Kurz-Bericht der MV

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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
Hallo Michael und alle anderen hier mitlesenden Mitarbeiter von WMDE!

Auf die Gefahr hin, dass ich mich hier wiederhole, möchte ich nochmal
klarstellen, dass dieser Thread in keinster Weise gegen Euch persönlich
oder als Gruppe gerichtet ist und ich auch keinen auf der MV anwesenden
Mitarbeiter irgendwelche unlauteren Absichten unterstelle.

Im Gegenteil: Ich freue das soviel von Euch auf der (im ürgendn
hervoragend organisierten) Mitgliederversammlung waren, Informationen
und Beiträge eingebracht haben und wünsche mir persönlich noch viel mehr
Anknüpfungspunkte  zwischen den Angestellten, Mitgliedern und der Community.

Was ich kritisch sehe, ist einzig und allein die Tatsachen, dass Ihr als
Mitarbeiter auf der MV systembedingt völlig überrepräsentiert seit und
dadurch Situationen provoziert werden, die Euch bei Abstimmungen in
einen Zwiespalt zwischen Euren beruflichen und ideellen Interessen
drängen. Wenn dann die übrigen MV noch so gespalten ist, wie das am
Samstag der Fall war, ist dass sicher nicht gut für alle Beteiligten –
und zwar unabhängig vom Ausgang der Abstimmung.


> Nur, damit das hier nicht vergessen wird: Es gibt auch die Möglichkeit,
> sich bei Wahlen der Stimme zu enthalten. Ich halte es so, grundsätzlich aus
> Interessenskonflikt weder bei Entlastung von Vorstand noch Präsidium JA
> oder NEIN zu stimmen, sondern mich der Stimme zu enthalten. Gleiches gilt
> für sämtliche personenbezogenen Entscheidungen.
Danke, das ehrt Dich persönlich. Es ist aber auch ein Indiz dafür, dass
das, was Du selbst für angemessen hält, garnicht soweit weg ist von dem,
was ich vorgeschlagen habe.


Ich bitte Euch daher diese Diskussion nicht als Angriff zu sehen,
sondern als Versuch unschöne Situationen im allgemeinen Interesse zu
verhindern. Und wenn dabei dann eine Lösung rauskommt, bei der ihr
weiterhin stimmberechtigt seid, aber dafür über hundert Mitglieder an
der MV und ihren Abstimmungen teilnehmen, um so besser...

Viele Grüße // Martin

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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Wikipelz-2
In reply to this post by Sebastian Moleski-2
Wir hatte ja gerade Kommunalwahlen in NW. Selbstverständlich dürfen die
Bürger einer Gemeinde auch dann abstimmen, wenn diese selbst bei der
Gemeinde angestellt/beamtet sind. Damit wählen sie auch ihren
Bürgermeister, der dann Dienstvorgesetzter des Gemeindebediensten wird.
Warum soll für Angestellte des Vereins was anderes gelten? Problematisch
kann es nur dann werden, wenn z.B. Personalwahlen, Satzungsänderungen
und/oder Entlastungen per Handzeichen erfolgen. Da wird sich ganz sicher
jeder Vereinsangestellte sehrwohl überlegen, ob er gegen seinen
Vereinsvorstand stimmt, wenn ihm noch was an seinem Job gelegen ist.
Peter


Am 26. Mai 2014 19:59 schrieb Sebastian Moleski <
[hidden email]>:

> 2014-05-26 19:35 GMT+02:00 Martin Kraft <[hidden email]>:
> >
> > Meines Erachtens gibt es hier zwei Optionen:
> >
> > - Deutliche Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei den Mitgliederversammlungen
> > (z.B. mittels LiveStream und OnlineVoten).
> >
> > - Ruhendes Stimmrecht für die Dauer einer Anstellung.
> >
>
> Das Versagen des Vereins dafür zu sorgen, dass die Mitgliederversammlung
> die Willensbildung des gesamten Vereins wiederspiegelt, kann sicher nicht
> auf dem Rücken des Stimmrechts der Mitarbeiter ausgetragen werden. Ganz im
> Gegenteil ist es sogar sehr erfreulich, dass sich Mitarbeiter so sehr mit
> ihrem Arbeitgeber identifizieren, dass sie sich aktiv an seiner Gestaltung
> beteiligen wollen. Die Tatsache, dass der Verein in der Lage ist,
> hauptamtliche Mitarbeiter zu beschäftigen, ist eine große Errungenschaft,
> weil wir dadurch sicherstellen können, dass sich Menschen jeden Tag
> verlässlich und kompetent für die Förderung Freien Wissens einsetzen
> können. Das versetzt uns überhaupt erst in die Lage, Projekte anzugehen, wo
> solche Charakteristiken von essenzieller Bedeutung sind.
>
> Diese Gegenüberstellung von Mitarbeitern und Community ist ein völlig
> unnötiger, künstlich herbeigeführter Konflikt, der niemandem hilft, und
> erst recht nicht dazu führen wird, dass der "freie Zugang zu Wissen und
> Bildung" (der Zweck, warum wir überhaupt hier sind) auch nur ein Stück
> weiterkommt. Wikimedia lebt von seiner Vielfalt von Interessen,
> Perspektiven und Herangehensweisen. Wir sollten uns darauf konzentrieren,
> dass diese überall Gehör bekommen, statt einzelne Gruppen auszugrenzen.
>
> Beste Grüße
> Sebastian Moleski
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> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Jens Best
In reply to this post by Martin Kraft
Danke, dass sich mit Michael Jahn ein Mitarbeiter geäußert hat. Ich war von
einigen Tönen dieser Diskussion hier auch ein wenig irritiert.

Ich habe als Präsidiumsmitglied vollstes Vertrauen darin, dass auch
Vereinsmitglieder, die als Mitarbeiter des Vereines arbeiten, in ihrem
Abstimmungsverhalten das Wohl des Vereines, so wie sie es individuell
sehen, im Auge haben. Und wenn diese anders sind als meine dann gilt da der
gleiche Respekt wie bei allen anderen Mitgliedern. - Wobei zugegebenermaßen
einige Formen der Meinungsäußerungen von Vereinsmitgliedern am Samstag mich
in ihrer manipulativen Wortgewalt ein wenig irritiert haben, aber für
einige gehört das wohl zur Folklore einer MV. Von den GS-Mitarbeitern unter
den Mitgliedern habe ich bei aller Leidenschaft nichts dergleichen
verspürt. Deren Emotionalität war immer mit einer Sachlichkeit unterlegt,
der ich aufmerksam zugehört habe.

