Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

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Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Nikolas Becker-2
Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,

Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig von
unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
Entwicklung des Vereins.
Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
kam, zutiefst besorgt.

Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
können.

Viele Grüße

Nikolas Becker

Vorsitzender
Wikimedia Deutschland e. V.

Tempelhofer Ufer 23/24
10963 Berlin

www.wikimedia.de
Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter
der Nummer 23855 B.
Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Michail Jungierek-3
Hallo,

könnte man mal etwas konkreter werden und darlegen was überhaupt los ist.

Ich erfahre hier erstmals, dass eine komplett neue strategische Ausrichtung
erfolgen soll und deshalb der bisherige Vorstand abgelöst werden soll.

Was unterscheidet die neue Strategie von der bisherigen sol sehr, dass es
solch eines drastischen Schrittes bedarf?
Warum wird beschlossen den Vorstand abzulösen obwohl die MV dieser neuen
Strategie überhaupt noch nicht zugestimmt hat? Warum werden also solche
Tatsachen geschaffen bevor überhaupt die Grundlagen dafür geschaffen werden?
Worin unterscheiden sich die Standpunkte des Präsidiums und des Vorstandes
bezüglich der neuen Strategie?
Gab es Versuche die Differenzen anders zu lösen?
Warum wurden die Mitglieder nicht früher über diese Dinge informiert?

Gruß

Michail


Am 19. Mai 2014 13:19 schrieb Nikolas Becker <[hidden email]>:

> Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,
>
> Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig von
> unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
> Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
> Entwicklung des Vereins.
> Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
> falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
> ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
> kam, zutiefst besorgt.
>
> Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
> invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
> Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
> können.
>
> Viele Grüße
>
> Nikolas Becker
>
> Vorsitzender
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Jaan-Cornelius Kibelka
Hallo,

ich finde das in Anbetracht dessen, dass wir in fünf Tagen eine
Mitgliederversammlung haben, erschreckend. Die Kommunikation des Präsidiums
ist nicht mal mehr unter "dürftig" zu fassen, sie existiert nicht. Und so
wollt ihr den langjährigen Vorstand entlassen?

Grüße
Cornelius


2014-05-19 12:42 GMT+01:00 Michail Jungierek <[hidden email]>:

> Hallo,
>
> könnte man mal etwas konkreter werden und darlegen was überhaupt los ist.
>
> Ich erfahre hier erstmals, dass eine komplett neue strategische Ausrichtung
> erfolgen soll und deshalb der bisherige Vorstand abgelöst werden soll.
>
> Was unterscheidet die neue Strategie von der bisherigen sol sehr, dass es
> solch eines drastischen Schrittes bedarf?
> Warum wird beschlossen den Vorstand abzulösen obwohl die MV dieser neuen
> Strategie überhaupt noch nicht zugestimmt hat? Warum werden also solche
> Tatsachen geschaffen bevor überhaupt die Grundlagen dafür geschaffen
> werden?
> Worin unterscheiden sich die Standpunkte des Präsidiums und des Vorstandes
> bezüglich der neuen Strategie?
> Gab es Versuche die Differenzen anders zu lösen?
> Warum wurden die Mitglieder nicht früher über diese Dinge informiert?
>
> Gruß
>
> Michail
>
>
> Am 19. Mai 2014 13:19 schrieb Nikolas Becker <[hidden email]
> >:
>
> > Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,
> >
> > Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig
> von
> > unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
> > Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
> > Entwicklung des Vereins.
> > Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
> > falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
> > ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
> > kam, zutiefst besorgt.
> >
> > Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
> > invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
> > Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
> > können.
> >
> > Viele Grüße
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Andre Darmochwal-2
> Mitgliederversammlung haben, erschreckend. Die Kommunikation des Präsidiums
> ist nicht mal mehr unter "dürftig" zu fassen, sie existiert nicht. Und so
> wollt ihr den langjährigen Vorstand entlassen?
>
>
Vor allem erwarte ich eigentlich zwingend unter so einer Ankündigung
wenigstens die Andeutung plausibler Gründe für einen derartigen Schritt.
Die nebulös beschriebene "neuer Ausrichtung" rechtfertigt eine sofortige
Abberufung in keinem Fall, abgesehn davon, dass man die vielleicht vorher
auch mal mit den Mitgliedern hätte diskutieren können (auf einer
Mitgliederversammlung vielleicht...)

Grüße,
André
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Marcus Cyron-2
Lieber André,

wieviel weißt du eigentlich noch vom Verein? Ich stelle fest (so ich
denn einigermaßen recht mit meiner Sichtweise haben sollte), daß es mit
dem Wissen um all das bei Vielen offenbar nicht weit her ist. Die Klagen
aus der aktiven Community sind mittlerweile so laut, daß sie das
Präsidium gar nicht mehr überhören kann. Die Frage ist ja eher -
Vorstand oder ein großer Teil derer, die überhaupt noch aktiv beitragen.
Und ich meine mit aktiv beitragen die, die rausgehen. Die Aufklären. Die
fotografieren. Die ihre Artikel schreiben. Etc. Ihr könnt euch
gegenseitig alle schön feiern und im Erfolg der Spendengelder sonnen -
aber was bringt das, wenn nicht mehr viele Leute überhaupt mit WMDE in
den Strukturen zusammen arbeiten wollen? Im Fußball sagt man so schön,
daß die Wahrheit auf dem Platz liegt. Unserer ist derzeit ein
Kartoffelacker. Zu verantworten hat das natürlich in erster Linie der
Vorstand, der zum einen eine immense Machtfülle hat, zum anderen diese
auch noch interpretativ sehr weit zu seinen Gunsten auslegt. Tobias hat
ja schon einige Dinge aufgezählt, die völlig daneben liefen. Ich könnte
auch noch einiges dazu beitragen. Der Bericht der Kassenprüfer ist eine
Katastrophe.

Das Problem ist ja Dasselbe, das ich vor einigen Wochen bei meinem
offenen Brief hatte. Man weiß sehr vieles - sagen darf man aber nur
wenig. Und das aus verschiedensten Gründen. Damit hat man natürlich
immer die "Arschkarte" gezogen. Daß jetzt einige frühere Granden
Krokodilstränen weinen, weil es der neue, "junge" Vorstand wagt, den von
ihnen implementierten Vorstand "abzusägen" (Copyright Anneke Wolf) ist
nicht so verwunderlich. Daß die Kommunikation beklagt wird hingegen
schon. Es ging jetzt um die Mitteilung eines Faktes. Vielleicht sollte
man mal die MV abwarten, was da noch gesagt wird. Daß das vor der MV
passiert ist ja wohl richtig. Das auf der MV zur Diskussion zu stellen
ist ein wenig absurd, oder? Denn genau das obliegt dem Präsidium. Das zu
entscheiden. Die MV hat nun dank der Mitteilung natürlich ihrerseits die
Gelegenheit das zu diskutieren. Eventuell sogar etwas anderes zu
beschließen (dann kann man natürlich das Präsidium abschaffen, dann ist
es nie weider einen Pfifferling wert). Lustig die Idee, das alles
überhaupt erst auf der MV zur Diskussion zu stellen - und dann?
Diskutieren wir dort über den Vorstand? Möglicherweise noch über dessen
Arbeitsvertrag? Na das würde sicher "lustig"...

Problem ist die einer einzelnen Person übertragenen Machtfülle. Und das
ist eine Sache, die letztlich ein gut Teil der Unterzeichner des bösen
Briefes gegen die Entscheidung des Präsidiums zu verantworten haben.
Statt jetzt mit Derartigem zu kommen, sollte man dort mal mit der
Selbstkritik anfangen. Denn den Nachfolgern wurde allein diese
Ausgangslage hinterlassen. Das Präsidium hat ja kaum andere
Möglichkeiten, es wurde weitestgehend zur Randerscheinung degradiert. In
Anbetracht dessen, daß zwischen den Mitgliederversammlungen das
Präsidium die Mitglieder des Vereins repräsentiert ist das eine
unhaltbare Situation. Der Vorstand (völlig ungeachter der dort
agierenden Personen) ist ein ausführendes Organ. Das vom Präsidium
eingesetzt, überwacht, geführt und zur Not auch wieder entlassen wird.
Und bei der ausführenden Arbeit erschöpft sich am Ende alles auch. Es
sei denn, es gibt einen anderen Auftrag.

Fakt ist - wenn man mich als Beispiel nimmt, fällt es mir derzeit sehr
schwer, noch etwas mit WMDE zu machen. Ich bin Mitglied, es steht mir zu
unterstützt zu werden - aber ich kann derzeit nicht bei um UNterstützung
für Irgendwas bitten. Ich hatte ursprünglich sogar die
Zedler-Preisverleihung abgesagt (wo ich bei einem Projekt Co-nominiert
bin), weil ich derzeit selbst mit dem Einreichen einer
Fahrkostenabrechnung Probleme hätte. Ich habe das Gefühl, ich bin
Bittsteller in meinem Verein. Wo Angestellte über mich befinden, die
davon bezahlt werden, daß ich meine ehrenamtliche Wikipedia-Arbeit
mache. Ich finde es gut, daß wir diese Angestellten haben und ich habe
leider heute schon mitbekommen, daß es offenbar eine Verunsicherung
unter den Angestellten gibt - also ganz deutlich, es geht hier in keiner
Weise um euch, wir schätzen euch und euer Engagement! - aber richtig ist
für mich, daß ich zu WMDE gehe und sage, was ich machen möchte. Und nur
wenn es geichtige Gründe gibt, warum das nicht passieren kann, soll so
etwas abgelehnt werden. Das Geld ist doch da. Derzeit komme ich mir aber
wie ein Bettler vor.

