Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Ziko van Dijk-3
Vielleicht hat es seinen Sinn, Jens, dass gerade du dich auf die Mail
gemeldet hast.
Ziko

PS.: Ich bin Deutscher.


Am 18. November 2014 21:13 schrieb Jens Best <[hidden email]>:

> @Ziko
>
> Na, wegen deiner Metapher mit der konstitutionellen Monarchie. :)
> Am 18.11.2014 21:11 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
>
>> Jens, eine seltsame Mail... ich weiß nicht, warum du meine
>> Nationalität thematisierst...
>> Ziko
>>
>>
>> Am 18. November 2014 01:21 schrieb Jens Best <[hidden email]>:
>> > Lieber Ziko,
>> >
>> > auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde (als
>> > Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde
>> ich
>> > ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
>> > Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig
>> ist.
>> >
>> > Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
>> > auswechseln,
>> > aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der
>> Realität
>> > muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
>> > sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl
>> vermittelt
>> > bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der
>> Monarch
>> > ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu können.
>> > Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
>> > Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann
>> überrascht,
>> > wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister
>> konkret
>> > das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
>> > wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden, aber
>> > zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr begeben,
>> > sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
>> > vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert wird.
>> >
>> > So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig
>> überstrapaziert,
>> > aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.
>> >
>> >
>> > Beste Grüsse
>> >
>> > Jens
>> >
>> > PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische *Monarchie
>> ist.
>> >
>> > Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]>:
>> >
>> >> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
>> >>
>> >> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
>> >> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
>> >> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
>> >> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
>> >> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
>> >> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
>> >> Ausbildung.
>> >>
>> >> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
>> >> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
>> >> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
>> >> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
>> >> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
>> >> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
>> >>
>> >> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
>> >> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
>> >> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
>> >> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
>> >> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
>> >> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
>> >> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
>> >> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
>> >> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
>> >> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
>> >> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
>> >>
>> >> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
>> >> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
>> >> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
>> >> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
>> >> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
>> >>
>> >> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
>> >> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
>> >> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
>> >> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
>> >> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
>> >> Kinder wütend um sich.
>> >>
>> >> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
>> >> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
>> >> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
>> >> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
>> >> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
>> >> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
>> >>
>> >> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
>> >> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
>> >> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
>> >> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
>> >> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
>> >> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
>> >> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
>> >> verbessern.
>> >>
>> >> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
>> >> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
>> >> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
>> >> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
>> >> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
>> >> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
>> >> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
>> >> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
>> >> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
>> >>
>> >> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
>> >> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
>> >> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
>> >> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
>> >> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
>> >> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
>> >> vielleicht etwas spät.
>> >>
>> >> Besten Gruß
>> >> Ziko van Dijk
>> >>
>> >>
>> >>
>> >> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
>> >> <[hidden email]>:
>> >> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung
>> von
>> >> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
>> >> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
>> >> >> Das letzte Jahrzehnt hat
>> >> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende
>> Enzyklopädie in
>> >> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern
>> >> dass es
>> >> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
>> >> >
>> >> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
>> >> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für
>> Freies
>> >> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
>> >> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
>> >> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
>> >> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
>> >> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
>> >> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
>> >> >
>> >> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
>> >> >
>> >> >> Das sollte
>> >> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
>> >> mitunter
>> >> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche
>> Tätigkeit
>> >> muss
>> >> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
>> >> >
>> >> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen -
>> wer
>> >> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
>> >> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
>> >> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
>> >> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen
>> beschränkt,
>> >> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
>> >> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von
>> Ehrenamtlichen
>> >> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
>> >> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
>> >> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
>> >> >
>> >> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
>> >> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
>> >> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
>> >> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
>> >> >
>> >> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
>> >> >
>> >> >> und zwar ohne diese elenden
>> >> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
>> >> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
>> >> >
>> >> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf
>> gestoßen
>> >> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
>> >> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
>> >> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die
>> Arbeit
>> >> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum
>> tut
>> >> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
>> >> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
>> >> > sträflich brach.
>> >> >
>> >> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern
>> würden.
>> >> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
>> >> >
>> >> > Mit freundlichen Gruß,
>> >> > Sebastian Wallroth
>> >> >
>> >> > Sebastian Wallroth
>> >> > Präsidium
>> >> > Wikimedia Deutschland
>> >> > http://about.me/real68er
>> >> > PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>> >> >
>> >> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu
>> der
>> >> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
>> >> http://spenden.wikimedia.de/
>> >> >
>> >> >
>> >> >
>> >> >
>> >> > _______________________________________________
>> >> > VereinDE-l mailing list
>> >> > [hidden email]
>> >> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>> >>
>> >> _______________________________________________
>> >> VereinDE-l mailing list
>> >> [hidden email]
>> >> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>> >>
>> >
>> >
>> >
>> > --
>> > --
>> > Jens Best
>> > Präsidium
>> > Wikimedia Deutschland e.V.
>> > web: http://www.wikimedia.de
>> > mail: jens.best <http://goog_17221883>@wikimedia.de
>> >
>> > Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
>> > Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
>> > Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
>> > anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
>> > Steuernummer 27/681/51985.
>> > _______________________________________________
>> > VereinDE-l mailing list
>> > [hidden email]
>> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
Du, ich wollte einfach nur freundlich deine Metapher ergänzen mit einem
Punkt, der wichtig ist in der aktuellen konkreten Realität.

Aber von mir aus kannst du dich auch im Deuten verlieren, statt meinen
Input einfach als solchen zu nehmen.

PS: Aber bist/warst du nicht auch verstärkt im niederländischen Chapter
aktiv?
Am 18.11.2014 21:19 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:

> Vielleicht hat es seinen Sinn, Jens, dass gerade du dich auf die Mail
> gemeldet hast.
> Ziko
>
> PS.: Ich bin Deutscher.
>
>
> Am 18. November 2014 21:13 schrieb Jens Best <[hidden email]>:
> > @Ziko
> >
> > Na, wegen deiner Metapher mit der konstitutionellen Monarchie. :)
> > Am 18.11.2014 21:11 schrieb "Ziko van Dijk" <[hidden email]>:
> >
> >> Jens, eine seltsame Mail... ich weiß nicht, warum du meine
> >> Nationalität thematisierst...
> >> Ziko
> >>
> >>
> >> Am 18. November 2014 01:21 schrieb Jens Best <[hidden email]>:
> >> > Lieber Ziko,
> >> >
> >> > auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde
> (als
> >> > Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde
> >> ich
> >> > ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
> >> > Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig
> >> ist.
> >> >
> >> > Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> >> > auswechseln,
> >> > aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der
> >> Realität
> >> > muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
> >> > sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl
> >> vermittelt
> >> > bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der
> >> Monarch
> >> > ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu
> können.
> >> > Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
> >> > Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann
> >> überrascht,
> >> > wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister
> >> konkret
> >> > das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
> >> > wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden,
> aber
> >> > zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr
> begeben,
> >> > sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
> >> > vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert
> wird.
> >> >
> >> > So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig
> >> überstrapaziert,
> >> > aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.
> >> >
> >> >
> >> > Beste Grüsse
> >> >
> >> > Jens
> >> >
> >> > PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische
> *Monarchie
> >> ist.
> >> >
> >> > Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]
> >:
> >> >
> >> >> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
> >> >>
> >> >> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
> >> >> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
> >> >> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
> >> >> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
> >> >> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
> >> >> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
> >> >> Ausbildung.
> >> >>
> >> >> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
> >> >> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
> >> >> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
> >> >> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
> >> >> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
> >> >> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
> >> >>
> >> >> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
> >> >> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
> >> >> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
> >> >> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
> >> >> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
> >> >> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert
> der
> >> >> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie,
> und
> >> >> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
> >> >> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> >> >> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
> >> >> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
> >> >>
> >> >> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
> >> >> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
> >> >> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
> >> >> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
> >> >> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
> >> >>
> >> >> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
> >> >> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
> >> >> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
> >> >> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
> >> >> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
> >> >> Kinder wütend um sich.
> >> >>
> >> >> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
> >> >> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
> >> >> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
> >> >> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
> >> >> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
> >> >> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
> >> >>
> >> >> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
> >> >> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
> >> >> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
> >> >> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
> >> >> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
> >> >> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt
> vornehmlich
> >> >> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
> >> >> verbessern.
> >> >>
> >> >> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
> >> >> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
> >> >> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
> >> >> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
> >> >> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
> >> >> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
> >> >> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
> >> >> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
> >> >> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
> >> >>
> >> >> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
> >> >> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue
> ich
> >> >> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
> >> >> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
> >> >> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
> >> >> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
> >> >> vielleicht etwas spät.
> >> >>
> >> >> Besten Gruß
> >> >> Ziko van Dijk
> >> >>
> >> >>
> >> >>
> >> >> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
> >> >> <[hidden email]>:
> >> >> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung
> >> von
> >> >> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
> >> >> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
> >> >> >> Das letzte Jahrzehnt hat
> >> >> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende
> >> Enzyklopädie in
> >> >> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen,
> sondern
> >> >> dass es
> >> >> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
> >> >> >
> >> >> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
> >> >> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für
> >> Freies
> >> >> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens
> nur so
> >> >> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
> >> >> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht.
> Man
> >> >> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte
> Menge
> >> >> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine
> potenziell
> >> >> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
> >> >> >
> >> >> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
> >> >> >
> >> >> >> Das sollte
> >> >> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
> >> >> mitunter
> >> >> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche
> >> Tätigkeit
> >> >> muss
> >> >> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
> >> >> >
> >> >> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen -
> >> wer
> >> >> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
> >> >> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein
> allein
> >> >> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche
> Mitarbeitende
> >> >> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen
> >> beschränkt,
> >> >> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass
> Ehrenamtliche
> >> >> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von
> >> Ehrenamtlichen
> >> >> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
> >> >> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte
> Weise
> >> >> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
> >> >> >
> >> >> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein
> zu
> >> >> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich
> betont.
> >> >> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
> >> >> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
> >> >> >
> >> >> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
> >> >> >
> >> >> >> und zwar ohne diese elenden
> >> >> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das
> eine
> >> >> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
> >> >> >
> >> >> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf
> >> gestoßen
> >> >> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches
> Engagement
> >> >> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen
> Spaß,
> >> >> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die
> >> Arbeit
> >> >> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum
> >> tut
> >> >> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der
> Zusammenarbeit
> >> >> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
> >> >> > sträflich brach.
> >> >> >
> >> >> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern
> >> würden.
> >> >> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
> >> >> >
> >> >> > Mit freundlichen Gruß,
> >> >> > Sebastian Wallroth
> >> >> >
> >> >> > Sebastian Wallroth
> >> >> > Präsidium
> >> >> > Wikimedia Deutschland
> >> >> > http://about.me/real68er
> >> >> > PGP Key
> https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
> >> >> >
> >> >> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang
> zu
> >> der
> >> >> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> >> >> http://spenden.wikimedia.de/
> >> >> >
> >> >> >
> >> >> >
> >> >> >
> >> >> > _______________________________________________
> >> >> > VereinDE-l mailing list
> >> >> > [hidden email]
> >> >> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
> >> >>
> >> >> _______________________________________________
> >> >> VereinDE-l mailing list
> >> >> [hidden email]
> >> >> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
> >> >>
> >> >
> >> >
> >> >
> >> > --
> >> > --
> >> > Jens Best
> >> > Präsidium
> >> > Wikimedia Deutschland e.V.
> >> > web: http://www.wikimedia.de
> >> > mail: jens.best <http://goog_17221883>@wikimedia.de
> >> >
> >> > Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
> >> > Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
> >> > Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
> >> > anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
> >> > Steuernummer 27/681/51985.
> >> > _______________________________________________
> >> > VereinDE-l mailing list
> >> > [hidden email]
> >> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
> >>
> >> _______________________________________________
> >> VereinDE-l mailing list
> >> [hidden email]
> >> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
> >>
> > _______________________________________________
> > VereinDE-l mailing list
> > [hidden email]
> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>
> _______________________________________________
> VereinDE-l mailing list
> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>
_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
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https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Stefan Knauf-3
In reply to this post by Ziko van Dijk-3
Hallo Ziko,

Monarchenvergleiche sind im Deutschen normalerweise negativ konnotiert,
"Monarch" wird eher als Schimpfwort gebraucht. In den Niederlanden muss
das anders sein, sonst wäre die Monarchie dort wohl schon abgeschafft.
Beim Lesen Deines Monarchievergleichs musste ich stutzen und besann mich
dann darauf, dass Du ja in den Niederlanden wohnst. Ich vermute, Jens
ging es ähnlich.