Als Präsidiumsmitglied ist es für mich auch wichtig wahrzunehmen, wenn aus
dem Kreis dieser Gruppe von Vereinsmitgliedern Besorgnis geäußert wird,
denn all die "Mitarbeiter-Vereinsmitglieder" haben naturgemäß einen nahen
Einblick in die Bereiche, in denen sie aktiv sind als Arbeitnehmer und auch
eine gewisse Nahbetrachtung des Vereines aus Sicht der Geschäftsstelle.
Niemand ist frei von Betriebsblindheit, aber eine Unterstellung
irgendwelcher Verschwörungen ist mir allerdings immer ein wenig anstrengend
- nur weil eine Gruppe von Menschen in einer gewissen Phase gemeinsam
beunruhigt ist, sollte man daraus nicht auf irgendwelche Dummheiten
schliessen, sondern diese Beunruhigung individuell und in ihrer Gesamtheit
ernstnehmen.

---

Das Präsidium hat eine Entscheidung getroffen, die bei einigen in und um
die aktiven Bereiche des Vereines nicht beliebt war. Einen
Beliebtheitswettbewerb kann man als Präsidium eines großen Vereines sowieso
nicht gewinnen, wenn man seine Arbeit auch in kritischen Bereichen
ernstnimmt.

Ich persönlich kann dann damit leben, dass es auf einer MV zu einer stark
stimmungsbezogenen Nicht-Entlastung kam, auch wenn man feststellen muss,
dass es auf dieser MV durch diesen wichtigen TOP zu einem umfassenden
Bericht über Sonstiges aus der Präsidiumsarbeit nicht kommen konnte, bzw.
das Interesse gering war, hierüber zu sprechen (z.B. über das durchaus auch
wichtige FFW-Verfahren, das kurz vorgestellt wurde und auch in seinen
letzten Schritten vor der Umsetzung ist. Ich hätte mich gefreut darüber
noch mehr sagen zu können, als es bereits durch das Präsidiumsmitglied
Jürgen Friedrich in der Vorstellung geschehen ist.)
Wir hatten dann zwar am Offenen Sonntag (OS) eine Session zum Thema FFW,
aber der OS gehört natürlich offiziell nicht zur MV. Für einen Verein mit
so vielfältigen Betätigungsfeldern ist es in Zukunft vielleicht sowieso
besser, hier ein ausführlicheres Berichtswesen auch auf bzw. rund um die MV
zu etablieren. Die kurze Zeit, die während einer MV zur Verfügung steht ist
eh schon knapp bemessen und wenn ein intensives Thema die MV beherrscht,
kommt so einiges zu kurz, was auch seinen Platz haben sollte. Ich halte das
nun bereits einige Male praktizierte Barcamp/Offener Sonntag für eine gute
Möglichkeit interessierten Mitgliedern innerhalb eines Wochenendes einen
Einblick in und eine Beteiligungsmöglichkeit an der Arbeit des Vereines zu
verschaffen. Ich hoffe, dass der beschlossene Governance Review dies am
Rande irgendwie mitbehandeln kann.

---

Aktuell bedeutet das, dass das Präsidium genau zuhört, wenn gerade
Mitarbeiter ihre Anmerkungen für den bevorstehenden Wandel machen. Sie sind
ebenso oder sogar noch mehr für die Stabilität des Vereines
mitverantwortlich, wie es der scheidende Vorstand in der vereinbarten
Interimsphase ist. Der Governance Review, in dem alle wichtigen Stakeholder
eingebunden sind, wird sein übriges dazu leisten.
Auch vom Präsidium abweichende Sichtweisen hinsichtlich der Beurteilung der
Chancen einer zukünftigen Umsetzung der Strategie durch den scheidenden
Vorstand sind in ihren Details ein wichtiger Input für das Präsidium in
diesem Transition Process. Die Welt ist nicht schwarz/weiss und es gibt
sicher die ein oder andere Eigenschaft/Fähigkeit des scheidenden
Vorstandes, die auch ein neuer Vorstand mitbringen sollte/könnte/müsste.

Wenn sich in Zukunft die Herausforderung grundlegend unterschiedlicher
Interessen tatsächlich klar darstellen sollte, kann der Verein auch dies in
seiner kommenden Entwicklung berücksichtigen. Greenpeace hat vorgemacht,
wie man unterschiedliche Stakeholder ausgeglichen in die Kontrolle des
Vereines einbinden kann. Ich bin mir aber nicht sicher, ob eine Entwicklung
wie bei Greenpeace für unseren Verein mit einer starken Basisorientierung
der richtige ist. Der Governance Review sollte hier auch genutzt werden,
über den Tellerrand zu schauen und gemäß unser speziellen Bedürfnisse das
Modell von Strategie, Umsetzung und Aufsicht weiterzuentwickeln.
Wir wollen schliesslich nicht morgen von einer Gruppe von
OpenGLAM-Aktivisten gehijackt werden, die, angeführt von drei verschworenen
Museumsdirektoren, unsere MV dominieren und die Wikimedianer zur
Sklavenarbeit in ihren Museen verpflichten, damit die dringend notwendige
Digitalisierung des Kulturellen Erbes vorankommt. Freiwillig finde ich das
aber total wichtig - auch für diesen Verein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GLAM ;)

Beste Grüsse

Jens Best


Am 26. Mai 2014 19:04 schrieb Martin Kraft <[hidden email]>:

> Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
>
>> Und deswegen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter in einem Unternehmen
>>
>> kein Problem, bei einem gemeinnützigen Verein hingegen schon?!
>>
>
> Ich find's schon ziemlich erstaunlich, wie selbstverständlich nicht nur
> hier der Verein und die Geschäftsstelle gleichgesetzt werden?! Das erklärt
> zwar einige der hier und am Samstag geäußerten Argumente, sowie manche
> Entwicklungen der Vergangenheit, ist meines Erachtens aber grundfalsch!
>
> Bei allem Respekt vor den Mitarbeitern der Geschäftsstelle:
>
> - Die Geschäftsstelle ist nicht Wikimedia Deutschland, sondern „nur“ eine
> von Wikimedia Deutschland zur Unterstützung des Vereinsziels ins Leben
> gerufene Institution. Die Geschäftsstelle wird in unserer Satzung nicht mal
> erwähnt.
>
> - Wikimedia Deutschland ist kein Unternehmen, dass Mitarbeiter zum Zwecke
> der Wertschöpfung einstellt, sondern in allererster Linie ein Verein,
> dessen „Wertschöpfung“ durch Freiwillige geschieht, denen die Mitarbeiter
> administrativ den Rücken freihalten sollen.
>
> - Wikimedia Deutschland unterliegt als Arbeitgeber denselben Gesetzen wie
> andere Arbeitgeber auch. Ich ermuntere die Mitarbeiter von WMDE daher
> ausdrücklich ihre Arbeitnehmerrechte wahrzunehmen und z.B. einen
> Betriebsrat zu gründen (falls es den nicht schon gibt). Im Gegensatz zur
> Mitgliederversammlung des Vereins ist das nämlich die Institution, die
> Gesetzgeber zur Stärkung ihrer Interessen vorgesehen hat.
>
> - Das Ziel von WMDE ist es nicht, Umsatz zu machen (= massenweise Spenden
> einzusammeln) oder personell zu wachsen (Mitarbeiterentwicklung vs.
> Autorenentwicklung), sondern freies Wissen zu schaffen. Ersteres kann bei
> Letzterem helfen, aber ohne Letzteres ist Ersteres nichts.
>
>
>
>  Am 26.05.2014 16:36, schrieb Kurt Jansson:
>>>
>>>> Ich arbeite in einem Unternehmen, das sogar zu über 50% den Mitarbeitern
>>>> gehört, die damit also maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung
>>>> haben.
>>>>
>>> Ich glaube kaum, dass man den Spiegel als gemeinnützig bezeichnen kann?!
>
>
>
>
> Am 26.05.2014 17:13, schrieb Kurt Jansson:
>
>> Hinzukommt, dass unsere Art der MV nur bei dieser Mitgleidergruppe ein so
>>>
>>> eklatantes Missverhältnis, zwischen dem Anteil an der Gesamtzahl der
>>> Mitglieder (< 1%) und dem Anteil an den bei der MV anwesenden
>>> Stimmberechtigten (>10%) erzeugt.
>>>
>> Ich würde den (freilich unpopulären) Vergleich ziehen, dass das für
>> Wikipedianer auch gilt. Nur eine Minderheit unserer Mitglieder sind aktive
>> Wikipedianer. Auf den MVs sind sie aber sehr stark vertreten. Dass
>> dominierende Minderheiten in unrepräsentativen Gremien unrepräsentative
>> Beschlüsse herbeiführen können, liegt halt in der Natur der Sache.
>>
> Nicht in der Natur der Sache liegt jedoch, dass man als Mitglied in einem
> gemeinnützigen Verein direkten Einfluss auf sein eigenes berufliches Wohl
> und Wehe ausüben kann. Das, was Du beschreibst, ist Interesse und
> Engagement, das, was ich beschreibe, ein Interessenkonflikt.
>
>
>
>
> Am 26.05.2014 13:47, schrieb Sebastian Moleski:
>
>  Ob das nun formell über Betriebsräte oder Arbeitnehmervertreter in
>> Aufsichtsgremien oder informell über Mitarbeiter auf der MV oder in
>> anderen
>> Vereinsgremien passiert, ist da nebensächlich.
>>
>
> Nein, das ist nicht nebensächlich, sondern der entscheidende Unterschied.
> Gerade dass die Angestellte als Mitglieder des Vereins auch einen
> erheblichen Einfluss als Arbeitgeber ausüben führt ja zu diesem
> Interessenkonflikt. Ein Betriebsrat könnte niemals eigenmächtig eine
> Unternehmen liquidieren oder den kompletten Aufsichtsrat(=Präsidium)
> austauschen, eine Mitgliederversammlung auf der neben den angestellten
> Mitgliedern kaum jemand auftaucht könnte das.
>
> Nur um das nochmal klarzustellen: Ich unterstelle keinem der
> GS-Mitarbeiter irgendwelche finsteren Absichten, aber die Interessen eines
> Angestellten sind nun-mal Andere als die des zugehörigen Arbeitnehmers. Und
> eine Konstellation wie wir sie gerade haben (geringe MV-Beteiligung anderer
> Mitglieder, hohe Präsenz der Angestellten) verführt geradezu dazu, in
> schwierigen Situationen das Zünglein an der Wage zu spielen.
>
>
>
>
> // Martin
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Juergen Fenn-3
In reply to this post by Wikipelz-2
Am 26. Mai 2014 20:20 schrieb Wikipelz <[hidden email]>:
> Wir hatte ja gerade Kommunalwahlen in NW. Selbstverständlich dürfen die
> Bürger einer Gemeinde auch dann abstimmen, wenn diese selbst bei der
> Gemeinde angestellt/beamtet sind. Damit wählen sie auch ihren
> Bürgermeister, der dann Dienstvorgesetzter des Gemeindebediensten wird.
> Warum soll für Angestellte des Vereins was anderes gelten? Problematisch
> kann es nur dann werden, wenn z.B. Personalwahlen, Satzungsänderungen
> und/oder Entlastungen per Handzeichen erfolgen. Da wird sich ganz sicher
> jeder Vereinsangestellte sehrwohl überlegen, ob er gegen seinen
> Vereinsvorstand stimmt, wenn ihm noch was an seinem Job gelegen ist.

Es ist jetzt etwa zehn Jahre her, daß ich mich mit einer Angestellten
unserer Stadtbücherei über die Bürgermeisterwahl unterhielt. Kann auch
länger her sein. Jedenfalls fand sie, unser damaliger Bürgermeister
sei "ein ganz toller Chef". Natürlich wähle sie ihn. Auch die anderen
Beschäftigten seien sehr zufrieden mit ihm. Wir stellten dann fest,
daß die Wahlbeteiligung immer weiter sinke, und sie machte sich Sorgen
um die demokratische Legitimation der Wahl. Ich fragte sie, wieviele
Wähler es gebe und wieviele Angestellte bei der Stadt arbeiten. Und
als wir dann merkten, daß schon längst ein Gutteil der Stimmen bei
solchen Wahlen aus dem eigenen Apparat kommt, wurde sie erst
nachdenklich, meinte dann aber beruhigt, in diesem Fall sei das ja gar
nicht so schlimm, da könne diesmal wenigstens nichts schief gehen,
denn das sei ja das von ihr gewünschte Ergebnis.

Vielleicht hilft das Gleichnis (das nicht erfunden ist, sondern wahr,
das Gespräch fand genau so statt) ein bißchen beim Nachdenken über das
zugrundeliegende Problem.

Ich glaube, Martin hatte danach gefragt, wie andere Vereine damit
umgehen. Man faßt einen Unvereinbarkeitsbeschluß für alle
Personengruppen, die sich in einem Interessenkonflikt befinden können,
also vor allem für Beschäftigte und weitere "Insider", aber auch für
Geschäftspartner, die gleichzeitig Mitglieder sind, und läßt die
Mitgliedschaft für die Zeit dieser Beziehung ruhen. Damit nimmt man
auch gleichzeitig den Druck von den Betroffenen, die sich in einem
Loyalitätskonflikt befinden, der nur als ethisches Problem zu lösen
wäre.

Viele Grüße,
Jürgen.

