Zu dem Thread über freie Software in der GS

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Zu dem Thread über freie Software in der GS

Silke Meyer
Guten Morgen zusammen! :)

Diese Liste ist eigentlich nicht so der Ort, an dem die Belegschaft
über ihre Arbeit spricht, aber da es hier um die IT in unserer
Geschäftsstelle geht, mische ich mich mal kurz ein. Danke dafür, dass
Ihr das Thema freie Software in der GS auf dem Schirm habt!

Nein, der Einsatz freier Software ist kein Selbstzweck. Es geht aus
meiner Perspektive so grob um all das hier:

* mehr Hoheit über unsere Daten und die Daten derjenigen, mit denen
wir zusammenarbeiten, weil die Machart der Software transparent ist
und wir uns entscheiden können, ob wir selbst hosten wollen oder nicht
und wo.
* Arbeitnehmerdatenschutz, ein Thema, von dem wir vermutlich in den
nächsten Jahren noch viel mehr hören werden (also ich meine weit über
WMDE hinaus)
* Lock-in vermeiden -> Wenn erst einmal alle Kommunikation in vielen
oder allen Wikimedia-Chaptern in den Google-Plattformen stattfindet,
dann kommen wir da auch immer schwerer wieder raus.
* Know-how im Hause haben/aufbauen. Angenommen, Google bricht aus
irgendwelchen Gründen in ein paar Jahren weg oder kommt politisch doch
ab irgendeinem Punkt nicht mehr in Frage. Ich wette, dann rufen alle
"Oh, nein! Fachkräftemangel im IT-Bereich! Kann hier denn niemand
einen Mailserver für uns aufsetzen?"
* Freie Software unterstützen: Wenn wir (wie bisher) grundsätzlich
bereit dazu sind, für Softwarelizenzen auch Geld zu zahlen, dann
könnte das gleiche Geld in die Unterstützung freier Softwareprojekte
fließen, um sie zu unterstützen. Ich weiß, ich weiß! Das ist es nicht,
wozu dieser Verein da ist. Aber ich finde es berechtigt, sich Sorgen
darüber zu machen, wie viele der freien Softwareprojekte eigentlich in
den kommenden Jahren eingehen werden, wenn niemand sie mehr benutzt /
fördert. Gibt's dann in 10 Jahren überhaupt noch freie
Mailserver-Software?
* Ist es wirklich kein Problem, wenn so wenig Konzerne quasi die
digitale Kommunikation der Menschheit kontrollieren?

Pavel, wo ich immer wieder innehalte, ist das hier: Dein Punkt, dass
wir zu Google keine so kostengünstige Alternative finden. An diesen
und andere Serviceanbieter zahlen wir doch viel VIEL mehr als nur
Geld...

Liebe Grüße von Silke


--
Silke Meyer
Internes IT-Management und Projektmanagement Toolserver

Wikimedia Deutschland e.V. | Tempelhofer Ufer 23-24 | 10963 Berlin
Tel. (030) 219 158 260

http://wikimedia.de

Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg
unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig anerkannt durch das
Finanzamt für Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.

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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Pavel Richter
Liebe Silke,

Danke, dass Du Dich hier zu Wort meldest. Ich finde tatsächlich, dass
dieses Thema (Einsatz von Freier Software im Verein) breiter und öffentlich
besprochen werden sollten. Denn es gibt sicher eine Menge Expertise und
noch mehr Meinungen dazu unter den Menschen auf dieser Liste.

Am 20. Oktober 2014 10:10 schrieb Silke Meyer <[hidden email]>:

> Pavel, wo ich immer wieder innehalte, ist das hier: Dein Punkt, dass
> wir zu Google keine so kostengünstige Alternative finden. An diesen
> und andere Serviceanbieter zahlen wir doch viel VIEL mehr als nur
> Geld...
>
> Ich stimme Dir in allem, was Du sagst, vollkommen zu. Aber: Was darf es
denn kosten, an direkten und an indirekten Kosten? Das ist eine Frage, die
ultimativ die Mitglieder mittels Haushaltsplan beantworten müssten. Nach
allem, was ich weiß, wären diese Kosten jedoch sehr hoch, der Aufwand
entsprechend auch - und es ist zweifelhaft, ob es schlicht eine mindestens
gleichwertige Funktionalität zu Google Apps irgendwo bei Freier Software zu
haben gibt.

Und da kommt wieder das "Software ist ein Tool"-Argument zum Tragen: Mit
minderwertiger Funktionalität zu höheren Kosten kann der Verein seinem
Kernbereich, der Förderung Freien Wissens, nicht so gut nachkommen wie mit
z.B. Google Apps. Wir würden also nicht nur mehr Geld ausgeben, sondern
auch schlechter arbeiten können.

Der Verein soll sich tatsächlich auch in Bereichen, die nicht zum
Kernbereich seiner Arbeit gehören (und dazu zähle ich auch Freie Software
*im Allgemeinen*), engagieren. Aber umso weiter weg ein Thema von diesem
Kernbereich ist, umso geringer darf der Aufwand und die Kosten sein. Ein
kleines, aber vielleicht passendes Beispiel: Wir haben schon seit vielen
Jahren einen Vertrag mit einem Ökostromanbieter - aber natürlich haben wir
damals geschaut, was der Unterschied zu konventionellem Strom ist und
hätten die Entscheidung nicht getroffen, wenn die Kosten zu hoch gewesen
wären.