MfG
Stefan





Am 18.11.2014 21:10 schrieb Ziko van Dijk:

> Jens, eine seltsame Mail... ich weiß nicht, warum du meine
> Nationalität thematisierst...
> Ziko
>
>
> Am 18. November 2014 01:21 schrieb Jens Best <[hidden email]>:
>> Lieber Ziko,
>>
>> auch wenn ich deinen Vergleich mit Monarch/Minister unpassend finde
>> (als
>> Niederländer fällt er dir vielleicht auch schlicht einfacher :), würde
>> ich
>> ihn gerne an einer wesentlichen Stelle ergänzen, um auf eine wichtige
>> Eigenschaft aufmerksam zu machen, die für gute Präsidiumsarbeit nötig
>> ist.
>>
>> Du schreibst: "Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
>> auswechseln,
>> aber nicht "regieren"." - Da stimme ich dir soweit zu. Aber in der
>> Realität
>> muss der Monarch auch dafür sorgen, dass er Informationen bekommt, die
>> sicherstellen, dass er nicht einfach nur vom Minister das Gefühl
>> vermittelt
>> bekommt, alles liefe nach den gemachten Vorgaben. Insofern muss der
>> Monarch
>> ran an die konkreten Umstände, um sich selbst ein Bild machen zu
>> können.
>> Ein Monarch, der nur Strategien in die Luft werfend durch seinen vom
>> Minister schön gestalteten Lustgarten wandelt, wird irgendwann
>> überrascht,
>> wenn er mal auf die Strasse tritt und feststellt, dass der Minister
>> konkret
>> das Gegenteil von dem gemacht hat, was in den Berichten stand. Die
>> wichtigste Aufgabe ist sicher dann einen neuen Minister zu finden,
>> aber
>> zurück in den Lustgarten sollte sich der Monarch auch nicht mehr
>> begeben,
>> sondern auf der Strasse stehen und schauen, dass das passiert, was
>> vorgegeben und außerdem seit Ewigkeiten auf breiter Basis gefordert
>> wird.
>>
>> So, damit ist der eh schon fragwürdige Vergleich endgültig
>> überstrapaziert,
>> aber ich hoffe, es klar geworden, was ich ergänzen wollte.
>>
>>
>> Beste Grüsse
>>
>> Jens
>>
>> PS: Natürlich weiss ich, dass Holland eine *parlamentarische
>> *Monarchie ist.
>>
>> Am 18. November 2014 00:53 schrieb Ziko van Dijk <[hidden email]>:
>>
>>> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
>>>
>>> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
>>> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
>>> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
>>> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
>>> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
>>> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
>>> Ausbildung.
>>>
>>> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
>>> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
>>> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
>>> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
>>> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
>>> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
>>>
>>> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
>>> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
>>> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
>>> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
>>> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
>>> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert
>>> der
>>> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie,
>>> und
>>> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
>>> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
>>> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
>>> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
>>>
>>> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
>>> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
>>> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
>>> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
>>> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
>>>
>>> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
>>> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
>>> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
>>> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
>>> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
>>> Kinder wütend um sich.
>>>
>>> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
>>> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
>>> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
>>> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
>>> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
>>> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
>>>
>>> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
>>> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
>>> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
>>> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
>>> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
>>> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt
>>> vornehmlich
>>> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
>>> verbessern.
>>>
>>> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
>>> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
>>> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
>>> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
>>> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
>>> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
>>> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
>>> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
>>> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
>>>
>>> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
>>> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue
>>> ich
>>> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
>>> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
>>> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
>>> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
>>> vielleicht etwas spät.
>>>
>>> Besten Gruß
>>> Ziko van Dijk


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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Olaf Kosinsky-3
Hallo Olaf,

Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem Verein
> gibt, bewußt gebrochen !!!
>

hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:

1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen. Zweck
dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von Präsidiumsmitgliedern zu
decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem Vereinsmitglied,
das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte, weil
es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht. Noch
rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.

2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich weder
Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des Vereins
sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle der
Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn auch
funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese Handlungen
als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen können,
insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie beschränkt
sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2 GO-Präsidium
i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet und
wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.

Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
"Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren Jahren
(rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut wie
gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben Personen
heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel Richter
und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des Präsidiums, so
zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln und
Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht ist.

Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde oder
nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn es
nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken, auf
die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
verboten werden kann.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Marcus Cyron-2
Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst
dann könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal
nachzusehen - kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von
WMDE. Es ist wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie
glauben über allem und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt
basteln, in der sie immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum noch
etwas anderes dazu sagen, als dass sie da etwas Zusammenphantasieren, um
ihre Schuld nicht eingestehen zu müssen. Sie sind ein Verräter
vertraulicher Dinge, die das Vertrauen in ein ganzes Gremium
unterminierten. Sie, SIE! (und ihr Zuträger, der eben nicht nur mit
ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um sich Rat zu holen, was OK
gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter reichte), haben das
Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium erschüttert. Sie faseln
etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück gewonnen werden müsste,
dabei stehen genau sie für diesen Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn
geradezu. Es ist lächerich, was sie hier abziehen. Dem Verein ist damit
in keiner Weise gedient - nur geschadet. Dienen tut das alles
bestenfalls Sebastian Moleski. Wir hatten ja schon einige
Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie stellen all diese
Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von angeblichen
Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte. Nein, Herr
Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und ironischerweise
nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen Informationen oder
Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang
mit der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht
haben, bleiben sie stur dabei, alles richtig gemacht zu haben und sind
dann auch sehr kreativ in den Begründungen. Na immerhin haben sie
Fantasie. WMDE ist aber kein Fantasialand. Und ich hoffe, dass es
wirklich genug Leuten klar ist, dass sie zu wählen eine massive
Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt sollte sich im klaren sein, dass er
keine Zukunft für WMDE wählt, sondern eine Zukunft für Sebastian
Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und nun kommen sie bitte endlich
mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die Realität.

Marcus Cyron



Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:

> Hallo Olaf,
>
> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem Verein
>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>
> hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>
> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen. Zweck
> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von Präsidiumsmitgliedern zu
> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem Vereinsmitglied,
> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte, weil
> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht. Noch
> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>
> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich weder
> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des Vereins
> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle der
> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn auch
> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese Handlungen
> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen können,
> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>
> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie beschränkt
> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2 GO-Präsidium
> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet und
> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>
> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren Jahren
> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut wie
> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben Personen
> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel Richter
> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des Präsidiums, so
> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln und
> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht ist.
>
> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde oder
> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn es
> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken, auf
> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
> verboten werden kann.
>
> Beste Grüße
> Sebastian Moleski
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> [hidden email]
> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l


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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Andre Darmochwal-2
In reply to this post by RaBoe
Wenn man von Schaden redet, Markus, dann wäre etwas mehr Sachlichkeit
sicherlich hilfreich. Wenn man sich sein Bild anhand dieser Mailingliste
macht, dann kommt ein sachlicher Vortrag allemal glaubwürdiger rüber als
ein persönlicher, faktenarmer Rant.

Grüße,
André

Am 19. November 2014 12:01 schrieb Marcus Cyron <[hidden email]>:

> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal einen
> Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst dann könnte
> man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen - kommt
> dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist wirklich
> unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem und allen
> anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der sie immer recht
> haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu sagen, als dass
> sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht eingestehen zu
> müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das Vertrauen in ein
> ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr Zuträger, der eben nicht
> nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um sich Rat zu holen, was OK
> gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter reichte), haben das Vertrauen
> in Verein und Präsidium als Gremium erschüttert. Sie faseln etwas von
> verlorenem Vertrauen, dass zurück gewonnen werden müsste, dabei stehen
> genau sie für diesen Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist
> lächerich, was sie hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise
> gedient - nur geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian
> Moleski. Wir hatten ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und
> Präsidium - aber sie stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie
> faseln dauernd von angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium
> angerichtet hätte. Nein, Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie
> an. Und ironischerweise nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit
> vertraulichen Informationen oder Geld, das sie eben auch mal doppelt
> abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang mit der Wahrheit. Statt einmal
> zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben, bleiben sie stur dabei,
> alles richtig gemacht zu haben und sind dann auch sehr kreativ in den
> Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist aber kein
> Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar ist, dass
> sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt sollte sich
> im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt, sondern eine Zukunft
> für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und nun kommen sie
> bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die Realität.
>
> Marcus Cyron
>
>
>
> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
>
>  Hallo Olaf,
>>
>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>>
>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
>>> Verein
>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>>
>>>  hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>>
>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
>> Zweck
>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von Präsidiumsmitgliedern
>> zu
>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem Vereinsmitglied,
>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte, weil
>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht.
>> Noch
>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>>
>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich weder
>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
>> Vereins
>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle
>> der
>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn
>> auch
>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
>> Handlungen
>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
>> können,
>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>>
>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie beschränkt
>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2 GO-Präsidium
>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet
>> und
>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>>
>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren Jahren
>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut wie
>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben Personen
>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel Richter
>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des Präsidiums,
>> so
>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln
>> und
>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht
>> ist.
>>
>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde oder
>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn es
>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken, auf
>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
>> verboten werden kann.
>>
>> Beste Grüße
>> Sebastian Moleski
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>> [hidden email]
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Marcus Cyron-2
Man kann Fakten auch ignorieren, ebenso wie die korrekte Schreibweise
von Namen, selbst wenn man sie direkt vor sich hat.


Am 19.11.2014 12:18, schrieb Andre Darmochwal:

> Wenn man von Schaden redet, Markus, dann wäre etwas mehr Sachlichkeit
> sicherlich hilfreich. Wenn man sich sein Bild anhand dieser Mailingliste
> macht, dann kommt ein sachlicher Vortrag allemal glaubwürdiger rüber als
> ein persönlicher, faktenarmer Rant.
>
> Grüße,
> André
>
> Am 19. November 2014 12:01 schrieb Marcus Cyron <[hidden email]>:
>
>> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal einen
>> Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst dann könnte
>> man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen - kommt
>> dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist wirklich
>> unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem und allen
>> anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der sie immer recht
>> haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu sagen, als dass
>> sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht eingestehen zu
>> müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das Vertrauen in ein
>> ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr Zuträger, der eben nicht
>> nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um sich Rat zu holen, was OK
>> gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter reichte), haben das Vertrauen
>> in Verein und Präsidium als Gremium erschüttert. Sie faseln etwas von
>> verlorenem Vertrauen, dass zurück gewonnen werden müsste, dabei stehen
>> genau sie für diesen Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist
>> lächerich, was sie hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise
>> gedient - nur geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian
>> Moleski. Wir hatten ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und
>> Präsidium - aber sie stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie
>> faseln dauernd von angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium
>> angerichtet hätte. Nein, Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie
>> an. Und ironischerweise nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit
>> vertraulichen Informationen oder Geld, das sie eben auch mal doppelt
>> abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang mit der Wahrheit. Statt einmal
>> zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben, bleiben sie stur dabei,
>> alles richtig gemacht zu haben und sind dann auch sehr kreativ in den
>> Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist aber kein
>> Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar ist, dass
>> sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt sollte sich
>> im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt, sondern eine Zukunft
>> für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und nun kommen sie
>> bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die Realität.
>>
>> Marcus Cyron
>>
>>
>>
>> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
>>
>>   Hallo Olaf,
>>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>>>
>>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
>>>> Verein
>>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>>>
>>>>   hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
>>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
>>> Zweck
>>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
>>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von Präsidiumsmitgliedern
>>> zu
>>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem Vereinsmitglied,
>>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
>>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte, weil
>>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht.
>>> Noch
>>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
>>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>>>
>>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
>>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
>>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich weder
>>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
>>> Vereins
>>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
>>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle
>>> der
>>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn
>>> auch
>>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
>>> Handlungen
>>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
>>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
>>> können,
>>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
>>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
>>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>>>
>>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
>>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie beschränkt
>>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2 GO-Präsidium
>>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
>>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
>>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet
>>> und
>>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>>>
>>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
>>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren Jahren
>>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
>>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut wie
>>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
>>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben Personen
>>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel Richter
>>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des Präsidiums,
>>> so
>>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln
>>> und
>>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht
>>> ist.
>>>
>>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde oder
>>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
>>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn es
>>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
>>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken, auf
>>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
>>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
>>> verboten werden kann.
>>>
>>> Beste Grüße
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Alexander Juhrich
In reply to this post by Marcus Cyron-2
+1 zu Marcus.

Im Übrigen: Sebastian, Du schreibst mehrfach über satzungswidrige
Beschlüsse des Präsidiums und Falschaussagen. Diese wurden auf der MV im
Mai garnicht thematisiert - auch nicht durch Deine Veröffentlichung
(meines Erachtens eher belangloser) vertraulicher Informationen. Auch
nach nochmaligem Nachlesen im Protokoll habe ich nichts davon gefunden.
Als satzungswidrig wird im ganzen Protokoll allein ein
Dringlichkeitsantrag von Dir, Sebastian Moleski, bezeichnet.

Ich bitte Dich also, diese Anschuldigungen entweder zurückzunehmen oder
zu erklären, worum es dabei genau geht.