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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Kurt Kulac-2
In reply to this post by Wikipelz-2
das problem ist halt, dass es eben nicht kommunalwahlen mit tausenden
wählern sind, sondern eine MV, bei der bei +/- 50 anwesenden das eine
oder andere dutzend mitarbeiter eine faktische übermacht besitzt. drum
finde ich das, was michael jahn weiter unten geschrieben hat höchst
löblich, nämlich sich bei abstimmungen mit möglichem interessenkonflikt
zu enthalten, auch wenn (natürlich!) das recht besteht abzustimmen. ich
kenne das auch nur so, dass sich unser vorstand (=euer präsidium) bei
der entlastung enthält, obwohl er auch ein stimmrecht hätte. dass martin
hier ein ungleichgewicht sieht, ist also für mich völlig nachvollziehbar.

unabhängig von diesem einzelproblem sollte es das ziel sein, so viele
mitglieder wie möglich zur MV zu bringen, auch wenn ich weiß, dass das
nicht leicht ist. je mehr da sind und je diverser die zusammensetzung,
desto ausgewogener die ergebnisse. und ein besseres bild macht es auch.
übrigens wäre es interessant drüber nachzudenken, wer für die zu
schwache beteiligung verantwortlich wäre. wohl wiederum die mitarbeiter,
die ja schließlich die MV organisieren. da seh ich einen kreislauf in
der argumentation... :-)

lg, kurt



Am 26.05.2014 20:20, schrieb Wikipelz:

> Wir hatte ja gerade Kommunalwahlen in NW. Selbstverständlich dürfen die
> Bürger einer Gemeinde auch dann abstimmen, wenn diese selbst bei der
> Gemeinde angestellt/beamtet sind. Damit wählen sie auch ihren
> Bürgermeister, der dann Dienstvorgesetzter des Gemeindebediensten wird.
> Warum soll für Angestellte des Vereins was anderes gelten? Problematisch
> kann es nur dann werden, wenn z.B. Personalwahlen, Satzungsänderungen
> und/oder Entlastungen per Handzeichen erfolgen. Da wird sich ganz sicher
> jeder Vereinsangestellte sehrwohl überlegen, ob er gegen seinen
> Vereinsvorstand stimmt, wenn ihm noch was an seinem Job gelegen ist.
> Peter
>
>
> Am 26. Mai 2014 19:59 schrieb Sebastian Moleski <
> [hidden email]>:
>
>> 2014-05-26 19:35 GMT+02:00 Martin Kraft <[hidden email]>:
>>> Meines Erachtens gibt es hier zwei Optionen:
>>>
>>> - Deutliche Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei den Mitgliederversammlungen
>>> (z.B. mittels LiveStream und OnlineVoten).
>>>
>>> - Ruhendes Stimmrecht für die Dauer einer Anstellung.
>>>
>> Das Versagen des Vereins dafür zu sorgen, dass die Mitgliederversammlung
>> die Willensbildung des gesamten Vereins wiederspiegelt, kann sicher nicht
>> auf dem Rücken des Stimmrechts der Mitarbeiter ausgetragen werden. Ganz im
>> Gegenteil ist es sogar sehr erfreulich, dass sich Mitarbeiter so sehr mit
>> ihrem Arbeitgeber identifizieren, dass sie sich aktiv an seiner Gestaltung
>> beteiligen wollen. Die Tatsache, dass der Verein in der Lage ist,
>> hauptamtliche Mitarbeiter zu beschäftigen, ist eine große Errungenschaft,
>> weil wir dadurch sicherstellen können, dass sich Menschen jeden Tag
>> verlässlich und kompetent für die Förderung Freien Wissens einsetzen
>> können. Das versetzt uns überhaupt erst in die Lage, Projekte anzugehen, wo
>> solche Charakteristiken von essenzieller Bedeutung sind.
>>
>> Diese Gegenüberstellung von Mitarbeitern und Community ist ein völlig
>> unnötiger, künstlich herbeigeführter Konflikt, der niemandem hilft, und
>> erst recht nicht dazu führen wird, dass der "freie Zugang zu Wissen und
>> Bildung" (der Zweck, warum wir überhaupt hier sind) auch nur ein Stück
>> weiterkommt. Wikimedia lebt von seiner Vielfalt von Interessen,
>> Perspektiven und Herangehensweisen. Wir sollten uns darauf konzentrieren,
>> dass diese überall Gehör bekommen, statt einzelne Gruppen auszugrenzen.
>>
>> Beste Grüße
>> Sebastian Moleski
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
In reply to this post by Martin Kraft
Hallo Martin,
Am 26.05.2014 19:35, schrieb Martin Kraft:
> Am 26.05.2014 17:50, schrieb DaB.:
>> Um es mal deutlich zu sagen: Wir reden hier teilweise über langjährige
>> Wikipedianer sowie Vereins-Gründungsmitgliedern! Das sind nicht bloße
>> „Mitarbeiter“ das sind Kollegen, Bekannte oder gar Freunde. Denen das
>> Stimmrecht zu entziehen, nur weil sie ihren Chef entlasten könnten,
>> ist lächerlich – außerdem wäre es zutiefst undemokratisch.
> Moment mal! Du transferierst hier gerade ein sachliche Diskussion auf
> eine persönliche Ebene die ich nicht betreten werde. Ich habe keinem der
> Mitarbeiter einem Vorwurf gemacht und werde das auch nicht tun.

ja, über Nummern und Gruppen zu diskutieren ist einfacher als den
Menschen dahinter zu sehen. Du entschuldigst aber sicher, wenn ich
Personen die ich teils seit über 10 Jahren kenne, nicht als reine
Nummern sehen kann.

>
> Ich habe lediglich am Samstag festgestellt, dass auf Grund der geringen
> Größe (ich hatte wesentlich mehr Mitglieder erwartet) und
> Zusammensetzung der der Mitgliederversammlung (stellenweise hatte man ja
> das Gefühl, dass ein Mitarbeiter das Mikro an den nächsten übergibt) die
> Interessen der Geschäftsstelle die des Gesamtvereins überlagern.
>
> Und das ist sicher nicht im Sinne der innervereinlichen Demokratie!

Die MV war recht gut besucht, wir hatten schon MVs mit weniger
Teilnehmer – aber zwischen 40 und 60 Personen ist normal. Wenn ich die
Liste von Michael zähle, komme ich auf gerade mal 10 stimmberechtigte
Mitarbeiter: Das ist etwas mehr als das Präsidium.
Angenommen das Präsidium hätte geschlossen für sich selber und
geschlossen gegen Pavel gestimmt, und die Mitarbeiter hätten das
Gegenteil gemacht, dann würden sich beide Parteien neutralisieren; eine
Verfälschung ist also nicht vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.

--
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
In reply to this post by Wikipelz-2
Am 26.05.2014 20:20, schrieb Wikipelz:
> Wir hatte ja gerade Kommunalwahlen in NW. Selbstverständlich dürfen die
> Bürger einer Gemeinde auch dann abstimmen, wenn diese selbst bei der
> Gemeinde angestellt/beamtet sind. Damit wählen sie auch ihren
> Bürgermeister, der dann Dienstvorgesetzter des Gemeindebediensten wird.
Ich bezog mich auf das passive Wahlrecht, also die Möglichkeit einem
Gremium anzugehören, oder einen ehrenamtlichen Posten inne zu haben, der
einen unmittelbaren Einfluss auf die eigene Beschäftigung erlaubt bzw.
umgekehrt durch diese korrumiert werden könnte. Das ist (zumindest den
beamten) kommunalen Staatsdienern aus gutem Grund grundsätzlich
verboten. Und auch bei den gewählten Ratsmitgliedern greift eine
Befangenheitsregelung, sobald es um Dinge geht, die direkte familäre und
berufliche Interessen berühren.