Und das ist die derzeitige  nicht nur von mir so empfundene Entwicklung
des Vereins. Einerseits wird gesagt, man tut alles für die Freiwilligen,
erbittet auch immer wieder Anfragen - aber wenn es wirklich dazu kommt,
fühlt man sich wie ein Bettler. Wenn man diese Hürde erst genommen hat
läuft es meist recht gut (obwohl es auch hier immer wieder enrsthafte
und fortlaufende Probleme gibt, Tobias hat auch hier Dinge genannt).
Weil wir unglaublich gute Mitarbeiter haben. Ob das aber so bleibt, in
Anbetracht wie zuletzt mit Einigen umgegangen würde, ist fraglich. Wir
zahlen sicher nicht schlecht, aber auch nicht am Besten. Somit stehen
wir im Wettbewerb. Wenn es sich rumspricht, wie zum Teil zuletzt mit
Angestellten umgegangen wurde, sind wir als Arbeitgeber sicher nicht
mehr so attraktiv. Aber selbst unsere guten Mitarbeiter konnten nicht
verhindern, daß sich immer mehr Freiwillige fragen, ob es nicht so
geplant war, daß der Verein mit seinen Strukturen für uns da war, uns
unterstützen sollte - oder ob es wirklich so sein soll, daß wir für den
Verein da sein sollen. Anders kann ich mir die ganzen bei WMDE geplanten
Sachen nicht erklären, die in keiner Weise aus der Community kommen, die
den Verein letztlich ausmacht. Sondern aus den Büros der
Geschäftsstelle. Das kann es einfach nicht sein. Nicht in meiner
Vorstellung.

Marcus



Am 19.05.2014 16:04, schrieb Andre Darmochwal:

>> Mitgliederversammlung haben, erschreckend. Die Kommunikation des Präsidiums
>> ist nicht mal mehr unter "dürftig" zu fassen, sie existiert nicht. Und so
>> wollt ihr den langjährigen Vorstand entlassen?
>>
>>
> Vor allem erwarte ich eigentlich zwingend unter so einer Ankündigung
> wenigstens die Andeutung plausibler Gründe für einen derartigen Schritt.
> Die nebulös beschriebene "neuer Ausrichtung" rechtfertigt eine sofortige
> Abberufung in keinem Fall, abgesehn davon, dass man die vielleicht vorher
> auch mal mit den Mitgliedern hätte diskutieren können (auf einer
> Mitgliederversammlung vielleicht...)
>
> Grüße,
> André
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Tim Landscheidt
In reply to this post by Nikolas Becker-2
Nikolas Becker <[hidden email]> wrote:

> Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig von
> unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
> Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
> Entwicklung des Vereins.
> Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
> falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
> ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
> kam, zutiefst besorgt.

> Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
> invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
> Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
> können.

Glaubst Du, dass Du damit dem Präsidium noch weiter vorsit-
zen kannst?

Tim


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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Henriette Fiebig

On 19.05.2014, at 17:13, Tim Landscheidt wrote:

> Nikolas Becker <[hidden email]> wrote:
>
>> Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig von
>> unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
>> Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
>> Entwicklung des Vereins.
>> Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
>> falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
>> ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
>> kam, zutiefst besorgt.
>
>> Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
>> invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
>> Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
>> können.
>
> Glaubst Du, dass Du damit dem Präsidium noch weiter vorsit-
> zen kannst?
>
> Tim

Mich würde interessieren wie ich mir derart schlimme „ …  auseinandergehende Ansichten über die weitere Entwicklung des Vereins” vorstellen muß.

Präsidium: „Ab Juni verwenden wir die Spendengelder ausschließlich zur Rettung altersschwacher Katzen auf Kuba." – Vorstand: „Nein, wir bleiben ein Verein zur Förderung Freien Wissens!" – Präsidium: „Unüberwindliche Differenzen!!!!!!!!eins11”

So ungefähr?

Gruß

Henriette
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Marcus Cyron-2
Hallo Marcus,

Ungeachtet der inhaltlichen Kritik offenbart sich mir in deiner Antwort ein
kolossales Missverständnis dessen, was ein Geschäftsführer/Vorstand macht.
Du schreibst von "ausführendes Organ", scheinst aber damit eine Art
willfährigen Diener zu meinen, zumindest kommt das ein wenig so rüber.
Tatsächlich ist aber der Vorstand derjenige, der mit beiden Beinen in der
Haftung steht und persönlich den Kopf für alles hinhält, was im Verein
schiefgeht. Bei Wikimedia Deutschland ist er eines von drei Organen, die
gemeinsam den Verein leiten. Er ist bewusst auf eine feste Zeit bestellt,
um ein gewisses Maß an Kontinuität und Verlässlichkeit sicherzustellen.
Genausowenig wie der Vorstand einfach kündigen kann, wie es ihm passt
(anders als "normale" Arbeitnehmer), kann das Präsidium auch keinen
Vorstand entlassen, wie es ihm gerade passt. Beide sind aufeinander und auf
die Mitgliederversammlung angewiesen, damit der Verein vorankommt. Diese
gegenseitige Abhängigkeit ist kein Unfall, sie ist gewollt.

Das wirklich Ärgerliche an diesem ganzen Vorgang ist weniger, dass das
Präsidium aus inhaltlichen Gründen gern einen anderen Vorstand hätte. Das
ist, wenn es gute Gründe dafür gibt, ihr gutes Recht. Das Ärgerliche ist,
wie dabei verfahren wird:
1) Es ist nicht klar, welche inhaltlichen Gründe tatsächlich für einen
Austausch sprechen.
2) Es ist nicht klar, ob die Mitglieder bzw. die Mitgliederversammlung
diese inhaltlichen Gründe teilt. Der Beschluss nimmt absurderweise Bezug
auf ein Strategiepapier, das niemand kennt und nirgendwo offen diskutiert
oder gar beschlossen wurde.
3) Es ist nicht klar, welche Differenzen es mit dem Vorstand bezüglich der
neuen Strategie gibt.
4) Es ist nicht klar, woher die Zeitnot kommt, jetzt sofort den Vorstand
auszutauschen, statt den normalen Weg der Dinge zu gehen (die Bestellung
läuft Ende nächsten Jahres aus).
5) Es ist nicht klar, warum es Strategiediskussionen unter Ausschluss des
Vorstands gibt, ihm gleichwohl vorgeworfen wird, er würde die Strategie
nicht unterstützen oder nicht umsetzen wollen.
6) Es ist nicht klar, warum die Vereinsöffentlichkeit aus diesen ganzen
Themen rausgehalten wird, statt aktiv das Gespräch zu suchen.

Das Ganze wirft viele viele Fragen auf (s. auch Michails von heute morgen),
auf deren Antwort durch die Präsidiumsmitglieder sicher nicht nur ich mit
Spannung warte.

Schließlich noch etwas zur Bettler-Position: wenn es tatsächlich so ist,
dass du als Bettler und Bittsteller behandelt wirst, wäre das ein Skandal.
Würdevoller Umgang untereinander ist wohl Grundvoraussetzung für das, was
wir hier machen.

Beste Grüße
Sebastian




2014-05-19 17:09 GMT+02:00 Marcus Cyron <[hidden email]>:

> Lieber André,
>
> wieviel weißt du eigentlich noch vom Verein? Ich stelle fest (so ich denn
> einigermaßen recht mit meiner Sichtweise haben sollte), daß es mit dem
> Wissen um all das bei Vielen offenbar nicht weit her ist. Die Klagen aus
> der aktiven Community sind mittlerweile so laut, daß sie das Präsidium gar
> nicht mehr überhören kann. Die Frage ist ja eher - Vorstand oder ein großer
> Teil derer, die überhaupt noch aktiv beitragen. Und ich meine mit aktiv
> beitragen die, die rausgehen. Die Aufklären. Die fotografieren. Die ihre
> Artikel schreiben. Etc. Ihr könnt euch gegenseitig alle schön feiern und im
> Erfolg der Spendengelder sonnen - aber was bringt das, wenn nicht mehr
> viele Leute überhaupt mit WMDE in den Strukturen zusammen arbeiten wollen?
> Im Fußball sagt man so schön, daß die Wahrheit auf dem Platz liegt. Unserer
> ist derzeit ein Kartoffelacker. Zu verantworten hat das natürlich in erster
> Linie der Vorstand, der zum einen eine immense Machtfülle hat, zum anderen
> diese auch noch interpretativ sehr weit zu seinen Gunsten auslegt. Tobias
> hat ja schon einige Dinge aufgezählt, die völlig daneben liefen. Ich könnte
> auch noch einiges dazu beitragen. Der Bericht der Kassenprüfer ist eine
> Katastrophe.
>
> Das Problem ist ja Dasselbe, das ich vor einigen Wochen bei meinem offenen
> Brief hatte. Man weiß sehr vieles - sagen darf man aber nur wenig. Und das
> aus verschiedensten Gründen. Damit hat man natürlich immer die "Arschkarte"
> gezogen. Daß jetzt einige frühere Granden Krokodilstränen weinen, weil es
> der neue, "junge" Vorstand wagt, den von ihnen implementierten Vorstand
> "abzusägen" (Copyright Anneke Wolf) ist nicht so verwunderlich. Daß die
> Kommunikation beklagt wird hingegen schon. Es ging jetzt um die Mitteilung
> eines Faktes. Vielleicht sollte man mal die MV abwarten, was da noch gesagt
> wird. Daß das vor der MV passiert ist ja wohl richtig. Das auf der MV zur
> Diskussion zu stellen ist ein wenig absurd, oder? Denn genau das obliegt
> dem Präsidium. Das zu entscheiden. Die MV hat nun dank der Mitteilung
> natürlich ihrerseits die Gelegenheit das zu diskutieren. Eventuell sogar
> etwas anderes zu beschließen (dann kann man natürlich das Präsidium
> abschaffen, dann ist es nie weider einen Pfifferling wert). Lustig die
> Idee, das alles überhaupt erst auf der MV zur Diskussion zu stellen - und
> dann? Diskutieren wir dort über den Vorstand? Möglicherweise noch über
> dessen Arbeitsvertrag? Na das würde sicher "lustig"...
>
> Problem ist die einer einzelnen Person übertragenen Machtfülle. Und das
> ist eine Sache, die letztlich ein gut Teil der Unterzeichner des bösen
> Briefes gegen die Entscheidung des Präsidiums zu verantworten haben. Statt
> jetzt mit Derartigem zu kommen, sollte man dort mal mit der Selbstkritik
> anfangen. Denn den Nachfolgern wurde allein diese Ausgangslage
> hinterlassen. Das Präsidium hat ja kaum andere Möglichkeiten, es wurde
> weitestgehend zur Randerscheinung degradiert. In Anbetracht dessen, daß
> zwischen den Mitgliederversammlungen das Präsidium die Mitglieder des
> Vereins repräsentiert ist das eine unhaltbare Situation. Der Vorstand
> (völlig ungeachter der dort agierenden Personen) ist ein ausführendes
> Organ. Das vom Präsidium eingesetzt, überwacht, geführt und zur Not auch
> wieder entlassen wird. Und bei der ausführenden Arbeit erschöpft sich am
> Ende alles auch. Es sei denn, es gibt einen anderen Auftrag.
>
> Fakt ist - wenn man mich als Beispiel nimmt, fällt es mir derzeit sehr
> schwer, noch etwas mit WMDE zu machen. Ich bin Mitglied, es steht mir zu
> unterstützt zu werden - aber ich kann derzeit nicht bei um UNterstützung
> für Irgendwas bitten. Ich hatte ursprünglich sogar die
> Zedler-Preisverleihung abgesagt (wo ich bei einem Projekt Co-nominiert
> bin), weil ich derzeit selbst mit dem Einreichen einer Fahrkostenabrechnung
> Probleme hätte. Ich habe das Gefühl, ich bin Bittsteller in meinem Verein.
> Wo Angestellte über mich befinden, die davon bezahlt werden, daß ich meine
> ehrenamtliche Wikipedia-Arbeit mache. Ich finde es gut, daß wir diese
> Angestellten haben und ich habe leider heute schon mitbekommen, daß es
> offenbar eine Verunsicherung unter den Angestellten gibt - also ganz
> deutlich, es geht hier in keiner Weise um euch, wir schätzen euch und euer
> Engagement! - aber richtig ist für mich, daß ich zu WMDE gehe und sage, was
> ich machen möchte. Und nur wenn es geichtige Gründe gibt, warum das nicht
> passieren kann, soll so etwas abgelehnt werden. Das Geld ist doch da.
> Derzeit komme ich mir aber wie ein Bettler vor.
>
> Und das ist die derzeitige  nicht nur von mir so empfundene Entwicklung
> des Vereins. Einerseits wird gesagt, man tut alles für die Freiwilligen,
> erbittet auch immer wieder Anfragen - aber wenn es wirklich dazu kommt,
> fühlt man sich wie ein Bettler. Wenn man diese Hürde erst genommen hat
> läuft es meist recht gut (obwohl es auch hier immer wieder enrsthafte und
> fortlaufende Probleme gibt, Tobias hat auch hier Dinge genannt). Weil wir
> unglaublich gute Mitarbeiter haben. Ob das aber so bleibt, in Anbetracht
> wie zuletzt mit Einigen umgegangen würde, ist fraglich. Wir zahlen sicher
> nicht schlecht, aber auch nicht am Besten. Somit stehen wir im Wettbewerb.
> Wenn es sich rumspricht, wie zum Teil zuletzt mit Angestellten umgegangen
> wurde, sind wir als Arbeitgeber sicher nicht mehr so attraktiv. Aber selbst
> unsere guten Mitarbeiter konnten nicht verhindern, daß sich immer mehr
> Freiwillige fragen, ob es nicht so geplant war, daß der Verein mit seinen
> Strukturen für uns da war, uns unterstützen sollte - oder ob es wirklich so
> sein soll, daß wir für den Verein da sein sollen. Anders kann ich mir die
> ganzen bei WMDE geplanten Sachen nicht erklären, die in keiner Weise aus
> der Community kommen, die den Verein letztlich ausmacht. Sondern aus den
> Büros der Geschäftsstelle. Das kann es einfach nicht sein. Nicht in meiner
> Vorstellung.
>
> Marcus
>
>
>
> Am 19.05.2014 16:04, schrieb Andre Darmochwal:
>
>  Mitgliederversammlung haben, erschreckend. Die Kommunikation des
>>> Präsidiums
>>> ist nicht mal mehr unter "dürftig" zu fassen, sie existiert nicht. Und so
>>> wollt ihr den langjährigen Vorstand entlassen?
>>>
>>>
>>>  Vor allem erwarte ich eigentlich zwingend unter so einer Ankündigung
>> wenigstens die Andeutung plausibler Gründe für einen derartigen Schritt.
>> Die nebulös beschriebene "neuer Ausrichtung" rechtfertigt eine sofortige
>> Abberufung in keinem Fall, abgesehn davon, dass man die vielleicht vorher
>> auch mal mit den Mitgliedern hätte diskutieren können (auf einer
>> Mitgliederversammlung vielleicht...)
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>> Grüße,
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

P. Birken
In reply to this post by Nikolas Becker-2
Am 19. Mai 2014 13:19 schrieb Nikolas Becker <[hidden email]>:

> Soeben habe ich Euch über den Entschluss des Präsidiums sich vorzeitig von
> unserem Vorstand zu trennen informiert. Das Präsidium begründet seine
> Entscheidung durch auseinandergehende Ansichten über die weitere
> Entwicklung des Vereins.
> Ich persönlich teile diesen Entschluss nicht und halte ihn für einen
> falschen Schritt für unseren Verein. Neben der inhaltlichen Dimension bin
> ich insbesondere auch über die Art und Weise, wie es zu diesem Beschluss
> kam, zutiefst besorgt.
>
> Ich bin mir sicher, dass die bestehenden Differenzen auch auf weniger
> invasive Art hätten gelößt werden können und vertraue darauf, dass unser
> Vorstand auch die weitere Entwicklung des Vereins hätte gut begleiten
> können.

Das hier ist ziemlich schockierend und die kaum stattfindende
Kommunikation ist inakzeptabel.

Ich lese aus der ganzen Sache heraus, dass eine Mehrheit des
Präsidiums die Ausrichtung des Vereins ändern will. Rational
interpretiert muss das ja derartig dramatisch sein, dass die sofortige
Abberufung des Vorstands kurz vor einer MV notwendig erscheint. Nun
muss man ja kein Hellseher sein, um jetzt schon den Vorschlag zu
kennen: Der Verein und die Geschäftsstelle sollen darauf reduziert
werden, die Arbeit in den Communities zu unterstützen. Weder
erschliesst sich daraus eine Notwendigkeit des getroffenen
Beschlusses, noch wird klar, warum so eine Abkehr von der Ausrichtung
der letzten zehn Jahre, ohne Absicherung durch einen MV-Beschluss
durchgeführt wird. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös und erwarte,
dass die Präsidiumsmitglieder die das hier zu verantworten habe, Farbe
bekennen.

Gleichzeitig erscheint es auch nicht durchdacht. Die Suche nach einem
neuen Vorstand wird ein halbes Jahr dauern, eher länger da es ja
offensichtlich vor einer neuen Ausschreibung erstmal längere
Diskussionen über die Tätigkeitsbeschreibung geben muss. Dann muss man
3-6 Monate warten, damit die Person aus ihrem bestehenden Vertrag
rauskommt und dann soll die neue Person ja eingearbeitet werden. Und
dann ist man nahe am von Sebastian genannten Zeitpunkt des Endes der
Bestellung des Vorstands.

Tut mir leid, aber das passt alles hinten und vorne nicht und wirkt
hochgradig unprofessionell von Seiten des Präsidiums.

Viele Grüsse

Philipp

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Andre Darmochwal-2
In reply to this post by Marcus Cyron-2
Lieber Marcus,

Du hast recht, ich kenne den Verein nicht mehr so gut von Innen wie andere,
ich kenne nicht seine Probleme und auch die handelnden Akteure nur ein
wenig. Das erlaubt mir keine Beurteilung der Hintergründe für diese
Entscheidung des Präsidiums und ich zweifle auch gar nicht an, dass es gute
Gründe dafür geben mag.

Was mich stört, ist, dass dieser Schritt aus meiner "normales
Vereinsmitglied"-Perspektive quasi aus heiterem Himmel und ohne plausiblen
Grund ziemlich lapidar erfolgt. Die genannte Begründung trägt in keiner
Weise der außergewöhnlichen Situation Rechnung und der Verweis auf
irgendein unveröffentlichtes Strategiepapier macht die Sache nicht besser,
denn bevor so etwas Grundlage wichtiger Entscheidungen werden sollte,
sollte das vielleicht auch vom Verein in Person seiner Mitglieder in
irgendeiner Form bestätigt und mitgetragen werden. Und die Tatsache, dass
all das auch noch so kurz vor einer Mitgliedsversammlung passiert erzeugt
bei mir den Eindruck, als wolle man noch schnell Fakten schaffen, bevor da
die Mitglieder am Ende noch anderer Meinung sind; es erweckt den Eindruck
selbst wenn das gar nicht so intendiert sein sollte.

