Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Steffen Prößdorf-2
Ich kann mich dem ausführlichen Statement von Sebastian praktisch
vollständig anschließen. Er schreibt mir aus dem Herzen.

Beste Grüße,
Steffen

--
Steffen Prößdorf
Schatzmeister
Wikimedia Deutschland e.V.
http://wikimedia.de

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch an der Menge allen Wissens frei teilhaben kann. Helfen Sie uns dabei!
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Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B.
Als gemeinnützig anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.




Am 16.11.2014 um 18:52 schrieb Sebastian Wallroth:

> Ich äußere mich auch gern zur anstehenden Wahl. Es gibt weitere
> Diskussionen in der Wikipedia [1] und im Forum [2], ich antworte jetzt
> hier, da ich es für das immer noch beste Kommunikationsmedium für
> Vereinsmitglieder halte, das wir haben. Zunächst ein paar Sätze zur
> Jahresplanung, zur Unterstützung der Communities durch die
> Geschäftsstelle und zu den Möglichkeiten des Präsidiums, hier Einfluss
> zu nehmen.
>
> Der Einfluss des Präsidiums auf den Jahresplan ist sehr begrenzt. Erst
> in der Beratungsklausur sieht das Präsidium den aktuellen Entwurf. [3]
> Das Präsidium kann in der Klausur dann nur mehr Schwerpunkte setzen und
> auf eine Messbarkeit der Ziele achten. [4][5]
>
> Die Auswirkung des Jahresplans auf die Arbeit der Geschäftsstelle ist
> nahezu gleich Null. Die immer stärkere strategische Schwerpunktsetzung
> auf eine Zusammenarbeit mit Freiwillige in den letzten Jahren hat
> überhaupt nichts bewirkt. Eine Überprüfung der Ziele ist nicht
> vorgesehen. [6]
>
> Die Vision zum Verein, die von Pavel Richter und Sebastian Moleski 2011
> entwickelt wurde, stellt sich mir so dar: Eine Geschäftsstelle, die vom
> Vorstand zusammengestellt und von niemandem kontrolliert wird. Das
> Präsidium ist eine Art Beirat, das möglichst mit klingenden Namen zu
> besetzten ist. Die Mitglieder stellen eine verlässliche Einnahmequelle
> dar und unterstreichen mit ihrer Anzahl die Bedeutung des Vereins. Dabei
> ist die Geschäftsstelle der Verein. Die Zielsetzung des Vereins ist
> schwammig mit Förderung Freien Wissens angegeben. Das soll mit
> effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Gelder passieren.
> Freiwillige zwar eine historische Last, aber ein Unsicherheitsfaktor und
> können vernachlässigt werden. [7]
>
> Das kann funktionieren, aber das ist nicht der Verein, den ich mit
> gegründet habe.
>
> In meiner Vision bietet Wikimedia Deutschland allen, die an der
> Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mitarbeiten wollen,
> die Möglichkeit dazu. Ihnen wird gezeigt, wie, wo und wann man mitmachen
> kann. Er setzt sich für eine Weiterentwicklung der dafür notwendigen
> Software ein. Und wo Freiwillige allein nicht weiterkommen, werden
> Angestellte eingesetzt. Im Vordergrund muss jedoch stehen, dass
> Freiwilligen sich im und mit dem Verein engagieren können.
>
> Ich denke, dass meine Vision von den meisten Mitgliedern des jetzigen
> Präsidiums geteilt wird. In den Bewerbungen etlicher
> Präsidiumskandidaten lese ich den Wunsch, die Stimme der Wikipedianer
> und der Vereinsmitglieder einzubringen. Dass viele Wikipedianer die
> Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland nicht
> aufgegeben haben und sich weiter für ihn interessieren.
>
> Damit diese Vision war werden kann, müssen jetzt die Grundlagen des
> Vereins auf den Prüfstand: Definition der Vereinsziele, Satzung,
> Geschäftsordnung, Wahlordnung. Mit der Besetzung des Präsidiums in der
> anstehenden Wahl wird entschieden, unter welchen Vorzeichen das passiert:
>
> Stärkung der Selbstständigkeit der Geschäftsstelle mit einem nahezu
> unkündbaren Vorstand. Eingrenzung der Kompetenz des Präsidiums auf das
> Schreiben von Strategiepapieren. Beschränkung der Zusammenarbeit auf
> Communities, mit denen leicht zu kommunizieren ist, wie der
> WikiData-Community.
>
> oder
>
> Richtungswechsel hin zu einem von der Mehrheit gewollten Fokus auf das
> Ermöglichen des Engagements von Freiwilligen.
>
> Eigentlich wollte ich mich kurz fassen, aber der Herz läuft mir über.
> Mit freundlichem Gruß,
> Sebastian Wallroth
>
> [1]
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#Rechtschreibung:_3.E2.88.92
>
> [2] https://forum.wikimedia.de/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4sidiumssitzung_3-5
>
> [3] Der erste Entwurf der Jahresplanung 2015 ging dem Präsidium am Abend
> des 21. August zu. Am 30. und 31. August fand die Präsidiumssitzung
> statt, auf der inzwischen in der Geschäftsstelle weiter überarbeitete
> Entwurf erläutert und gemeinsam mit Vorstand und Bereichsleitern beraten
> wurde. Am Ende der Klausur konnte das Präsidium den Entwurf mit
> erarbeiteten Änderungen befürworten oder ablehnen.  Ein wirklich tiefe
> Beschäftigung mit Einzelheiten ist den ehrenamtlichen Präsidium nicht
> möglich.
>
> [4] Bei der Beratung achteten die Präsidiumsmitglieder vor allem darauf,
> dass überprüfbare Ziele gesetzt wurden und dass die Zusammenarbeit mit
> Freiwilligen oberste Priorität hat. In den vergangenen Jahren war es
> schon mal so, dass das Präsidium den Jahresplan erst auf der Klausur zu
> sehen bekam; positiv sticht das letzte Jahr heraus, in dem eine
> Einbeziehung möglichst vieler Personen versucht wurde. Ich hielt es
> damals für einen guten Anfang, aus dem man lernen könnte. Inzwischen
> habe ich aber aus einem Nebensatz erfahren, dass das Experiment
> Mitgliederbeteiligung in der Geschäftsstelle als gescheitert angesehen
> und verworfen worden ist.
>
> [5] Auch die Mitglieder haben kaum Einfluss. Anträge an die
> Mitgliederversammlung sind die einzige, jedoch relativ ungeeignete
> Möglichkeit. Der ganze Prozess sollte überdacht werden; ich hätte gern
> im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe, die sich dessen annehmen kann.
>
> [6] Seit drei Jahren versucht das Präsidium durch die Jahrespläne, wie
> auch durch die Leitlinien eine Hinwendung zu den Freiwilligen zu
> erreichen. Es hat nichts bewirkt. Es wurde im Gegenteil sogar immer
> schlechter. Das Mittel der strategischen Zielsetzung war völlig
> wirkungslos. Die Jahrespläne waren das Papier nicht wert, auf denen sie
> ausgedruckt wurde. Dieser Erkenntnis folgte der nächste Schritt: Das
> Gespräch. Die Haltung des Vorstandes war jedoch sehr eindeutig und hat
> sich im Laufe der Zeit nicht geändert: Man müsse sich überhaupt mal
> fragen, wozu das Präsidium eigentlich da ist. (März 2013) Das Präsidium
> ist vor allem dazu da, ein strategisches Papier zu liefern, und auf
> dieser Grundlage erstellt die Geschäftsstelle einen Jahresplan.
> (September 2013) Eine Kontrolle der Ergebnisse oder gar eine
> unterjährige Einflussnahme wurde zäh verweigert.
>
> [7] Die Vergrößerung der Geschäftsstelle nach 2010 war damals ein
> notwendiger und sinnvoller Schritt. Sie wurde in enger Zusammenarbeit
> von Sebastian Moleski und Pavel Richter durchgeführt. Wie sich leider
> zwei Jahre später zeigte, fehlt beiden die Einsicht, dass man Wikimedia
> Deutschland nur begrenzt wie eine Firma führen kann.
>
> Sebastian Wallroth
> Präsidium
> Wikimedia Deutschland
> http://about.me/real68er
> PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>
> Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei! http://spenden.wikimedia.de/
>
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Robin Krahl-2
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
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Hallo Steffen,

ich würde mich auch freuen, wenn im Forum mehr laufen würde.  Aber die
meisten Themen, die diskutiert werden, – bspw. zuletzt der Jahresplan –
werden auch auf anderen Seiten publiziert und dann eher dort diskutiert.