Zugegeben, diese Situation ist nicht 100% vergleichbar mit der auf
unserer MV, da die Teilnahme an dieser einerseits noch kein Amt
darstellt, aber andererseits (was die Auswirkungen des Votums angeht)
durchaus mit denen eines gewählten Repräsentanten im Gemeinderat oder
Kreistag zu vergleichen ist.

Würden an unseren Mitgliederversammlungen prozentual auch nur annähernd
so viele Mitglieder teilnehmen wie bei einer Kommunalwahl oder
Volksabstimmung, hätten wir dieses Problem nicht. Aber bezogen auf die
Zahl unser aktiven Mitglieder lag die Beteiligung am Samstag bei gerade
mal 3,4%. Als Wahlbeteiligung bei einer Kommunalwahl käme das einer
Katastrophe gleich und ist auch bei uns ist das ein deutliches Anzeichen
für eine Demokratiedefizit.

Zählt man die Onlinestimmen dazu, sind wir immerhin 14% Beteiligung und
die Frage nach den Mitarbeiterstimmen hätte kaum noch Gewicht. Aber
leider gibt es die Onlineoption ja leider nur vor der Versammlung (also
in Unkenntnis der dortigen Diskussionen) und nur für
Sitzungsänderungsanträge. Vielleicht wäre es an der Zeit das auszudehnen?!


Am 26.05.2014 20:36, schrieb Juergen Fenn:
> Ich glaube, Martin hatte danach gefragt, wie andere Vereine damit
> umgehen. Man faßt einen Unvereinbarkeitsbeschluß für alle
> Personengruppen, die sich in einem Interessenkonflikt befinden können,
> also vor allem für Beschäftigte und weitere "Insider", aber auch für
> Geschäftspartner, die gleichzeitig Mitglieder sind, und läßt die
> Mitgliedschaft für die Zeit dieser Beziehung ruhen. Damit nimmt man
> auch gleichzeitig den Druck von den Betroffenen, die sich in einem
> Loyalitätskonflikt befinden, der nur als ethisches Problem zu lösen
> wäre.
Danke, Jürgen. Genau das war es, auf das ich hinaus wollte.

// Martin


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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Mathias Schindler-2
Guten Abend,

2014-05-26 20:48 GMT+02:00 Martin Kraft <[hidden email]>:

> Ich bezog mich auf das passive Wahlrecht, also die Möglichkeit einem Gremium
> anzugehören, oder einen ehrenamtlichen Posten inne zu haben, der einen
> unmittelbaren Einfluss auf die eigene Beschäftigung erlaubt bzw. umgekehrt
> durch diese korrumiert werden könnte.

ich halte die Unterscheidung aktives/passives Wahlrecht für durchaus
entscheidend bei all den Vergleichen, die hier fallen. Dazu möchte ich
aus der Beschlusslage des Vereins (MV von Mai 2010, Antrag A5)
zitieren:

"Mitglieder des Vorstands können mit dem Verein nur dann ein
Angestelltenverhältnis eingehen oder vom Verein bezahlte
Auftragsarbeiten annehmen, wenn sie mindestens für die Zeit der
Anstellung bzw. der bezahlten Auftragsarbeit ihr Vorstandsamt ruhen
lassen. Handelt es sich um eine unbefristete Festanstellung, können
sie diese nur eingehen, wenn sie ihr Vorstandsamt niederlegen. Im
Gegenzug dürfen Festangestellte des Vereins nicht gleichzeitig
Mitglied des Vorstands sein. Wird dieser Antrag durch die
Mitgliederversammlung genehmigt, so soll der Beschluss automatisch
dann hinfällig werden, wenn der ehrenamtlich tätige Vorstand durch
einen hauptamtlichen Vorstand ersetzt werden sollte. Die Entscheidung
über die Einberufung eines hauptamtlichen Vorstands kann nur von der
Mitgliederversammlung im Zuge einer Satzungsänderung getroffen
werden."

Wenn ich Dich richtig verstehe, befürwortest du mit dem Verweis auf
das passive Wahlrecht von Beamten oder kommunalen Bediensteten etwas,
das der Verein vor 4 Jahren beschlossen hat.

Mathias

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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
In reply to this post by Juergen Fenn-3
Hallo,
Am 26.05.2014 20:36, schrieb Juergen Fenn:
> Man faßt einen Unvereinbarkeitsbeschluß für alle
> Personengruppen, die sich in einem Interessenkonflikt befinden können,
> also vor allem für Beschäftigte und weitere "Insider", aber auch für
> Geschäftspartner, die gleichzeitig Mitglieder sind, und läßt die
> Mitgliedschaft für die Zeit dieser Beziehung ruhen.

dann schauen wir mal. Folgende Gruppen hätten bei einer Entlastung des
Vorstandes nicht abstimmen dürfen:
* Das Präsidium, denn es will ihn loswerden
* Der Vorstand, denn es betrifft ihn
* Die Kassenprüfer, denn sie haben Nicht-Entlastung empfohlen
* Die Mitarbeiter, denn sie arbeiten für ihn
* Nico, denn er war gegen die Ablösung
* 2-3 Personen von denen ich weiß das sie mit Pavel befreundet sind
* 2-3 Personen von denen ich weiß das sie Pavel nicht leiden können.

Das Problem ist, dass das in Summe >50% der Anwesenden waren. Und das
soll demokratisch sein?

Mit freundlichen Grüßen
DaB.


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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
In reply to this post by Martin Kraft
Hallo,
Am 26.05.2014 20:48, schrieb Martin Kraft:
> Ich bezog mich auf das passive Wahlrecht, also die Möglichkeit einem
> Gremium anzugehören, oder einen ehrenamtlichen Posten inne zu haben, der
> einen unmittelbaren Einfluss auf die eigene Beschäftigung erlaubt bzw.
> umgekehrt durch diese korrumiert werden könnte.

und das ist auch im Verein verboten. Man kann nicht gleichzeitig
Angestellter sein und im Präsidium sitzen oder Kassenprüfer sein.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.


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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Juergen Fenn-3
In reply to this post by DaB.
Am 26. Mai 2014 20:55 schrieb DaB. <[hidden email]>:

> Das Problem ist, dass das in Summe >50% der Anwesenden waren. Und das
> soll demokratisch sein?