Deshalb: Was sind wir als Verein bereit, auszugeben - sowohl direkt
(Anschaffungen, Personal, etc.), als auch indirekt (geringere
Funktionalität und damit geringere Produktivität)



> Liebe Grüße von Silke
>
> Liebe Grüße,

Pavel

>
> --
> Silke Meyer
> Internes IT-Management und Projektmanagement Toolserver
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> Wikimedia Deutschland e.V. | Tempelhofer Ufer 23-24 | 10963 Berlin
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> Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg
> unter der Nummer 23855 B. Als gemeinnützig anerkannt durch das
> Finanzamt für Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.
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Mit freundlichen Grüßen,

Pavel Richter
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

DaB.
Hallo Pavel,
Am 20.10.2014 13:12, schrieb Pavel Richter:
> - und es ist zweifelhaft, ob es schlicht eine mindestens
> gleichwertige Funktionalität zu Google Apps irgendwo bei Freier Software zu
> haben gibt.

also fangen wir mal an:
Für eMails gibt es einen IMAP-Server (z.B. Cyrus) und einen Client
deiner Wahl: thunderbird, mutt, kontact, etc. pp. Falls man gerade
keinen mail-client zur Hand hat, aber unbedingt seine eMails checken
will, nimmt man Squirrelmail als Webclient. Solche Setups sind in Firmen
jeder Größe gang und gäbe (auch wenn teilweise mit Outlook als Client),
und daher unproblematisch.

Für die Kalendar-Funktion und Kontakte setzt man eine own-cloud-Instanz
auf. ICAL und DAV sind hier Standards die alle wichtigen Mail-Clients
beherrschen – Outlook braucht ein kostenpflichtiges Plugin.

Für Dokumente nimmt man Libre/OpenOffice und Samba als Fileserver. Hier
ist zu bemerken, dass Libre/OpenOffice (noch) nicht (wirklich)
team-fähig sind, gemeinsames Arbeiten an 1 Dokument fällt also aus. Die
Frage ist, wie oft ihr das wirklich macht.


Um es deutlich zu sagen: Das ist kein Wochenend-Projekt, das
einzurichten dauert einige Zeit (zumal ich hier Backend-Dienste wie LDAP
oder SQL ausgelassen habe, die man aber braucht). Und es wird sicher das
eine oder andere Feature geben, dass man verliert; es wird aber auch
Dinge geben, die man dazugewinnt (GPG-Support, SIEVE, Unabhängigkeit vom
Internetanschluß, die NSA hat es etwas schwerer, usw.).

Ob es sich am Ende finanziell lohnt, muss der jeweilige Vorstand
entscheiden. Im nicht-finanziellen Bereich lohnt es sich IMHO immer.

Und im Namen der Umwelt: Danke für den Ökostrom-Vertrag.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x7CD1E35FD2A3A158
Schlüsseltausch von 0x2d3ee2d42b255885 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Robin Krahl-2
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

DaB. wrote:
> Falls man gerade keinen mail-client zur Hand hat, aber unbedingt seine
> eMails checken will, nimmt man Squirrelmail als Webclient.

Wobei es da auch deutlich benutzerfreundlichere Alternativen gibt, bspw.
Roundcube. ;-)

Grundsätzlich sehe ich das ähnlich.  Google Docs ist eine Anwendung, bei dir
ich zumindest nachvollziehen kann, weshalb man sie nutzt, auch wenn es
Alternativen gibt.  In den Bereichen E-Mail, Kalender und Kontakte gibt es
aber meiner Meinung nach keinen Grund, auf die Google-Services
zurückzugreifen.  Noch hoffe ich, dass das in der Geschäftsstelle auch mal
irgendwann so gesehen wird.

Wo wir gerade beim Thema sind:  Ich finde es auch schade, dass die
Mitarbeiter, an die man PGP-verschlüsselte Mails schicken kann, ihren PGP-
Key nicht auf der Mitarbeitenden-Seite auf wikimedia.de veröffentlich
können.  Und erst recht, dass zu einem Großteil der Mitarbeiter und Bereiche
keine verschlüsselte Kontaktaufnahme möglich ist, obwohl das häufig
angebracht wäre.

Grüße,
Robin
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1

iQEcBAEBAgAGBQJURaBnAAoJEFRNqigtZFZzF7sH/j/GqQTbW0H/DPd72v33fCDO
eDLvm6fJ51E7QdkZuKEb/Z8j6t//A77QOmAsOprE54Zkahx70M+OTaFX1vlRPLqT
tYTByXtML9iXshUadoRs2a3Si7dQ+O24kckyoOB+amUSsSnPR4fpaevaUSVMHTtO
DOYFGqZDOxAisZeXKEQcR6OlOJObwYVKO2UJ0JANweF1m6bBmnq3H8nVAIsKBs2g
wRwgBPuFwhVRBKyRUWuOaCpRMEE5cIAF7G62qc6m6/4vlG4htB+Pey4UCQhjcYvK
QCiLmjahw9YW/NFwl9/jFKuTM1nv8vAuXTJ7RIi3J5icSbVWlJ0CSmXRhhm6E6o=
=FHDF
-----END PGP SIGNATURE-----



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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Dimitar Parvanov Dimitrov
Hallo an alle,

ist zwar nicht mein Kompetenzbereich, aber ein Thema für das ich mich
privat sehr interessiere.

Ich verstehe beide Punkte. Die Wikimedia (ich spreche immer global und
nicht nur auf das jeweilige Chapter bezogen) sollte weder anit-kommerziell
sein, noch ein Prädiger für Freie Software werden. Wenn es bestimmte
Bereiche gibt, wo bezahlt besser ist oder es bestimmte Mitarbeiter gibt,
die lieber die gängigen Programme benutzen, dann ist das doch in Ordnung.
Wenn wir im Alltag eine Info brauchen und gerade das Brockhaus besser
geeignet ist, wird auch keiner meckern, dass wir immer nur die WP benutzen
sollen.

Allerdings, sehe ich nicht ein wie Freie Software und Freies Wissen zu
trennen sind. Ein Stück Software ist nämlich nicht einfach ein Werkzeug,
sondern auch genau das, was wir immer befreien und teilen wollen - Wissen
und Know-How.

Als vor Jahren die Foundation gegründet wurde gab es, soweit ich mich
entsinne kann, auch eine Diskussion ob Geld in die Entwicklung von
MediaWiki gesteckt werden soll. Die Entscheidung war damals, dass Freies
Wissen nur auf freien Plattformen wirklich frei sein kann.

Ich habe nun das Wort "frei" zu oft benutzt und beende deswegen die
Nachricht.