Ich persönlich fände es sinnvoll, das Forum nur auf Mitglieder zu
beschränken, und alle Seiten, bei denen das nicht notwendig ist, nach Meta
zu schieben.  Da ist zwar auch nicht viel los, aber immerhin etwas mehr als
im Forum.  Außerdem muss man sich keinen speziellen Account anlegen.  
Gleichzeitig wäre man nicht auf ein Projekt festgelegt.

Grüße,
Robin
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Tim Landscheidt
In reply to this post by Martin Kraft
Martin Kraft <[hidden email]> wrote:

>>> Ich würde mir wünschen, wenn es ein für Mitglieder geschlossenes Forum
>>> gäbe, nur das ist ja offenbar nicht gewollt. Vielleicht weil man
>>> Diskussionen scheut.
>>> Ein solches Forum wäre ein echter Schritt zur Transparenz und Partizipation
>>> der Mitglieder.
>> Und deshalb gibt es ein solches Forum seit vier Jahren, und
>> das Präsidium nutzt es sogar, um transparent über seine Ar-
>> beit zu berichten (soweit rechtlich möglich).

> So? Meines Wissens steht forum.wikimedia.de genauso jedem
> offen, wie diese Mailing-Liste?! Oder gibt es da noch ein
> anderes Forum, von dem ich bisher noch nicht mitbekommen
> habe?

>> Warum Du das Gegenteil behauptest? "Vielleicht weil Bernd
>> die Wahrheit scheut."
> Genau solche persönlichen Spitzen charakterisieren den
> "Diskussionstil" auf den wir mMn auf allen
> Kommunikationskanälen gerne verzichten können...

Das sehe ich anders. Mich stören diese unpersönlichen Spit-
zen, die sich gegen "man" und andere Anonymitäten richten,
wesentlich mehr. Denn sie überziehen eine Vielzahl von Men-
schen mit Anschuldigungen, gegen die sie sich nicht zu Wehr
setzen können, ohne sich selbst damit zu assoziieren. Auch
auf solche Fragenkataloge à la: "Haben Sie aufgehört, Ihre
Kinder zu schlagen?" kann ich gerne verzichten.

Denn wir wählen ja (unter anderem) ein Präsidium und eben
kein Wunschkonzert. Und da würde ich mir wünschen, dass in
der Diskussion dazu nicht an die niedrigsten Instinkte ap-
pelliert wird.

Tim


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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

RaBoe
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
Danke
Sebastian,

Tschüß
Ralf
 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: [hidden email]
[mailto:[hidden email]] Im Auftrag von Stepro
Gesendet: Sonntag, 16. November 2014 20:44
An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
WikimediaDeutschland e. V.
Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Ich kann mich dem ausführlichen Statement von Sebastian praktisch
vollständig anschließen. Er schreibt mir aus dem Herzen.

Beste Grüße,
Steffen

--
Steffen Prößdorf
Schatzmeister
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Steuernummer 27/681/51985.




Am 16.11.2014 um 18:52 schrieb Sebastian Wallroth:

> Ich äußere mich auch gern zur anstehenden Wahl. Es gibt weitere
> Diskussionen in der Wikipedia [1] und im Forum [2], ich antworte jetzt
> hier, da ich es für das immer noch beste Kommunikationsmedium für
> Vereinsmitglieder halte, das wir haben. Zunächst ein paar Sätze zur
> Jahresplanung, zur Unterstützung der Communities durch die
> Geschäftsstelle und zu den Möglichkeiten des Präsidiums, hier Einfluss
> zu nehmen.
>
> Der Einfluss des Präsidiums auf den Jahresplan ist sehr begrenzt. Erst
> in der Beratungsklausur sieht das Präsidium den aktuellen Entwurf. [3]
> Das Präsidium kann in der Klausur dann nur mehr Schwerpunkte setzen
> und auf eine Messbarkeit der Ziele achten. [4][5]
>
> Die Auswirkung des Jahresplans auf die Arbeit der Geschäftsstelle ist
> nahezu gleich Null. Die immer stärkere strategische Schwerpunktsetzung
> auf eine Zusammenarbeit mit Freiwillige in den letzten Jahren hat
> überhaupt nichts bewirkt. Eine Überprüfung der Ziele ist nicht
> vorgesehen. [6]
>
> Die Vision zum Verein, die von Pavel Richter und Sebastian Moleski
> 2011 entwickelt wurde, stellt sich mir so dar: Eine Geschäftsstelle,
> die vom Vorstand zusammengestellt und von niemandem kontrolliert wird.
> Das Präsidium ist eine Art Beirat, das möglichst mit klingenden Namen
> zu besetzten ist. Die Mitglieder stellen eine verlässliche
> Einnahmequelle dar und unterstreichen mit ihrer Anzahl die Bedeutung
> des Vereins. Dabei ist die Geschäftsstelle der Verein. Die Zielsetzung
> des Vereins ist schwammig mit Förderung Freien Wissens angegeben. Das
> soll mit effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Gelder passieren.
> Freiwillige zwar eine historische Last, aber ein Unsicherheitsfaktor
> und können vernachlässigt werden. [7]
>
> Das kann funktionieren, aber das ist nicht der Verein, den ich mit
> gegründet habe.
>
> In meiner Vision bietet Wikimedia Deutschland allen, die an der
> Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte mitarbeiten
> wollen, die Möglichkeit dazu. Ihnen wird gezeigt, wie, wo und wann man
> mitmachen kann. Er setzt sich für eine Weiterentwicklung der dafür
> notwendigen Software ein. Und wo Freiwillige allein nicht
> weiterkommen, werden Angestellte eingesetzt. Im Vordergrund muss
> jedoch stehen, dass Freiwilligen sich im und mit dem Verein engagieren
können.