Ich nehme an, Deine Frage ist nicht nur rhetorisch gemeint:

Ja, das wäre m.E. unproblematisch, weil dabei Interessenkonflikte
ausgeschlossen sind, und das ist ja das Ziel. Wenn dabei die Zahl der
aktiven Mitglieder auf solchen Versammlungen als zu niedrig befunden
würde, müßte man sich eher fragen, ob solche Versammlungen an sich
legitimiert sind, für die Mitgliederschaft im ganzen zu stimmen, oder
ob man andere Abstimmungsmodi suchen sollte. Ich kenne mehrere Vereine
mit ca. 1000 Mitgliedern, teilweise bundesweit, bei denen die
Mitgliederversammlung aus weniger als 20 aktiven Mitgliedern besteht.
Man kann je niemand zur Teilnahme an der Versammlung  zwingen.

Viele Grüße,
Jürgen.

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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

rupert THURNER-2
In reply to this post by Arne Klempert-4
Am 26.05.2014 18:20 schrieb "Arne Klempert" <[hidden email]>:

>
> 2014-05-25 23:15 GMT+02:00 Henriette Fiebig <[hidden email]>:
> > Warum gab es eine Abstimmung über die Entlastung (oder, wie wir
> > sehen: auch Nicht-Entlastung) des Präsidiums mitten in deren … wie
> > nennt man das? … Amtszeit, Legislaturperiode? Ich habe die „Entlastung"
> > eines Vereinsgremiums immer als Abschluß-Beurteilung von deren
> > Wirken am _Ende_ der Amts- und Schaffenszeit verstanden bevor ein
> > neuer Vorstand (oder wie bei uns: Präsidium) gewählt wird.
>
> Dazu gibt es meines Wissens keine klaren Regeln - weder allgemein,
> noch in unserem Verein. Ist aber für meinen Punkt auch ziemlich wumpe.
> Juristisch hat die Nicht-Entlastung ohnehin keine nennenswerten
> Konsequenzen.

Juristisch ist die Entlastung schon klar definiert: sie bezieht sich auf
den Jahresbericht und der Finanzbericht. Das ist jährlich. Wenn die
Entlastung nicht erfolgt kann der Verein sein Organ bzw dessen Mitglieder
auf Schadensersatz klagen, sonst nicht. Deshalb ist es auch unzweifelhaft,
dass Mitarbeiter hier einen Interessenskonflikt haben. Also sollten sie
wohl (nur bei diesem Tagesordnungspunkt) nicht mitstimmen. Normalerweise
braucht es bei Interessenskonflikt keine regeln, da wird man ja mit dem
aufzählen nicht fertig. Gesehen habe ich jedoch schon dass vor der
Abstimmung kurz darauf hingewiesen bzw diskutiert wird  damit es auch für
alle klar ist.

Bei der diesjährigen GV ist es jedoch etwas komplizierter, da hat arne
schon recht. da die Geschäftsführung entlastet wurde und das Präsidium
nicht könnte höchstens heissen dass Mitglieder des Präsidiums Mittel nicht
dem Vereinszweck entsprechend verwendet haben. oder es einfach ein
warnschuss ist, dass 24 Leute bestimmtes vorgehen nicht gut gefunden haben.
fair enough, für beide Seiten, m.e.

Rupert
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Wikipelz-2
Ich möchte gern den Mitarbeiter sehen, der bei der Entlastung seiner
eigenen Geschäftsführung offen mit Nein stimmt. Der hat doch de facto dann
bei seinem GF das Stigma der Illoyalität. Ganz sicher wird der dann
beruflich kaltgestellt, gemobbt und letztendlich, wie auch immer,
"entsorgt". Lösung: geheime Abstimmungen.
Peter


Am 26. Mai 2014 21:31 schrieb rupert THURNER <[hidden email]>:

> Am 26.05.2014 18:20 schrieb "Arne Klempert" <[hidden email]>:
> >
> > 2014-05-25 23:15 GMT+02:00 Henriette Fiebig <[hidden email]>:
> > > Warum gab es eine Abstimmung über die Entlastung (oder, wie wir
> > > sehen: auch Nicht-Entlastung) des Präsidiums mitten in deren … wie
> > > nennt man das? … Amtszeit, Legislaturperiode? Ich habe die „Entlastung"
> > > eines Vereinsgremiums immer als Abschluß-Beurteilung von deren
> > > Wirken am _Ende_ der Amts- und Schaffenszeit verstanden bevor ein
> > > neuer Vorstand (oder wie bei uns: Präsidium) gewählt wird.
> >
> > Dazu gibt es meines Wissens keine klaren Regeln - weder allgemein,
> > noch in unserem Verein. Ist aber für meinen Punkt auch ziemlich wumpe.
> > Juristisch hat die Nicht-Entlastung ohnehin keine nennenswerten
> > Konsequenzen.
>
> Juristisch ist die Entlastung schon klar definiert: sie bezieht sich auf
> den Jahresbericht und der Finanzbericht. Das ist jährlich. Wenn die
> Entlastung nicht erfolgt kann der Verein sein Organ bzw dessen Mitglieder
> auf Schadensersatz klagen, sonst nicht. Deshalb ist es auch unzweifelhaft,
> dass Mitarbeiter hier einen Interessenskonflikt haben. Also sollten sie
> wohl (nur bei diesem Tagesordnungspunkt) nicht mitstimmen. Normalerweise
> braucht es bei Interessenskonflikt keine regeln, da wird man ja mit dem
> aufzählen nicht fertig. Gesehen habe ich jedoch schon dass vor der
> Abstimmung kurz darauf hingewiesen bzw diskutiert wird  damit es auch für
> alle klar ist.
>
> Bei der diesjährigen GV ist es jedoch etwas komplizierter, da hat arne
> schon recht. da die Geschäftsführung entlastet wurde und das Präsidium
> nicht könnte höchstens heissen dass Mitglieder des Präsidiums Mittel nicht
> dem Vereinszweck entsprechend verwendet haben. oder es einfach ein
> warnschuss ist, dass 24 Leute bestimmtes vorgehen nicht gut gefunden haben.
> fair enough, für beide Seiten, m.e.
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
In reply to this post by Mathias Schindler-2
@Mathias Schindler & DaB.: Bitte lest meine Beiträge nicht nur selektiv.

Wenn ihr Euch nochmal durchlest, was ich in den letzten Mail geschrieben
habe, werdet Ihr sehen, dass die Kompetenzen unser Mitgliederversammlung
weit über das aktive Wahlrecht in einer repräsentativen Demokratie
hinausgehen und eher schon Elemente eines Parlaments oder Rats
mindestens aber einer Bürgerversammlung (wie es sie in der Schweiz gibt)
hat. Wenn gut 50 Leute die Entscheidungen für einen 1750 aktive und 8420
Fördermitglieder starken Verein treffen, geht das Stimmgewicht weit über
das bei einer gewöhnlichen Wahl hinaus.