Lg,
Dimi

2014-10-21 1:53 GMT+02:00 Robin Krahl <[hidden email]>:

> -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
> Hash: SHA1
>
> DaB. wrote:
> > Falls man gerade keinen mail-client zur Hand hat, aber unbedingt seine
> > eMails checken will, nimmt man Squirrelmail als Webclient.
>
> Wobei es da auch deutlich benutzerfreundlichere Alternativen gibt, bspw.
> Roundcube. ;-)
>
> Grundsätzlich sehe ich das ähnlich.  Google Docs ist eine Anwendung, bei
> dir
> ich zumindest nachvollziehen kann, weshalb man sie nutzt, auch wenn es
> Alternativen gibt.  In den Bereichen E-Mail, Kalender und Kontakte gibt es
> aber meiner Meinung nach keinen Grund, auf die Google-Services
> zurückzugreifen.  Noch hoffe ich, dass das in der Geschäftsstelle auch mal
> irgendwann so gesehen wird.
>
> Wo wir gerade beim Thema sind:  Ich finde es auch schade, dass die
> Mitarbeiter, an die man PGP-verschlüsselte Mails schicken kann, ihren PGP-
> Key nicht auf der Mitarbeitenden-Seite auf wikimedia.de veröffentlich
> können.  Und erst recht, dass zu einem Großteil der Mitarbeiter und
> Bereiche
> keine verschlüsselte Kontaktaufnahme möglich ist, obwohl das häufig
> angebracht wäre.
>
> Grüße,
> Robin
> -----BEGIN PGP SIGNATURE-----
> Version: GnuPG v1
>
> iQEcBAEBAgAGBQJURaBnAAoJEFRNqigtZFZzF7sH/j/GqQTbW0H/DPd72v33fCDO
> eDLvm6fJ51E7QdkZuKEb/Z8j6t//A77QOmAsOprE54Zkahx70M+OTaFX1vlRPLqT
> tYTByXtML9iXshUadoRs2a3Si7dQ+O24kckyoOB+amUSsSnPR4fpaevaUSVMHTtO
> DOYFGqZDOxAisZeXKEQcR6OlOJObwYVKO2UJ0JANweF1m6bBmnq3H8nVAIsKBs2g
> wRwgBPuFwhVRBKyRUWuOaCpRMEE5cIAF7G62qc6m6/4vlG4htB+Pey4UCQhjcYvK
> QCiLmjahw9YW/NFwl9/jFKuTM1nv8vAuXTJ7RIi3J5icSbVWlJ0CSmXRhhm6E6o=
> =FHDF
> -----END PGP SIGNATURE-----
>
>
>
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> [hidden email]
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Sebastian Horndasch
In reply to this post by DaB.
Salut, ich will mich gar nicht groß inhaltlich einmischen, aber eine Sache
dann doch. DaB. schrub:

> Für Dokumente nimmt man Libre/OpenOffice und Samba als Fileserver. Hier
> ist zu bemerken, dass Libre/OpenOffice (noch) nicht (wirklich)
> team-fähig sind, gemeinsames Arbeiten an 1 Dokument fällt also aus. Die
> Frage ist, wie oft ihr das wirklich macht.

Die Antwort: Immer. Das ist unser Standardarbeitsmodus bei Wikimedia. Es
vergeht kein Tag, an dem ich nicht an einem, meist aber an mehreren
Dokumenten mit Leuten gleichzeitig arbeite. Heute waren es bereits drei
(und ich bin jetzt drei Stunden im Büro). Und damit bin ich die Regel,
nicht die Ausnahme. Ich freue mich, wenn es ein Open-Tool gibt, das
kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Libre Office ist das aber nicht.

Liebe Grüße!

Am 21. Oktober 2014 01:11 schrieb DaB. <[hidden email]>:

> Hallo Pavel,
> Am 20.10.2014 13:12, schrieb Pavel Richter:
> > - und es ist zweifelhaft, ob es schlicht eine mindestens
> > gleichwertige Funktionalität zu Google Apps irgendwo bei Freier Software
> zu
> > haben gibt.
>
> also fangen wir mal an:
> Für eMails gibt es einen IMAP-Server (z.B. Cyrus) und einen Client
> deiner Wahl: thunderbird, mutt, kontact, etc. pp. Falls man gerade
> keinen mail-client zur Hand hat, aber unbedingt seine eMails checken
> will, nimmt man Squirrelmail als Webclient. Solche Setups sind in Firmen
> jeder Größe gang und gäbe (auch wenn teilweise mit Outlook als Client),
> und daher unproblematisch.
>
> Für die Kalendar-Funktion und Kontakte setzt man eine own-cloud-Instanz
> auf. ICAL und DAV sind hier Standards die alle wichtigen Mail-Clients
> beherrschen – Outlook braucht ein kostenpflichtiges Plugin.
>
> Für Dokumente nimmt man Libre/OpenOffice und Samba als Fileserver. Hier
> ist zu bemerken, dass Libre/OpenOffice (noch) nicht (wirklich)
> team-fähig sind, gemeinsames Arbeiten an 1 Dokument fällt also aus. Die
> Frage ist, wie oft ihr das wirklich macht.
>
>
> Um es deutlich zu sagen: Das ist kein Wochenend-Projekt, das
> einzurichten dauert einige Zeit (zumal ich hier Backend-Dienste wie LDAP
> oder SQL ausgelassen habe, die man aber braucht). Und es wird sicher das
> eine oder andere Feature geben, dass man verliert; es wird aber auch
> Dinge geben, die man dazugewinnt (GPG-Support, SIEVE, Unabhängigkeit vom
> Internetanschluß, die NSA hat es etwas schwerer, usw.).
>
> Ob es sich am Ende finanziell lohnt, muss der jeweilige Vorstand
> entscheiden. Im nicht-finanziellen Bereich lohnt es sich IMHO immer.
>
> Und im Namen der Umwelt: Danke für den Ökostrom-Vertrag.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> DaB.
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Sebastian Horndasch
Projektmanager Bildung und Wissen

