MV oder in anderen
> Vereinsgremien passiert, ist da nebensächlich.

Nein, das ist nicht nebensächlich, sondern der entscheidende
Unterschied. Gerade dass die Angestellte als Mitglieder des Vereins auch
einen erheblichen Einfluss als Arbeitgeber ausüben führt ja zu diesem
Interessenkonflikt. Ein Betriebsrat könnte niemals eigenmächtig eine
Unternehmen liquidieren oder den kompletten Aufsichtsrat(=Präsidium)
austauschen, eine Mitgliederversammlung auf der neben den angestellten
Mitgliedern kaum jemand auftaucht könnte das.

Nur um das nochmal klarzustellen: Ich unterstelle keinem der
GS-Mitarbeiter irgendwelche finsteren Absichten, aber die Interessen
eines Angestellten sind nun-mal Andere als die des zugehörigen
Arbeitnehmers. Und eine Konstellation wie wir sie gerade haben (geringe
MV-Beteiligung anderer Mitglieder, hohe Präsenz der Angestellten)
verführt geradezu dazu, in schwierigen Situationen das Zünglein an der
Wage zu spielen.




// Martin

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Michael Jahn-3
Einmal zu den Menschen, über die hier gesprochen wird, und mit welchen
Aufgaben sie in Frankfurt waren:

Ich glaube, ich habe niemanden vergessen und 15 Personen gezählt. Von
diesen:

* Sebastian Sooth: hat die MV und die Onlinewahlen vorbereitet und die Orga
der MV betreut, inkl. Technik
* Wenke Storn: verantwortlich für Logistik, Vor-Ort-Aufbau + Absprachen mit
dem Veranstaltungsort sowie Dienstleistern
* Daniela Gentner (nicht Mitglied): Assistenz von Wenke, am Auf-/Abbau
sowie dem Offenen Sonntag beteiligt, außerdem wie...
* Konstanze Dobberke (nicht Mitglied): Saal-Betreuung inkl. Mikrofondienst
in den 10h
* Dirk Franke / Birgit Müller (nicht Mitglied): Protokoll für die MV
* Moritz Rahm: Assistent des Präsidiums und für deren Unterstützung vor Ort
* Mathias Schindler (Gründungsmitglied?): Fotodoku des Zedlerpreises im
Anschluss
* Pavel Richter: Vorstand, für Berichterstattung und Fragen
* Kasia Odrozek (nicht Mitglied): Referentin von Pavel Richter
* Julia Kloppenburg: für den Offenen Sonntag

außerdem

* Jan Engelmann, Leiter Politik und Gesellschaft
* Denis Barthel, Leiter Team Communitys
* Nicole Ebber, Leiterin Internationales
* Michael Jahn (ich), Leiter Kommunikation

Die Ressortverantwortlichen des Präsidiums haben auf der MV die jeweiligen
Punkte des Strategiepapiers vorgestellt, die direkt in unsere Aufgaben
fallen (werden). Ich persönlich hatte großes Infobedürfnis (weshalb ich
auch gesprochen habe). Ebenfalls persönliche Info von mir: Ich bin auf
jeder WikiCon und ich versuche so oft wie möglich auf
Community-Veranstaltungen zu sein. Wie sollte ich meinen Job machen, sprich
Standpunkte/Wünsche/Lob/Kritik aufnehmen, wenn ich nicht dahin ginge, wo
sich möglichst viele Stimmen treffen?

Nur, damit das hier nicht vergessen wird: Es gibt auch die Möglichkeit,
sich bei Wahlen der Stimme zu enthalten. Ich halte es so, grundsätzlich aus
Interessenskonflikt weder bei Entlastung von Vorstand noch Präsidium JA
oder NEIN zu stimmen, sondern mich der Stimme zu enthalten. Gleiches gilt
für sämtliche personenbezogenen Entscheidungen.