>
> Ich denke, dass meine Vision von den meisten Mitgliedern des jetzigen
> Präsidiums geteilt wird. In den Bewerbungen etlicher
> Präsidiumskandidaten lese ich den Wunsch, die Stimme der Wikipedianer
> und der Vereinsmitglieder einzubringen. Dass viele Wikipedianer die
> Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland nicht
> aufgegeben haben und sich weiter für ihn interessieren.
>
> Damit diese Vision war werden kann, müssen jetzt die Grundlagen des
> Vereins auf den Prüfstand: Definition der Vereinsziele, Satzung,
> Geschäftsordnung, Wahlordnung. Mit der Besetzung des Präsidiums in der
> anstehenden Wahl wird entschieden, unter welchen Vorzeichen das passiert:
>
> Stärkung der Selbstständigkeit der Geschäftsstelle mit einem nahezu
> unkündbaren Vorstand. Eingrenzung der Kompetenz des Präsidiums auf das
> Schreiben von Strategiepapieren. Beschränkung der Zusammenarbeit auf
> Communities, mit denen leicht zu kommunizieren ist, wie der
> WikiData-Community.
>
> oder
>
> Richtungswechsel hin zu einem von der Mehrheit gewollten Fokus auf das
> Ermöglichen des Engagements von Freiwilligen.
>
> Eigentlich wollte ich mich kurz fassen, aber der Herz läuft mir über.
> Mit freundlichem Gruß,
> Sebastian Wallroth
>
> [1]
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#Rechtschreib
> ung:_3.E2.88.92
>
> [2]
> https://forum.wikimedia.de/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4sidiumssitzung_3-5
>
> [3] Der erste Entwurf der Jahresplanung 2015 ging dem Präsidium am
> Abend des 21. August zu. Am 30. und 31. August fand die
> Präsidiumssitzung statt, auf der inzwischen in der Geschäftsstelle
> weiter überarbeitete Entwurf erläutert und gemeinsam mit Vorstand und
> Bereichsleitern beraten wurde. Am Ende der Klausur konnte das
> Präsidium den Entwurf mit erarbeiteten Änderungen befürworten oder
> ablehnen.  Ein wirklich tiefe Beschäftigung mit Einzelheiten ist den
> ehrenamtlichen Präsidium nicht möglich.
>
> [4] Bei der Beratung achteten die Präsidiumsmitglieder vor allem
> darauf, dass überprüfbare Ziele gesetzt wurden und dass die
> Zusammenarbeit mit Freiwilligen oberste Priorität hat. In den
> vergangenen Jahren war es schon mal so, dass das Präsidium den
> Jahresplan erst auf der Klausur zu sehen bekam; positiv sticht das
> letzte Jahr heraus, in dem eine Einbeziehung möglichst vieler Personen
> versucht wurde. Ich hielt es damals für einen guten Anfang, aus dem
> man lernen könnte. Inzwischen habe ich aber aus einem Nebensatz
> erfahren, dass das Experiment Mitgliederbeteiligung in der
> Geschäftsstelle als gescheitert angesehen und verworfen worden ist.
>
> [5] Auch die Mitglieder haben kaum Einfluss. Anträge an die
> Mitgliederversammlung sind die einzige, jedoch relativ ungeeignete
> Möglichkeit. Der ganze Prozess sollte überdacht werden; ich hätte gern
> im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe, die sich dessen annehmen kann.
>
> [6] Seit drei Jahren versucht das Präsidium durch die Jahrespläne, wie
> auch durch die Leitlinien eine Hinwendung zu den Freiwilligen zu
> erreichen. Es hat nichts bewirkt. Es wurde im Gegenteil sogar immer
> schlechter. Das Mittel der strategischen Zielsetzung war völlig
> wirkungslos. Die Jahrespläne waren das Papier nicht wert, auf denen
> sie ausgedruckt wurde. Dieser Erkenntnis folgte der nächste Schritt:
> Das Gespräch. Die Haltung des Vorstandes war jedoch sehr eindeutig und
> hat sich im Laufe der Zeit nicht geändert: Man müsse sich überhaupt
> mal fragen, wozu das Präsidium eigentlich da ist. (März 2013) Das
> Präsidium ist vor allem dazu da, ein strategisches Papier zu liefern,
> und auf dieser Grundlage erstellt die Geschäftsstelle einen Jahresplan.
> (September 2013) Eine Kontrolle der Ergebnisse oder gar eine
> unterjährige Einflussnahme wurde zäh verweigert.
>
> [7] Die Vergrößerung der Geschäftsstelle nach 2010 war damals ein
> notwendiger und sinnvoller Schritt. Sie wurde in enger Zusammenarbeit
> von Sebastian Moleski und Pavel Richter durchgeführt. Wie sich leider
> zwei Jahre später zeigte, fehlt beiden die Einsicht, dass man
> Wikimedia Deutschland nur begrenzt wie eine Firma führen kann.
>
> Sebastian Wallroth
> Präsidium
> Wikimedia Deutschland
> http://about.me/real68er
> PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>
> Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu
> der Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> http://spenden.wikimedia.de/
>
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Martin Kraft
In reply to this post by Sebastian Wallroth-3
Am 16.11.2014 um 18:52 schrieb Sebastian Wallroth:

> Die Vision zum Verein, die von Pavel Richter und Sebastian Moleski 2011
> entwickelt wurde, stellt sich mir so dar: Eine Geschäftsstelle, die vom
> Vorstand zusammengestellt und von niemandem kontrolliert wird. Das
> Präsidium ist eine Art Beirat, das möglichst mit klingenden Namen zu
> besetzten ist. Die Mitglieder stellen eine verlässliche Einnahmequelle
> dar und unterstreichen mit ihrer Anzahl die Bedeutung des Vereins. Dabei
> ist die Geschäftsstelle der Verein. Die Zielsetzung des Vereins ist
> schwammig mit Förderung Freien Wissens angegeben. Das soll mit
> effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Gelder passieren.
> Freiwillige zwar eine historische Last, aber ein Unsicherheitsfaktor und
> können vernachlässigt werden. [7]
Danke, dass es endlich mal jemand konkret das benennt, was ja offenbar
der eigentliche Grund für die Trennung von Pavel war. Wäre diese
Differenz im Aufgabenverständnis der Geschäftsstelle schon auf der
letzten MV so klar benannt worden, hätte das wahrscheinlich einem
Großteil des dort geäußerten Unverständnisses die Grundlage entzogen.

Die GS als von der Community losgelösten Firma ohne konkrete
Einflussmöglichkeit der Vereinsmitglieder, kann sich ja von den
einfachen Mitgliedern eigentlich niemand wünschen...?! Ich jedenfalls
teile da eher die von Dir skizzierte Vision.

// Martin


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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Marcus Cyron-2
In reply to this post by Tim Landscheidt

Am 16.11.2014 21:22, schrieb Tim Landscheidt:
> Mich stören diese unpersönlichen Spit- zen, die sich gegen "man" und
> andere Anonymitäten richten, wesentlich mehr. Denn sie überziehen eine
> Vielzahl von Men- schen mit Anschuldigungen, gegen die sie sich nicht
> zu Wehr setzen können, ohne sich selbst damit zu assoziieren

+1 - es bringt zudem nicht eine Selbstdisziplinierung, sondern eine
Selbstzensur, wo man sich am Ende verbiegt oder sogar gar nichts mehr sagt.

Marcus

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Olaf Simons
In reply to this post by Martin Kraft
Lieber Sebastian Wallroth,

das hast Du in der Tat alles wunderbar zusammengefasst.

Letztlich diskutierten wir das alles 2010, vor Jahren mit der nötigen Satzung.
Der Leitgedanke der jetzigen Satzung war dabei der der Professionalisierung. Dem
Verein wurde wie der Community wenig Professionalität zugetraut. Das große Ziel
der Geschäftsstelle definierte sich über die produktive Ausgabe des wachsende
Spendenaufkommens. Hier wurde der Wikipedia-Community die wenigste Expertise
zugetraut. Und tatsächlich geht es hier nicht nur um Expertise, sondern um
Sprengstoff in Wikipedia.

Sobald Geld in die Wikipedia Community zurückfließt, zerreißt es diese: Wieso
soll ich nachts kostenlos Artikel schreiben, wenn andere dafür Geld kriegen?

Hier liegt ein Knackpunkt des gesamten Wikipedia-Wikimedia-Projektes. Sobald wir
Geld mit Wikipedia machen, ist unklar, was damit geschehen soll, ohne dass es
Wikipedia schadet, sprich, ohne dass es die Autorenschaft auseinanderdividiert.
Schlimmer noch als Autoren, die ihr Hobby finanziert bekommen, ist die
Funktionselite, die hier entsteht: Leute, die Entscheider der anderen Chapter
kennen, Leute die wissen, wem man wie schreiben muss, um Weichen in der Politik
mit der Foundation zu stellen. Leute, die zwischen Berlin und Amerika pendeln
und allein die Kontakte haben, die man benötigt, um das Projekt zu führen. Da
schreiben Wikipedianer für nichts, und da fällen andere Entscheidungen und man
hat keine Chance, mit denen zu konkurrieren - obwohl die mal wie man selbst
begannen...

+++

Natürlich gilt es den Serverbetrieb aufrecht erhalten, die Rechtsabteilung zu
finanzieren, professionelle Öffentlichkeitsarbeit zu machen, die Software zu
aktualisieren, neue Projekte anzustoßen...