Viele Grüße,
Alexander

Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:

> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst
> dann könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal
> nachzusehen - kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder
> von WMDE. Es ist wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie
> glauben über allem und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene
> Welt basteln, in der sie immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum
> noch etwas anderes dazu sagen, als dass sie da etwas
> Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht eingestehen zu müssen. Sie
> sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das Vertrauen in ein ganzes
> Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr Zuträger, der eben nicht
> nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um sich Rat zu holen, was
> OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter reichte), haben das
> Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium erschüttert. Sie faseln
> etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück gewonnen werden müsste,
> dabei stehen genau sie für diesen Vertrauensverlust. Sie verkörpern
> ihn geradezu. Es ist lächerich, was sie hier abziehen. Dem Verein ist
> damit in keiner Weise gedient - nur geschadet. Dienen tut das alles
> bestenfalls Sebastian Moleski. Wir hatten ja schon einige
> Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie stellen all
> diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte.
> Nein, Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und
> ironischerweise nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen
> Informationen oder Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen.
> Sondern mit ihrem Umgang mit der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben,
> dass sie einen Fehler gemacht haben, bleiben sie stur dabei, alles
> richtig gemacht zu haben und sind dann auch sehr kreativ in den
> Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist aber kein
> Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar ist,
> dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt
> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt,
> sondern eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht
> da. Und nun kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem
> Wolkenkukuksheim in die Realität.
>
> Marcus Cyron
>
>
>
> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
>> Hallo Olaf,
>>
>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
>>> Verein
>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>>
>> hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>>
>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
>> Zweck
>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von
>> Präsidiumsmitgliedern zu
>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem
>> Vereinsmitglied,
>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte,
>> weil
>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse
>> spricht. Noch
>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>>
>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich
>> weder
>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
>> Vereins
>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive
>> Kontrolle der
>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das
>> denn auch
>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
>> Handlungen
>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
>> können,
>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>>
>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie
>> beschränkt
>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2
>> GO-Präsidium
>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit
>> beachtet und
>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>>
>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren
>> Jahren
>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut
>> wie
>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben
>> Personen
>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel
>> Richter
>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des
>> Präsidiums, so
>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen
>> Mitteln und
>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht
>> unerwünscht ist.
>>
>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde
>> oder
>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert,
>> wenn es
>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken,
>> auf
>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
>> verboten werden kann.
>>
>> Beste Grüße
>> Sebastian Moleski
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>
>
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Christa Bartel
In reply to this post by Marcus Cyron-2
Geht es nicht noch ein wenig gehässiger? Ich bin seit vielen Jahren
aktives Mitglied des Vereins und am Anfang, in der Entstehungszeit, habe
ich mit Freude die überwiegend jungen Leute bewundert, die mit so viel
Begeisterung für die Verbreitung des freien Wissens eintraten. Ich habe
auch viele Freunde und Bekannte animiert, ebenfalls für den Verein WMDE
zu spenden oder Mitglied zu werden. Nach allem, was ich gelesen habe,
kann ich nicht mehr guten Gewissens für einen Verein eintreten, der die
Spenden von Mitgliedern offensichtlich sehr leichtfertig aus dem Fenster
wirft, indem er sich von dem langjährigen Vorstand Pavel Richter kurz
vor dessen Vertragsende trennt und somit Spender und Mitglieder bis zu
320.000 € für diese Entscheidung des Präsidiums zahlen müssen. Wenn ich
mir das unten gehässige Geschreibsel ansehe, erhalte ich den Eindruck,
dass eine sachliche und gewinnbringende Auseinandersetzung von einigen
Aktiven wohl auch nicht mehr möglich ist. Schade! Ich werde mein
Wahlrecht für das zukünftige Präsidium noch wahrnehmen und hoffe, eine
gute Wahl zu treffen. Anschließend werde ich aus dem Verein austreten.

Christa Bartel


Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:

> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst
> dann könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal
> nachzusehen - kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder
> von WMDE. Es ist wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie
> glauben über allem und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene
> Welt basteln, in der sie immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum
> noch etwas anderes dazu sagen, als dass sie da etwas
> Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht eingestehen zu müssen. Sie
> sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das Vertrauen in ein ganzes
> Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr Zuträger, der eben nicht
> nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um sich Rat zu holen, was
> OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter reichte), haben das
> Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium erschüttert. Sie faseln
> etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück gewonnen werden müsste,
> dabei stehen genau sie für diesen Vertrauensverlust. Sie verkörpern
> ihn geradezu. Es ist lächerich, was sie hier abziehen. Dem Verein ist
> damit in keiner Weise gedient - nur geschadet. Dienen tut das alles
> bestenfalls Sebastian Moleski. Wir hatten ja schon einige
> Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie stellen all
> diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte.
> Nein, Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und
> ironischerweise nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen
> Informationen oder Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen.
> Sondern mit ihrem Umgang mit der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben,
> dass sie einen Fehler gemacht haben, bleiben sie stur dabei, alles
> richtig gemacht zu haben und sind dann auch sehr kreativ in den
> Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist aber kein
> Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar ist,
> dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt
> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt,
> sondern eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht
> da. Und nun kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem
> Wolkenkukuksheim in die Realität.
>
> Marcus Cyron
>
>
>
> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
>> Hallo Olaf,
>>
>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
>>> Verein
>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>>
>> hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>>
>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
>> Zweck
>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von
>> Präsidiumsmitgliedern zu
>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem
>> Vereinsmitglied,
>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte,
>> weil
>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse
>> spricht. Noch
>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>>
>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich
>> weder
>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
>> Vereins
>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive
>> Kontrolle der
>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das
>> denn auch
>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
>> Handlungen
>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
>> können,
>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>>
>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie
>> beschränkt
>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2
>> GO-Präsidium
>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit
>> beachtet und
>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>>
>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren
>> Jahren
>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut
>> wie
>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben
>> Personen
>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel
>> Richter
>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des
>> Präsidiums, so
>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen
>> Mitteln und
>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht
>> unerwünscht ist.
>>
>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde
>> oder
>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert,
>> wenn es
>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken,
>> auf
>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
>> verboten werden kann.
>>
>> Beste Grüße
>> Sebastian Moleski
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Moleski-2
In reply to this post by Alexander Juhrich
2014-11-19 12:45 GMT+01:00 Alexander <[hidden email]>:

> Im Übrigen: Sebastian, Du schreibst mehrfach über satzungswidrige
> Beschlüsse des Präsidiums und Falschaussagen. Diese wurden auf der MV im
> Mai garnicht thematisiert - auch nicht durch Deine Veröffentlichung (meines
> Erachtens eher belangloser) vertraulicher Informationen. Auch nach
> nochmaligem Nachlesen im Protokoll habe ich nichts davon gefunden. Als
> satzungswidrig wird im ganzen Protokoll allein ein Dringlichkeitsantrag von
> Dir, Sebastian Moleski, bezeichnet.
>
> Ich bitte Dich also, diese Anschuldigungen entweder zurückzunehmen oder zu
> erklären, worum es dabei genau geht.
>

Es geht um die Sitzung vom 26. April 2014 und den dort gefassten Beschluss.
Details gehören mMn aus den vorhin genannten Gründen nicht auf die
Mailingliste sondern in die Mitgliederversammlung. Das von dir
angesprochene Protokoll enthält die Diskussion auf der MV nur in Auszügen.

Beste Grüße
Sebastian Moleski
_______________________________________________
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Ziko van Dijk-3
In reply to this post by Ziko van Dijk-3
Vor einigen Jahren hat die WMF einmal die Landesvereine gefragt, was für
einen "ersten Angestellten" sie hatten. Dabei zeigte sich, dass manche
Landesvereine eine Art Assistenten des Vorstands eingestellt haben, und
andere einen verantwortlichen Geschäftsführer (Direktor).

Gerade für kleinere Vereine mit noch unerfahrenen, unsicheren
Vorstandsmitgliedern scheint die Assistentenlösung attraktiv zu sein.
Hierbei meinen die Vorstandsmitglieder, maximale Kontrolle ausüben zu
können und zu sollen. Der Assistent erhält haarklein die Befehle vom
Vorstand und weiß dann, wie er seinen Arbeitsalltag auszufüllen hat. Der
Vorstand will also nicht nur strategisch, sondern auch operativ die Fäden
in der Hand halten.

Wikimedia Nederland gehört zu den Vereinen, die sich für die andere Lösung
entschieden haben, auch, weil wir rasch die Mitarbeiterschaft auf 3 FTE
ausbauen wollten. Wir haben eine Direktorin eingestellt und ein Dokument
mit klaren Absprachen aufgestellt: was macht der Vorstand als
Kollektivorgan, was machen einzelne Vorstandsmitglieder aufgrund ihres
Portefeuilles (Vorsitzender bei der Repräsentation, Schatzmeister bei den
Finanzen usw.), und was macht die Direktorin. Die Direktorin hat dann nach
und nach große Teile der Ausführung an weitere Angestellte delegiert.
Verantwortliche Kontaktperson im Vorstand war ein bestimmtes
Vorstandsmitglied mit entsprechender beruflicher Erfahrung.

Als Vorsitzender habe ich beispielsweise mit einer Angestellten die
Mitgliederversammlungen organisiert und konnte in Grenzen bestimmen, wie
die stattfand, aber ich hätte beispielsweise nicht bestimmen können,
welcher von unseren Angestellten mir zur Hand gehen sollte. Es ist die
Entscheidung der Direktorin, welcher was wann tut. Ihr Rahmen ist unser
Arbeitsplan, der von der Mitgliederversammlung zusammen mit dem Haushalt
abgesegnet worden ist. Natürlich haben wir Vorstandsmitglieder etwas Zeit
gebraucht, um uns an die neue Struktur zu gewöhnen, aber ich habe mir immer
gesagt: Wenn wir unsere Direktorin nicht Direktorin sein lassen, dann
hätten wir uns eben keine für teuer Geld ins Haus holen sollen. Für die
bloße Ausführung meiner spontanen Gedankenblitze hätte ein Assistent
gereicht.

Die Struktur funktioniert sehr gut, und ich bin überaus froh, dass wir
nicht die Lösung mit einem Assistenten gewählt haben. Ich habe nämlich bei
anderen Landesvereinen gesehen, wie sich die Frustration auf beiden Seiten
angestaut hat und einige Assistenten recht schnell "geflüchtet" sind. Ganz
sicherlich wenn man mehrere Angestellte hat, lässt sich mit dieser
Konstruktion kaum arbeiten, weil die Vorstandsmitglieder wesentlich mehr
Zeit investieren müssten, um ihre selbstgewählte Rolle durchzuhalten,
ebenfalls nicht, weil manchmal gleich mehrere Vorstandsmitglieder
den Angestellten Befehle erteilen wollen, was für alle nur noch
verwirrender ist, und man muss sich bei manchen auch fragen, ob sie denn
die Qualifikation mitbringen, um tatsächlich verantwortlicher Vorgesetzter
zu sein.

Mir hat mal jemand gesagt, dass einige Vorstandsmitglieder in
Landesvereinen womöglich gern "Chef" spielen möchten, weil ihnen diese
Rolle im eigenen Berufsleben verwehrt geblieben ist.

In Wikimedia Deutschland hatte man seinerzeit die Geschäftsführer-Lösung ja
sehr konsequent durchgesetzt. Der Geschäftsführer ist als Vorstand im
besonderen Maße gestärkt worden, und das Präsidium kann sich auf seine
eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Das ist bei einer so großen
Organisation unzweifelhaft sinnvoll; wenn man viel erreichen will und viele
Ressourcen einsetzen will, muss man sich eine entsprechende
Verantwortungsstruktur geben. Umso wichtiger ist es, dass
Präsidiumsmitglieder viel Zeit und Energie in eine gute, handhabbare
Strategie (im weitesten Sinne) investieren, stets im Kontakt mit
Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, um einen tragfähigen Rahmen zu haben.

Für diejenigen, die sich für Analogien mit dem historischen Staatsrecht
interessieren: In der Absoluten Monarchie ist der Minister nur ein
unverantwortlicher Diener (Assistent), der die Befehle des Monarchen
ausführt. In der Konstitutionellen Monarchie ist der Minister
(Direktor) jedoch selbst verantwortlich. Wenn der Monarch (in unserem Falle
ein gewähltes Kollektivorgan, das Präsidium) meint, dass der Minister nicht
genug nach den Vorgaben regiert, muss er den Minister auswechseln. Tut der
Monarch das ohne hinreichenden Grund bzw. zu häufig, könnte es ihm
passieren, dass er kein politisches Schwergewicht findet, das den Job
überhaupt noch machen will, und umso schwieriger wäre es für einen solchen
Monarchen, seine Politik durchzusetzen.

Wieder eine viel zu lange Mail geworden, sorry. Aber ich halte das
Rollenverständnis für eine Grundsatzfrage im Interesse des Wohles unseres
Vereines Wikimedia Deutschland. Im neuen Präsidium könnte es ein guter
Start sein, sich der eigenen Rolle genauer zu vergewissern, mehr aus der
Portefeuille-Einteilung zu machen und miteinander abzusprechen, was jeder
vom anderen erwartet. Ein starkes Präsidium ist wichtig für ein gesundes
Gleichgewicht von Präsidium und Vorstand.