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Tempelhofer Ufer 23/24
10963 Berlin

Telefon 030 - 219 158 26-0
www.wikimedia.de

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch an der Menge allen
Wissens frei teilhaben kann. Helfen Sie uns dabei!
http://spenden.wikimedia.de/

**** Helfen Sie mit, dass WIKIPEDIA von der UNESCO als erstes digitales
Weltkulturerbe anerkannt wird. Unterzeichnen Sie die Online-Petition!
http://wikipedia.de ****

Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter
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Körperschaften I Berlin, Steuernummer 27/681/51985.
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

weberwu
On 21.10.14 12:22, Sebastian Horndasch wrote:

>
> Die Antwort: Immer. Das ist unser Standardarbeitsmodus bei Wikimedia. Es
> vergeht kein Tag, an dem ich nicht an einem, meist aber an mehreren
> Dokumenten mit Leuten gleichzeitig arbeite. Heute waren es bereits drei
> (und ich bin jetzt drei Stunden im Büro). Und damit bin ich die Regel,
> nicht die Ausnahme. Ich freue mich, wenn es ein Open-Tool gibt, das
> kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Libre Office ist das aber nicht.
>

Aber wenn Ihr schreibt, geht es nur um Text, oder? Hübsch macht man es
hinterher? Wikimedia betreibt ja eine 1a Etherpad unter
https://etherpad.wikimedia.org/
die ich selber oft nutze ;)

Und statt Dropbox könntet Ihr auch SpiderOak probieren:
https://spideroak.com

Es muss ja nicht "kostenlos" sein, sondern quelloffen. Free as in free
speech, not free beer.

Ich fände es auch gut, wenn Ihr auch mutig genug wärt, auch mit
experimentellen Systeme wie JotGit zu arbeiten (sogar Versioning!)
http://opensource.com/life/14/6/scientific-writing-with-jotgit

Genau wie man bewusst grünen Strom nutzt, sollten wir immer mehr
versuchen, aus alten Gewöhnheiten auszubrechen und mit Open Source
Software tatsächlich arbeiten.

My 2 cents ;)

--
WiseWoman

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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Kurt Jansson-2
Am 21. Oktober 2014 14:25 schrieb weberwu <[hidden email]>:

Ich fände es auch gut, wenn Ihr auch mutig genug wärt, auch mit
> experimentellen Systeme wie JotGit zu arbeiten (sogar Versioning!)
> http://opensource.com/life/14/6/scientific-writing-with-jotgit
>

Auf der Wikimania gab es zwei interessante Vorträge darüber, wie sich
MediaWiki so weiterentwickeln ließe, dass mehrere Autoren in Echtzeit an
einem Artikel arbeiten können:
https://wikimania2014.wikimedia.org/wiki/Submissions/It%27s_Alive!_The_Joy_of_Real-Time_Collaboration
https://wikimania2014.wikimedia.org/wiki/Submissions/Real-time_Collaborative_Editing_with_TogetherJS
(Leider offenbar ohne Videomitschnitt.)

Vom produktiven Einsatz ist das leider noch weit entfernt. Und was weder
Etherpad noch MediaWiki kann: Diskussionen, die sich auf einzelne
Textabschnitte beziehen. Gerade Wikipedia würde ungemein von so einer
Funktion profitieren. In Google Docs erhöhen sie die Produktivität
deutlich, gerade wenn man mit einer größeren Gruppe an einem Text arbeitet.

Viele Grüße
Kurt
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Sebastian Horndasch
In reply to this post by weberwu
Lieber weberwu

> Aber wenn Ihr schreibt, geht es nur um Text, oder? Hübsch macht man es
> hinterher? Wikimedia betreibt ja eine 1a Etherpad unter
> https://etherpad.wikimedia.org/
> die ich selber oft nutze ;)

Naja, wenn wir Texte immer wieder zwischen formatiert und unformatiert hin
und her kopieren würden, würde das zu einem kompletten Chaos führen.
Dokumente zu doppeln ist eine ziemliche Albtraumvorstellung. Ich kann als
Mitarbeitender nur sagen, dass ich persönlich sehr für Open Source bin und
auch zu den vielen Ubuntu-Usern im Office zähle. Ich fände es auch okay,
wenn wir Open-Lösungen implementieren würden, die ein klein wenig
unpraktischer wären. Aber alle bisherigen Vorschläge auf dieser Liste wären
für unsere Arbeitsabläufe extrem problematisch. Also: Ja, ich finde das
Thema auch extrem wichtig. Aber ich sehe tatsächlich nicht, wie wir das mit
den aktuell verfügbaren Tools umsetzen können.

Viele Grüße!

Am 21. Oktober 2014 14:25 schrieb weberwu <[hidden email]>:

> On 21.10.14 12:22, Sebastian Horndasch wrote:
>
> >
> > Die Antwort: Immer. Das ist unser Standardarbeitsmodus bei Wikimedia. Es
> > vergeht kein Tag, an dem ich nicht an einem, meist aber an mehreren
> > Dokumenten mit Leuten gleichzeitig arbeite. Heute waren es bereits drei
> > (und ich bin jetzt drei Stunden im Büro). Und damit bin ich die Regel,
> > nicht die Ausnahme. Ich freue mich, wenn es ein Open-Tool gibt, das
> > kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Libre Office ist das aber nicht.
> >
>
> Aber wenn Ihr schreibt, geht es nur um Text, oder? Hübsch macht man es
> hinterher? Wikimedia betreibt ja eine 1a Etherpad unter
> https://etherpad.wikimedia.org/
> die ich selber oft nutze ;)
>
> Und statt Dropbox könntet Ihr auch SpiderOak probieren:
> https://spideroak.com
>
> Es muss ja nicht "kostenlos" sein, sondern quelloffen. Free as in free
> speech, not free beer.
>
> Ich fände es auch gut, wenn Ihr auch mutig genug wärt, auch mit
> experimentellen Systeme wie JotGit zu arbeiten (sogar Versioning!)
> http://opensource.com/life/14/6/scientific-writing-with-jotgit
>
> Genau wie man bewusst grünen Strom nutzt, sollten wir immer mehr
> versuchen, aus alten Gewöhnheiten auszubrechen und mit Open Source
> Software tatsächlich arbeiten.
>
> My 2 cents ;)
>
> --
> WiseWoman
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Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch an der Menge allen
Wissens frei teilhaben kann. Helfen Sie uns dabei!
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**** Helfen Sie mit, dass WIKIPEDIA von der UNESCO als erstes digitales
Weltkulturerbe anerkannt wird. Unterzeichnen Sie die Online-Petition!
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Jens Best
In reply to this post by Kurt Jansson-2
Etherpads benutze ich auch gerne z.B. auf Veranstaltungen oder zum
gemeinsamen Brainstormen, aber ein richtiges Dokumentenmanagement gibt es
nicht und da zerfasert die Etherpadnutzung dann gerne.