Grüße
Michael Jahn


Am 26. Mai 2014 19:04 schrieb Martin Kraft <[hidden email]>:

> Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
>
>> Und deswegen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter in einem Unternehmen
>>
>> kein Problem, bei einem gemeinnützigen Verein hingegen schon?!
>>
>
> Ich find's schon ziemlich erstaunlich, wie selbstverständlich nicht nur
> hier der Verein und die Geschäftsstelle gleichgesetzt werden?! Das erklärt
> zwar einige der hier und am Samstag geäußerten Argumente, sowie manche
> Entwicklungen der Vergangenheit, ist meines Erachtens aber grundfalsch!
>
> Bei allem Respekt vor den Mitarbeitern der Geschäftsstelle:
>
> - Die Geschäftsstelle ist nicht Wikimedia Deutschland, sondern „nur“ eine
> von Wikimedia Deutschland zur Unterstützung des Vereinsziels ins Leben
> gerufene Institution. Die Geschäftsstelle wird in unserer Satzung nicht mal
> erwähnt.
>
> - Wikimedia Deutschland ist kein Unternehmen, dass Mitarbeiter zum Zwecke
> der Wertschöpfung einstellt, sondern in allererster Linie ein Verein,
> dessen „Wertschöpfung“ durch Freiwillige geschieht, denen die Mitarbeiter
> administrativ den Rücken freihalten sollen.
>
> - Wikimedia Deutschland unterliegt als Arbeitgeber denselben Gesetzen wie
> andere Arbeitgeber auch. Ich ermuntere die Mitarbeiter von WMDE daher
> ausdrücklich ihre Arbeitnehmerrechte wahrzunehmen und z.B. einen
> Betriebsrat zu gründen (falls es den nicht schon gibt). Im Gegensatz zur
> Mitgliederversammlung des Vereins ist das nämlich die Institution, die
> Gesetzgeber zur Stärkung ihrer Interessen vorgesehen hat.
>
> - Das Ziel von WMDE ist es nicht, Umsatz zu machen (= massenweise Spenden
> einzusammeln) oder personell zu wachsen (Mitarbeiterentwicklung vs.
> Autorenentwicklung), sondern freies Wissen zu schaffen. Ersteres kann bei
> Letzterem helfen, aber ohne Letzteres ist Ersteres nichts.
>
>
>
>  Am 26.05.2014 16:36, schrieb Kurt Jansson:
>>>
>>>> Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
>>>> gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
>>>> haben.
>>>>
>>> Ich glaube kaum, dass man den Spiegel als gemeinnützig bezeichnen kann?!
>
>
>
>
> Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
>
>> Hinzukommt, dass unsere Art der MV nur bei dieser Mitgleidergruppe ein so
>>>
>>> eklatantes Missverhältnis, zwischen dem Anteil an der Gesamtzahl der
>>> Mitglieder (< 1%) und dem Anteil an den bei der MV anwesenden
>>> Stimmberechtigten (>10%) erzeugt.
>>>
>> Ich würde den (freilich unpopulären) Vergleich ziehen, dass das für
>> Wikipedianer auch gilt. Nur eine Minderheit unserer Mitglieder sind aktive
>> Wikipedianer. Auf den MVs sind sie aber sehr stark vertreten. Dass
>> dominierende Minderheiten in unrepräsentativen Gremien unrepräsentative
>> Beschlüsse herbeiführen können, liegt halt in der Natur der Sache.
>>
> Nicht in der Natur der Sache liegt jedoch, dass man als Mitglied in einem
> gemeinnützigen Verein direkten Einfluss auf sein eigenes berufliches Wohl
> und Wehe ausüben kann. Das, was Du beschreibst, ist Interesse und
> Engagement, das, was ich beschreibe, ein Interessenkonflikt.
>
>
>
>
> Am 26.05.2014 13:47, schrieb Sebastian Moleski:
>
>  Ob das nun formell über Betriebsräte oder Arbeitnehmervertreter in
>> Aufsichtsgremien oder informell über Mitarbeiter auf der MV oder in
>> anderen
>> Vereinsgremien passiert, ist da nebensächlich.
>>
>
> Nein, das ist nicht nebensächlich, sondern der entscheidende Unterschied.
> Gerade dass die Angestellte als Mitglieder des Vereins auch einen
> erheblichen Einfluss als Arbeitgeber ausüben führt ja zu diesem
> Interessenkonflikt. Ein Betriebsrat könnte niemals eigenmächtig eine
> Unternehmen liquidieren oder den kompletten Aufsichtsrat(=Präsidium)
> austauschen, eine Mitgliederversammlung auf der neben den angestellten
> Mitgliedern kaum jemand auftaucht könnte das.
>
> Nur um das nochmal klarzustellen: Ich unterstelle keinem der
> GS-Mitarbeiter irgendwelche finsteren Absichten, aber die Interessen eines
> Angestellten sind nun-mal Andere als die des zugehörigen Arbeitnehmers. Und
> eine Konstellation wie wir sie gerade haben (geringe MV-Beteiligung anderer
> Mitglieder, hohe Präsenz der Angestellten) verführt geradezu dazu, in
> schwierigen Situationen das Zünglein an der Wage zu spielen.
>
>
>
>
> // Martin
>
>
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>