Und deshalb lohnt es sich schon darüber nachzudenken, ob die
Unvereinbarkeitsbestimmungen, die unbestritten für Vorstand und
Präsidium gelten auch hier angebracht wären.



Was sie Aufzählung der verschiedenen Befangenheiten angeht die DaB.
(meines Erachtens) unnötig detailiert aufgedrösselt hat angeht (und die
ich nicht weiter kommentieren will), sollte man bedenken, dass es einen
entscheidenden Unterschied zwischen den aufgezählten Interessen und
Wahlämtern und den Angestellten des Vereins gibt:

Dass es in einem Verein verschiedene Ansichten und Ziele gibt, ist weder
verwerflich noch zu verhindern, sondern vollkommen normal. Und dass
gerade die Inhaber von Wahlämter versuchen den Verein nach ihren
Vorstellung zu gestalten ist kein Betriebsunfall, sondern sogar ihre
Job. Ohne solche INTERESSEN gäbe es unsern Verein wohl überhaupt nicht.

Bei Mitarbeitern des Vereins, die als aktive Mitglieder auf der MV
abstimmen, liegt die Sache aber anders: Diese sind beruflich und
finanziell direkt vom den Entscheidungen des Vereins betroffen. Und das
ist genau derselbe INTERESSENKONFLIKT, den man bei allen Wahlämtern
mittels Satzung und GO aus gutem Grund ausgeschlossen hat.


// Martin





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Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Robin Krahl-2
In reply to this post by Peter Cornelius
Hallo Peter,

2014-05-26T13:36:58Z, Peter Cornelius:
> Ich bitte mir mitzuteilen, wieviele Personen denn nun an den
> Möglichkeiten der elektronischen Wahl teilgenommen haben !

insgesamt haben 203 Personen diese Möglichkeit genutzt.  Dies ist im
Vergleich zu mehr als 300 Briefwählern bei den letzten beiden
Mitgliederversammlungen sehr wenig (genauer:  2013-05: 344 Briefwähler,
2013-11: 310 Briefwähler).

Grüße,
Robin



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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Henriette Fiebig
In reply to this post by Martin Kraft

On 26.05.2014, at 19:04, Martin Kraft <[hidden email]> wrote:

/ … /
>
> Nur um das nochmal klarzustellen: Ich unterstelle keinem der GS-Mitarbeiter irgendwelche finsteren Absichten, aber die Interessen eines Angestellten sind nun-mal Andere als die des zugehörigen Arbeitnehmers. Und eine Konstellation wie wir sie gerade haben (geringe MV-Beteiligung anderer Mitglieder, hohe Präsenz der Angestellten) verführt geradezu dazu, in schwierigen Situationen das Zünglein an der Wage zu spielen.

Die Mitarbeiter könnten sogar problemlos das 16-Tons-Gewicht an der Waage spielen: 60 WMDE-Angestellte die alle stimmberechtigte Mitglieder sind, könnten ohne irgendwelchen Aufwand (ok, 24,- Euro Jahresbeitrag wär dasTicket) die 30 oder 40 „normalen" Mitglieder auf einer MV in Berlin auspunkten – oder zumindest für eine sehr deutliche Verzerrung von Abstimmungsergebnissen sorgen.

Und um das zu sehen, muß man keine finsteren Absichten unterstellen. Das ist so.

Gruß

Henriette

>
>
>
>
> // Martin
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

DaB.
Hallo Henriette,
Am 26.05.2014 23:52, schrieb Henriette Fiebig:
> Die Mitarbeiter könnten sogar problemlos das 16-Tons-Gewicht an der
> Waage spielen: 60 WMDE-Angestellte die alle stimmberechtigte
> Mitglieder sind, könnten ohne irgendwelchen Aufwand (ok, 24,- Euro
> Jahresbeitrag wär dasTicket) die 30 oder 40 „normalen" Mitglieder auf
> einer MV in Berlin auspunkten – oder zumindest für eine sehr
> deutliche Verzerrung von Abstimmungsergebnissen sorgen.

sicher, könnten sie tun. Ich hätte aber auch 10 Kumpels als Mitglieder
eintreten lassen können und zur MV kommen können (wären noch nichtmal
Reisekosten angefallen). Hätte jeder aus dem Präsidium 3-4 Freunde
mitgebracht, hätten sie die Mehrheit gestellt.
Die Geschäftsstelle könnte auch einfach Mitglieder erfinden und dann für
diese Briefwahl-Stimmen abgeben. Oder sie könnte bei bekannten Kritikern
keine Unterlagen verschicken. Oder, oder, oder.
Manipulation ist IMMER möglich, man muss nur betrachten wie
wahrscheinlich sie ist.
Und ehrlich gesagt ist mir der Vorwurf, es wären so viele GS-Mitarbeiter
dagewesen um Wahlen zu manipulieren nicht einleuchtend. Wozu das Ganze?
Das Präsidium hat sich selbst alt aussehen lassen, dazu brauchten sie
niemand Anderes. Pavel hatte zu diesem Zeitpunkt den Aufhebungsvertrag
schon in der Tasche, er musste keinen Druck mehr aufbauen. Ob er
entlastet wird oder nicht hat wenig Bedeutung, wenn er als Vorstand eh
demnächst abtritt.

Klar, man könnte den Mitarbeitern das Stimmrecht entziehen (ob das
gerichtsfest ist, wage ich zu bezweifeln). Und dann was? Entziehen wir
es auch ehemaligen Mitarbeitern? Background-Check für jede Neuaufnahme
ob eine Beziehung zu einem Alt-Mitglied besteht? Rasterfahndung in den
Mitgliedsdaten nach illegaler Gruppenbildung?

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Jens Best
bzgl. "Background-Check": Bei Greenpeace gab es mal einen kleinen
Skandal/Aufstand, weil ein Bewerber für die Vertretung der Freiwilligen in
der Mitgliederversammlung mit einer Hauptamtlichen zusammen war und dies
nicht angegeben hatte. Es stand also die Frage im Raum, wie ernsthaft er
die Freiwilligen vertreten kann, wenn er gleichzeitig in einer Beziehung
mit einer Hauptamtlichen ist; Hauptamtliche haben dort ebenfalls eine
gleiche Anzahl von Vertretern in der Mitgliederversammlung.

Will sagen, es gibt diese Fragen auch in anderen Organisationen und sie
können sehr unterschiedlich umgesetzt werden. Einer der Faktoren, die diese
Entscheidung beeinflussen, ist die Frage wie viel Bottom-Up oder Top-Down
ein Verein in seinen Entscheidungsprozessen haben will. Für die
Wikimedia-Bewegung scheint der Grundansatz hier klar - Bottom-Up, aber der
Teufel steckt eben in den Details.

Deswegen sollten verschiedene Umsetzungsoptionen in aller Sachlichkeit z.B.
als eines der Ergebnisse eines Governance-Review nebeneinander gestellt
werden. Dann können sie systemisch betrachtet werden und eine
Meinungsbildung mit anschliessender Entscheidung steht auf besseren Füssen
als es eine Diskussion auf einer Mailingliste bieten kann.