Eine Weiterentwicklung von MediaWiki wäre sicher toll.

Kennt jemand http://www.open-xchange.com/products - ich hatte das vor
Monaten schon mal zur Prüfung vorgeschlagen. Mail, Kontakte, Kalender,
kollaboratives Dokumentenbearbeiten und -management. Ist OS und kann wohl
auf eigenen Servern gehostet werden, auch wenn es stark an den Anbieter
gekoppelt zu sein scheint.

Gibt auch eine Demo bei dem Link.

Jens
Am 21.10.2014 15:21 schrieb "Kurt Jansson" <[hidden email]>:

> Am 21. Oktober 2014 14:25 schrieb weberwu <[hidden email]>:
>
> Ich fände es auch gut, wenn Ihr auch mutig genug wärt, auch mit
> > experimentellen Systeme wie JotGit zu arbeiten (sogar Versioning!)
> > http://opensource.com/life/14/6/scientific-writing-with-jotgit
> >
>
> Auf der Wikimania gab es zwei interessante Vorträge darüber, wie sich
> MediaWiki so weiterentwickeln ließe, dass mehrere Autoren in Echtzeit an
> einem Artikel arbeiten können:
>
> https://wikimania2014.wikimedia.org/wiki/Submissions/It%27s_Alive!_The_Joy_of_Real-Time_Collaboration
>
> https://wikimania2014.wikimedia.org/wiki/Submissions/Real-time_Collaborative_Editing_with_TogetherJS
> (Leider offenbar ohne Videomitschnitt.)
>
> Vom produktiven Einsatz ist das leider noch weit entfernt. Und was weder
> Etherpad noch MediaWiki kann: Diskussionen, die sich auf einzelne
> Textabschnitte beziehen. Gerade Wikipedia würde ungemein von so einer
> Funktion profitieren. In Google Docs erhöhen sie die Produktivität
> deutlich, gerade wenn man mit einer größeren Gruppe an einem Text arbeitet.
>
> Viele Grüße
> Kurt
> _______________________________________________
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Sebastian Wallroth-3
In reply to this post by Dimitar Parvanov Dimitrov

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1
 
Hallo Dimi,

> Als vor Jahren die Foundation gegründet wurde gab es, soweit ich mich
> entsinne kann, auch eine Diskussion ob Geld in die Entwicklung von
> MediaWiki gesteckt werden soll. Die Entscheidung war damals, dass Freies
> Wissen nur auf freien Plattformen wirklich frei sein kann.

Das war eine Weichenstellung, deren Folgen wir jetzt spüren. Die
Entscheidung fiel aus dem Gefühl heraus, dass Freie Software (MediaWiki
und Alternativen und Ergänzungen) im Überfluss vorhanden ist. Danach ist
jedoch versäumt worden, das auf den Prüfstand zu stellen. Jetzt sind wir an
dem Punkt, an dem kommerzielle Softwaredienste (Google Docs ist nur ein
Dienst, der jederzeit verschwinden kann) Freier Software überlegen ist. Das
ist vergleichbar mit der Zeit, als Microsoft Office dem OpenOffice so
überlegen
war, dass ein Wechsel einen Nachteil darstellte. Um bei der Analogie zu
OpenOffice zu bleiben: Wikimedia muss jetzt aktiv selbst und in
Zusammenarbeit
mit Freien Entwicklern die Softwareentwicklung voran treiben. Es gibt mit
Etherpad, OwnCloud, friendi.ca und anderen Projekte, mit denen wir
zusammenarbeiten müssen. Die Bemühungen der Wikimedia Foundation
liegen vor allem bei der Auslieferung des zusammengetragenen Wissens
(MediaViewer, Mobile Surface, Wikipedia Zero). Einzig der Visual Editor
hat das Potential - bei der gegenwärtigen Entwicklungsgeschwindigkeit
in zwei bis drei Jahren - ein professionelles Bearbeitungswerkzeug zu
werden. Was jetzt passieren muss ist der Aufbau eines weltweiten Netzes
von Entwicklungsstandorten für angestellte und freie Softwareentwicklern,
die sich Online Collaboration Suite schaffen, die Google Docs weit in den
Schatten stellt. Wikimedia Deutschland stellt gerade die Weichen in
diese Richtung.

> Wenn es bestimmte
> Bereiche gibt, wo bezahlt besser ist oder es bestimmte Mitarbeiter gibt,
> die lieber die gängigen Programme benutzen, dann ist das doch in Ordnung.

Das ist in Ordnung, solange es bei einer Balance bleibt. Ein
Mitarbeiter, der
 ausschließlich mit Outlook, Word, Powerpoint und Excel arbeitet und seine
Dateien bei Google Drive hochlädt, wenn er dazu aufgefordert wird, wird nie
verstehen, was Online Collaboration ist. Ich würde bei jemandem ein Auge z
zudrücken, der in "unterstützenden Diensten" (Buchhaltung, Facility
Management)
tätig ist. Aber selbst dort sind mir Leute lieber, die Wikis bevorzugen
und dann mit
ihrem Praxiswissen auf die Weiterentwicklung dieser Tools drängen. Denn
das ist
es, was Wikimedia von allen anderen Organisationen unterscheidet: Wir
können Wiki.
Events organisieren oder Lexikoninhalte bereitstellen - das können auch
andere und
immer öfter besser wir.