--
Leiter Kommunikation
Head of Communications

Wikimedia Deutschland e.V. | Tempelhofer Ufer 23-24 | 10963 Berlin
Tel. (030) 219 158 260

http://wikimedia.de <http://www.wikimedia.de>

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!

Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter
der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für
Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
In reply to this post by DaB.
Am 26.05.2014 17:50, schrieb DaB.:
> Um es mal deutlich zu sagen: Wir reden hier teilweise über langjährige
> Wikipedianer sowie Vereins-Gründungsmitgliedern! Das sind nicht bloße
> „Mitarbeiter“ das sind Kollegen, Bekannte oder gar Freunde. Denen das
> Stimmrecht zu entziehen, nur weil sie ihren Chef entlasten könnten, ist lächerlich – außerdem wäre es zutiefst undemokratisch.
Moment mal! Du transferierst hier gerade ein sachliche Diskussion auf
eine persönliche Ebene die ich nicht betreten werde. Ich habe keinem der
Mitarbeiter einem Vorwurf gemacht und werde das auch nicht tun.

Ich habe lediglich am Samstag festgestellt, dass auf Grund der geringen
Größe (ich hatte wesentlich mehr Mitglieder erwartet) und
Zusammensetzung der der Mitgliederversammlung (stellenweise hatte man ja
das Gefühl, dass ein Mitarbeiter das Mikro an den nächsten übergibt) die
Interessen der Geschäftsstelle die des Gesamtvereins überlagern.

Und das ist sicher nicht im Sinne der innervereinlichen Demokratie!


> Jedes Mitglied ist eingeladen auf die MV zu kommen und dort abzustimmen;
> nutzen tun es nur wenige (und zumeist dieselben). Das jetzt aber den
> Mitgliedern, die für den Verein arbeiten, vorzuwerfen ist falsch.
Wer soll ihnen das wo vorgeworfen haben? Ich hatte Eingangs ausdrücklich
festgestellt, dass ich die Situation der Mitarbeiter und auch ihre
Meinungsäußerungen auf der MV vollauf nachvollziehen kann und niemandem
einen Vorworf machen. Wahrscheinlich hätte ich mich in dieser Situation
wahrscheinlich ganz ähnlich verhalten.

Das ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass hier ein eindeutiger
INTERESSENKONFLIKT vorliegt (das Gegenteil wäre zu beweisen), der (in
Kombination mit der unzureichenden Repräsentation aller Mitglieder auf
der MV) nicht im Sinn der Vereins und der innervereinlichen Demokratie
sein kann.

Meines Erachtens wäre es daher sogar ein Akt der Fürsorgepflicht des
Vereins gegenüber seinen Mitgliedern, síe garnicht erst solchen
Loyalitäts- und Interessenkonflikten auszusetzen, sondern eine klare und
transparent Lösung zu suchen.

Meines Erachtens gibt es hier zwei Optionen:

- Deutliche Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei den
Mitgliederversammlungen (z.B. mittels LiveStream und OnlineVoten).

- Ruhendes Stimmrecht für die Dauer einer Anstellung.