Viele Grüße,
André



Am 19. Mai 2014 17:09 schrieb Marcus Cyron <[hidden email]>:

> Lieber André,
>
> wieviel weißt du eigentlich noch vom Verein? Ich stelle fest (so ich denn
> einigermaßen recht mit meiner Sichtweise haben sollte), daß es mit dem
> Wissen um all das bei Vielen offenbar nicht weit her ist. Die Klagen aus
> der aktiven Community sind mittlerweile so laut, daß sie das Präsidium gar
> nicht mehr überhören kann. Die Frage ist ja eher - Vorstand oder ein großer
> Teil derer, die überhaupt noch aktiv beitragen. Und ich meine mit aktiv
> beitragen die, die rausgehen. Die Aufklären. Die fotografieren. Die ihre
> Artikel schreiben. Etc. Ihr könnt euch gegenseitig alle schön feiern und im
> Erfolg der Spendengelder sonnen - aber was bringt das, wenn nicht mehr
> viele Leute überhaupt mit WMDE in den Strukturen zusammen arbeiten wollen?
> Im Fußball sagt man so schön, daß die Wahrheit auf dem Platz liegt. Unserer
> ist derzeit ein Kartoffelacker. Zu verantworten hat das natürlich in erster
> Linie der Vorstand, der zum einen eine immense Machtfülle hat, zum anderen
> diese auch noch interpretativ sehr weit zu seinen Gunsten auslegt. Tobias
> hat ja schon einige Dinge aufgezählt, die völlig daneben liefen. Ich könnte
> auch noch einiges dazu beitragen. Der Bericht der Kassenprüfer ist eine
> Katastrophe.
>
> Das Problem ist ja Dasselbe, das ich vor einigen Wochen bei meinem offenen
> Brief hatte. Man weiß sehr vieles - sagen darf man aber nur wenig. Und das
> aus verschiedensten Gründen. Damit hat man natürlich immer die "Arschkarte"
> gezogen. Daß jetzt einige frühere Granden Krokodilstränen weinen, weil es
> der neue, "junge" Vorstand wagt, den von ihnen implementierten Vorstand
> "abzusägen" (Copyright Anneke Wolf) ist nicht so verwunderlich. Daß die
> Kommunikation beklagt wird hingegen schon. Es ging jetzt um die Mitteilung
> eines Faktes. Vielleicht sollte man mal die MV abwarten, was da noch gesagt
> wird. Daß das vor der MV passiert ist ja wohl richtig. Das auf der MV zur
> Diskussion zu stellen ist ein wenig absurd, oder? Denn genau das obliegt
> dem Präsidium. Das zu entscheiden. Die MV hat nun dank der Mitteilung
> natürlich ihrerseits die Gelegenheit das zu diskutieren. Eventuell sogar
> etwas anderes zu beschließen (dann kann man natürlich das Präsidium
> abschaffen, dann ist es nie weider einen Pfifferling wert). Lustig die
> Idee, das alles überhaupt erst auf der MV zur Diskussion zu stellen - und
> dann? Diskutieren wir dort über den Vorstand? Möglicherweise noch über
> dessen Arbeitsvertrag? Na das würde sicher "lustig"...
>
> Problem ist die einer einzelnen Person übertragenen Machtfülle. Und das
> ist eine Sache, die letztlich ein gut Teil der Unterzeichner des bösen
> Briefes gegen die Entscheidung des Präsidiums zu verantworten haben. Statt
> jetzt mit Derartigem zu kommen, sollte man dort mal mit der Selbstkritik
> anfangen. Denn den Nachfolgern wurde allein diese Ausgangslage
> hinterlassen. Das Präsidium hat ja kaum andere Möglichkeiten, es wurde
> weitestgehend zur Randerscheinung degradiert. In Anbetracht dessen, daß
> zwischen den Mitgliederversammlungen das Präsidium die Mitglieder des
> Vereins repräsentiert ist das eine unhaltbare Situation. Der Vorstand
> (völlig ungeachter der dort agierenden Personen) ist ein ausführendes
> Organ. Das vom Präsidium eingesetzt, überwacht, geführt und zur Not auch
> wieder entlassen wird. Und bei der ausführenden Arbeit erschöpft sich am
> Ende alles auch. Es sei denn, es gibt einen anderen Auftrag.
>
> Fakt ist - wenn man mich als Beispiel nimmt, fällt es mir derzeit sehr
> schwer, noch etwas mit WMDE zu machen. Ich bin Mitglied, es steht mir zu
> unterstützt zu werden - aber ich kann derzeit nicht bei um UNterstützung
> für Irgendwas bitten. Ich hatte ursprünglich sogar die
> Zedler-Preisverleihung abgesagt (wo ich bei einem Projekt Co-nominiert
> bin), weil ich derzeit selbst mit dem Einreichen einer Fahrkostenabrechnung
> Probleme hätte. Ich habe das Gefühl, ich bin Bittsteller in meinem Verein.
> Wo Angestellte über mich befinden, die davon bezahlt werden, daß ich meine
> ehrenamtliche Wikipedia-Arbeit mache. Ich finde es gut, daß wir diese
> Angestellten haben und ich habe leider heute schon mitbekommen, daß es
> offenbar eine Verunsicherung unter den Angestellten gibt - also ganz
> deutlich, es geht hier in keiner Weise um euch, wir schätzen euch und euer
> Engagement! - aber richtig ist für mich, daß ich zu WMDE gehe und sage, was
> ich machen möchte. Und nur wenn es geichtige Gründe gibt, warum das nicht
> passieren kann, soll so etwas abgelehnt werden. Das Geld ist doch da.
> Derzeit komme ich mir aber wie ein Bettler vor.
>
> Und das ist die derzeitige  nicht nur von mir so empfundene Entwicklung
> des Vereins. Einerseits wird gesagt, man tut alles für die Freiwilligen,
> erbittet auch immer wieder Anfragen - aber wenn es wirklich dazu kommt,
> fühlt man sich wie ein Bettler. Wenn man diese Hürde erst genommen hat
> läuft es meist recht gut (obwohl es auch hier immer wieder enrsthafte und
> fortlaufende Probleme gibt, Tobias hat auch hier Dinge genannt). Weil wir
> unglaublich gute Mitarbeiter haben. Ob das aber so bleibt, in Anbetracht
> wie zuletzt mit Einigen umgegangen würde, ist fraglich. Wir zahlen sicher
> nicht schlecht, aber auch nicht am Besten. Somit stehen wir im Wettbewerb.
> Wenn es sich rumspricht, wie zum Teil zuletzt mit Angestellten umgegangen
> wurde, sind wir als Arbeitgeber sicher nicht mehr so attraktiv. Aber selbst
> unsere guten Mitarbeiter konnten nicht verhindern, daß sich immer mehr
> Freiwillige fragen, ob es nicht so geplant war, daß der Verein mit seinen
> Strukturen für uns da war, uns unterstützen sollte - oder ob es wirklich so
> sein soll, daß wir für den Verein da sein sollen. Anders kann ich mir die
> ganzen bei WMDE geplanten Sachen nicht erklären, die in keiner Weise aus
> der Community kommen, die den Verein letztlich ausmacht. Sondern aus den
> Büros der Geschäftsstelle. Das kann es einfach nicht sein. Nicht in meiner
> Vorstellung.
>
> Marcus
>
>
>
> Am 19.05.2014 16:04, schrieb Andre Darmochwal:
>
>> Mitgliederversammlung haben, erschreckend. Die Kommunikation des
>>> Präsidiums
>>> ist nicht mal mehr unter "dürftig" zu fassen, sie existiert nicht. Und so
>>> wollt ihr den langjährigen Vorstand entlassen?
>>>
>>>
>>>  Vor allem erwarte ich eigentlich zwingend unter so einer Ankündigung
>> wenigstens die Andeutung plausibler Gründe für einen derartigen Schritt.
>> Die nebulös beschriebene "neuer Ausrichtung" rechtfertigt eine sofortige
>> Abberufung in keinem Fall, abgesehn davon, dass man die vielleicht vorher
>> auch mal mit den Mitgliedern hätte diskutieren können (auf einer
>> Mitgliederversammlung vielleicht...)
>>
>> Grüße,
>> André
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Steffen Prößdorf-2
In reply to this post by P. Birken
Am 19.05.2014 21:23, schrieb P. Birken:

> Das hier ist ziemlich schockierend und die kaum stattfindende
> Kommunikation ist inakzeptabel.
>
> Ich lese aus der ganzen Sache heraus, dass eine Mehrheit des
> Präsidiums die Ausrichtung des Vereins ändern will. Rational
> interpretiert muss das ja derartig dramatisch sein, dass die sofortige
> Abberufung des Vorstands kurz vor einer MV notwendig erscheint. Nun
> muss man ja kein Hellseher sein, um jetzt schon den Vorschlag zu
> kennen: Der Verein und die Geschäftsstelle sollen darauf reduziert
> werden, die Arbeit in den Communities zu unterstützen. Weder
> erschliesst sich daraus eine Notwendigkeit des getroffenen
> Beschlusses, noch wird klar, warum so eine Abkehr von der Ausrichtung
> der letzten zehn Jahre, ohne Absicherung durch einen MV-Beschluss
> durchgeführt wird. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös und erwarte,
> dass die Präsidiumsmitglieder die das hier zu verantworten habe, Farbe
> bekennen.
>
> Gleichzeitig erscheint es auch nicht durchdacht. Die Suche nach einem
> neuen Vorstand wird ein halbes Jahr dauern, eher länger da es ja
> offensichtlich vor einer neuen Ausschreibung erstmal längere
> Diskussionen über die Tätigkeitsbeschreibung geben muss. Dann muss man
> 3-6 Monate warten, damit die Person aus ihrem bestehenden Vertrag
> rauskommt und dann soll die neue Person ja eingearbeitet werden. Und
> dann ist man nahe am von Sebastian genannten Zeitpunkt des Endes der
> Bestellung des Vorstands.
>
> Tut mir leid, aber das passt alles hinten und vorne nicht und wirkt
> hochgradig unprofessionell von Seiten des Präsidiums.
>
> Viele Grüsse
>
> Philipp
>

Hallo Philipp,

da ich Dich als sehr überlegten und verantwortungsbewussten Menschen
kenne, bin ich über diese Deine Mail sehr überrascht und auch
enttäuscht. Du stellst hier leider Dinge als Fakten dar, die schlicht
nicht zutreffen. Deine Unterstellung, wir würden die Arbeit der
Geschäftsstelle reduzieren wollen, ist gefährlicher Unfug und zutiefst
geeignet, unsere Mitarbeiter zu verunsichern und schadet damit dem
Verein enorm. Dein Handeln kann ich daher leider nur als äußerst
verantwortungslos bezeichnen.

Zu den Fakten: Es gibt keine Abberufung des Vorstandes, schon gar keine
sofortige. Wie von uns dargestellt, trennen sich Verein und Vorstand im
gegenseitigen Einvernehmen, mit einem geordeneten Übergang. Wir reden
hier nicht über sofort, sondern über einen Zeitraum von Monaten. Die
falsche Darstellung zu verbreiten, der Vorstand wäre abberufen worden,
ist der Sache (und im Übrigen auch Pavel) nicht dienlich und kann
konkreten Schaden anrichten.