Herzlichen Gruß,
Sebastian

Sebastian Wallroth
Präsidium
Wikimedia Deutschland
http://about.me/real68er
PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zu der
Gesamtheit des Wissens der Menschheit hat. Helfen Sie uns dabei!
http://spenden.wikimedia.de/

Am 21.10.2014 um 07:00 schrieb Dimitar Parvanov Dimitrov:

> Hallo an alle,
>
> ist zwar nicht mein Kompetenzbereich, aber ein Thema für das ich mich
> privat sehr interessiere.
>
> Ich verstehe beide Punkte. Die Wikimedia (ich spreche immer global und
> nicht nur auf das jeweilige Chapter bezogen) sollte weder anit-kommerziell
> sein, noch ein Prädiger für Freie Software werden. Wenn es bestimmte
> Bereiche gibt, wo bezahlt besser ist oder es bestimmte Mitarbeiter gibt,
> die lieber die gängigen Programme benutzen, dann ist das doch in Ordnung.
> Wenn wir im Alltag eine Info brauchen und gerade das Brockhaus besser
> geeignet ist, wird auch keiner meckern, dass wir immer nur die WP benutzen
> sollen.
>
> Allerdings, sehe ich nicht ein wie Freie Software und Freies Wissen zu
> trennen sind. Ein Stück Software ist nämlich nicht einfach ein Werkzeug,
> sondern auch genau das, was wir immer befreien und teilen wollen - Wissen
> und Know-How.
>
> Als vor Jahren die Foundation gegründet wurde gab es, soweit ich mich
> entsinne kann, auch eine Diskussion ob Geld in die Entwicklung von
> MediaWiki gesteckt werden soll. Die Entscheidung war damals, dass Freies
> Wissen nur auf freien Plattformen wirklich frei sein kann.
>
> Ich habe nun das Wort "frei" zu oft benutzt und beende deswegen die
> Nachricht.
>
> Lg,
> Dimi
>
> 2014-10-21 1:53 GMT+02:00 Robin Krahl <[hidden email]>:
>
> DaB. wrote:
> >>> Falls man gerade keinen mail-client zur Hand hat, aber unbedingt seine
> >>> eMails checken will, nimmt man Squirrelmail als Webclient.
>
> Wobei es da auch deutlich benutzerfreundlichere Alternativen gibt, bspw.
> Roundcube. ;-)
>
> Grundsätzlich sehe ich das ähnlich.  Google Docs ist eine Anwendung, bei
> dir
> ich zumindest nachvollziehen kann, weshalb man sie nutzt, auch wenn es
> Alternativen gibt.  In den Bereichen E-Mail, Kalender und Kontakte gibt es
> aber meiner Meinung nach keinen Grund, auf die Google-Services
> zurückzugreifen.  Noch hoffe ich, dass das in der Geschäftsstelle auch mal
> irgendwann so gesehen wird.
>
> Wo wir gerade beim Thema sind:  Ich finde es auch schade, dass die
> Mitarbeiter, an die man PGP-verschlüsselte Mails schicken kann, ihren PGP-
> Key nicht auf der Mitarbeitenden-Seite auf wikimedia.de veröffentlich
> können.  Und erst recht, dass zu einem Großteil der Mitarbeiter und
> Bereiche
> keine verschlüsselte Kontaktaufnahme möglich ist, obwohl das häufig
> angebracht wäre.
>
> Grüße,
> Robin
>>
>>
>>
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Version: GnuPG v2.0.20 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Thunderbird - http://www.enigmail.net/
 
iQEcBAEBAgAGBQJURpQEAAoJEE+ohEXZmQm7Uz8H/jVLE5i7sOng7HMMEGq9wkHF
Qv8j5Rgqi0Y4kgQLVSi6QNQcTZpKhx8yJ85jZEp8XnuulF6cdiEcYgGIys3E6b22
FdVxgUVx+f2vgeoUqbPgnpf2KapmsB4HTQzX6N+/+3TRgMIMMveH+NKa0JwIudv4
xVdjddqqO2mxVeNpYUSPDaXgIfDcYPugKmQoalSIPEpJeCBvaNo21Q8v8xI9Ktz7
4ob5Bz1S7R0NsjUDuv2udc4sZu8a++IvWI/Odj9Cif105PNoV50icF10ZfMh0CP+
SDjEdsdJmaV/viyOotanI+Bh7warM58LsgZCCCh0NKpViY8IonJQ/2mz+hw8PYQ=
=iyMR
-----END PGP SIGNATURE-----



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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Steffen Prößdorf-2
In reply to this post by weberwu
Hallo allerseits,

ja, in vielen Bereichen existieren OS-Lösungen, in manchen könnte man
vielleicht eine Vorreiterrolle spielen und helfen sie zu entwickeln.

Eines möchte ich besonders bei den radikaleren Positionen aber zu
bedenken geben: Es hängt nicht immer von einem selbst ab, welche
Software man benutzen muss.
Würde WMDE von jetzt auf gleich von Google weggehen (was ich
grundsätzlich begrüßen würde), könnte ich Mo-Fr >50% meiner wachen Zeit
nicht mehr auf vereinsbezogene Mails und Dokumente zugreifen. Was das
für die Präsidiumsarbeit bedeuten würde, kann sich sicher jeder selbst
ausmalen. Und nein, welche OS-Alternativen Ihr auch immer vorschlagt:
Sie würden nicht funktionieren. Ich könnte maximal dann noch meine Mails
nach GMX oder web.de umleiten, was das Ganze sich nicht besser machen
würde. Ich bin dabei sicher kein Einzelfall.

Privat nutze ich z. B. seit deren Existenz Thunderbird und Firefox, nur
hilft mir das in Umgebungen wenig, die ich nicht selbst beeinflussen kann.