Und ich denke aus den letztgenannten Gründen brauchen wir eine Geschäftsstelle,
die in der Tat eine andere Aufgabe hat als Wikipedia. Ich denke indes auch: Alle
Projekte dieser Geschäftsstelle müssen letztlich offen diskutiert werden, und
zwar im Vorfeld in einem Antragsverfahren, das jedem frei steht, ob er/sie
Mitarbeiter der Geschäftsstelle ist oder Wikipedianer. Ich schlug seinerzeit
einen "Think Tank" vor, ein Wiki, auf dem alle Projekte der Geschäftsstelle (wie
alle Projekte die Andere vorschlagen) zu entfalten, zu entwickeln und zu
diskutieren sind; ein Medium, auf dem man Finanzvolumina vorab nennt. Ich schlug
zudem ein Gremium vor, dass Projekte öffentlich begutachtet und dem Verein zur
Entscheidung vorlegt, um sicherzustellen, dass der Verein das oberste Gremium
bleibt.

Aus dem Vorschlag entwickelte sich verheerender Weise das Community Projekt
Budget - mit dem die ganz offene Konkurrenz zwischen Geschäftsstelle und
Community begann (mit einer Geschäftsstelle, die Community Projekte finanzieren
und zugleich als Konkurrenz torpedieren konnte).

Wir werden nachdenken müssen, wie der Verein mit seiner gewählten Führung sich
durch strukturelle Maßnahmen Entscheidungshoheit zurück erobert.

Er verlor sie, da sein Präsidium am Ende nicht mehr im Vorfeld entschied,
sondern nachgeschaltet. Man ließ den Verein leere Strategiepapiere schreiben und
den Haushalt bewilligen, und hatte danach freie Hand in der Gestaltung echter
Projekte der Geschäftsstelle.

Mein Ratschlag ist, dass wir noch einmal über die Satzung nachdenken, da
letztlich alles, was nach 2010 geschah, bereits als Gefahr im Vorfeld der
Satzungsfrage diskutiert wurde. Damals standen zwei Szenarien einander
gegenüber:

- Satzung mit mehr Kontrolle der Geschäftsstelle - wurde als Gefahr gesehen, da
die Geschäftsstelle danach nicht mehr professionell arbeiten könnte.
- Satzung, wie wir sie schließlich erhielten - würde eine Geschäftsstelle
schaffen, die mit dem Verein in Konflikt gerät, da der am Ende nur noch die
harte Reißleine einer Entlassung des Geschäftsführers in der Hand hat.

Nachdenken sollte man im selben Zusammenhang auch darüber, die Leitungsposition
zu teilen. Ein guter Leiter wird nicht beides können: Öffentlich mit Standing
(etwa aus dem Feld der Wissenschaften) Wikipedia und die Schwesterprojekte
vertreten und gleichzeitig all das Administrative leisten. Zudem wäre eine
Doppelspitze gute interne Balance der Leitung,

Gruß,
Olaf Simons


Das Link zum Satzungsvorschlag, den ich seinerzeit als Community-Vertreter
vorlegte
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:WMDE-Satzungsentwurf_Olaf_Simons_2010-12-14.pdf









> Martin Kraft <[hidden email]> hat am 16. November 2014 um 21:39
> geschrieben:
>
>
> Am 16.11.2014 um 18:52 schrieb Sebastian Wallroth:
> > Die Vision zum Verein, die von Pavel Richter und Sebastian Moleski 2011
> > entwickelt wurde, stellt sich mir so dar: Eine Geschäftsstelle, die vom
> > Vorstand zusammengestellt und von niemandem kontrolliert wird. Das
> > Präsidium ist eine Art Beirat, das möglichst mit klingenden Namen zu
> > besetzten ist. Die Mitglieder stellen eine verlässliche Einnahmequelle
> > dar und unterstreichen mit ihrer Anzahl die Bedeutung des Vereins. Dabei
> > ist die Geschäftsstelle der Verein. Die Zielsetzung des Vereins ist
> > schwammig mit Förderung Freien Wissens angegeben. Das soll mit
> > effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Gelder passieren.
> > Freiwillige zwar eine historische Last, aber ein Unsicherheitsfaktor und
> > können vernachlässigt werden. [7]
> Danke, dass es endlich mal jemand konkret das benennt, was ja offenbar
> der eigentliche Grund für die Trennung von Pavel war. Wäre diese
> Differenz im Aufgabenverständnis der Geschäftsstelle schon auf der
> letzten MV so klar benannt worden, hätte das wahrscheinlich einem
> Großteil des dort geäußerten Unverständnisses die Grundlage entzogen.
>
> Die GS als von der Community losgelösten Firma ohne konkrete
> Einflussmöglichkeit der Vereinsmitglieder, kann sich ja von den
> einfachen Mitgliedern eigentlich niemand wünschen...?! Ich jedenfalls
> teile da eher die von Dir skizzierte Vision.
>
> // Martin
>
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Mobil: +49-179-5196880

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
In reply to this post by Martin Kraft
Hallo Martin,


die konkrete Bennennung von Differenzen war imho auf der MV bereits
deutlich, aber es ist sicher gut, wenn es nochmals wiederholt wird hier von
Sebastian. Okay, auch wenn die Deutlichkeit unter einer versucht
diplomatischen Sprachregelung teilweise gelitten hat im Mai, wäre die
letzte MV in weiten Teilen so gelaufen, wie sie lief, weil eben einige
zusammen mit "ihrem Pavel" auch diese Ausrichtung des Vereins verloren
haben und deswegen imho von diesen speziellen Kreisen ein übertriebenes
Bohei produziert wurde. (Es gab natürlich auch berechtigte Unruhe, aber
darum wurde sich weitesgehend den Umständen ensprechend gekümmert). Naja,
dieser Teil ist ja jetzt hinter uns (auch wenn einige es immer noch nicht
einsehen wollen und bei jeder Gelegenheit nachtreten müssen).

Aber das Ganze ist dann auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick
ausschaut. Eine Trennung von einem Vorstand ändert noch lange nicht das
"Erbe", das in dieser Zeit entstanden ist. In der Geschäftsstelle bedeutet
dies, dass hinsichtlich effizientem Knowledge- und Kontaktmanagement,
hinsichtlich guter Mitarbeiterentwicklung, nachvollziehbarer
Prozessoptimierung und transparentem Controlling und last but not least
hinsichtlich einem an Communities- und Mitglieder-Unterstützung
ausgerichtetem Spirit noch einiges zu tun ist. Gleichzeitig gab es ja
durchaus gute Entwicklungen und gute Mitarbeiter, die sich auch damals
schon einfach ihr Ding durchgezogen haben. Es gilt also dranzubleiben an
der Veränderung, die auch nach einer solch wichtigen Personalentscheidung
nicht vom Himmel fällt.

---

Für mich ist die Wahl genau deswegen sehr wichtig und für mich sind es zwei
"Personenpools", aus denen ich mir wünschen würde, dass sich das neue
Präsidium zusammensetzt. Einmal ist das klar das alte Präsidium, das trotz
einer manchmal intern herausfordernden Heterogenität (fast) immer
zusammengefunden hat (exklusiv dem ehemaligen Vorsitzenden, der eher durch
merkwürdige Soloaktionen als durch Führung auf sich aufmerksam machte bis
er sein Amt niederlegte). Das ist eine Qualität, die ich gerne mit mehr
inhaltlicher Arbeit als im letzten Jahr mit diesen Leuten fortsetzen würde.

Der andere "Pool" besteht aus einigen der Kandidaten, die sich neu bewerben
und die aus unterschiedlichsten Ecken (Community, Open Culture,
Kulturinstitutionen) frische Impulse bringen können.