PS: Ich arbeite an einer GLAM-Gruppe, die bei der nächsten MV massiv
auftreten will, um die Kooperation mit GLAMs stärker in den Zielen zu
verankern. Ich habe jetzt schon 30 Leute und egal in welcher Stadt die MV
stattfindet, werde ich lokale Museumsmitarbeiter auch als neue Mitglieder
einbringen - okay, dieser Absatz war nicht ernstgemeint,…

…aber ich finde, wir brauchen deutlich mehr Vereinsöffentlichkeit als diese
Liste und zwei MVs im Jahr, um über inhaltliche Richtungsentscheidungen gut
und ausgeglichen diskutieren zu können. Ein zur aktiveren Mitarbeit
einladendes Mitgliederforum und vielleicht sogar ein offenes regelmässiges
Print-Medium wären dafür eine feine Sache. Außerdem sollte das Präsidium
präsenter sein für die Mitglieder. Meine Erfahrung im letzten Präsidium,
als ich in verschiedenen Städten mal Mitglieder traf, die man sonst selten
z.B. hier auf dieser Liste liest oder gar auf MVen trifft, ist definitiv
ausbaufähig. Aber das wäre jetzt schon wieder ein ganz anderes Thema.

Beste Grüsse

Jens


Am 27. Mai 2014 00:42 schrieb DaB. <[hidden email]>:

> Hallo Henriette,
> Am 26.05.2014 23:52, schrieb Henriette Fiebig:
> > Die Mitarbeiter könnten sogar problemlos das 16-Tons-Gewicht an der
> > Waage spielen: 60 WMDE-Angestellte die alle stimmberechtigte
> > Mitglieder sind, könnten ohne irgendwelchen Aufwand (ok, 24,- Euro
> > Jahresbeitrag wär dasTicket) die 30 oder 40 „normalen" Mitglieder auf
> > einer MV in Berlin auspunkten – oder zumindest für eine sehr
> > deutliche Verzerrung von Abstimmungsergebnissen sorgen.
>
> sicher, könnten sie tun. Ich hätte aber auch 10 Kumpels als Mitglieder
> eintreten lassen können und zur MV kommen können (wären noch nichtmal
> Reisekosten angefallen). Hätte jeder aus dem Präsidium 3-4 Freunde
> mitgebracht, hätten sie die Mehrheit gestellt.
> Die Geschäftsstelle könnte auch einfach Mitglieder erfinden und dann für
> diese Briefwahl-Stimmen abgeben. Oder sie könnte bei bekannten Kritikern
> keine Unterlagen verschicken. Oder, oder, oder.
> Manipulation ist IMMER möglich, man muss nur betrachten wie
> wahrscheinlich sie ist.
> Und ehrlich gesagt ist mir der Vorwurf, es wären so viele GS-Mitarbeiter
> dagewesen um Wahlen zu manipulieren nicht einleuchtend. Wozu das Ganze?
> Das Präsidium hat sich selbst alt aussehen lassen, dazu brauchten sie
> niemand Anderes. Pavel hatte zu diesem Zeitpunkt den Aufhebungsvertrag
> schon in der Tasche, er musste keinen Druck mehr aufbauen. Ob er
> entlastet wird oder nicht hat wenig Bedeutung, wenn er als Vorstand eh
> demnächst abtritt.
>
> Klar, man könnte den Mitarbeitern das Stimmrecht entziehen (ob das
> gerichtsfest ist, wage ich zu bezweifeln). Und dann was? Entziehen wir
> es auch ehemaligen Mitarbeitern? Background-Check für jede Neuaufnahme
> ob eine Beziehung zu einem Alt-Mitglied besteht? Rasterfahndung in den
> Mitgliedsdaten nach illegaler Gruppenbildung?
>
> Mit freundlichen Grüßen
> DaB.
>
>
>
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Re: Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Martin Kraft
In reply to this post by DaB.
Am 27.05.2014 00:42, schrieb DaB.:
> Die Geschäftsstelle könnte auch einfach Mitglieder erfinden und dann für
> diese Briefwahl-Stimmen abgeben. Oder sie könnte bei bekannten Kritikern
> keine Unterlagen verschicken. Oder, oder, oder.
> Manipulation ist IMMER möglich, man muss nur betrachten wie
> wahrscheinlich sie ist.
> Und ehrlich gesagt ist mir der Vorwurf, es wären so viele GS-Mitarbeiter
> dagewesen um Wahlen zu manipulieren nicht einleuchtend. Wozu das Ganze?
"Wozu das ganze?" Das frag ich mich ehrlich gesagt auch:

@DaB. Hast Du wirklich nicht verstanden, worauf ich und die anderen
hinaus wollen, oder versuchst Du hier absichtlich Vorwürfe zu
konstruieren, die NIEMALS jemand erhoben hat?! Bis zu Deiner an den
Haaren herbeigezogenen Mail von oben, hat hier NIE IRGENDWER von einer
bewussten Manipulation gesprochen! Das ist eine an den Haaren
herbeigezogene Unterstellung, die ein Angriff auf alle Betroffenen
darstellt und sicher nicht gerade zu einer sachlichen Diskussion beiträgt.

Könntest Du also bitte damit aufhören, weiter solche blödsinnigen und
völlig haltlosen Behauptungen in den Raum zu stellen?




Es geht hier ausdrücklich nicht um bewußte Manipulationen, sondern um
einen automatischen Interessenskonflikt, in dem sich jedes Mitglied,
dass bei seinem eigenen Verein angestellt ist, in solchen Abstimmungen
automatisch befindet.

// Martin

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Re: Elektronische Wahl: Rückblick auf die 14. Mitgliederversammlung

Tim Landscheidt
In reply to this post by Robin Krahl-2
Robin Krahl <[hidden email]> wrote:

>> Ich bitte mir mitzuteilen, wieviele Personen denn nun an den
>> Möglichkeiten der elektronischen Wahl teilgenommen haben !

> insgesamt haben 203 Personen diese Möglichkeit genutzt.  Dies ist im
> Vergleich zu mehr als 300 Briefwählern bei den letzten beiden
> Mitgliederversammlungen sehr wenig (genauer:  2013-05: 344 Briefwähler,
> 2013-11: 310 Briefwähler).

Wobei bei der Mitgliederversammlung in dem November Wahlen
anstanden, die immer attraktiv sind, und IIRC bei der Mit-
gliederversammlung in dem Mai man alle Unterlagen (Anträge,
Stimmzettel und Rückumschlag) in einem Paket bekam, so dass
man nur noch einen Kugelschreiber brauchte. Bei der diesma-
ligen Onlineabstimmung waren die Informationen über TAN-
Brief und verschiedene Websites zerstreut.

Tim


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