Schade finde ich in diesem Zusammenhang jedenfalls, dass die "sehr
ausführliche interne Arbeitsdokumentation" zu diesem Thema, noch vom
letzten Präsidium im Juni 2013 in Auftrag gegeben und auch vom aktuellen
Präsidium immer wieder nachgefragt, dieses bis heute nicht erreicht hat.

Beste Grüße,
Steffen



Am 21.10.2014 um 14:25 schrieb weberwu:

> On 21.10.14 12:22, Sebastian Horndasch wrote:
>
>> Die Antwort: Immer. Das ist unser Standardarbeitsmodus bei Wikimedia. Es
>> vergeht kein Tag, an dem ich nicht an einem, meist aber an mehreren
>> Dokumenten mit Leuten gleichzeitig arbeite. Heute waren es bereits drei
>> (und ich bin jetzt drei Stunden im Büro). Und damit bin ich die Regel,
>> nicht die Ausnahme. Ich freue mich, wenn es ein Open-Tool gibt, das
>> kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Libre Office ist das aber nicht.
>>
> Aber wenn Ihr schreibt, geht es nur um Text, oder? Hübsch macht man es
> hinterher? Wikimedia betreibt ja eine 1a Etherpad unter
> https://etherpad.wikimedia.org/
> die ich selber oft nutze ;)
>
> Und statt Dropbox könntet Ihr auch SpiderOak probieren:
> https://spideroak.com
>
> Es muss ja nicht "kostenlos" sein, sondern quelloffen. Free as in free
> speech, not free beer.
>
> Ich fände es auch gut, wenn Ihr auch mutig genug wärt, auch mit
> experimentellen Systeme wie JotGit zu arbeiten (sogar Versioning!)
> http://opensource.com/life/14/6/scientific-writing-with-jotgit
>
> Genau wie man bewusst grünen Strom nutzt, sollten wir immer mehr
> versuchen, aus alten Gewöhnheiten auszubrechen und mit Open Source
> Software tatsächlich arbeiten.
>
> My 2 cents ;)
>


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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Kurt Jansson-2
In reply to this post by Sebastian Wallroth-3
Hallo Sebastian!

Was jetzt passieren muss ist der Aufbau eines weltweiten Netzes
> von Entwicklungsstandorten für angestellte und freie Softwareentwicklern,
> die sich Online Collaboration Suite schaffen, die Google Docs weit in den
> Schatten stellt. Wikimedia Deutschland stellt gerade die Weichen in
> diese Richtung.
>

Wow, das klingt nach einem riesigen Projekt. Kannst Du erläutern, was
konkret unternommen wird?



> Denn das ist es, was Wikimedia von allen anderen Organisationen
> unterscheidet: Wir
> können Wiki.
>

... weil es das derzeit beste Tool ist, um kollaborativ eine Enzyklopädie
zu erstellen bzw. bestimmte Arten von Freiem Wissen zu schaffen. (Für
manche unserer Projekte war die Wiki-Plattform allerdings eher ein Hammer,
mit dem wir Schrauben in die Wand geschlagen haben - weil wir es nicht
besser wussten oder nichts anderes zur Hand hatten.)



> Events organisieren oder Lexikoninhalte bereitstellen - das können auch
> andere und immer öfter besser wir.
>

Wen meinst Du alles in Bezug auf die Lexikoninhalte?

Viele Grüße
Kurt
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Sebastian Wallroth-3

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1
 

Am 21.10.2014 um 19:55 schrieb Kurt Jansson:

> Hallo Sebastian!
>
> Was jetzt passieren muss ist der Aufbau eines weltweiten Netzes
>> von Entwicklungsstandorten für angestellte und freie Softwareentwicklern,
>> die sich Online Collaboration Suite schaffen, die Google Docs weit in den
>> Schatten stellt. Wikimedia Deutschland stellt gerade die Weichen in
>> diese Richtung.
>>
>
> Wow, das klingt nach einem riesigen Projekt. Kannst Du erläutern, was
> konkret unternommen wird?

Ich meine damit "Operatives Ziel: Entwicklungszentrum" im Wikimedia
Jahresplan 2015
https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de/Ziele

Das ist ein erster Schritt. Ich sehe aber die Unterstützung der
Foundation ziemlich sicher an. Zum Beispiel hat sich der neue WMF Vice
President of Engineering Damon Sicore (gnubeard) in der IRC Office Hour
vom 9. Oktober deutlich in Richtung einer erheblichen Vergrößerung der
Anzahl der Entwickler und weltweit etablierten Entwicklungszentren
geäußert.
https://meta.wikimedia.org/wiki/IRC_office_hours/Office_hours_2014-10-09

>
>> Denn das ist es, was Wikimedia von allen anderen Organisationen
>> unterscheidet: Wir
>> können Wiki.
>>
>
> ... weil es das derzeit beste Tool ist, um kollaborativ eine Enzyklopädie
> zu erstellen bzw. bestimmte Arten von Freiem Wissen zu schaffen. (Für
> manche unserer Projekte war die Wiki-Plattform allerdings eher ein Hammer,
> mit dem wir Schrauben in die Wand geschlagen haben - weil wir es nicht
> besser wussten oder nichts anderes zur Hand hatten.)

Für mich heißt das, dass wir die Wikiplattform mit anderen Diensten
vernetzen und um weitere Funktionen ausbauen müssen. Google Docs war
zunächst "nur" eine Onlineversion von Microsoft Office. Aber mit der
Möglichkeit zeitgleicher Bearbeitung und der Kommentarfunktion mit
ausbalancierter Diskussionsmöglichkeit ist etwas Neues daraus geworden.
Man kann es immer noch als Schreibprogramm verwenden und Wikis wird man
weiterhin verwenden können, um sequentiell Enzyklopädie-Artikel zu
schreiben. Aber Wikis müssen darüber hinaus gehen, um zukunftssicher zu
werden. Außerdem darf MediaWiki nicht darauf eingeengt werden, die
Wikipedia damit zu schreiben. Es muss dafür offen gehalten werden, damit
- äh - Schrauben in Wände zu schlagen.