Eine Gruppe, die imho einem echten im Alltag spürbaren Wandel im Wege
stehen wird und deswegen von mir als nicht wählbar angesehen wird, lässt
sich relativ einfach identifizieren - das sind die, die entweder mit
falschen Tatsachenbehauptungen, übler pseudo-sachlicher Rhetorik oder
großen leeren Worten in ihren eigenen Bewerbungen(!) über das aktuelle
Präsidium und dessen Arbeit herziehen.
Denn: Eine der zentralen Arbeiten, die das aktuelle Präsidium geleistet
hat, nämlich sich um die frühzeitige Trennung vom ehemaligen Vorstand zu
kümmern, ermöglicht es erst, dass dieser Verein nun die Grundlage hat, über
einen tatsächlichen Wandel hin zu einer Ausrichtung an Community- und
Mitglieder-Unterstützung nachzudenken. Unter dem alten Vorstand hätte es
diesen Aufbruch nicht im Geringsten gegeben.

----

Ich persönliche sehe neben der Hauptaufgabe
("Community/Mitgliederausrichtung") auch die Notwendigkeit die bereits
begonnene Professionalisierung der Vereinsarbeit in der Geschäftstelle
durch das Präsidium voranzubringen/zu beaufsichtigen. Dies ist eine
Kernaufgabe des kommenden Vorstandes und wird vom aktuellen "leadership
team" rund um den Interimsvorstand Jan Engelmann auch schon soweit möglich
- quasi nebenher - begonnen, wenn ich das richtig wahrnehme. Eine
Geschäftsstelle, die als offener Ansprechpartner und Unterstützer von
möglichst vielen Freiwilligen aktiv sein will, braucht definitiv bessere
Orga-Prozesse als sie jetzt existieren.

Abschliessend schliesse ich mich einigen Ausführungen von Olaf Simons in
der letzen Mail hier an und möchte diesbezüglich daraufhinweisen, dass es
gilt den bis ins 1. Quartal 2015 laufenden vom Präsidium eingesetzten
Governance Review Prozess zu nutzen, über genau diese Fragen der
Professionalisierung ausführlich zu diskutieren. Diesen Prozess gilt es
seitens des neuen Präsidiums so zu gestalten, dass eine breite (wirklich
breite) und aber auch ergebnis-orientierte Arbeit stattfindet.


Beste Grüsse

Jens

Am 16. November 2014 21:39 schrieb Martin Kraft <[hidden email]>:

> Am 16.11.2014 um 18:52 schrieb Sebastian Wallroth:
>
>> Die Vision zum Verein, die von Pavel Richter und Sebastian Moleski 2011
>> entwickelt wurde, stellt sich mir so dar: Eine Geschäftsstelle, die vom
>> Vorstand zusammengestellt und von niemandem kontrolliert wird. Das
>> Präsidium ist eine Art Beirat, das möglichst mit klingenden Namen zu
>> besetzten ist. Die Mitglieder stellen eine verlässliche Einnahmequelle
>> dar und unterstreichen mit ihrer Anzahl die Bedeutung des Vereins. Dabei
>> ist die Geschäftsstelle der Verein. Die Zielsetzung des Vereins ist
>> schwammig mit Förderung Freien Wissens angegeben. Das soll mit
>> effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Gelder passieren.
>> Freiwillige zwar eine historische Last, aber ein Unsicherheitsfaktor und
>> können vernachlässigt werden. [7]
>>
> Danke, dass es endlich mal jemand konkret das benennt, was ja offenbar der
> eigentliche Grund für die Trennung von Pavel war. Wäre diese Differenz im
> Aufgabenverständnis der Geschäftsstelle schon auf der letzten MV so klar
> benannt worden, hätte das wahrscheinlich einem Großteil des dort geäußerten
> Unverständnisses die Grundlage entzogen.
>
> Die GS als von der Community losgelösten Firma ohne konkrete
> Einflussmöglichkeit der Vereinsmitglieder, kann sich ja von den einfachen
> Mitgliedern eigentlich niemand wünschen...?! Ich jedenfalls teile da eher
> die von Dir skizzierte Vision.
>
> // Martin
>
>
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Jens Best
Präsidium
Wikimedia Deutschland e.V.
web: http://www.wikimedia.de
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Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Sebastian Wallroth-3
Liebe Listenleser,

"damit die Arbeit der vergangenen Jahrhunderte nicht nutzlos für die
kommenden Jahrhunderte gewesen sei; damit unsere Enkel nicht nur
gebildeter, sondern gleichzeitig auch tugendhafter und glücklicher werden,
und damit wir nicht sterben, ohne uns um die Menschheit verdient gemacht zu
haben" (Zitat aus der Satzung, Denis Diderot zugeschrieben).

Wikimedia Deutschland hat seine Gemeinnützigkeit deswegen staatlich
verliehen bekommen, weil er die "Chancengleichheit beim Zugang zu Wissen
und Bildung fördert", in dem er "die Erstellung, Sammlung und Verbreitung
freier Inhalte in selbstloser Tätigkeit fördert" (Zweck aus der Satzung).
Das ist ein sehr konkreter Zweck, der über eine Vielzahl von Wegen erreicht
werden kann. Dazu gehört seit Jahr und Tag die Unterstützung der Community
in den Wikimedia-Projekten, besonders in der Wikipedia. Dazu gehört aber
noch viel viel mehr, was nicht in den Wikimedia-Projekten stattfindet,
sondern sich (aus Innensicht der Wikimedia-Projekte) nach außen wendet.
Wikimedia Deutschland muss notwendigerweise alles gleichzeitig sein:
Unterstützer der Community und "Fanclub" der Wikipedia, Aktivist für freie
Lizenzen und Streiter für eine modernere Bildungspolitik, Entwickler
zeitgemäßer Tools und vertrauenswürdiger Ansprechpartner für Partner mit
ähnlichen Zielen oder uns geneigten Möglichkeiten, und noch viel mehr.

Die Frage, welche dieser Tätigkeiten am besten auf ehrenamtlicher oder
hauptamtlicher Basis stattfinden, muss sich allein an objektiven Kritierien
wie Effizienz und Effektivität messen lassen. Das letzte Jahrzehnt hat
bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern dass es
im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht. Das sollte
aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen mitunter
eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit muss
sich vielmehr gegenseitig komplementieren, und zwar ohne diese elenden
Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.

Im Vordergrund der Arbeit des Vereins muss jederzeit stehen: wie können wir
am effizientesten und am erfolgreichsten freies Wissen fördern. Geht das am
besten mit ehrenamtlichen Engagement, dann muss darauf gesetzt werden,
Freiwilligen aktiv die benötigte Unterstützung zu geben. Ist es am besten,
wenn hauptamtliche Mitarbeiter ihre gesamte Arbeitszeit in eine Aufgabe
stecken, dann müssen solche Mitarbeiter gesucht, eingestellt und gefördert
werden. Ist es am besten, ein Projekt mit einem externen Partner
aufzuziehen, dann suchen wir uns den und sorgen dafür, dass es passiert.
Wenn wir nicht wissen, welcher Weg am besten ist, probieren wir es aus, bis
die Ergebnisse klar werden. Das mag einigen zu pragmatisch sein, für mich
ist das eine selbstverständliche Herangehensweise, die sich allein schon
aus dem Gebot der wirtschaftlichen Verwendung unserer Mittel zwingend
ergibt..

Die Karrikatur eines Vereins, wie sie Sebastian Wallroth nun Pavel und mir
zuschreibt, hat es nie gegeben und war auch von niemanden gewollt. Sie
entspricht auch nicht der Realität, wenn man sich die Pläne der vergagenen
Jahre und die Entwicklung bspw. der Mitarbeiterzahlen ansieht. Ein reines
Zahlenwachstum gab es nie, es ging immer darum, Ziele zu errreichen und die
dafür notwendigen Mittel bereitzustellen. Klar gab und gibt es Schwächen,
was die Messbarkeit einiger Ziele angeht, was ja aktuell auch von der
Wikimedia Foundation bemängelt wird. Das heißt halt, dass wir hier noch
besser werden müssen.

Dem Verein sind mit Grabenkämpfen oder überhaupt mit einer Behauptung
solcher tiefer Gräben zwischen Fraktionen in keinster Weise geholfen. Eine
Polairisierung, wie sie nach meinem Empfinden in der Wikipedia viel zu sehr
Überhand nimmt, brauchen wir in unserem Verein nicht. Dafür gibt es viel zu
viel zu tun, und viel zu viele Leute, die sich auf den verschiedensten
Weisen für freies Wissen engagieren wollen. Dieses entweder-oder-Gehabe,
wie es in einigen Beiträgen der letzten Tage auftritt, ist daher so
ermüdend wie irrgeleitet.