Besten Gruß
Ziko




Am Dienstag, 18. November 2014 schrieb Ziko van Dijk :

> Lieber Sebastian, lieber Sebastian,
>
> in den vergangenen Jahren war ich überaus in der Wikimedia-Bewegung
> engagiert und habe ein wenig über die Ländergrenzen hinausblicken
> dürfen. Meiner Erfahrung nach hakt es in mehr als einem
> Wikimedia-Landesverein an vor allem jenen Punkten: Das
> Rollenverständnis von Vorstandsmitgliedern (oder Funktionsträgern im
> Allgemeinen); falsche Erwartungen von Vereinsmitgliedern; mangelnde
> Ausbildung.
>
> Einige Vorstandsmitglieder finden sich in ihrer Rolle nicht zurecht.
> Manche sind wenig aktiv und machen Vorstandsarbeit eigentlich gar
> nicht gern; andere zeigen einen fehlgeleiteten Eifer, das sogenannte
> Mikromanagement. Ich weiß von einem ehemaligen Vorsitzenden (nicht in
> WMDE), der fast täglich in der Geschäftsstelle angerufen hat, um den
> Mitarbeitern zu sagen, was sie wann tun sollen.
>
> Der Vorstand (oder in DE "das Präsidium") hat ganz bestimmte
> Funktionen und soll in erster Linie für eine Strategie, für einen
> Jahresplan und einen Haushalt sorgen. Dies vorbereitet von den
> Mitarbeitern und unter Mitsprache der Mitglieder. Schließlich
> kontrolliert der Vorstand, ob der Verein als Ganzes die darin
> enthaltenen Ziele erreicht hat. Politikhistorisch gesehen erinnert der
> Vorstand also an den Monarchen in der konstitutionellen Monarchie, und
> der Geschäftsführer (in DE "Vorstand") an den verantwortlichen
> Minister. Der Monarch kann dem Minister Vorgaben machen und ihn
> auswechseln, aber nicht "regieren". (Siehe [[Konstitutionelle
> Monarchie]], einer meiner "Wikipedia 48 Artikel".)
>
> Wer sich nicht für Haushalt und Richtlinien und Berichte usw.
> interessiert, der ist für einen Vorstand nicht so geeignet; wer
> eigentlich ein Projekt managen will, auch nicht. Solche Leute, welche
> Talente und Qualitäten sie sonst im Leben unter Beweis stellen mögen,
> werden naturgemäß enttäuscht auf ihre Vorstandszeit zurückblicken.
>
> Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass auch die "einfachen"
> Vereinsmitglieder nicht immer realistische Erwartungen haben. Einige
> kommen mit Ideen an, bei denen man antworten muss: 'Das können wir
> nicht leisten', oder 'Das können wir jetzt nicht leisten'. Dies
> akzeptieren manche Vereinsmitglieder aber nicht und schlagen dann wie
> Kinder wütend um sich.
>
> 2013/2014 haben uns einige WMDE-Mitarbeiter verlassen, auf eigenen
> Wunsch oder anders, und mir ist ein Kontrast aufgefallen: Während
> diese Menschen für WMDE gearbeitet haben, sind sie teils
> allerbösartigst von bestimmten Ehrenamtlichen beschimpft worden, und
> bei der Entlassung haben dann dieselben Ehrenamtlichen darüber
> geklagt, wie falsch/unmenschlich/dumm die Entlassung sei...
>
> Allgemein scheint mir manche Vereinskommunikation verbesserbar zu
> sein. Wenn ich eine Frage habe, dann wende ich mich zunächst an die
> Betroffenen, und überlege erst dann, ob eine Mailingliste damit
> behelligt werden muss. In 99 Prozent aller Fälle erhalte ich auch so
> die Auskünfte. Auf manchen Mitgliederversammlungen (fragt mal nicht,
> in welchem Land) hatte ich den Eindruck, dass ein Auftritt vornehmlich
> mit Selbstdarstellung zu tun hatte, weniger mit der Absicht, etwas zu
> verbessern.
>
> Und schließlich glaube ich, dass wir alle noch nicht genug über die
> Wikimedia-Bewegung wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dazu
> gesonderte Trainings vertragen könnten, damit Hauptamtliche und
> Ehrenamtliche besser vorbereitet zum Beispiel zu internationalen
> Treffen fahren. Da fallen mir jetzt einige Leute aus anderen
> Landesvereinen ein, die eher einen Einführungskurs in die Bewegung
> brauchen als dass sie sinnvoll an einer Wikimedia Conference
> teilnehmen könnten. Wir überfordern unsere Leute oftmals und wundern
> uns dann, warum die Resultate so durchwachsen sind.
>
> Es erübrigt sich wohl zu wiederholen, auf welche Punkte ich bei einem
> Kandidaten für das WMDE-Präsidium besonders achte. Allgemein freue ich
> mich über die große Zahl an Kandidaten. Ich halte es für legitim,
> seine eigene Wahlentscheidung zu veröffentlichen, weiß aber nicht, ob
> ich das für mich möchte. Einige "Wahlprüfsteine" fände ich sinnvoll,
> ähnlich wie bei den WMF-Wahlen, aber dazu ist es mittlerweile
> vielleicht etwas spät.
>
> Besten Gruß
> Ziko van Dijk
>
>
>
> Am 17. November 2014 23:45 schrieb Sebastian Wallroth
> <[hidden email] <javascript:;>>:
> > Sebastian Moleski hat seinen Standpunkt zu der Frage der Einbindung von
> > freiwilligen Mitstreitenden in die Arbeit von Wikimedia Deutschland
> > dargelegt. Am 17.11.2014 um 13:17 schrieb Sebastian Moleski:
> >> Das letzte Jahrzehnt hat
> >> bewiesen, dass es nicht nur möglich ist, eine umfassende Enzyklopädie in
> >> vielen Sprachen auf rein ehrenamtlicher Ebene zu erstellen, sondern
> dass es
> >> im Zeitalter des Internets anders gar nicht nachhaltig geht.
> >
> > Das ist eine entscheidende Erkenntnis: Nachhaltigkeit ist ohne das
> > Engagement von Ehrenamtlichen nicht zu erreichen. Den Einsatz für Freies
> > Wissen nur bezahlten Kräften zu überlassen funktioniert erstens nur so
> > lange, wie Gelder zur Verfügung stehen. Sobald die Quelle versiegt,
> > bricht das System zusammen. Zweitens skaliert dieses System nicht. Man
> > kann mit einer begrenzten Anzahl Mitarbeiter nur eine begrenzte Menge
> > von Arbeit schaffen. Mit freiwilligen Kräften hat man eine potenziell
> > gigantische Anzahl von Mitstreitenden.
> >
> > Mit dem nächsten Satz relativiert er diese Erkenntnis.
> >
> >> Das sollte
> >> aber nicht die Sicht darauf verschließen, dass diese Erfahrungen
> mitunter
> >> eben nicht zu verallgemeinern sind. Haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit
> muss
> >> sich vielmehr gegenseitig komplementieren,
> >
> > Das klingt sehr vernünftig. Das beste aus beiden Welten zu nehmen - wer
> > kann dagegen sprechen? Sebastian Moleski spricht mit seinen Taten
> > dagegen. Zusammen mit Pavel Richter hat er die Arbeit im Verein allein
> > auf bezahlte Mitarbeitende ausgerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeitende
> > bleiben auf das Präsidium und keine Handvoll Arbeitsgruppen beschränkt,
> > die kaum etwas bewirken. Und das liegt nicht daran, dass Ehrenamtliche
> > nichts erreichen könnten. Wikimedia Deutschland wurde von Ehrenamtlichen
> > geschaffen. Die übergroße Mehrheit der Vereine und Verbände in
> > Deutschland wird mangels ausreichender Gelder in bewundernswerte Weise
> > von Ehrenamtlichen gestaltet.
> >
> > Dass die Notwendigkeit besteht, Freiwilligen die Arbeit im Verein zu
> > ermöglichen wird zur Zeit nur aus einem Grund so nachdrücklich betont.
> > Ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen ist bei Wikimedia
> > Deutschland zur Zeit faktisch nicht möglich.
> >
> > Sebastian Moleski will jedoch seinen Kurs fortsetzen
> >
> >> und zwar ohne diese elenden
> >> Machtdiskussionen, wie sie immer wieder auftauchen, und ohne das eine
> >> schlecht zu machen oder das andere zu überhöhen.
> >
> > Ich weiß, dass es lästig ist, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen
> > zu werden, dass Wikimedia Deutschland ohne ehrenamtliches Engagement
> > weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Mir macht es auch keinen Spaß,
> > dass immer wiederholen zu müssen. Und es ganz sicher falsch, die Arbeit
> > der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle schlecht zu machen. Darum tut
> > das auch niemand. Eine Überhöhung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit
> > mit Freiwilligen ist gar nicht möglich. Denn dieses Potenzial liegt
> > sträflich brach.
> >
> > Ich würde mich freuen, wenn mehr Mitglieder ihre Meinung äußern würden.
> > Bitte schreibt, wie die Zukunft des Vereins aussehen soll.
> >
> > Mit freundlichen Gruß,
> > Sebastian Wallroth
> >
> > Sebastian Wallroth
> > Präsidium
> > Wikimedia Deutschland
> > http://about.me/real68er
> > PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
> >
> > Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
> Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
> http://spenden.wikimedia.de/
> >
> >
> >
> >
> > _______________________________________________
> > VereinDE-l mailing list
> > [hidden email] <javascript:;>
> > https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
In reply to this post by Christa Bartel
Hallo liebe Christa,


ich will zu dem hier laufenden Streit um Herrn Moleski gar nichts sagen,
das bringt erfahrungsgemäß nicht viel. Aber doch ein paar Fakten
geradestellen und ein wenig Begründung nachreichen, damit das Ganze ein
wenig mehr inhaltliche Substanz bekommt.

Die vorzeitige Trennung von Herrn Richter kostete nicht 320k, sondern eher
so in Richtung der Hälfte davon. Genau darf dies nicht gesagt werden, denn
natürlich unterliegen einige dieser Punkte rechtlich der Verschwiegenheit.
Kann man doof finden, ist aber so. Die 320k beziehen sich auf den
Nachtragshaushalt, der aber auch noch andere Punkte enthält, die mit der
vorzeitigen Trennung nichts zu tun haben bzw. auch bei einer Trennung am
Vertragsende angefallen wären.

Das ist natürlich auch noch eine Menge Geld, aber an dieser Stelle die
zweite Richtigstellung einer Fehlinformation in deiner Mail: Herr Richter
war nicht "kurz vor seinem Vertragsende", sondern er hätte ohne die
Trennung noch über 1,5 Jahre in diesem Verein die zentrale Macht als
Vorstand gehabt, denn so sind die Strukturen aktuell angelegt. 1,5 Jahre
sind eine lange Zeit, um Dinge schlechter oder besser zu machen.

Dies hätte also bedeutet, dass er noch 1,5 Jahre lang eine realen Kurs
hätte fahren können, der einerseits wenig mit
Community-/Mitgliederunterstützung als zentralem Selbstverständnis der
Geschäftsstellle  zu tun gehabt hätte und andererseits auch weiter in ihren
Strukturen keine Professionalität ausgebaut hätte, wie es sich für eine
solche nicht gerade kleine Geschäftstelle gehört (sprich
bereichsübergreifendes Kontakt- und Knowledgemanagement, vereinheitlichtes
und grundlegenden Standards entsprechendes Prozessmanagement und dazu
passende Evaluation/Controlling, nachhaltige Mitarbeiterentwicklung uvm.).

Es ist eine der originären Aufgaben des Präsidiums an diesen Stellen sowie
auch generell genau hinzuschauen und dafür zu sorgen, dass es sich die
Zustände unter der operativen Leitung des Vorstandes verbessern. Wenn das
Präsidium nach reiflichen Überlegungen und Versuchen, auf anderen Wegen
eine Lösung zu finden zu dem Schluss kommt, dass eine Trennung die einzige
Möglichkeit ist, dann ist das satzungsgemäß ein richtiger und guter Weg.
Vorzeitige Trennungen von Vorständen sind im deutschen
Vereins-/Verbandswesen kein ungewöhnlicher Vorgang, jedes Jahr bringen das
etliche Organisationen in unserer Größe und größer hinter sich. Dies
geschieht (auch bei uns) weder "spontan" oder "ungeplant", wie einige hier
das gerne darstellen, sondern ist eine, wenn auch nicht die angenehmste,
normale Aufgabe des Präsidiums.

Herr Richter hat sich um den Verein verdient gemacht, weil er mit
Professionalisierung des Fundraisings auch dafür gesorgt hat, dass über 10k
Vereinsmitglieder aktuell in der Kartei stehen und damit einen Sockel für
eine finanzielle Sicherheit darstellen, was auch ein Stück Unabhängigkeit
von in den Details ihrer Bedingungen ab und an merkwürdigen internationalen
Geldmitteln bedeutet. Gleichzeitig wurde mit teils wenig nachhaltigen
Beschäftigungsmodellen die Geschäftsstelle aufgeblasen, sodass dort jede
Menge Experimente mit dem gewonnenen Geld durchgeführt werden konnten, von
einer Stringenz in Sachen professioneller Freiwilligenunterstützung oder
anderen Aspekten dieser NGO konnte aber nur bedingt gesprochen werden.

Es nützt nichts für ein paar Jahre ein paar Millionen auf dem Konto, ein
paar tausend Karteileichen, um die sich niemand kümmert, in der
Mitgliederkartei und ein ungesundes Mitarbeiterwachstum zu produzieren,
wenn dadurch kein passender Impact, keine Wirkkraft für die Sache des
Vereins und die Freiwilligen, die diesen Verein überhaupt erst möglich
machen, entsteht. Diese grundlegende Trendwende hin zu mehr Sinn und
Wirkkraft wäre unter einem rein wachstumsorientierten Vorstand nicht
möglich gewesen.

Durch die Trennung wird in diesem Verein nicht alles automatisch eitel
Sonnenschein, es gibt noch einiges zu verbessern oder überhaupt ersteinmal
zu etablieren, aber mit dieser Trennung ist ein wichtiger Punkt
durchgeführt worden, sodass dieser Verein im Sinne des Vereinszweckes und
insbesondere im Sinne der tragenden Freiwilligen in den vielen Communities,
die unseren Verein ausmachen, seinen Fokus wirksam ausrichten kann.