Besonders nochmals zu den Mitarbeitern: Das Präsidium schätzt
ausnahmslos die Mitarbeiter des Vereins. Wir haben heute (das verstehe
ich übrigens unter verantwortungsvollem Handeln) natürlich zuerst unsere
Mitabeiter informiert und ihnen versichert, dass es keinerlei Bestreben
zu einem Personalabbau gibt. Im Klartext: Wir möchten mit den sehr
engagierten Mitarbeitern natürlich weiterhin zusammen für Freies Wissen
arbeiten. Alle - und zwar wirklich alle - Bereiche der Geschäftsstelle
sollen bestehen bleiben. Da auch schon Gerüchte bgzl. der
Softwareentwicklung aufgekommen sind: Wir sind stolz auf diese Abteilung
und schätzen ihre Arbeit. Das Präsidium kann sich gar einen weiteren
Ausbau vorstellen.
Im Gegenteil setzt sich das Präsidium schon länger dafür ein, dass die
Mitarbeiter des Vereins künftig früher Sicherheit über ihre
Weiterbeschäftigung erhalten, d. h. Anschlussverträge bzw. Entfristungen
so früh wie möglich erfolgen. Ebenso begrüßt das Präsidium die Gründung
eines Betriebsrates, mischt sich jedoch aus naheliegenden Gründen nicht
in diesen Prozess ein.

Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
haben, den Vorstand auswechseln zu wollen. Hier sollten sich die
Betreffenden einmal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.
Das aktuelle Präsidium ist in seiner Zusammensetzung sehr divers, und
repräsentiert damit einen größeren Querschnitt verschiedener
Interessensgruppen und Erfahrungen. Die Mitglieder erstrecken sich dabei
von Studenten über leitende Angestellte, Freiberufler bis hin zum
Universitätsprofessor. Man sollte doch also davon ausgehen können, dass
hier ein Gremium mit sehr viel Erfahrung und Sachverstand besteht. Die
Überlegungen kamen auch nicht kurzfristig, sondern entwickelten sich
über mehrere Monate. Die Abstimmung ergab einen überdeutlichen Konsens:
9 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Warum unser Vorsitzender, der
zumindest nicht gegen den Beschluss stimmte, diesen nun plötzlich und
für uns unerwartet so gar nicht mehr mittragen kann, entzieht sich
allerdings meinem Verständnis.

Bitte verstehe diese Mail nicht als Rant o. ä., sondern als tiefe
Besorgnis, dass mit der Darstellung teilweise absurder Ideen als Faktum
ein gewaltiger Schaden für den Verein angerichtet werden kann. Ich
möchte alle auffordern, verantwortungsvoll im Interesse des Vereins zu
handeln und ihre sicher auch berechtigten Bedenken mit Tatsachen statt
mit wilden Thesen zu untermauern.

Mit freundlichen Grüßen,

Steffen Prößdorf


--
Steffen Prößdorf
Schatzmeister
Wikimedia Deutschland e.V.
http://wikimedia.de

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch an der Menge allen Wissens frei teilhaben kann. Helfen Sie uns dabei!
http://spenden.wikimedia.de/

Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B.
Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.



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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

P. Birken
Lieber Steffen,

Am 20. Mai 2014 01:42 schrieb Stepro <[hidden email]>:
> Bitte verstehe diese Mail nicht als Rant o. ä., sondern als tiefe
> Besorgnis, dass mit der Darstellung teilweise absurder Ideen als Faktum
> ein gewaltiger Schaden für den Verein angerichtet werden kann. Ich
> möchte alle auffordern, verantwortungsvoll im Interesse des Vereins zu
> handeln und ihre sicher auch berechtigten Bedenken mit Tatsachen statt
> mit wilden Thesen zu untermauern.

ich verstehe diese Email nicht als Rant, sondern überhaupt nicht. Der
Vorsitzende teilte mit, dass die Zusammenarbeit mit dem Vorstand
beendet wird, weil mit diesem die kommende strategische Neuausrichtung
nicht machbar ist. Das was ich geschrieben habe, ist keine
Spekulation, sondern Analyse, die sich neben den Emails auf dieser
Liste auf Dein Blog stützt, wo man was zum neuen Strategiepapier
finden konnte (http://steproe.wordpress.com/2014/04/05/die-sinnfrage-was-ist-der-zweck-von-wikimedia-deutschland).
Da wo ich falsch liege, ist die absolut mangelhafte und absurde, um
dein Wort zu benutztn, Begleitkommunikation des Präsidiums
verantwortlich. Jeder andere Leser dieser Liste wird sich ebenfalls
Gedanken gemacht haben und bis auf zwei Emails haben alle Leute ihr
Unverständnis über die Begründung geäussert. Es ist eine der Aufgaben
des Präsidiums bei einem solchen Vorgang, die Kommunikation zu
kontrollieren, damit die Leute keine falschen Schlüsse ziehen.

Gleichzeitig hast Du vermutlich recht, dass ich meine Gedanken erstmal
bis zum Aufkommen weiterer Informationen für mich hätte behalten
sollen.

So, mittlerweile ist das Strategiepapier bekannt, allerdings wird dort
keine strategische Neuausrichtung, die mit dem aktuellen Vorstand
nicht machbar ist, dokumentiert. Die grösste Änderung ist in meinen
Augen, dass die Qualität der Inhalte der Wikimedia-Projekte nur noch
eine Nebenrolle spielt. Du hast versichert, dass eine inhaltliche
Neuausrichtung der Geschäftsstelle nicht geplant ist. In diesem Sinne
fordere ich das Präsidium auf, die Fragen von Sebastian im Thread zum
Strategiepapier zu beantworten, ebenso zu erklären wie es mit der GF
weitergehen soll.

Viele Grüsse

Philipp

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Henriette Fiebig
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2

On 20.05.2014, at 01:42, Stepro wrote:

Moin,

ich picke mal eben nur einen Teilabsatz raus:

/ … /

>
>
> Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
> mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
> Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
> haben, den Vorstand auswechseln zu wollen. Hier sollten sich die
> Betreffenden einmal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.

Machen wir es mal andersrum: Stellt euch vor ihr seid morgens aufgestanden und lest als erstes das hier:

„Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für
Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung
vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss
gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können.
Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten
Übergang gemeinsam zu gestalten.

Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche
Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen
Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für
seine sehr gute Arbeit …”

Da sind einige Stellen 'drin, die den Entschluss für den unbedarften Leser (also jeden, der nicht so tief in den Geschäften des Präsidiums steckt wie die Mitglieder des Präsidiums) zu einem plötzlichen und unerwarteten machen: Auf der MV soll ein Strategiepapier vorgestellt werden, das – soviel ist laut euren Worten bereits jetzt schon klar – mit dem Vorstand nicht umgesetzt werden kann. Die MV ist in 5 Tagen, sehr bald also und als erstes fragt sich der Leser wieso man diese 5 Tage nicht noch abwarten wollte … oder konnte? Der Leser ahnt zwischen den Zeilen tiefen Dissens und dramatische Szenen.

Dann: „ … einvernehmliche Trennung … Modalitäten einer gütlichen Einigung” – das sind Buzzwords, die man immer in solchen Situationen liest (niemand geht davon aus, daß u. U. wahrheitsgemäß berichtet wird, daß man sich 2 Stunden lang angebrüllt und am Schluß türenknallend das Gebäude verlassen hat). Sprich: Liest man, glaubt man aber nicht; weil es in den meisten Fällen nur schöne Worte sein werden und nicht die Wahrheit. Umso besser und auch sehr beruhigend, wenn es in diesem Fall den Tatsachen entspricht!!

Und abschließend: „ …  danke ich Pavel Richter für seine sehr gute Arbeit …” – sowas schreibt man, wenn der Mitarbeiter den Laden verlassen hat oder die Trennung oder eine Freistellung unmittelbar oder in den nächsten Tagen passiert. Nicht, wenn man den Mitarbeiter noch einige weitere Monate beschäftigt. Ihr wolltet damit etwas Nettes sagen, aber die Botschaft die beim Leser ankommt ist eine vollständig andere (zumal das auch eine klassische Buzzword-Phrase ist – niemand schreibt über einen langjährigen Mitarbeiter, daß man froh ist einen Weirdo losgeworden zu sein ;))

Wenn Du mich fragst wie es zu meiner Einschätzung dieser Entscheidung als so plötzlich und unerwartet kommt: Ja, ich las in den Präsidiumsprotokollen, daß es wohl einige Streitpunkte gab, man sich nicht ganz grün war und wohl einige Kabbeleien stattgefunden haben. Aber, herrjeh!, das gabs bisher immer wenn ein neues Präsidium an den Start ging und man hatte sich immer irgendwie zusammengerauft und dann zusammengearbeitet. Was um Himmels Willen muß passiert sein, wie tief müssen die Gräben sein, wie absolut unvereinbar die Vorstellungen, wenn man jetzt zu so einer drastischen (und endgültigen!) Maßnahme greift??

Macht also bitte nicht den Fehler eure Informationsstände für alle Vereins-Mitglieder als unmittelbar präsent und nachvollziehbar vorauszusetzen.

Gruß

Henriette



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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Michael Zink-3
In reply to this post by Andre Darmochwal-2
On Mon, 19 May 2014 23:00:02 +0200, Andre Darmochwal wrote:

>Was mich stört, ist, dass dieser Schritt aus meiner "normales
>Vereinsmitglied"-Perspektive quasi aus heiterem Himmel und ohne plausiblen
>Grund ziemlich lapidar erfolgt. Die genannte Begründung trägt in keiner
>Weise der außergewöhnlichen Situation Rechnung und der Verweis auf
>irgendein unveröffentlichtes Strategiepapier macht die Sache nicht besser,
>denn bevor so etwas Grundlage wichtiger Entscheidungen werden sollte,
>sollte das vielleicht auch vom Verein in Person seiner Mitglieder in
>irgendeiner Form bestätigt und mitgetragen werden. Und die Tatsache, dass
>all das auch noch so kurz vor einer Mitgliedsversammlung passiert erzeugt
>bei mir den Eindruck, als wolle man noch schnell Fakten schaffen, bevor da
>die Mitglieder am Ende noch anderer Meinung sind; es erweckt den Eindruck
>selbst wenn das gar nicht so intendiert sein sollte.

So schön hätte ich es nicht ausdrücken können. Volle Zustimmung!

Auf Wiederlesen

Michael

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Michael Zink-3
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
On Tue, 20 May 2014 01:42:37 +0200, Stepro wrote:

>Verein enorm. Dein Handeln kann ich daher leider nur als äußerst
>verantwortungslos bezeichnen.