Ich für meinen Teil möchte einen starken, handlungsfähigen Verein, der
seinen Satzungszweck mit allem Leben füllt, das möglich ist. Er soll ein
Zuhause für jedermann sein, der sich für diesen Zweck engagiert, egal auf
welche Weise und in welcher Form. Und er soll nie zufrieden sein mit dem,
was erreicht wurde, sondern immer danach streben, freies Wissen auf noch
besseren Wegen zu fördern.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Marcus Cyron-2

Am 17.11.2014 13:17, schrieb Sebastian Moleski:
> Dem Verein sind mit Grabenkämpfen oder überhaupt mit einer Behauptung
> solcher tiefer Gräben zwischen Fraktionen in keinster Weise geholfen.
Nö - geholfen ist damit Niemandem. Aber bei einem Kandidaten wie sie es
einer sind kann man nicht genug warnen. Wer sie wählt, wählt zehn
Schritt zurück. Und das darf man nicht verschweigen, daß muß man
thematisieren. Denn dem Verein wäre weniger geholfen, würde man es nicht
tun. Würden sie aber solche Sätze nicht nur predigen, sondern auch
leben, würden sie ihre Kandidatur zurück ziehen. Es wurde ja mehrfach
angedeutet - auch durch sie - daß WMDE wegen des Vorstandswechsels nicht
mehr als guter Partner "da draussen" angesehen würde. Mal davon
abgesehen, daß das eine unbewiesene Tatsachenbehauptung ist ("da
draussen" interessiert das nämlich Niemanden, das war nämlich ein völlig
normaler Vorgang in der Welt der Menschen!) - wenn jemand wie sie
gewählt würde, wäre das sicher wirklich ein Schlag ins Kontor. Wer
solange braucht um endlich unrecht erworbenes Geld zurück zu fordern
(und wir glauben natürlich alle dir Mär vom Zufall des
Rückzahlungstermins just dann, als es wirklich kritisch für sie werden
sollte [und an den Weihnachtsmann und die Scheibenform der Erde glauben
wir natürlich auch]), kann sich vielleicht rechtlich retten. Moralisch
nicht mehr. Zu all den anderen Sachen, die zum Teil nur deshalb nicht
mehr thematisiert wurden, weil sie Gott sei dank nicht mehr für das
Präsidium antraten, ganz zu schweigen. Ich halte sie für eine moralisch
absolut fragwürdige Person. Integrität hingegen für wichtig für einen
Posten im WMDE-Präsidium. Mit ihrer Rückkehr kann es also nicht mehr
heissen, wir vergessen es und Schwamm drüber. Jetzt müssen wir
offensichtlich doch noch einmal über alles reden. Angefangen bei ihrem
Auftritt auf der letzten MV mit ihrem Erpressungsversuch sowie der
Veröffentlichung von Dingen, die sie weder haben sollten noch auch nur
im Ansatz waren zu publizieren. Dafür hätte man sie aus dem Verein
werfen müssen. Ich wollte einen solchen Antrag wirklich stellen, lies es
dann aber, weil das damit einhergehende Theater wohl riesig gewesen
wäre. Ich habe mich also an das gehalten was sie da oben skizzieren.  Im
Nachhinein war es offenbar ein Fehler.

Marcus Cyron

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Marcus Cyron-2

Am 17.11.2014 18:35, schrieb Marcus Cyron:

>
> Am 17.11.2014 13:17, schrieb Sebastian Moleski:
>> Dem Verein sind mit Grabenkämpfen oder überhaupt mit einer Behauptung
>> solcher tiefer Gräben zwischen Fraktionen in keinster Weise geholfen.
> Nö - geholfen ist damit Niemandem. Aber bei einem Kandidaten wie sie
> es einer sind kann man nicht genug warnen. Wer sie wählt, wählt zehn
> Schritt zurück. Und das darf man nicht verschweigen, daß muß man
> thematisieren. Denn dem Verein wäre weniger geholfen, würde man es
> nicht tun. Würden sie aber solche Sätze nicht nur predigen, sondern
> auch leben, würden sie ihre Kandidatur zurück ziehen. Es wurde ja
> mehrfach angedeutet - auch durch sie - daß WMDE wegen des
> Vorstandswechsels nicht mehr als guter Partner "da draussen" angesehen
> würde. Mal davon abgesehen, daß das eine unbewiesene
> Tatsachenbehauptung ist ("da draussen" interessiert das nämlich
> Niemanden, das war nämlich ein völlig normaler Vorgang in der Welt der
> Menschen!) - wenn jemand wie sie gewählt würde, wäre das sicher
> wirklich ein Schlag ins Kontor. Wer solange braucht um endlich unrecht
> erworbenes Geld zurück zu fordern (und wir glauben natürlich alle dir
> Mär vom Zufall des Rückzahlungstermins just dann, als es wirklich
> kritisch für sie werden sollte [und an den Weihnachtsmann und die
> Scheibenform der Erde glauben wir natürlich auch]), kann sich
> vielleicht rechtlich retten. Moralisch nicht mehr. Zu all den anderen
> Sachen, die zum Teil nur deshalb nicht mehr thematisiert wurden, weil
> sie Gott sei dank nicht mehr für das Präsidium antraten, ganz zu
> schweigen. Ich halte sie für eine moralisch absolut fragwürdige
> Person. Integrität hingegen für wichtig für einen Posten im
> WMDE-Präsidium. Mit ihrer Rückkehr kann es also nicht mehr heissen,
> wir vergessen es und Schwamm drüber. Jetzt müssen wir offensichtlich
> doch noch einmal über alles reden. Angefangen bei ihrem Auftritt auf
> der letzten MV mit ihrem Erpressungsversuch sowie der Veröffentlichung
> von Dingen, die sie weder haben sollten noch auch nur im Ansatz waren
> zu publizieren. Dafür hätte man sie aus dem Verein werfen müssen. Ich
> wollte einen solchen Antrag wirklich stellen, lies es dann aber, weil
> das damit einhergehende Theater wohl riesig gewesen wäre. Ich habe
> mich also an das gehalten was sie da oben skizzieren.  Im Nachhinein
> war es offenbar ein Fehler.
>
> Marcus Cyron
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"Wer solange braucht um endlich unrecht erworbenes Geld zurück zu
fordern" - lies: "Wer solange braucht um endlich unrecht erworbenes Geld
zurück zu zahlen"


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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Wallroth-3
In reply to this post by Sebastian Moleski-2
Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung von
freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
> Das letzte Jahrzehnt hat
> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern dass es
> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.

Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für Freies
Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
gigantische Anzahl von Mitstreitenden.

Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.

> Das sollte
> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen mitunter
> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit muss
> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,

Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen - wer
kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen beschränkt,
die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von Ehrenamtlichen
geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
von Ehrenamtlichen gestaltet.

Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.

Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen

> und zwar ohne diese elenden
> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.

Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen
zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die Arbeit
der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum tut
das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
sträflich brach.

Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.

Mit freundlichen Gruß,
Sebastian Wallroth

Sebastian Wallroth
Präsidium
Wikimedia Deutschland
http://about.me/real68er
PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei! http://spenden.wikimedia.de/




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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Ziko van Dijk-3
Lieber Sebastian, lieber Sebastian,

in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
Ausbildung.

Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.

Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)

Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.

Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
Kinder wütend um sich.

2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...

Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
verbessern.

Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.

Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
vielleicht etwas spät.