// Martin



_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Sebastian Moleski-2
2014-05-26 19:35 GMT+02:00 Martin Kraft <[hidden email]>:
>
> Meines Erachtens gibt es hier zwei Optionen:
>
> - Deutliche Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei den Mitgliederversammlungen
> (z.B. mittels LiveStream und OnlineVoten).
>
> - Ruhendes Stimmrecht für die Dauer einer Anstellung.
>

Das Versagen des Vereins dafür zu sorgen, dass die Mitgliederversammlung
die Willensbildung des gesamten Vereins wiederspiegelt, kann sicher nicht
auf dem Rücken des Stimmrechts der Mitarbeiter ausgetragen werden. Ganz im
Gegenteil ist es sogar sehr erfreulich, dass sich Mitarbeiter so sehr mit
ihrem Arbeitgeber identifizieren, dass sie sich aktiv an seiner Gestaltung
beteiligen wollen. Die Tatsache, dass der Verein in der Lage ist,
hauptamtliche Mitarbeiter zu beschäftigen, ist eine große Errungenschaft,
weil wir dadurch sicherstellen können, dass sich Menschen jeden Tag
verlässlich und kompetent für die Förderung Freien Wissens einsetzen
können. Das versetzt uns überhaupt erst in die Lage, Projekte anzugehen, wo
solche Charakteristiken von essenzieller Bedeutung sind.

Diese Gegenüberstellung von Mitarbeitern und Community ist ein völlig
unnötiger, künstlich herbeigeführter Konflikt, der niemandem hilft, und
erst recht nicht dazu führen wird, dass der "freie Zugang zu Wissen und
Bildung" (der Zweck, warum wir überhaupt hier sind) auch nur ein Stück
weiterkommt. Wikimedia lebt von seiner Vielfalt von Interessen,
Perspektiven und Herangehensweisen. Wir sollten uns darauf konzentrieren,
dass diese überall Gehör bekommen, statt einzelne Gruppen auszugrenzen.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Tim Landscheidt
In reply to this post by Martin Kraft
Martin Kraft <[hidden email]> wrote:

> [...]

>> Jedes Mitglied ist eingeladen auf die MV zu kommen und dort abzustimmen;
>> nutzen tun es nur wenige (und zumeist dieselben). Das jetzt aber den
>> Mitgliedern, die für den Verein arbeiten, vorzuwerfen ist falsch.
> Wer soll ihnen das wo vorgeworfen haben? Ich hatte Eingangs
> ausdrücklich festgestellt, dass ich die Situation der
> Mitarbeiter und auch ihre Meinungsäußerungen auf der MV
> vollauf nachvollziehen kann und niemandem einen Vorworf
> machen. Wahrscheinlich hätte ich mich in dieser Situation
> wahrscheinlich ganz ähnlich verhalten.

> Das ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass hier ein
> eindeutiger INTERESSENKONFLIKT vorliegt (das Gegenteil wäre
> zu beweisen), der (in Kombination mit der unzureichenden
> Repräsentation aller Mitglieder auf der MV) nicht im Sinn
> der Vereins und der innervereinlichen Demokratie sein kann.

> [...]

Das ist doch ein nicht zu erreichendes Ziel. (Praktisch) je-
de Handlung des Vereins kommt (stimmberechtigten) Mitglie-
dern zu Gute, die damit letztendlich über ihre eigenen In-
teressen abstimmen, sei es in Form direkter Unterstützung
der eigenen Aktivitäten oder fremder, die dann konsumiert
werden.

Ausschließen kann man so etwas nur, wenn der Verein sich nur
noch um das Freie Wissen auf dem Mond kümmert oder anderswo,
wo kein Mitglied eigene Interessen besitzt.

Und für den Verein ist die innervereinliche Demokratie eh
nebensächlich, da er sich hauptsächlich aus Spenden finan-
ziert, deren Geber sich nicht daran orientieren, ob eine
Mitgliederversammlung mit 100 % diesen oder jenen Beschluss
gefasst hat, sondern ob die Medien eine überwiegend positive
Meinung über die Mittelverwendung haben.

Tim


_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
12345 ... 7