Sorry, aber ich halte (nach meinem jetzigen Wissenstand) eher das
Vorgehen des Präsidiums für verantwortungslos. Daß es da zu
Verschwörungstheorien kommt, war doch wohl absehbar.

>Zu den Fakten: Es gibt keine Abberufung des Vorstandes, schon gar keine
>sofortige. Wie von uns dargestellt, trennen sich Verein und Vorstand im
>gegenseitigen Einvernehmen, mit einem geordeneten Übergang. Wir reden
>hier nicht über sofort, sondern über einen Zeitraum von Monaten. Die
>falsche Darstellung zu verbreiten, der Vorstand wäre abberufen worden,
>ist der Sache (und im Übrigen auch Pavel) nicht dienlich und kann
>konkreten Schaden anrichten.

Was aber nichts daran ändert, daß es seltsam rüberkommt, wenn man
davon ohne nähere Gründe eine Woche vor der MV erfährt.

Und für mich klingt das nach einer Abberufung, auch wenn das
vermutlich rein juristisch nicht der richtige Begriff ist.

>Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
>mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
>Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
>haben, den Vorstand auswechseln zu wollen. Hier sollten sich die
>Betreffenden einmal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.

Vielleicht weil es etwas "seltsam" rüber kommt, wenn man eine Woche
vor der MV erfährt, daß wegen eines Strategiepapiers, das man noch
nicht kennt, "mal schnell" große Änderungen vorgenommen wurden?

Und man _danach_ erfährt, daß dieses ominöse Papier gnädigerweise auf
der MV vorgestellt werden wird. Nachdem es dann eigentlich nicht mehr
notwendig ist, weil die Umsetzung ja schon begonnen wurde.

>Überlegungen kamen auch nicht kurzfristig, sondern entwickelten sich
>über mehrere Monate. Die Abstimmung ergab einen überdeutlichen Konsens:

Nachdem das also mehrere Monate gelaufen ist, war es dann plötzlich so
eilig, daß kurz vor der nächsten MV unumkehrbar mit der Umsetzung
begonnen werden mußte?

>9 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Warum unser Vorsitzender, der
>zumindest nicht gegen den Beschluss stimmte, diesen nun plötzlich und
>für uns unerwartet so gar nicht mehr mittragen kann, entzieht sich
>allerdings meinem Verständnis.

Wobei ich zwischen (9 Ja, 1 Enth.) und (9 Ja, 1 Nein) keinen großen
Unterschied sehe.

>Bitte verstehe diese Mail nicht als Rant o. ä., sondern als tiefe
>Besorgnis, dass mit der Darstellung teilweise absurder Ideen als Faktum
>ein gewaltiger Schaden für den Verein angerichtet werden kann. Ich
>möchte alle auffordern, verantwortungsvoll im Interesse des Vereins zu
>handeln und ihre sicher auch berechtigten Bedenken mit Tatsachen statt
>mit wilden Thesen zu untermauern.

Das ist sicher richtig. Aber wie schon oben geschrieben, daß bei einer
solchen Vorgehensweise Verschwörungstheorien auftauchen, war IMHO
abzusehen.

Auf Wiederlesen

Michael

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Bernd Gross
In reply to this post by Henriette Fiebig
Ich möchte der Text-Analyse von Henriette sowie den Fragen von Sebmol meine
volle Zustimmung geben. Ebenso schließe ich mich Michael und Philipp an.
Stepro würde ich gerne um mehr selbstkritische Wahrnehmung des eigenen
Verhaltens des Präsidiums bitten anstatt anderen Verantwortungslosigkeit
vorzuwerfen. Die heutige abendliche Telko des Präsidiums dürfte Euch ja die
Möglichkeit zur Selbstkritik geben anstattt sich über "die Anderen"
aufzuregen.

Wenn ich mich recht erinnere, war ich auf der Mai-MV 2013 der einzige, der
dem Vorstand keine Entlastung erteilte, weil ich mich über die
Aneinanderreihung von Flopps wunderte, bzw. die mich traurig stimmten. Das
Präsidium aber sah keine Konflikte, allen voran Stepro. Ich verweise auf
die damals von DAB ausgelöste Diskussion und seinen Dringlingkeitsantrag ...

In den letzten 12 Monaten seit der letzten Mitgliederversammlung habe ich
vieles innerhalb und um WMDE gut beobachtet, insbesondere im Zusammenhang
mit der Reform des CPB. Ich frage mich, wer eigentlich diese Reform - bis
heute - mehr bremst, der Vorstand oder das Präsidium. Das Präsidium habe
ich eher als eine Truppe von Schlafmützen erlebt. (Mit Ausnahme von den
schrillen Tönen von Jens)

Bezeichnend ist das Theater über die Möglichkeit der Beurlaubung eines
Präsidiumsmitgliedes, der die Arbeit stört. Auch wenn es Stepro
dementierte, es bezog sich auf Jens, während dieser wiederum den
Vorsitzenden zum Bösewicht erklärte. Nun gibt es wieder traute
Gemeinsamkeit und der Bösewicht ist Pavel, der ja nun - mit den Worten von
Jens - schon einfach nur noch "Herr Richter" heißt. (siehe
Kurier-Diskussion).

Also, wenn ich heute dem Präsidum eine Entlastung geben sollte, so wäre es
mir nicht möglich. Ich bin gespannt auf die Erklärungen am kommenden
Samstag und dann werde ich mich entscheiden.

Beste Grüße
Bernd




Am 20. Mai 2014 09:57 schrieb Henriette Fiebig <[hidden email]>:

>
> On 20.05.2014, at 01:42, Stepro wrote:
>
> Moin,
>
> ich picke mal eben nur einen Teilabsatz raus:
>
> / … /
>
> >
> >
> > Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
> > mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
> > Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
> > haben, den Vorstand auswechseln zu wollen. Hier sollten sich die
> > Betreffenden einmal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.
>
> Machen wir es mal andersrum: Stellt euch vor ihr seid morgens aufgestanden
> und lest als erstes das hier:
>
> „Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung
> für
> Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung
> vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss
> gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können.
> Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten
> Übergang gemeinsam zu gestalten.
>
> Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche
> Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen
> Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für
> seine sehr gute Arbeit …”
>
> Da sind einige Stellen 'drin, die den Entschluss für den unbedarften Leser
> (also jeden, der nicht so tief in den Geschäften des Präsidiums steckt wie
> die Mitglieder des Präsidiums) zu einem plötzlichen und unerwarteten
> machen: Auf der MV soll ein Strategiepapier vorgestellt werden, das –
> soviel ist laut euren Worten bereits jetzt schon klar – mit dem Vorstand
> nicht umgesetzt werden kann. Die MV ist in 5 Tagen, sehr bald also und als
> erstes fragt sich der Leser wieso man diese 5 Tage nicht noch abwarten
> wollte … oder konnte? Der Leser ahnt zwischen den Zeilen tiefen Dissens und
> dramatische Szenen.
>
> Dann: „ … einvernehmliche Trennung … Modalitäten einer gütlichen Einigung”
> – das sind Buzzwords, die man immer in solchen Situationen liest (niemand
> geht davon aus, daß u. U. wahrheitsgemäß berichtet wird, daß man sich 2
> Stunden lang angebrüllt und am Schluß türenknallend das Gebäude verlassen
> hat). Sprich: Liest man, glaubt man aber nicht; weil es in den meisten
> Fällen nur schöne Worte sein werden und nicht die Wahrheit. Umso besser und
> auch sehr beruhigend, wenn es in diesem Fall den Tatsachen entspricht!!
>
> Und abschließend: „ …  danke ich Pavel Richter für seine sehr gute Arbeit
> …” – sowas schreibt man, wenn der Mitarbeiter den Laden verlassen hat oder
> die Trennung oder eine Freistellung unmittelbar oder in den nächsten Tagen
> passiert. Nicht, wenn man den Mitarbeiter noch einige weitere Monate
> beschäftigt. Ihr wolltet damit etwas Nettes sagen, aber die Botschaft die
> beim Leser ankommt ist eine vollständig andere (zumal das auch eine
> klassische Buzzword-Phrase ist – niemand schreibt über einen langjährigen
> Mitarbeiter, daß man froh ist einen Weirdo losgeworden zu sein ;))
>
> Wenn Du mich fragst wie es zu meiner Einschätzung dieser Entscheidung als
> so plötzlich und unerwartet kommt: Ja, ich las in den
> Präsidiumsprotokollen, daß es wohl einige Streitpunkte gab, man sich nicht
> ganz grün war und wohl einige Kabbeleien stattgefunden haben. Aber,
> herrjeh!, das gabs bisher immer wenn ein neues Präsidium an den Start ging
> und man hatte sich immer irgendwie zusammengerauft und dann
> zusammengearbeitet. Was um Himmels Willen muß passiert sein, wie tief
> müssen die Gräben sein, wie absolut unvereinbar die Vorstellungen, wenn man
> jetzt zu so einer drastischen (und endgültigen!) Maßnahme greift??
>
> Macht also bitte nicht den Fehler eure Informationsstände für alle
> Vereins-Mitglieder als unmittelbar präsent und nachvollziehbar
> vorauszusetzen.
>
> Gruß
>
> Henriette
>
>
>
> _______________________________________________
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Henriette Fiebig

On 20.05.2014, at 10:39, Bernd Gross wrote:

/ … /
>
> Bezeichnend ist das Theater über die Möglichkeit der Beurlaubung eines
> Präsidiumsmitgliedes, der die Arbeit stört. Auch wenn es Stepro
> dementierte, es bezog sich auf Jens, während dieser wiederum den
> Vorsitzenden zum Bösewicht erklärte.

Ich halte es für der Wahrheitsfindung wenig dienlich, wenn man unbelegt Stepro Unehrlichkeit und Jens Animositäten unterstellt.

Gruß

Henriette
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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Manuel Schneider-3
Hallo zusammen,

ein paar Worte zur aktuellen Situation, an niemanden persönlich
gerichtet - es muss sich also niemand angegriffen fühlen. Vielleicht
kommen meine Gedanken dennoch an.