Besten Gruß
Ziko van Dijk



Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
<[hidden email]>:

> Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung von
> freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
> dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
>> Das letzte Jahrzehnt hat
>> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
>> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern dass es
>> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
>
> Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
> Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für Freies
> Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
> lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
> bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
> kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
> von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
> gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
>
> Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
>
>> Das sollte
>> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen mitunter
>> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit muss
>> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
>
> Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen - wer
> kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
> dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
> auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
> bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen beschränkt,
> die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
> nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von Ehrenamtlichen
> geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
> Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
> von Ehrenamtlichen gestaltet.
>
> Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
> ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
> Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
> Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
>
> Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
>
>> und zwar ohne diese elenden
>> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
>> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
>
> Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen
> zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
> weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
> dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die Arbeit
> der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum tut
> das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
> mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
> sträflich brach.
>
> Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
> Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
>
> Mit freundlichen Gruß,
> Sebastian Wallroth
>
> Sebastian Wallroth
> Präsidium
> Wikimedia Deutschland
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> PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>
> Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei! http://spenden.wikimedia.de/
>
>
>
>
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
Lieber Ziko,

auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde (als
Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde ich
ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig ist.

Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
auswechseln,
aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der Realität
muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl vermittelt
bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der Monarch
ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu können.
Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann überrascht,
wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister konkret
das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden, aber
zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr begeben,
sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert wird.

So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig überstrapaziert,
aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.


Beste Grüsse

Jens

PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische *Monarchie ist.

Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]>:

> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
>
> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
> Ausbildung.
>
> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
>
> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
>
> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
>
> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
> Kinder wütend um sich.
>
> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
>
> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
> verbessern.
>
> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
>
> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
> vielleicht etwas spät.
>
> Besten Gruß
> Ziko van Dijk
>
>
>
> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
> <[hidden email]>:
> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung von
> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
> >> Das letzte Jahrzehnt hat
> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern
> dass es
> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
> >
> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für Freies
> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
> >
> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
> >
> >> Das sollte
> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
> mitunter
> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit
> muss
> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
> >
> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen - wer
> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen beschränkt,
> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von Ehrenamtlichen
> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
> >
> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
> >
> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
> >
> >> und zwar ohne diese elenden
> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
> >
> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen
> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die Arbeit
> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum tut
> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
> > sträflich brach.
> >
> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
> >
> > Mit freundlichen Gruß,
> > Sebastian Wallroth
> >
> > Sebastian Wallroth
> > Präsidium
> > Wikimedia Deutschland
> > http://about.me/real68er
> > PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
> >
> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> http://spenden.wikimedia.de/
> >
> >
> >
> >
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Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Michael Jost
In reply to this post by Sebastian Wallroth-3
On 11/17/2014 11:45 PM, Sebastian Wallroth wrote:
> Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
> Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.

Die Geschäftsstelle sollte Infrastukturdienstleister des Vereins und der
Community sein, bzw. Infrastrukturdienstleistungen vermitteln. Nicht
mehr, außer wenn ausdrücklich gesondert beauftragt.

Und ansonsten wünsche ich mir einen freundlicheren Ton hier, bei allen
Gegensätzen.


Grüße,
Michael

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Rainer Knaepper-2
In reply to this post by DerHexer
[hidden email] (DerHexer)  am 16.11.14:


>> Und dazu gehört die ständige Reflektion des eigenen Handelns, ob
>> das, was man
>> tut, auch tatsächlich den Effekt hat,den man erreichen wollte,
>> verbunden mit der dafür notwendigen Bereitschaft, seine Meinugen
>> und Positionen auch zu ändern, wenn sie sich als untauglich
>> herausgestellt haben..
>>
> Genau so sollte es sein! Mögen sich doch alle dieser Worte
> besinnen, auf ihre eigenen Fehler zurückschauen, diese akzeptieren
> und sich für sie entschuldigen (ganz zu schweigen von Reue,
> Umdenken und Besserung) - jetzt und an dieser Stelle!

ymmd!

Rainer

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Sebastian Wallroth-3
Guten Morgen,

statt noch mehr Worte darüber zu verlieren, welche Bedeutung die
Einbeziehung der Mitglieder und der Community für mich hat, lass ich lieber
Fakten sprechen. Dazu drei wesentliche Dinge:

1) Ich habe mich jahrelang dafür eingesetzt, dass Mitglieder und Community
mehr Mitspracherechte bei Entscheidungen im Verein erhalten. Seit 2007 habe
ich insgesamt 24 Anträge an die Mitgliederversammlung gestellt, wovon 18
Anträge angenommen wurden. 12 dieser Anträge beinhalteten in wesentlichen
Teilen mehr Beteiligungsmöglichkeiten für die Mitglieder, für die Community
oder für beide. Wer sich für die Details meiner Tätigkeit der letzten
sieben Jaher im Verein interessiert, kann sich hier informieren:
https://forum.wikimedia.de/wiki/Benutzer:Sebmol

2) Ich war seit November 2012 im Verein nur noch in der AG Wahlen aktiv. So
viel Verantwortung ich als Vorsitzender für die Entwicklung des Vereins bis
zu dem Zeitpunkt übernehme, so wenig lasse ich mir die Defizite danach
anlasten. In dem Zusammenhang finde ich es mehr als befremdlich, wenn sich
Präsidiumsmitglieder, die seit Jahren in dem Gremium sitzen, über
Unzulänglichkeiten bei der Unterstützung Freiwilliger beklagen, sie es aber
anscheinend nicht schaffen, da anders wirksam Abhilfe zu schaffen, als den
Vorstand abzuberufen. Für mich ist das ein Zeichen, dass hier das
Instrumentarium, dass dem Präsidium zur Beeinflussung der Geschäftsführung
fraglos vorliegt, nicht hinreichend genutzt wurde. Alles auf die genialen
Künste des Vorstands zur Ausschaltung des Präsidiums zu schieben bzw. die
Satzung dafür verantwortlich zu machen weckt in mir erhebliche Zweifel an
der vorliegenden fachlichen Führungs- und Aufsichtskompetenz im Präsidium.

3) Ich war fraglos an der Bestellung von Pavel Richter zuerst als
angestellter Geschäftsführer und dann als hauptamtlicher Vorstand
wesentlich beteiligt. Ich bin aber nicht mit ihm verheiratet und muss
deshalb auch nicht alles gut und hervorragend finden, was unter seiner
Führung im Verein passiert ist. Er hat Stärken und Schwächen wie jeder
Mensch. Als wir (das 1. Präsidium) Pavel 2011 zum Vorstand haben, wurde mit
ihm vereinbart, dass Ende 2014 die Entscheidung darüber getroffen werden
wird, ob seine Amtszeit verlängert oder aber eine Neuausschreibung
stattfinden sollte. Ich persönlich hätte jetzt eine Neuausschreibung
unterstützt, weil die Frage, ob Pavel auch für die weitere Entwicklung des
Vereins der richtige Vorstand gewesen wäre, angesichts der weit erkennbaren
Unzufriedenheit sachlich und kompetent diskutiert werden sollte. Die
Neuausschreibung hätte es einerseits Pavel ermöglicht, sich für eine neue
Amtszeit neu aufzustellen, als auch dem Präsidium die Möglickeit gegeben,
sich die tatsächliche Marktlage für geeignete Kandidaten anzuschauen.

Ich habe sicher nicht immer alles richtig gemacht und würde einige (wenige)
Entscheidungen vergangener Jahre mit rückblickender Betrachtung und
gewachsener Erfahrung heute anders treffen. Gleichwohl lasse ich mir aber
nicht vorwerfen, ich hätte mich nicht stets für die Förderung freien
Wissens im Allgemeinen und die Interessen von Wikimedia Deutschland im
Speziellen eingesetzt.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Olaf Kosinsky-3
Hallo Sebastian,

Am 18. November 2014 09:18 schrieb Sebastian Moleski <
[hidden email]>:

>
> Ich habe sicher nicht immer alles richtig gemacht und würde einige (wenige)
> Entscheidungen vergangener Jahre mit rückblickender Betrachtung und
> gewachsener Erfahrung heute anders treffen. Gleichwohl lasse ich mir aber
> nicht vorwerfen, ich hätte mich nicht stets für die Förderung freien
> Wissens im Allgemeinen und die Interessen von Wikimedia Deutschland im
> Speziellen eingesetzt.
>
> Beste Grüße
> Sebastian Moleski
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>

Ja, Du hast Fehler gemacht. Du schreibst überall, dass der Verein endlich
zur Ruhe kommen muss. Für Unruhe hast Du gesorgt.