Dies ist eine gemeinsame Aufgabe, aber es wird, sollte der Governance
Review Prozess hier keine Veränderung bringen, weiterhin so sein, dass der
Vorstand die zentrale operative faktische Macht in diesem Verein besitzt.
Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.


Beste Grüsse

Jens Best

Am 19. November 2014 12:48 schrieb Christa Bartel <
[hidden email]>:

> Geht es nicht noch ein wenig gehässiger? Ich bin seit vielen Jahren
> aktives Mitglied des Vereins und am Anfang, in der Entstehungszeit, habe
> ich mit Freude die überwiegend jungen Leute bewundert, die mit so viel
> Begeisterung für die Verbreitung des freien Wissens eintraten. Ich habe
> auch viele Freunde und Bekannte animiert, ebenfalls für den Verein WMDE zu
> spenden oder Mitglied zu werden. Nach allem, was ich gelesen habe, kann ich
> nicht mehr guten Gewissens für einen Verein eintreten, der die Spenden von
> Mitgliedern offensichtlich sehr leichtfertig aus dem Fenster wirft, indem
> er sich von dem langjährigen Vorstand Pavel Richter kurz vor dessen
> Vertragsende trennt und somit Spender und Mitglieder bis zu 320.000 € für
> diese Entscheidung des Präsidiums zahlen müssen. Wenn ich mir das unten
> gehässige Geschreibsel ansehe, erhalte ich den Eindruck, dass eine
> sachliche und gewinnbringende Auseinandersetzung von einigen Aktiven wohl
> auch nicht mehr möglich ist. Schade! Ich werde mein Wahlrecht für das
> zukünftige Präsidium noch wahrnehmen und hoffe, eine gute Wahl zu treffen.
> Anschließend werde ich aus dem Verein austreten.
>
> Christa Bartel
>
>
> Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:
>
>> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
>> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst dann
>> könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen -
>> kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist
>> wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem
>> und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der sie
>> immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu
>> sagen, als dass sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht
>> eingestehen zu müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das
>> Vertrauen in ein ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr
>> Zuträger, der eben nicht nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um
>> sich Rat zu holen, was OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter
>> reichte), haben das Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium
>> erschüttert. Sie faseln etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück
>> gewonnen werden müsste, dabei stehen genau sie für diesen
>> Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist lächerich, was sie
>> hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise gedient - nur
>> geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian Moleski. Wir hatten
>> ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie
>> stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
>> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte. Nein,
>> Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und ironischerweise
>> nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen Informationen oder
>> Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang mit
>> der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben,
>> bleiben sie stur dabei, alles richtig gemacht zu haben und sind dann auch
>> sehr kreativ in den Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist
>> aber kein Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar
>> ist, dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt
>> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt, sondern
>> eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und nun
>> kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die
>> Realität.
>>
>>
>> Marcus Cyron
>>
>>
>>
>> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
>>
>>> Hallo Olaf,
>>>
>>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
>>>
>>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
>>>> Verein
>>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
>>>>
>>>>  hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
>>>
>>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
>>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
>>> Zweck
>>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
>>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von Präsidiumsmitgliedern
>>> zu
>>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem
>>> Vereinsmitglied,
>>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
>>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte, weil
>>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht.
>>> Noch
>>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
>>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
>>>
>>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
>>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
>>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich weder
>>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
>>> Vereins
>>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
>>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle
>>> der
>>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn
>>> auch
>>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
>>> Handlungen
>>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in der
>>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
>>> können,
>>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
>>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen eben
>>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
>>>
>>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
>>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie beschränkt
>>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2
>>> GO-Präsidium
>>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw. Anstellungsverträge
>>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
>>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet
>>> und
>>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
>>>
>>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
>>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren Jahren
>>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
>>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut wie
>>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
>>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben
>>> Personen
>>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel Richter
>>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des Präsidiums,
>>> so
>>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln
>>> und
>>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht
>>> ist.
>>>
>>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde oder
>>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
>>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn es
>>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben von
>>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken, auf
>>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
>>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
>>> verboten werden kann.
>>>
>>> Beste Grüße
>>> Sebastian Moleski
>>> _______________________________________________
>>> VereinDE-l mailing list
>>> [hidden email]
>>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>>
>>
>>
>> _______________________________________________
>> VereinDE-l mailing list
>> [hidden email]
>> https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
>>
>
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> [hidden email]
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Jens Best
Präsidium
Wikimedia Deutschland e.V.
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mail: jens.best <http://goog_17221883>@wikimedia.de

Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Stefanie Schönwälder


Hallo Jens,

du schreibst:

>Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
>nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
>entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
>und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu werden?


Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
Steffi


----- Ursprüngliche Message -----
Von: Jens Best <[hidden email]>
An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
CC:
Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Hallo liebe Christa,


ich will zu dem hier laufenden Streit um Herrn Moleski gar nichts sagen,
das bringt erfahrungsgemäß nicht viel. Aber doch ein paar Fakten
geradestellen und ein wenig Begründung nachreichen, damit das Ganze ein
wenig mehr inhaltliche Substanz bekommt.

Die vorzeitige Trennung von Herrn Richter kostete nicht 320k, sondern eher
so in Richtung der Hälfte davon. Genau darf dies nicht gesagt werden, denn
natürlich unterliegen einige dieser Punkte rechtlich der Verschwiegenheit.
Kann man doof finden, ist aber so. Die 320k beziehen sich auf den
Nachtragshaushalt, der aber auch noch andere Punkte enthält, die mit der
vorzeitigen Trennung nichts zu tun haben bzw. auch bei einer Trennung am
Vertragsende angefallen wären.

Das ist natürlich auch noch eine Menge Geld, aber an dieser Stelle die
zweite Richtigstellung einer Fehlinformation in deiner Mail: Herr Richter
war nicht "kurz vor seinem Vertragsende", sondern er hätte ohne die
Trennung noch über 1,5 Jahre in diesem Verein die zentrale Macht als
Vorstand gehabt, denn so sind die Strukturen aktuell angelegt. 1,5 Jahre
sind eine lange Zeit, um Dinge schlechter oder besser zu machen.

Dies hätte also bedeutet, dass er noch 1,5 Jahre lang eine realen Kurs
hätte fahren können, der einerseits wenig mit
Community-/Mitgliederunterstützung als zentralem Selbstverständnis der
Geschäftsstellle  zu tun gehabt hätte und andererseits auch weiter in ihren
Strukturen keine Professionalität ausgebaut hätte, wie es sich für eine
solche nicht gerade kleine Geschäftstelle gehört (sprich
bereichsübergreifendes Kontakt- und Knowledgemanagement, vereinheitlichtes
und grundlegenden Standards entsprechendes Prozessmanagement und dazu
passende Evaluation/Controlling, nachhaltige Mitarbeiterentwicklung uvm.).

Es ist eine der originären Aufgaben des Präsidiums an diesen Stellen sowie
auch generell genau hinzuschauen und dafür zu sorgen, dass es sich die
Zustände unter der operativen Leitung des Vorstandes verbessern. Wenn das
Präsidium nach reiflichen Überlegungen und Versuchen, auf anderen Wegen
eine Lösung zu finden zu dem Schluss kommt, dass eine Trennung die einzige
Möglichkeit ist, dann ist das satzungsgemäß ein richtiger und guter Weg.
Vorzeitige Trennungen von Vorständen sind im deutschen
Vereins-/Verbandswesen kein ungewöhnlicher Vorgang, jedes Jahr bringen das
etliche Organisationen in unserer Größe und größer hinter sich. Dies
geschieht (auch bei uns) weder "spontan" oder "ungeplant", wie einige hier
das gerne darstellen, sondern ist eine, wenn auch nicht die angenehmste,
normale Aufgabe des Präsidiums.

Herr Richter hat sich um den Verein verdient gemacht, weil er mit
Professionalisierung des Fundraisings auch dafür gesorgt hat, dass über 10k
Vereinsmitglieder aktuell in der Kartei stehen und damit einen Sockel für
eine finanzielle Sicherheit darstellen, was auch ein Stück Unabhängigkeit
von in den Details ihrer Bedingungen ab und an merkwürdigen internationalen
Geldmitteln bedeutet. Gleichzeitig wurde mit teils wenig nachhaltigen
Beschäftigungsmodellen die Geschäftsstelle aufgeblasen, sodass dort jede
Menge Experimente mit dem gewonnenen Geld durchgeführt werden konnten, von
einer Stringenz in Sachen professioneller Freiwilligenunterstützung oder
anderen Aspekten dieser NGO konnte aber nur bedingt gesprochen werden.

Es nützt nichts für ein paar Jahre ein paar Millionen auf dem Konto, ein
paar tausend Karteileichen, um die sich niemand kümmert, in der
Mitgliederkartei und ein ungesundes Mitarbeiterwachstum zu produzieren,
wenn dadurch kein passender Impact, keine Wirkkraft für die Sache des
Vereins und die Freiwilligen, die diesen Verein überhaupt erst möglich
machen, entsteht. Diese grundlegende Trendwende hin zu mehr Sinn und
Wirkkraft wäre unter einem rein wachstumsorientierten Vorstand nicht
möglich gewesen.

Durch die Trennung wird in diesem Verein nicht alles automatisch eitel
Sonnenschein, es gibt noch einiges zu verbessern oder überhaupt ersteinmal
zu etablieren, aber mit dieser Trennung ist ein wichtiger Punkt
durchgeführt worden, sodass dieser Verein im Sinne des Vereinszweckes und
insbesondere im Sinne der tragenden Freiwilligen in den vielen Communities,
die unseren Verein ausmachen, seinen Fokus wirksam ausrichten kann.

Dies ist eine gemeinsame Aufgabe, aber es wird, sollte der Governance
Review Prozess hier keine Veränderung bringen, weiterhin so sein, dass der
Vorstand die zentrale operative faktische Macht in diesem Verein besitzt.
Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.


Beste Grüsse

Jens Best

Am 19. November 2014 12:48 schrieb Christa Bartel <
[hidden email]>:

> Geht es nicht noch ein wenig gehässiger? Ich bin seit vielen Jahren
> aktives Mitglied des Vereins und am Anfang, in der Entstehungszeit, habe
> ich mit Freude die überwiegend jungen Leute bewundert, die mit so viel
> Begeisterung für die Verbreitung des freien Wissens eintraten. Ich habe
> auch viele Freunde und Bekannte animiert, ebenfalls für den Verein WMDE zu
> spenden oder Mitglied zu werden. Nach allem, was ich gelesen habe, kann ich
> nicht mehr guten Gewissens für einen Verein eintreten, der die Spenden von
> Mitgliedern offensichtlich sehr leichtfertig aus dem Fenster wirft, indem
> er sich von dem langjährigen Vorstand Pavel Richter kurz vor dessen
> Vertragsende trennt und somit Spender und Mitglieder bis zu 320.000 € für
> diese Entscheidung des Präsidiums zahlen müssen. Wenn ich mir das unten
> gehässige Geschreibsel ansehe, erhalte ich den Eindruck, dass eine
> sachliche und gewinnbringende Auseinandersetzung von einigen Aktiven wohl
> auch nicht mehr möglich ist. Schade! Ich werde mein Wahlrecht für das
> zukünftige Präsidium noch wahrnehmen und hoffe, eine gute Wahl zu treffen.
> Anschließend werde ich aus dem Verein austreten.
>
> Christa Bartel
>
>
> Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:
>
>> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
>> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst dann
>> könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen -
>> kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist
>> wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem
>> und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der sie
>> immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu
>> sagen, als dass sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht
>> eingestehen zu müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die das
>> Vertrauen in ein ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr
>> Zuträger, der eben nicht nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um
>> sich Rat zu holen, was OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter
>> reichte), haben das Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium
>> erschüttert. Sie faseln etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück
>> gewonnen werden müsste, dabei stehen genau sie für diesen
>> Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist lächerich, was sie
>> hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise gedient - nur
>> geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian Moleski. Wir hatten
>> ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie
>> stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
>> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte. Nein,
>> Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und ironischerweise
>> nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen Informationen oder
>> Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang mit
>> der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben,
>> bleiben sie stur dabei, alles richtig gemacht zu haben und sind dann auch
>> sehr kreativ in den Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE ist
>> aber kein Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten klar
>> ist, dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie wählt
>> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt, sondern
>> eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und nun
>> kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die
>> Realität.
>>
>>
>> Marcus Cyron

_______________________________________________
VereinDE-l mailing list
[hidden email]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
Hallo Stefanie,

Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite
der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen
aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der
Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind und
ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du am
besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des
Prozesses nicht-öffentlich läuft.

Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für
diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der
Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem
Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf
der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission


Beste Grüsse

Jens Best

Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <
[hidden email]>:

>
>
> Hallo Jens,
>
> du schreibst:
>
> >Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
> >nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
> >entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
> >und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
> Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der
> Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche
> Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu
> werden?
>
>
> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
> Steffi
>
>
> ----- Ursprüngliche Message -----
> Von: Jens Best <[hidden email]>
> An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
> Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
> CC:
> Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
> Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber
> .......
>
> Hallo liebe Christa,
>
>
> ich will zu dem hier laufenden Streit um Herrn Moleski gar nichts sagen,
> das bringt erfahrungsgemäß nicht viel. Aber doch ein paar Fakten
> geradestellen und ein wenig Begründung nachreichen, damit das Ganze ein
> wenig mehr inhaltliche Substanz bekommt.
>
> Die vorzeitige Trennung von Herrn Richter kostete nicht 320k, sondern eher
> so in Richtung der Hälfte davon. Genau darf dies nicht gesagt werden, denn
> natürlich unterliegen einige dieser Punkte rechtlich der Verschwiegenheit.
> Kann man doof finden, ist aber so. Die 320k beziehen sich auf den
> Nachtragshaushalt, der aber auch noch andere Punkte enthält, die mit der
> vorzeitigen Trennung nichts zu tun haben bzw. auch bei einer Trennung am
> Vertragsende angefallen wären.
>
> Das ist natürlich auch noch eine Menge Geld, aber an dieser Stelle die
> zweite Richtigstellung einer Fehlinformation in deiner Mail: Herr Richter
> war nicht "kurz vor seinem Vertragsende", sondern er hätte ohne die
> Trennung noch über 1,5 Jahre in diesem Verein die zentrale Macht als
> Vorstand gehabt, denn so sind die Strukturen aktuell angelegt. 1,5 Jahre
> sind eine lange Zeit, um Dinge schlechter oder besser zu machen.
>
> Dies hätte also bedeutet, dass er noch 1,5 Jahre lang eine realen Kurs
> hätte fahren können, der einerseits wenig mit
> Community-/Mitgliederunterstützung als zentralem Selbstverständnis der
> Geschäftsstellle  zu tun gehabt hätte und andererseits auch weiter in ihren
> Strukturen keine Professionalität ausgebaut hätte, wie es sich für eine
> solche nicht gerade kleine Geschäftstelle gehört (sprich
> bereichsübergreifendes Kontakt- und Knowledgemanagement, vereinheitlichtes
> und grundlegenden Standards entsprechendes Prozessmanagement und dazu
> passende Evaluation/Controlling, nachhaltige Mitarbeiterentwicklung uvm.).
>
> Es ist eine der originären Aufgaben des Präsidiums an diesen Stellen sowie
> auch generell genau hinzuschauen und dafür zu sorgen, dass es sich die
> Zustände unter der operativen Leitung des Vorstandes verbessern. Wenn das
> Präsidium nach reiflichen Überlegungen und Versuchen, auf anderen Wegen
> eine Lösung zu finden zu dem Schluss kommt, dass eine Trennung die einzige
> Möglichkeit ist, dann ist das satzungsgemäß ein richtiger und guter Weg.
> Vorzeitige Trennungen von Vorständen sind im deutschen
> Vereins-/Verbandswesen kein ungewöhnlicher Vorgang, jedes Jahr bringen das
> etliche Organisationen in unserer Größe und größer hinter sich. Dies
> geschieht (auch bei uns) weder "spontan" oder "ungeplant", wie einige hier
> das gerne darstellen, sondern ist eine, wenn auch nicht die angenehmste,
> normale Aufgabe des Präsidiums.
>
> Herr Richter hat sich um den Verein verdient gemacht, weil er mit
> Professionalisierung des Fundraisings auch dafür gesorgt hat, dass über 10k
> Vereinsmitglieder aktuell in der Kartei stehen und damit einen Sockel für
> eine finanzielle Sicherheit darstellen, was auch ein Stück Unabhängigkeit
> von in den Details ihrer Bedingungen ab und an merkwürdigen internationalen
> Geldmitteln bedeutet. Gleichzeitig wurde mit teils wenig nachhaltigen
> Beschäftigungsmodellen die Geschäftsstelle aufgeblasen, sodass dort jede
> Menge Experimente mit dem gewonnenen Geld durchgeführt werden konnten, von
> einer Stringenz in Sachen professioneller Freiwilligenunterstützung oder
> anderen Aspekten dieser NGO konnte aber nur bedingt gesprochen werden.
>
> Es nützt nichts für ein paar Jahre ein paar Millionen auf dem Konto, ein
> paar tausend Karteileichen, um die sich niemand kümmert, in der
> Mitgliederkartei und ein ungesundes Mitarbeiterwachstum zu produzieren,
> wenn dadurch kein passender Impact, keine Wirkkraft für die Sache des
> Vereins und die Freiwilligen, die diesen Verein überhaupt erst möglich
> machen, entsteht. Diese grundlegende Trendwende hin zu mehr Sinn und
> Wirkkraft wäre unter einem rein wachstumsorientierten Vorstand nicht
> möglich gewesen.
>
> Durch die Trennung wird in diesem Verein nicht alles automatisch eitel
> Sonnenschein, es gibt noch einiges zu verbessern oder überhaupt ersteinmal
> zu etablieren, aber mit dieser Trennung ist ein wichtiger Punkt
> durchgeführt worden, sodass dieser Verein im Sinne des Vereinszweckes und
> insbesondere im Sinne der tragenden Freiwilligen in den vielen Communities,
> die unseren Verein ausmachen, seinen Fokus wirksam ausrichten kann.
>
> Dies ist eine gemeinsame Aufgabe, aber es wird, sollte der Governance
> Review Prozess hier keine Veränderung bringen, weiterhin so sein, dass der
> Vorstand die zentrale operative faktische Macht in diesem Verein besitzt.
> Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
> nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
> entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
> und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
> Am 19. November 2014 12:48 schrieb Christa Bartel <
> [hidden email]>:
>
> > Geht es nicht noch ein wenig gehässiger? Ich bin seit vielen Jahren
> > aktives Mitglied des Vereins und am Anfang, in der Entstehungszeit, habe
> > ich mit Freude die überwiegend jungen Leute bewundert, die mit so viel
> > Begeisterung für die Verbreitung des freien Wissens eintraten. Ich habe
> > auch viele Freunde und Bekannte animiert, ebenfalls für den Verein WMDE
> zu
> > spenden oder Mitglied zu werden. Nach allem, was ich gelesen habe, kann
> ich
> > nicht mehr guten Gewissens für einen Verein eintreten, der die Spenden
> von
> > Mitgliedern offensichtlich sehr leichtfertig aus dem Fenster wirft, indem
> > er sich von dem langjährigen Vorstand Pavel Richter kurz vor dessen
> > Vertragsende trennt und somit Spender und Mitglieder bis zu 320.000 € für
> > diese Entscheidung des Präsidiums zahlen müssen. Wenn ich mir das unten
> > gehässige Geschreibsel ansehe, erhalte ich den Eindruck, dass eine
> > sachliche und gewinnbringende Auseinandersetzung von einigen Aktiven wohl
> > auch nicht mehr möglich ist. Schade! Ich werde mein Wahlrecht für das
> > zukünftige Präsidium noch wahrnehmen und hoffe, eine gute Wahl zu
> treffen.
> > Anschließend werde ich aus dem Verein austreten.
> >
> > Christa Bartel
> >
> >
> > Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:
> >
> >> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
> >> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst
> dann
> >> könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen -
> >> kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist
> >> wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem
> >> und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der
> sie
> >> immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu
> >> sagen, als dass sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht
> >> eingestehen zu müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die
> das
> >> Vertrauen in ein ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr
> >> Zuträger, der eben nicht nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um
> >> sich Rat zu holen, was OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter
> >> reichte), haben das Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium
> >> erschüttert. Sie faseln etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück
> >> gewonnen werden müsste, dabei stehen genau sie für diesen
> >> Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist lächerich, was
> sie
> >> hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise gedient - nur
> >> geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian Moleski. Wir
> hatten
> >> ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie
> >> stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
> >> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte. Nein,
> >> Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und ironischerweise
> >> nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen Informationen oder
> >> Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang
> mit
> >> der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht
> haben,
> >> bleiben sie stur dabei, alles richtig gemacht zu haben und sind dann
> auch
> >> sehr kreativ in den Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE
> ist
> >> aber kein Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten
> klar
> >> ist, dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie
> wählt
> >> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt,
> sondern
> >> eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und
> nun
> >> kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die
> >> Realität.
> >>
> >>
> >> Marcus Cyron
>
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Jens Best
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Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig
anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Stefanie Schönwälder
Hallo Jens,

vielen Dank für deine Antwort.


Die Motivation meiner Frage war auch, dass ich überlegt habe ob unsere aktuelle "Kopflosigkeit" was den Vorstand
angeht nicht auch zusätzlich für die Erhitzung der Gemüter verantwortlich ist und den allgemeinen Umgangston
verschärft. Der Normalfall wäre ja, dass ein Vorstand den anderen ablöst. So befinden wir uns eben gerade alle in einer
etwas außergewöhnlichen Situation. Da würde es vielleicht etwas den Druck raus nehmen, wenn man wüsste: "Alles gut,
Wikipedia ist nach wie vor beliebter Arbeitgeber, es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen und vielversprechende
Kandidaten dabei".
Ob man hierzu jetzt schon Stellung nehmen kann (da hast du natürlich recht) können nur die Mitglieder der
Übergangskommission entscheiden. Vielleicht mag sich ja jemand hierzu äußern. Eventuell Herr Wallroth?


Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,


Steffi
________________________________
Von: Jens Best <[hidden email]>
An: Stefanie Schönwälder <[hidden email]>; Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
Gesendet: 15:46 Mittwoch, 19.November 2014
Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......



Hallo Stefanie,

Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind und ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du am besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des Prozesses nicht-öffentlich läuft.

Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission


Beste Grüsse

Jens Best


Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <[hidden email]>:


>
>Hallo Jens,
>
>du schreibst:
>
>>Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
>>nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
>>entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
>>und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
>Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu werden?
>
>
>Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>Steffi
>
>
>----- Ursprüngliche Message -----
>Von: Jens Best <[hidden email]>
>An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
>CC:
>Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
>Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......
>
>

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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jan Engelmann
Hallo Stefanie,

wen oder was empfindest du gerade genau als "kopflos"?

Jan
Am 19.11.2014 16:15 schrieb "Stefanie Schönwälder" <[hidden email]
>:

> Hallo Jens,
>
> vielen Dank für deine Antwort.
>
>
> Die Motivation meiner Frage war auch, dass ich überlegt habe ob unsere
> aktuelle "Kopflosigkeit" was den Vorstand
> angeht nicht auch zusätzlich für die Erhitzung der Gemüter verantwortlich
> ist und den allgemeinen Umgangston
> verschärft. Der Normalfall wäre ja, dass ein Vorstand den anderen ablöst.
> So befinden wir uns eben gerade alle in einer
> etwas außergewöhnlichen Situation. Da würde es vielleicht etwas den Druck
> raus nehmen, wenn man wüsste: "Alles gut,
> Wikipedia ist nach wie vor beliebter Arbeitgeber, es sind zahlreiche
> Bewerbungen eingegangen und vielversprechende
> Kandidaten dabei".
> Ob man hierzu jetzt schon Stellung nehmen kann (da hast du natürlich
> recht) können nur die Mitglieder der
> Übergangskommission entscheiden. Vielleicht mag sich ja jemand hierzu
> äußern. Eventuell Herr Wallroth?
>
>
> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>
>
> Steffi
> ________________________________
> Von: Jens Best <[hidden email]>
> An: Stefanie Schönwälder <[hidden email]>; Mailingliste des
> Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <
> [hidden email]>
> Gesendet: 15:46 Mittwoch, 19.November 2014
> Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber
> .......
>
>
>
> Hallo Stefanie,
>
> Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite
> der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen
> aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der
> Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
> Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind
> und ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du
> am besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des
> Prozesses nicht-öffentlich läuft.
>
> Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für
> diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der
> Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem
> Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf
> der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
>
> Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <
> [hidden email]>:
>
>
> >
> >Hallo Jens,
> >
> >du schreibst:
> >
> >>Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
> >>nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
> >>entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
> >>und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
> >Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der
> Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche
> Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu
> werden?
> >
> >
> >Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
> >Steffi
> >
> >
> >----- Ursprüngliche Message -----
> >Von: Jens Best <[hidden email]>
> >An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
> Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
> >CC:
> >Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
> >Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert
> aber .......
> >
> >
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Jens Best
In reply to this post by Stefanie Schönwälder
Liebe Stefanie,

deine erste Prämisse ist schon nicht richtig. Es besteht keine
"Kopflosigkeit", sondern der Verein wird von einem kompetenten und durch
seine langjährige Beschäftigung bei WMDE auch gut eingelebten
Interimsvorstand geführt.

Deine zweite falsche Prämisse ist es, den "Normalfall" zu definieren. Es
gibt keinen "Normalfall" per se, sondern es gibt richtiges Handeln gemäß
den Situationen, in denen sich ein Verein befindet. Wenn man sich von ein
Vorstand aus guten Gründen vorzeitig getrennt hat, ist der Normalfall in
dieser Republik, dass ein Interimsvorstand die Geschäfte übernimmt. In den
seltensten Fällen wird hier sofort ein Nachfolger präsentiert und
eingestellt…und wenn soetwas passiert, würde das auch sehr nach einem
abgekarteten Spiel aussehen.

Wir befinden uns deswegen auch nicht in einer "außergewöhnlichen
Situation", sondern können uns im Gegenteil glücklich schätzen, dass mit
dem gut eingearbeiteten Interimsvorstand bereits die Chance besteht, dass
grobe Fehlentwicklungen aus der Vergangenheit bereits angegangen werden
können, was nicht der Fall gewesen wäre, wenn man den alten Vorstand trotz
besseren Wissens noch bis zum bitteren Ende geduldet hätte.