Ich erlebe in dieser Diskussion ein kleines Deja-Vu auf mehreren Ebenen.
Vor einigen Wochen kam es in einem anderen Verein, in dem ich aktiv bin,
zu einer vergleichbaren Situation:

Kurz nach der MV trennte man sich von dem Geschäftsführer.
Natürlich hatte das eine Vorgeschichte, die ich in diesem Fall relativ
hautnah mitbekommen habe. Es war ein langer Prozess über
Unzufriedenheiten, Diskussionen, Gesprächen mit dem Geschäftsführer,
erneuten Versuchen, Mitgliederversammlung, Mitarbeitergesprächen,
internen Vorstandsabsprachen etc.pp. bis es zur in der Tat
einvernehmlichen Trennung kam.
Zwischen dem Gespräch über die Trennung und der Unterzeichnung des
dazugehörigen Vertrages vergingen ca. zwei Wochen. Das ist halt so, wenn
man verhandelt etc.! In der Zwischenzeit brodelte schon die
Gerüchteküche. Als der Vorstand die Trennung auf seiner
Vereinsmailingliste verkündete kamen sehr ähnliche Reaktionen.
Dort wurde allerdings bemängelt, dass die Trennung so überraschen kurz
NACH der MV stattfand...
Interessant auch: Wie hier waren es gerade die Leute, die kaum im Verein
aktiv sind, welche sich am lautesten und brachialsten gegen den Vorstand
(Präsidium) ausgesprochen haben.

Erkenntnisse:

* Nur weil es für Aussenstehende "überraschend" kommt, muss das nicht
heissen, dass es keine Vorgeschichte gab. Hätte diese öffentlich sein
sollen? Sicher nicht. Die Beteiligten bemühen schliesslich lange Zeit
andere Lösungen, bis die Trennung unausweichlich wird. Das ist ein
Prozess. Eine vorzeitige negative Äusserung würde diesen Prozess
korrumpieren. Man geht schliesslich davon aus, dass alles wieder gut wird.

* Personalentscheidungen werden in Vereinen liebend von Unbeteiligten
(dh. nicht Weisungsbefugten bzw. Fürsorgepflichtigen gegenüber der
betreffenden Person) in Frage gestellt. Wird ernsthaft erwartet, dass
Personalangelegenheiten öffentlich diskutiert werden? Das würde ich mir
verbitten, egal auf welcher Seite des Verhandlungstisches ich sitzen würde.
Die Verantwortung trägt das demokratisch gewählte und von uns mit der
Aufgabe betraute Gremium, daher muss diesem die entsprechende Kompetenz
eingeräumt werden.

* Seht genau hin, wer so laut schreit. Jemandem, der häufig aktiv ist
und im Verein mitarbeitet räume ich mehr Relevanz ein als jemandem, von
dem ich schon lange nichts mehr gehört habe.

* Der Zeitpunkt - kurz VOR oder NACH der MV tut nichts zur Sache. Es
findet sich immer einen Grund dafür, dass der Zeitpunkt der falsche war.
Einige Personen meinten sogar festgestellt zu haben, dass an der MV
"noch alles in Ordnung war". Dieser Eindruck mag entstehen, wenn man
keine Zwischentöne lesen kann - sie waren lange vorhanden, hier, wie dort.

Zu Wikimedia Deutschland:

* Die laufenden Schmutzkampagnen schaden allen. Auch wenn ich die
veröffentlichten Briefe an das Präsidium teilweise inhaltlich
unterstütze, finde ich deren Veröffentlichung ein Armutszeugnis für die
Veröffentlicher.

* Dass Veränderungen gefordert wurden, sollte allen aktiven Mitlesern
und Community-Mitgliedern klar sein. Für eine qualitative Aussage kann
man mal schauen, wieviele aktive Wikipedianer / Mitglieder bereits
ausgetreten sind.
Veränderungen wurden auf dieser Mailingliste, in Wikipedia, in anderen
offenen Briefen etc. immer wieder angemahnt und auch aus eigener
Erfahrung wünsche ich mir dringend Veränderungen in bestimmten Bereichen
- die betreffenden Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland wissen das
auch, weil ich mit ihnen darüber gesprochen habe.

Wenn das Präsidium den Wunsch nach Veränderung aufgreift, sollte dies
Unterstützung finden. Wenn dies die Trennung von Pavel bedeutet, dann
müssen wir das erst einmal so hinnehmen - klagen können wir in einem
halben Jahr, wenn sich trotz der Personalie sich nichts geändert hat!

Hier erwarte auch ich vom Präsidium, dass nun geliefert wird.

* Wir haben alle genügend frustrierte Freiwillige gesehen, die ihr
Engagement im Präsidium nicht weiter verfolgen wollten, da sie
Veränderungen aus dieser Position heraus für nicht möglichgehalten
haben. Da wir diese Personen als engagierte und durchaus erfolgreiche
Freiwillige in anderen Gebieten kennenlernen durften bin ich skeptisch,
ob die Unfähigkeit sich gestaltend einzubringen tatsächlich an
persönlicher Unfähigkeit liegt.
Jedenfalls ist dies im Lichte des genannten Abstimmungsergebnisses 9:1
zu betrachten und da drängt sich mir der Schluss auf, dass das Präsidium
vermutlich gute Gründe hatten.

Zuletzt:
Solche Entscheidungen sind immer schwierig. In meinem og. Beispiel
mussten nur drei Vorstandsmitglieder entscheiden, und auch dies zog den
Prozess mehrere Monate in die Länge. Bei zehn Personen wird das nicht
einfacher. Aber vermutlich klüger, frei nach dem Vielaugenprinzip, dem
wir in Wikipedia soviel zutrauen.

Auf eine entspanntere Diskussion.

Grüsse,


Manuel
--
Wikimedia CH - Verein zur Förderung Freien Wissens
Lausanne, +41 (21) 34066-22 - www.wikimedia.ch

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Michael Zink-3
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
On Tue, 20 May 2014 10:11:56 +0200, Michael Zink wrote:

>Und man _danach_ erfährt, daß dieses ominöse Papier gnädigerweise auf
>der MV vorgestellt werden wird. Nachdem es dann eigentlich nicht mehr
>notwendig ist, weil die Umsetzung ja schon begonnen wurde.

Mir ist gerade aufgefallen, daß man es nicht erst "_danach_" erfahren
hat, sondern daß es schon in der ursprünglichen Info erwähnt wurde.

Das habe ich durcheinander gebracht. Das tut mir leid.

Auf Wiederlesen

Michael

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Re: Position des Vorsitzenden zu den aktuellen Entwicklungen

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
Hallo Steffen,

dass ihr gute Absichten verfolgt, stellen wahrscheinlich noch die wenigsten
in Abrede. Am Ende zählen aber eure Taten, nicht eure Worte. Und da sieht
es eher düster aus, was verantwortungsvolles Handeln angeht.

Du sagst:
"Es gibt keine Abberufung des Vorstandes, schon gar keine sofortige."
und
"Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
haben, den Vorstand auswechseln zu wollen."

Der Vorwurf des unüberlegten Handelns rührt aus meiner Perspektive primär
daher, dass ihr ohne Not einen für den Verein extrem unangenehmen Zustand
hervorgerufen habt. Auch auf wiederholter Nachfrage, woher denn nun konkret
die Notwendigkeit für eine vorzeitige Trennung kommt, gibt es keine
Antwort. Der Verweis auf die neue Strategie ist ein Witz, denn, wie einige
schon festgestellt haben: inhaltlich unterscheidet sie sich nicht
wesentlich von den bisherigen Zielen. Zumindest ist kein Unterschied
erkennbar, der so wesentlich ist, dass er als nachvollziehbare Begründung
für eine Unvereinbarkeit zwischen Präsidium und Vorstand herhalten kann.
Und selbst wenn: einen Beschluss der Mitgliederversammlung, der die neue
Strategie als Grundlage für das Handeln des Vereins bestätigt, gibt es
nicht. Sie hatte bisher nicht einmal Gelegenheit, sich damit zu
beschäftigen. Wie kann das logisch funktionieren?

Der Eindruck, der hier entsteht, ist ganz einfach, dass sich Präsidium und
Vorstand auf persönlicher Ebene nicht mehr grün sind und das Präsidium nun
den zweifelhaften Weg gesucht hat, sich schnellstmöglich eines Ärgernisses
zu entledigen. Das mag alles nicht so gewollt sein, sieht aber so aus. Eure
Aufgabe wäre es gewesen, dafür zu sorgen, dass es nicht so aussieht.

Du sagst: "Wie von uns dargestellt, trennen sich Verein und Vorstand im
gegenseitigen Einvernehmen, mit einem geordeneten Übergang. Wir reden hier
nicht über sofort, sondern über einen Zeitraum von Monaten."

Wie sieht denn dieser geordnete Übergang nun aus? Wurden Aufhebungsverträge
unterschrieben?  Gibt es Einigkeit bezüglich des Zeitplans? Wenn ja, wie
sieht der aus? Ihr scheint auch völlig zu ignorieren, wie euer Verhalten
die nun anstehende Suche nach einem neuen Vorstand behindern wird. Welcher
kompetente und erfahrene Kandidat wird bereit sein, als Vorstand von
Wikimedia Deutschland tätig zu sein, wenn er damit rechnen muss, jederzeit
auf solch eine Art vorzeitig den Job zu verlieren?

Du sagst: "Wir möchten mit den sehr engagierten Mitarbeitern natürlich
weiterhin zusammen für Freies Wissen arbeiten. Alle - und zwar wirklich
alle - Bereiche der Geschäftsstelle sollen bestehen bleiben."

Eine der wichtigsten Aufgaben des Vorstands ist die Vorbereitung des
jährlichen Finanzierungsantrags bei der Foundation sowie die Ausarbeitung
des Wirtschaftsplans. Die vorzeitige Abberufung des Vorstands ohne
wichtigen Grund erzeugt erhebliche Zweifel an der Verlässlichkeit des
Vereins als stabile Organisation, der umfangreiche Mittel aus der
Wikimedia-Bewegung zugeteilt werden können. Zusätzlich besteht je nach
Zeitplan die Gefahr, dass Wirtschaftsplan und Antrag nicht rechtzeitig
fertig wird oder nicht richtig vorgestellt und verteidigt wird. Es ist
völlig unklar, wie das Präsidium die Finanzierung aller Bereiche der
Geschäftsstellen sicherstellen will, wenn der Zeitplan noch nicht
feststeht, es aber Bestrebungen im Präsidium gibt, sofort zu handeln.