Ich darf an die Mitgliederversammlung im Mai 2014 in Frankfurt erinnern.
(Für alle, die das Protokoll kennen: ich beziehe mich auf den ersten
Abschnitt auf Seite 18).

Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem Verein
gibt, bewußt gebrochen !!!

Du hast als Schatzmeister Zugang zu vielen vertraulichen Informationen,
z.B. Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsdaten, Abrechnungsdaten,
Mitgliederdaten, Spenderdaten. Alles Daten, die nicht in die Öffentlichkeit
gehören.

Wie willst Du eigentlich Mitarbeiter, Mitglieder und Spender davon
überzeugen, dass Daten bei Dir "in guten Händen sind" und nicht, wenn es
Dir mal "in den Kram passt", veröffentlicht werden?

Beste Grüße
Olaf
_______________________________________________
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https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Ziko van Dijk-3
In reply to this post by Jens Best
Jens, eine seltsame Mail... ich weiß nicht, warum du meine
Nationalität thematisierst...
Ziko


Am 18. November 2014 01:21 schrieb Jens Best <[hidden email]>:

> Lieber Ziko,
>
> auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde (als
> Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde ich
> ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
> Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig ist.
>
> Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> auswechseln,
> aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der Realität
> muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
> sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl vermittelt
> bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der Monarch
> ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu können.
> Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
> Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann überrascht,
> wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister konkret
> das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
> wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden, aber
> zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr begeben,
> sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
> vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert wird.
>
> So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig überstrapaziert,
> aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens
>
> PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische *Monarchie ist.
>
> Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]>:
>
>> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
>>
>> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
>> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
>> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
>> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
>> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
>> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
>> Ausbildung.
>>
>> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
>> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
>> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
>> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
>> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
>> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
>>
>> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
>> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
>> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
>> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
>> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
>> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
>> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
>> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
>> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
>> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
>> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
>>
>> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
>> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
>> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
>> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
>> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
>>
>> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
>> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
>> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
>> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
>> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
>> Kinder wütend um sich.
>>
>> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
>> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
>> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
>> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
>> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
>> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
>>
>> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
>> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
>> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
>> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
>> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
>> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
>> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
>> verbessern.
>>
>> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
>> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
>> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
>> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
>> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
>> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
>> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
>> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
>> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
>>
>> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
>> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
>> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
>> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
>> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
>> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
>> vielleicht etwas spät.
>>
>> Besten Gruß
>> Ziko van Dijk
>>
>>
>>
>> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
>> <[hidden email]>:
>> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung von
>> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
>> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
>> >> Das letzte Jahrzehnt hat
>> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
>> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern
>> dass es
>> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
>> >
>> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
>> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für Freies
>> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
>> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
>> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
>> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
>> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
>> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
>> >
>> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
>> >
>> >> Das sollte
>> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
>> mitunter
>> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit
>> muss
>> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
>> >
>> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen - wer
>> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
>> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
>> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
>> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen beschränkt,
>> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
>> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von Ehrenamtlichen
>> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
>> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
>> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
>> >
>> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
>> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
>> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
>> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
>> >
>> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
>> >
>> >> und zwar ohne diese elenden
>> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
>> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
>> >
>> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen
>> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
>> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
>> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die Arbeit
>> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum tut
>> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
>> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
>> > sträflich brach.
>> >
>> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
>> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
>> >
>> > Mit freundlichen Gruß,
>> > Sebastian Wallroth
>> >
>> > Sebastian Wallroth
>> > Präsidium
>> > Wikimedia Deutschland
>> > http://about.me/real68er
>> > PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>> >
>> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
>> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
>> http://spenden.wikimedia.de/
>> >
>> >
>> >
>> >
>> > _______________________________________________
>> > VereinDE-l mailing list
>> > [hidden email]
>> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
>
>
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> Jens Best
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> Wikimedia Deutschland e.V.
> web: http://www.wikimedia.de
> mail: jens.best <http://goog_17221883>@wikimedia.de
>
> Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
> Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
> Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
> anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
> Steuernummer 27/681/51985.
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
@Ziko

Na, wegen deiner Metapher mit der konstitutionellen Monarchie. :)
Am 18.11.2014 21:11 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:

> Jens, eine seltsame Mail... ich weiß nicht, warum du meine
> Nationalität thematisierst...
> Ziko
>
>
> Am 18. November 2014 01:21 schrieb Jens Best <[hidden email]>:
> > Lieber Ziko,
> >
> > auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde (als
> > Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde
> ich
> > ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
> > Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig
> ist.
> >
> > Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> > auswechseln,
> > aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der
> Realität
> > muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
> > sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl
> vermittelt
> > bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der
> Monarch
> > ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu können.
> > Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
> > Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann
> überrascht,
> > wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister
> konkret
> > das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
> > wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden, aber
> > zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr begeben,
> > sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
> > vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert wird.
> >
> > So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig
> überstrapaziert,
> > aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.
> >
> >
> > Beste Grüsse
> >
> > Jens
> >
> > PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische *Monarchie
> ist.
> >
> > Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]>:
> >
> >> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
> >>
> >> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
> >> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
> >> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
> >> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
> >> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
> >> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
> >> Ausbildung.
> >>
> >> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
> >> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
> >> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
> >> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
> >> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
> >> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
> >>
> >> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
> >> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
> >> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
> >> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
> >> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
> >> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
> >> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
> >> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
> >> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> >> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
> >> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
> >>
> >> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
> >> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
> >> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
> >> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
> >> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
> >>
> >> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
> >> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
> >> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
> >> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
> >> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
> >> Kinder wütend um sich.
> >>
> >> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
> >> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
> >> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
> >> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
> >> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
> >> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
> >>
> >> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
> >> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
> >> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
> >> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
> >> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
> >> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
> >> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
> >> verbessern.
> >>
> >> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
> >> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
> >> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
> >> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
> >> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
> >> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
> >> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
> >> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
> >> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
> >>
> >> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
> >> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
> >> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
> >> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
> >> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
> >> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
> >> vielleicht etwas spät.
> >>
> >> Besten Gruß
> >> Ziko van Dijk
> >>
> >>
> >>
> >> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
> >> <[hidden email]>:
> >> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung
> von
> >> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
> >> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
> >> >> Das letzte Jahrzehnt hat
> >> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende
> Enzyklopädie in
> >> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern
> >> dass es
> >> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
> >> >
> >> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
> >> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für
> Freies
> >> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
> >> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
> >> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
> >> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
> >> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
> >> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
> >> >
> >> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
> >> >
> >> >> Das sollte
> >> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
> >> mitunter
> >> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche
> Tätigkeit
> >> muss
> >> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
> >> >
> >> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen -
> wer
> >> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
> >> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
> >> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
> >> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen
> beschränkt,
> >> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
> >> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von
> Ehrenamtlichen
> >> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
> >> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
> >> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
> >> >
> >> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
> >> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
> >> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
> >> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
> >> >
> >> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
> >> >
> >> >> und zwar ohne diese elenden
> >> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
> >> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
> >> >
> >> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf
> gestoßen
> >> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
> >> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
> >> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die
> Arbeit
> >> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum
> tut
> >> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
> >> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
> >> > sträflich brach.
> >> >
> >> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern
> würden.
> >> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
> >> >
> >> > Mit freundlichen Gruß,
> >> > Sebastian Wallroth
> >> >
> >> > Sebastian Wallroth
> >> > Präsidium
> >> > Wikimedia Deutschland
> >> > http://about.me/real68er
> >> > PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
> >> >
> >> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu
> der
> >> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> >> http://spenden.wikimedia.de/
> >> >
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> > Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
> > Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
> > Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
> > anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
> > Steuernummer 27/681/51985.
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