Beste Grüsse

Jens Best

Am 19. November 2014 16:14 schrieb Stefanie Schönwälder <
[hidden email]>:

> Hallo Jens,
>
> vielen Dank für deine Antwort.
>
>
> Die Motivation meiner Frage war auch, dass ich überlegt habe ob unsere
> aktuelle "Kopflosigkeit" was den Vorstand
> angeht nicht auch zusätzlich für die Erhitzung der Gemüter verantwortlich
> ist und den allgemeinen Umgangston
> verschärft. Der Normalfall wäre ja, dass ein Vorstand den anderen ablöst.
> So befinden wir uns eben gerade alle in einer
> etwas außergewöhnlichen Situation. Da würde es vielleicht etwas den Druck
> raus nehmen, wenn man wüsste: "Alles gut,
> Wikipedia ist nach wie vor beliebter Arbeitgeber, es sind zahlreiche
> Bewerbungen eingegangen und vielversprechende
> Kandidaten dabei".
> Ob man hierzu jetzt schon Stellung nehmen kann (da hast du natürlich
> recht) können nur die Mitglieder der
> Übergangskommission entscheiden. Vielleicht mag sich ja jemand hierzu
> äußern. Eventuell Herr Wallroth?
>
>
> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>
>
> Steffi
> ________________________________
> Von: Jens Best <[hidden email]>
> An: Stefanie Schönwälder <[hidden email]>; Mailingliste des
> Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <
> [hidden email]>
> Gesendet: 15:46 Mittwoch, 19.November 2014
> Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber
> .......
>
>
>
> Hallo Stefanie,
>
> Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite
> der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen
> aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der
> Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
> Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind
> und ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du
> am besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des
> Prozesses nicht-öffentlich läuft.
>
> Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für
> diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der
> Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem
> Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf
> der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
>
> Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <
> [hidden email]>:
>
>
> >
> >Hallo Jens,
> >
> >du schreibst:
> >
> >>Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
> >>nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
> >>entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
> >>und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
> >Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der
> Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche
> Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu
> werden?
> >
> >
> >Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
> >Steffi
> >
> >
> >----- Ursprüngliche Message -----
> >Von: Jens Best <[hidden email]>
> >An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
> Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
> >CC:
> >Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
> >Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert
> aber .......
> >
> >
>
> _______________________________________________
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Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts
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anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Sebastian Wallroth-3
In reply to this post by Stefanie Schönwälder
Hallo Steffi,

am Freitag gibt es den nächsten Zwischenbericht von der
Übergangskommission. Es sieht gut aus.

Herzlichen Gruß,
Sebastian "Herr Wallroth" Wallroth

--
Sebastian Wallroth
Präsidium
Wikimedia Deutschland
http://about.me/real68er
PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
http://spenden.wikimedia.de/



Am 19.11.2014 um 16:14 schrieb Stefanie Schönwälder:

> Hallo Jens,
>
> vielen Dank für deine Antwort.
>
>
> Die Motivation meiner Frage war auch, dass ich überlegt habe ob unsere aktuelle "Kopflosigkeit" was den Vorstand
> angeht nicht auch zusätzlich für die Erhitzung der Gemüter verantwortlich ist und den allgemeinen Umgangston
> verschärft. Der Normalfall wäre ja, dass ein Vorstand den anderen ablöst. So befinden wir uns eben gerade alle in einer
> etwas außergewöhnlichen Situation. Da würde es vielleicht etwas den Druck raus nehmen, wenn man wüsste: "Alles gut,
> Wikipedia ist nach wie vor beliebter Arbeitgeber, es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen und vielversprechende
> Kandidaten dabei".
> Ob man hierzu jetzt schon Stellung nehmen kann (da hast du natürlich recht) können nur die Mitglieder der
> Übergangskommission entscheiden. Vielleicht mag sich ja jemand hierzu äußern. Eventuell Herr Wallroth?
>
>
> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>
>
> Steffi
> ________________________________
> Von: Jens Best <[hidden email]>
> An: Stefanie Schönwälder <[hidden email]>; Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
> Gesendet: 15:46 Mittwoch, 19.November 2014
> Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......
>
>
>
> Hallo Stefanie,
>
> Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
> Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind und ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du am besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des Prozesses nicht-öffentlich läuft.
>
> Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
>
> Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <[hidden email]>:
>
>
>> Hallo Jens,
>>
>> du schreibst:
>>
>>> Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
>>> nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
>>> entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
>>> und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
>> Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu werden?
>>
>>
>> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>> Steffi
>>
>>
>> ----- Ursprüngliche Message -----
>> Von: Jens Best <[hidden email]>
>> An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
>> CC:
>> Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
>> Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......
>>
>>
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Stefanie Schönwälder


Hallo Sebastian,

klasse! So eine kurze Rückmeldung hatte ich mir doch gewünscht! Vielen Dank!

Und zu Jens und Jan - so kompliziert war das gar nicht gemeint, sondern tatsächlich einfach nur so:


business as usual -> Vertrag läuft aus = Alter Vorstand wird von neuem Vorstand abgelöst
not quite so usual -> Übergangskommission = neuer Vorstand wird noch gesucht

Die Vokabel "Kopflos" war allerdings etwas unglücklich gewählt.
sorry, wenn ich da für Missverständnisse gesorgt habe.

liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,


Steffi Schönwälder
________________________________
Von: Sebastian Wallroth <[hidden email]>
An: [hidden email]
Gesendet: 16:35 Mittwoch, 19.November 2014
Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......


Hallo Steffi,

am Freitag gibt es den nächsten Zwischenbericht von der
Übergangskommission. Es sieht gut aus.

Herzlichen Gruß,
Sebastian "Herr Wallroth" Wallroth

--
Sebastian Wallroth
Präsidium
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http://about.me/real68er
PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP

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Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
http://spenden.wikimedia.de/






Am 19.11.2014 um 16:14 schrieb Stefanie Schönwälder:

> Hallo Jens,
>
> vielen Dank für deine Antwort.
>
>
> Die Motivation meiner Frage war auch, dass ich überlegt habe ob unsere aktuelle "Kopflosigkeit" was den Vorstand
> angeht nicht auch zusätzlich für die Erhitzung der Gemüter verantwortlich ist und den allgemeinen Umgangston
> verschärft. Der Normalfall wäre ja, dass ein Vorstand den anderen ablöst. So befinden wir uns eben gerade alle in einer
> etwas außergewöhnlichen Situation. Da würde es vielleicht etwas den Druck raus nehmen, wenn man wüsste: "Alles gut,
> Wikipedia ist nach wie vor beliebter Arbeitgeber, es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen und vielversprechende
> Kandidaten dabei".
> Ob man hierzu jetzt schon Stellung nehmen kann (da hast du natürlich recht) können nur die Mitglieder der
> Übergangskommission entscheiden. Vielleicht mag sich ja jemand hierzu äußern. Eventuell Herr Wallroth?
>
>
> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>
>
> Steffi
> ________________________________
> Von: Jens Best <[hidden email]>
> An: Stefanie Schönwälder <[hidden email]>; Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
> Gesendet: 15:46 Mittwoch, 19.November 2014
> Betreff: Re: [VereinDE-l] Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......
>
>
>
> Hallo Stefanie,
>
> Informationen über den Details der Ausschreibung erhältst du auf der Seite der Übergangskommission (ÜK). Die Übergangskommission setzt sich zusammen aus Vertretern des Präsidiums, der Mitglieder, der Community und der Mitarbeiter. Ich selbst bin dort nicht involviert.
> Inwieweit Mitglieder der ÜK über die laufenden Eingänge informiert sind und ob es nun bereits eine öffentliche Einschätzung geben kann, fragst du am besten die ÜK-Mitglieder. Ich denke aber, dass aktuell dieser Teil des Prozesses nicht-öffentlich läuft.
>
> Es ist natürlich jedem Interessierten überlassen, geeignete Personen für diesen Job anzusprechen und im Vorlauf mit ihnen Gespräche zu führen. Der Bewerbungsprozess selbst läuft dann unter der Ägide der ÜK, die dann dem Präsidium einen Kandidaten vorschlagen wird. Weitere Details wie gesagt auf der Seite der ÜK: https://forum.wikimedia.de/wiki/Übergangskommission
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
>
> Am 19. November 2014 14:50 schrieb Stefanie Schönwälder <[hidden email]>:
>
>
>> Hallo Jens,
>>
>> du schreibst:
>>
>>> Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
>>> nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
>>> entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
>>> und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
>> Das bringt mich zu der Frage, wie die Akquise überhaupt so läuft? Der Bewerbungsschluss ist ja absehbar. Ich hoffe, es haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, die das Potential haben diesen Anforderungen gerecht zu werden?
>>
>>
>> Liebe Grüße in die Runde und danke für die fruchtbare Diskussion,
>> Steffi
>>
>>
>> ----- Ursprüngliche Message -----
>> Von: Jens Best <[hidden email]>
>> An: Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of Wikimedia Deutschland e. V. <[hidden email]>
>> CC:
>> Gesendet: 14:22 Mittwoch, 19.November 2014
>> Betreff: Re: [VereinDE-l]       Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......
>>
>>
> _______________________________________________
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Re: Präsidiumswahl ist kein Wunschkonzert aber .......

Bernd Gross
In reply to this post by Jens Best
Hallo Jens,

mir leuchtet einiges immer noch nicht ganz ein.

Zum einen wiederhole ich meine Frage von der MV im Mai 2014, auf die ich
bislang keine Antwort erhielt: Was ist im April 2014 geschehen, was das
Präsidium veranlaßte von der für Ende April beschlossenen Mediation Abstand
zu nehmen?
(Ich hätte übrigens aufgrund meiner Beobachtungen und Analysen eine
Antwort).

Zum anderen sehe ich einen Widerspruch in Deiner Argumentation bzw.
Darstellung der Entwicklungen. Gestern noch hast du uns im "Forum" erklärt,
dass die vom Präsidium gewünschten Änderungen deshalb nicht möglich waren,
weil der Vorstand mit seinem Rücktritt drohte.

https://forum.wikimedia.de/w/index.php?title=Antragswerkstatt/St%C3%A4rkung_der_Stabilit%C3%A4t_von_Wikimedia_Deutschland&curid=6219&diff=21395&oldid=21392

Na, warum habt Ihr diesen denn nicht angenommen? Das wäre doch billiger
geworden.

Und drittens frage ich: Warum habt Ihr die Mitgliedschaft in Eurem Wille zu
Veränderungen, speziell auf MV's, nicht mitgenommen? Kritiker an Pavel in
bestimmten Dingen, zu denen ich nachweislich gehörte, habt Ihr im Regen
stehen lassen und erklärt, dass (fast) alles bestens bestellt ist. Ich
verweise insbesondere auf die Mitglederversammlung in der Kulturbrauerei im
Mai 2013 (Stichwort:Antrag von DaB und meine Gegenstimme zur Entlastung von
Pavel). Markus Glaser rief damals noch zum Vertrauen in den Vorstand auf.

Jeder macht sich das Bild der Entwicklung so, wie es gerade passt.

Beste Grüße
Bernd

Am 19. November 2014 14:22 schrieb Jens Best <[hidden email]>:

> Hallo liebe Christa,
>
>
> ich will zu dem hier laufenden Streit um Herrn Moleski gar nichts sagen,
> das bringt erfahrungsgemäß nicht viel. Aber doch ein paar Fakten
> geradestellen und ein wenig Begründung nachreichen, damit das Ganze ein
> wenig mehr inhaltliche Substanz bekommt.
>
> Die vorzeitige Trennung von Herrn Richter kostete nicht 320k, sondern eher
> so in Richtung der Hälfte davon. Genau darf dies nicht gesagt werden, denn
> natürlich unterliegen einige dieser Punkte rechtlich der Verschwiegenheit.
> Kann man doof finden, ist aber so. Die 320k beziehen sich auf den
> Nachtragshaushalt, der aber auch noch andere Punkte enthält, die mit der
> vorzeitigen Trennung nichts zu tun haben bzw. auch bei einer Trennung am
> Vertragsende angefallen wären.
>
> Das ist natürlich auch noch eine Menge Geld, aber an dieser Stelle die
> zweite Richtigstellung einer Fehlinformation in deiner Mail: Herr Richter
> war nicht "kurz vor seinem Vertragsende", sondern er hätte ohne die
> Trennung noch über 1,5 Jahre in diesem Verein die zentrale Macht als
> Vorstand gehabt, denn so sind die Strukturen aktuell angelegt. 1,5 Jahre
> sind eine lange Zeit, um Dinge schlechter oder besser zu machen.
>
> Dies hätte also bedeutet, dass er noch 1,5 Jahre lang eine realen Kurs
> hätte fahren können, der einerseits wenig mit
> Community-/Mitgliederunterstützung als zentralem Selbstverständnis der
> Geschäftsstellle  zu tun gehabt hätte und andererseits auch weiter in ihren
> Strukturen keine Professionalität ausgebaut hätte, wie es sich für eine
> solche nicht gerade kleine Geschäftstelle gehört (sprich
> bereichsübergreifendes Kontakt- und Knowledgemanagement, vereinheitlichtes
> und grundlegenden Standards entsprechendes Prozessmanagement und dazu
> passende Evaluation/Controlling, nachhaltige Mitarbeiterentwicklung uvm.).
>
> Es ist eine der originären Aufgaben des Präsidiums an diesen Stellen sowie
> auch generell genau hinzuschauen und dafür zu sorgen, dass es sich die
> Zustände unter der operativen Leitung des Vorstandes verbessern. Wenn das
> Präsidium nach reiflichen Überlegungen und Versuchen, auf anderen Wegen
> eine Lösung zu finden zu dem Schluss kommt, dass eine Trennung die einzige
> Möglichkeit ist, dann ist das satzungsgemäß ein richtiger und guter Weg.
> Vorzeitige Trennungen von Vorständen sind im deutschen
> Vereins-/Verbandswesen kein ungewöhnlicher Vorgang, jedes Jahr bringen das
> etliche Organisationen in unserer Größe und größer hinter sich. Dies
> geschieht (auch bei uns) weder "spontan" oder "ungeplant", wie einige hier
> das gerne darstellen, sondern ist eine, wenn auch nicht die angenehmste,
> normale Aufgabe des Präsidiums.
>
> Herr Richter hat sich um den Verein verdient gemacht, weil er mit
> Professionalisierung des Fundraisings auch dafür gesorgt hat, dass über 10k
> Vereinsmitglieder aktuell in der Kartei stehen und damit einen Sockel für
> eine finanzielle Sicherheit darstellen, was auch ein Stück Unabhängigkeit
> von in den Details ihrer Bedingungen ab und an merkwürdigen internationalen
> Geldmitteln bedeutet. Gleichzeitig wurde mit teils wenig nachhaltigen
> Beschäftigungsmodellen die Geschäftsstelle aufgeblasen, sodass dort jede
> Menge Experimente mit dem gewonnenen Geld durchgeführt werden konnten, von
> einer Stringenz in Sachen professioneller Freiwilligenunterstützung oder
> anderen Aspekten dieser NGO konnte aber nur bedingt gesprochen werden.
>
> Es nützt nichts für ein paar Jahre ein paar Millionen auf dem Konto, ein
> paar tausend Karteileichen, um die sich niemand kümmert, in der
> Mitgliederkartei und ein ungesundes Mitarbeiterwachstum zu produzieren,
> wenn dadurch kein passender Impact, keine Wirkkraft für die Sache des
> Vereins und die Freiwilligen, die diesen Verein überhaupt erst möglich
> machen, entsteht. Diese grundlegende Trendwende hin zu mehr Sinn und
> Wirkkraft wäre unter einem rein wachstumsorientierten Vorstand nicht
> möglich gewesen.
>
> Durch die Trennung wird in diesem Verein nicht alles automatisch eitel
> Sonnenschein, es gibt noch einiges zu verbessern oder überhaupt ersteinmal
> zu etablieren, aber mit dieser Trennung ist ein wichtiger Punkt
> durchgeführt worden, sodass dieser Verein im Sinne des Vereinszweckes und
> insbesondere im Sinne der tragenden Freiwilligen in den vielen Communities,
> die unseren Verein ausmachen, seinen Fokus wirksam ausrichten kann.
>
> Dies ist eine gemeinsame Aufgabe, aber es wird, sollte der Governance
> Review Prozess hier keine Veränderung bringen, weiterhin so sein, dass der
> Vorstand die zentrale operative faktische Macht in diesem Verein besitzt.
> Insofern gilt es hier eine Kandidatin/einen Kandidaten zu finden, die/der
> nicht mit einem sinnbefreiten Wachstumsparadigma aufschlägt, sondern als
> entscheidungsbezogener Primus inter Pares mit Freiwilligen, Mitarbeitern
> und relevanten Stakeholdern den Vereinszweck vorantreibt.
>
>
> Beste Grüsse
>
> Jens Best
>
> Am 19. November 2014 12:48 schrieb Christa Bartel <
> [hidden email]>:
>
> > Geht es nicht noch ein wenig gehässiger? Ich bin seit vielen Jahren
> > aktives Mitglied des Vereins und am Anfang, in der Entstehungszeit, habe
> > ich mit Freude die überwiegend jungen Leute bewundert, die mit so viel
> > Begeisterung für die Verbreitung des freien Wissens eintraten. Ich habe
> > auch viele Freunde und Bekannte animiert, ebenfalls für den Verein WMDE
> zu
> > spenden oder Mitglied zu werden. Nach allem, was ich gelesen habe, kann
> ich
> > nicht mehr guten Gewissens für einen Verein eintreten, der die Spenden
> von
> > Mitgliedern offensichtlich sehr leichtfertig aus dem Fenster wirft, indem
> > er sich von dem langjährigen Vorstand Pavel Richter kurz vor dessen
> > Vertragsende trennt und somit Spender und Mitglieder bis zu 320.000 € für
> > diese Entscheidung des Präsidiums zahlen müssen. Wenn ich mir das unten
> > gehässige Geschreibsel ansehe, erhalte ich den Eindruck, dass eine
> > sachliche und gewinnbringende Auseinandersetzung von einigen Aktiven wohl
> > auch nicht mehr möglich ist. Schade! Ich werde mein Wahlrecht für das
> > zukünftige Präsidium noch wahrnehmen und hoffe, eine gute Wahl zu
> treffen.
> > Anschließend werde ich aus dem Verein austreten.
> >
> > Christa Bartel
> >
> >
> > Am 19.11.2014 12:01, schrieb Marcus Cyron:
> >
> >> Dieser Beitrag war eine Frechheit sondersgleichen. Statt endlich mal
> >> einen Fehler einzusehen und zuzugeben Scheiße gebaut zu haben - erst
> dann
> >> könnte man beginnen darüber auch nur nachzudenken das mal nachzusehen -
> >> kommt dieser freche Schlag ins Gesicht der Mitglieder von WMDE. Es ist
> >> wirklich unglaublich, mit welch einer Einstellung sie glauben über allem
> >> und allen anderen zu stehen und sich ihre eigene Welt basteln, in der
> sie
> >> immer recht haben. Man kann mittlerweile kaum noch etwas anderes dazu
> >> sagen, als dass sie da etwas Zusammenphantasieren, um ihre Schuld nicht
> >> eingestehen zu müssen. Sie sind ein Verräter vertraulicher Dinge, die
> das
> >> Vertrauen in ein ganzes Gremium unterminierten. Sie, SIE! (und ihr
> >> Zuträger, der eben nicht nur mit ihnen über ihm wichtige Dinge sprach um
> >> sich Rat zu holen, was OK gewesen wäre, sondern ganze Unterlagen weiter
> >> reichte), haben das Vertrauen in Verein und Präsidium als Gremium
> >> erschüttert. Sie faseln etwas von verlorenem Vertrauen, dass zurück
> >> gewonnen werden müsste, dabei stehen genau sie für diesen
> >> Vertrauensverlust. Sie verkörpern ihn geradezu. Es ist lächerich, was
> sie
> >> hier abziehen. Dem Verein ist damit in keiner Weise gedient - nur
> >> geschadet. Dienen tut das alles bestenfalls Sebastian Moleski. Wir
> hatten
> >> ja schon einige Selbstdarsteller in Vorstand und Präsidium - aber sie
> >> stellen all diese Leute wahrlich in den Schatten. Sie faseln dauernd von
> >> angeblichen Schaden, den das aktuelle Präsidium angerichtet hätte. Nein,
> >> Herr Moleski. Den wirklichen Schaden richten sie an. Und ironischerweise
> >> nicht einmal mehr mit ihrem Umgang mit vertraulichen Informationen oder
> >> Geld, das sie eben auch mal doppelt abrechnen. Sondern mit ihrem Umgang
> mit
> >> der Wahrheit. Statt einmal zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht
> haben,
> >> bleiben sie stur dabei, alles richtig gemacht zu haben und sind dann
> auch
> >> sehr kreativ in den Begründungen. Na immerhin haben sie Fantasie. WMDE
> ist
> >> aber kein Fantasialand. Und ich hoffe, dass es wirklich genug Leuten
> klar
> >> ist, dass sie zu wählen eine massive Vereinsschädigun wäre. Wer sie
> wählt
> >> sollte sich im klaren sein, dass er keine Zukunft für WMDE wählt,
> sondern
> >> eine Zukunft für Sebastian Moleski. Aber dafür sind wir nicht da. Und
> nun
> >> kommen sie bitte endlich mal wieder aus ihrem Wolkenkukuksheim in die
> >> Realität.
> >>
> >>
> >> Marcus Cyron
> >>
> >>
> >>
> >> Am 19.11.2014 10:14, schrieb Sebastian Moleski:
> >>
> >>> Hallo Olaf,
> >>>
> >>> Du bist ans Rednerpult gegangen und hast bewußt die Vertraulichkeit des
> >>>
> >>>> Präsidiums gebrochen. Du hast verbindliche Regeln, die es in unserem
> >>>> Verein
> >>>> gibt, bewußt gebrochen !!!
> >>>>
> >>>>  hierzu habe ich eigentlich nur drei Dinge zu sagen:
> >>>
> >>> 1) Das Präsidium hat die Möglichkeit, sensible Teile von Sitzungen als
> >>> vertraulich zu deklarieren und deren Inhalt nicht zu veröffentlichen.
> >>> Zweck
> >>> dieser Vertraulichkeisregelung ist es jedoch nicht, satzungswidrige
> >>> Beschlüsse zu schützen oder gar Falschaussagen von
> Präsidiumsmitgliedern
> >>> zu
> >>> decken. Es ist mit nach wie vor ein Rätsel, wie man einem
> >>> Vereinsmitglied,
> >>> das keine weiteren Funktion im Verein hat und insbesondere nicht dem
> >>> Präsidium angehört, den Mund verbieten oder gar ausschließen möchte,
> weil
> >>> es über solche geheim gehaltenen, satzungswidrigen Beschlüsse spricht.
> >>> Noch
> >>> rätselhafter wird es in einem Umfeld, dass so einen großen Wert auf
> >>> Transparenz und Offenheit legt wie Wikimedia.
> >>>
> >>> 2) Ich habe den Inhalt des Beschlusses, so wie er mir gegenüber benannt
> >>> wurde, nur auf der Mitgliederversammlung wiedergegeben, also ihn gerade
> >>> nicht veröffentlicht. Innerhalb der Mitgliederversammlung kann sich
> weder
> >>> Vorstand noch Präsidium auf Vertraulichkeit berufen. Die Organe des
> >>> Vereins
> >>> sind gegenüber der Mitgliederversammlung unbeschränkt
> >>> rechenschaftspflichtig (§ 666 BGB), weil sonst eine effektive Kontrolle
> >>> der
> >>> Organe durch die Versammlung gar nicht möglich wäre. Wie soll das denn
> >>> auch
> >>> funktionieren, wenn jemand satzungswidrig handeln und dann diese
> >>> Handlungen
> >>> als vertraulich vor der MV verstecken kann? Die Mitglieder müssen in
> der
> >>> Mitgliederversammlung ohne Befürchtung von Nachteilen frei sprechen
> >>> können,
> >>> insbesondere wenn es um die Amtsführung der Vereinsorgane geht. Das ist
> >>> auch einer der wesentlichsten Gründe, warum Mitgliederversammlungen
> eben
> >>> unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
> >>>
> >>> 3) Die Vertraulichkeit, die es innerhalb des Präsidiums gibt, soll dazu
> >>> dienen, dass auch sensible Themen behandelt werden können. Sie
> beschränkt
> >>> sich selbstverständlich nur auf die Präsidiumsmitglieder. (§2
> >>> GO-Präsidium
> >>> i.V.m. §1 GO-Präsidium) sowie über ihre Dienst- bzw.
> Anstellungsverträge
> >>> auf den Vorstand und die Mitarbeiter. Das ist auch gut so und nicht zu
> >>> beanstanden. Es wurde von mir während meiner früheren Amtszeit beachtet
> >>> und
> >>> wird es selbstverständlich auch im Falle einer zukünftigen Amtszeit.
> >>>
> >>> Ich finde es persönlich auch sehr befremdlich, dass die Vorwürfe eines
> >>> "Geheimnisverrats" durchweg von denjenigen kommen, die in früheren
> Jahren
> >>> (rückblickend betrachtet: zu recht) die rigide Geheimhaltungspraxis des
> >>> Präsidiums bzw. des ehrenamtlichen Vorstands (wir haben damals so gut
> wie
> >>> gar keine Beschlüsse oder Protokolle veröffentlicht) scharf kritisiert
> >>> haben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieselben
> >>> Personen
> >>> heute mit dem Ergebnis, also der vorzeitigen Abberufung von Pavel
> Richter
> >>> und der vermeintlichen nur damit möglichen Emanzipierung des
> Präsidiums,
> >>> so
> >>> zufrieden sind, dass Kritik an den dafür zum Einsatz gekommenen Mitteln
> >>> und
> >>> Wegen sowie die Widerlegung falscher Behauptungen schlicht unerwünscht
> >>> ist.
> >>>
> >>> Für das nächste Präsidium wünsche ich mir, egal ob ich gewählt werde
> oder
> >>> nicht, dass es mit Kompertnz und Sachverstand agiert, selbst heftigst
> >>> ausgedrückte Kritik anhört und mit Geduld und Weitsicht reagiert, wenn
> es
> >>> nicht das hört, was es hören will. Der Verein wie die Commnity leben
> von
> >>> der Vielfalt ihrer Mitglieder, sie sind ist eine der größten Stärken,
> auf
> >>> die Wikimedia setzen kann. Wir sollten alles dafür tun, dass sie keine
> >>> Scheu haben, ihre Meinungen auszudrücken, statt Wege zu finden, wie das
> >>> verboten werden kann.
> >>>
> >>> Beste Grüße
> >>> Sebastian Moleski
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> anerkannt durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin,
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