Du sagst: "Die Abstimmung ergab einen überdeutlichen Konsens: 9 Ja-Stimmen
bei einer Enthaltung. Warum unser Vorsitzender, der zumindest nicht gegen
den Beschluss stimmte, diesen nun plötzlich und für uns unerwartet so gar
nicht mehr mittragen kann, entzieht sich allerdings meinem Verständnis."

Das leuchtet mir auch nicht ein. Deine Aussage ist, dass es letzten Sonntag
9 Stimmen für die vorzeitige Beendigung der Vorstandsbestellung bei einer
Enthaltung gegeben hat? Bist du dir sicher? Nach dem, was ich über die
Sitzung gehört habe, ging sie bis in die Abendstunden und war am Ende gar
nicht mehr vollzählig besetzt. Auf welche Abstimmung beziehst du dich also?

Am Ende liegt die Verantwortung für die Geschicke des Vereins bei Präsidium
und Vorstand. Eurer Aufgabe genügt ihr dabei jedoch nicht, in dem ihr nur
gute Absichten hegt. Zu eurer Aufgabe gehört es auch, unter Einfluss des
euch zur Verfügung stehenden Sachverstands diejenigen Handlungsweisen
auszuwählen, die am Ende tatsächlich unter Berücksichtigung aller zu
erwartenden Reaktionen (auch der öffentlichen Kritik) zum gewünschten Ziel
führen, vulgo: strategisch und taktisch klug vorzugehen. Davon ist hier nur
wenig zu erkennen.

Ihr habt euch anscheinend zum Ziel gesetzt, den Vorstand kurzfristig
auszuwechseln. Dabei seid ihr anscheinend überzeugt davon, dass ihr ohne
Angabe von nachvollziehbaren Gründen, ohne vorherige Zustimmung der
Mitglieder zur neuen Strategie, ohne klare Einigung zu Zeitplan und
Modalitäten und mit Art als auch Inhalt der Verkündung zu diesem Zeitpunkt
dieses Ziel erreichen könnt. Das heißt, ihr müsst diese Diskussion und die
Wortbeiträge anderswo am letzten Sonntag mindestens billigend in Kauf
genommen haben, weshalb es mehr als unredlich ist, sich jetzt darüber
aufzuregen, was ihr an Kritik erhaltet. Einzelne Mitglieder (eure Wähler
übrigens) dafür anzufahren und ihnen verantwortungsloses Handeln
vorzuwerfen, weil sie ihre eigene Interpretation der Dinge auf Basis eurer
Darstellungen wiedergeben, gehört sich einfach nicht.

Ich kann nur hoffen, dass die Mitgliederversammlung am Samstag diesem
unprofessionellen, undurchdachten Spuk ein Ende bereitet. Zeit für
Dringlichkeitsanträge ist noch vorhanden, und die Frage, ob das Thema
tatsächlich dringlich ist, wird da hoffentlich keiner stellen.

Beste Grüße
Sebastian



2014-05-20 1:42 GMT+02:00 Stepro <[hidden email]>:

> Am 19.05.2014 21:23, schrieb P. Birken:
> > Das hier ist ziemlich schockierend und die kaum stattfindende
> > Kommunikation ist inakzeptabel.
> >
> > Ich lese aus der ganzen Sache heraus, dass eine Mehrheit des
> > Präsidiums die Ausrichtung des Vereins ändern will. Rational
> > interpretiert muss das ja derartig dramatisch sein, dass die sofortige
> > Abberufung des Vorstands kurz vor einer MV notwendig erscheint. Nun
> > muss man ja kein Hellseher sein, um jetzt schon den Vorschlag zu
> > kennen: Der Verein und die Geschäftsstelle sollen darauf reduziert
> > werden, die Arbeit in den Communities zu unterstützen. Weder
> > erschliesst sich daraus eine Notwendigkeit des getroffenen
> > Beschlusses, noch wird klar, warum so eine Abkehr von der Ausrichtung
> > der letzten zehn Jahre, ohne Absicherung durch einen MV-Beschluss
> > durchgeführt wird. Ich finde das ehrlich gesagt skandalös und erwarte,
> > dass die Präsidiumsmitglieder die das hier zu verantworten habe, Farbe
> > bekennen.
> >
> > Gleichzeitig erscheint es auch nicht durchdacht. Die Suche nach einem
> > neuen Vorstand wird ein halbes Jahr dauern, eher länger da es ja
> > offensichtlich vor einer neuen Ausschreibung erstmal längere
> > Diskussionen über die Tätigkeitsbeschreibung geben muss. Dann muss man
> > 3-6 Monate warten, damit die Person aus ihrem bestehenden Vertrag
> > rauskommt und dann soll die neue Person ja eingearbeitet werden. Und
> > dann ist man nahe am von Sebastian genannten Zeitpunkt des Endes der
> > Bestellung des Vorstands.
> >
> > Tut mir leid, aber das passt alles hinten und vorne nicht und wirkt
> > hochgradig unprofessionell von Seiten des Präsidiums.
> >
> > Viele Grüsse
> >
> > Philipp
> >
>
> Hallo Philipp,
>
> da ich Dich als sehr überlegten und verantwortungsbewussten Menschen
> kenne, bin ich über diese Deine Mail sehr überrascht und auch
> enttäuscht. Du stellst hier leider Dinge als Fakten dar, die schlicht
> nicht zutreffen. Deine Unterstellung, wir würden die Arbeit der
> Geschäftsstelle reduzieren wollen, ist gefährlicher Unfug und zutiefst
> geeignet, unsere Mitarbeiter zu verunsichern und schadet damit dem
> Verein enorm. Dein Handeln kann ich daher leider nur als äußerst
> verantwortungslos bezeichnen.
>
> Zu den Fakten: Es gibt keine Abberufung des Vorstandes, schon gar keine
> sofortige. Wie von uns dargestellt, trennen sich Verein und Vorstand im
> gegenseitigen Einvernehmen, mit einem geordeneten Übergang. Wir reden
> hier nicht über sofort, sondern über einen Zeitraum von Monaten. Die
> falsche Darstellung zu verbreiten, der Vorstand wäre abberufen worden,
> ist der Sache (und im Übrigen auch Pavel) nicht dienlich und kann
> konkreten Schaden anrichten.
>
> Besonders nochmals zu den Mitarbeitern: Das Präsidium schätzt
> ausnahmslos die Mitarbeiter des Vereins. Wir haben heute (das verstehe
> ich übrigens unter verantwortungsvollem Handeln) natürlich zuerst unsere
> Mitabeiter informiert und ihnen versichert, dass es keinerlei Bestreben
> zu einem Personalabbau gibt. Im Klartext: Wir möchten mit den sehr
> engagierten Mitarbeitern natürlich weiterhin zusammen für Freies Wissen
> arbeiten. Alle - und zwar wirklich alle - Bereiche der Geschäftsstelle
> sollen bestehen bleiben. Da auch schon Gerüchte bgzl. der
> Softwareentwicklung aufgekommen sind: Wir sind stolz auf diese Abteilung
> und schätzen ihre Arbeit. Das Präsidium kann sich gar einen weiteren
> Ausbau vorstellen.
> Im Gegenteil setzt sich das Präsidium schon länger dafür ein, dass die
> Mitarbeiter des Vereins künftig früher Sicherheit über ihre
> Weiterbeschäftigung erhalten, d. h. Anschlussverträge bzw. Entfristungen
> so früh wie möglich erfolgen. Ebenso begrüßt das Präsidium die Gründung
> eines Betriebsrates, mischt sich jedoch aus naheliegenden Gründen nicht
> in diesen Prozess ein.
>
> Zum Schluss noch zum Vorwurf des unüberlegten Handelns: Es wird (von
> mehreren Personen) so dargestellt, als sei das Präsidium ein Haufen
> Diskussions-Trolle, die eines Morgens aufgestanden sind und beschlossen
> haben, den Vorstand auswechseln zu wollen. Hier sollten sich die
> Betreffenden einmal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.
> Das aktuelle Präsidium ist in seiner Zusammensetzung sehr divers, und
> repräsentiert damit einen größeren Querschnitt verschiedener
> Interessensgruppen und Erfahrungen. Die Mitglieder erstrecken sich dabei
> von Studenten über leitende Angestellte, Freiberufler bis hin zum
> Universitätsprofessor. Man sollte doch also davon ausgehen können, dass
> hier ein Gremium mit sehr viel Erfahrung und Sachverstand besteht. Die
> Überlegungen kamen auch nicht kurzfristig, sondern entwickelten sich
> über mehrere Monate. Die Abstimmung ergab einen überdeutlichen Konsens:
> 9 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Warum unser Vorsitzender, der
> zumindest nicht gegen den Beschluss stimmte, diesen nun plötzlich und
> für uns unerwartet so gar nicht mehr mittragen kann, entzieht sich
> allerdings meinem Verständnis.
>
> Bitte verstehe diese Mail nicht als Rant o. ä., sondern als tiefe
> Besorgnis, dass mit der Darstellung teilweise absurder Ideen als Faktum
> ein gewaltiger Schaden für den Verein angerichtet werden kann. Ich
> möchte alle auffordern, verantwortungsvoll im Interesse des Vereins zu
> handeln und ihre sicher auch berechtigten Bedenken mit Tatsachen statt
> mit wilden Thesen zu untermauern.
>
> Mit freundlichen Grüßen,
>
> Steffen Prößdorf
>
>
> --
> Steffen Prößdorf
> Schatzmeister
> Wikimedia Deutschland e.V.
> http://wikimedia.de
>
> Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch an der Menge allen
> Wissens frei teilhaben kann. Helfen Sie uns dabei!
> http://spenden.wikimedia.de/
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> Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg
> unter der Nummer 23855 B.
> Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I
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