>
>> Events organisieren oder Lexikoninhalte bereitstellen - das können auch
>> andere und immer öfter besser wir.
>>
>
> Wen meinst Du alles in Bezug auf die Lexikoninhalte?
Zum Beispiel Google: https://www.google.de/#q=ada+lovelace (die Box
rechts) und WikiWand: http://www.wikiwand.com/

Ich denke nicht, dass wir Weltmeister im Ausliefern von Freiem Wissen
sein sollten, sondern Weltmeister bei den Werkzeugen und Prozessen des
gemeinschaftlichen Schaffen Freien Wissens.

>
> Viele Grüße
> Kurt
>

Grüße aus Berlin,
Sebastian

PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP


-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v2.0.20 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Thunderbird - http://www.enigmail.net/
 
iQEcBAEBAgAGBQJURqtJAAoJEE+ohEXZmQm7KOgIANLip+ceIaW5wnTvyVVC6Af3
mwmF5uYDErDC5ebIaw2RwypzUSztBVV9ghJYAUAq5vivsWeueh0UtggFBltujvbz
ZmZ2a7CY2CulgS5p4KIefhzEi86iuSCIFXgLdKO07cz6gLd94ZBIH2wblXDfqUJv
6Quz5QJ8Nb2Tjh9f3ckDwQFfsp8D0rcWil54VsVl4quUnMy3i1xHL/TnznY+iWQn
ebFDfwJWLeGSxKwsD9GFPsua4w49caT7+CNf6kaD1gN0oD/MlbRjhIE01r2jStRN
cG2Wm3Mo65dzRNkQ+yyNEghVZce9wbEWehZfQXOVyJfcxctfle4L0kuVXU93w8g=
=jiFR
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Jens Best
+1 zu “Weltmeister“ bei den Werkzeugen und Prozessen des
gemeinschaftlichen Schaffen Freien Wissens.
Am 21.10.2014 20:52 schrieb "Sebastian Wallroth" <
[hidden email]>:

>
> -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
> Hash: SHA1
>
>
> Am 21.10.2014 um 19:55 schrieb Kurt Jansson:
> > Hallo Sebastian!
> >
> > Was jetzt passieren muss ist der Aufbau eines weltweiten Netzes
> >> von Entwicklungsstandorten für angestellte und freie
> Softwareentwicklern,
> >> die sich Online Collaboration Suite schaffen, die Google Docs weit in
> den
> >> Schatten stellt. Wikimedia Deutschland stellt gerade die Weichen in
> >> diese Richtung.
> >>
> >
> > Wow, das klingt nach einem riesigen Projekt. Kannst Du erläutern, was
> > konkret unternommen wird?
>
> Ich meine damit "Operatives Ziel: Entwicklungszentrum" im Wikimedia
> Jahresplan 2015
>
> https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Deutschland/2015_annual_plan/de/Ziele
>
> Das ist ein erster Schritt. Ich sehe aber die Unterstützung der
> Foundation ziemlich sicher an. Zum Beispiel hat sich der neue WMF Vice
> President of Engineering Damon Sicore (gnubeard) in der IRC Office Hour
> vom 9. Oktober deutlich in Richtung einer erheblichen Vergrößerung der
> Anzahl der Entwickler und weltweit etablierten Entwicklungszentren
> geäußert.
> https://meta.wikimedia.org/wiki/IRC_office_hours/Office_hours_2014-10-09
>
> >
> >> Denn das ist es, was Wikimedia von allen anderen Organisationen
> >> unterscheidet: Wir
> >> können Wiki.
> >>
> >
> > ... weil es das derzeit beste Tool ist, um kollaborativ eine Enzyklopädie
> > zu erstellen bzw. bestimmte Arten von Freiem Wissen zu schaffen. (Für
> > manche unserer Projekte war die Wiki-Plattform allerdings eher ein
> Hammer,
> > mit dem wir Schrauben in die Wand geschlagen haben - weil wir es nicht
> > besser wussten oder nichts anderes zur Hand hatten.)
>
> Für mich heißt das, dass wir die Wikiplattform mit anderen Diensten
> vernetzen und um weitere Funktionen ausbauen müssen. Google Docs war
> zunächst "nur" eine Onlineversion von Microsoft Office. Aber mit der
> Möglichkeit zeitgleicher Bearbeitung und der Kommentarfunktion mit
> ausbalancierter Diskussionsmöglichkeit ist etwas Neues daraus geworden.
> Man kann es immer noch als Schreibprogramm verwenden und Wikis wird man
> weiterhin verwenden können, um sequentiell Enzyklopädie-Artikel zu
> schreiben. Aber Wikis müssen darüber hinaus gehen, um zukunftssicher zu
> werden. Außerdem darf MediaWiki nicht darauf eingeengt werden, die
> Wikipedia damit zu schreiben. Es muss dafür offen gehalten werden, damit
> - äh - Schrauben in Wände zu schlagen.
>
> >
> >> Events organisieren oder Lexikoninhalte bereitstellen - das können auch
> >> andere und immer öfter besser wir.
> >>
> >
> > Wen meinst Du alles in Bezug auf die Lexikoninhalte?
> Zum Beispiel Google: https://www.google.de/#q=ada+lovelace (die Box
> rechts) und WikiWand: http://www.wikiwand.com/
>
> Ich denke nicht, dass wir Weltmeister im Ausliefern von Freiem Wissen
> sein sollten, sondern Weltmeister bei den Werkzeugen und Prozessen des
> gemeinschaftlichen Schaffen Freien Wissens.
>
> >
> > Viele Grüße
> > Kurt
> >
>
> Grüße aus Berlin,
> Sebastian
>
> PGP Key https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sebastian_Wallroth/PGP
>
>
> -----BEGIN PGP SIGNATURE-----
> Version: GnuPG v2.0.20 (MingW32)
> Comment: Using GnuPG with Thunderbird - http://www.enigmail.net/
>
> iQEcBAEBAgAGBQJURqtJAAoJEE+ohEXZmQm7KOgIANLip+ceIaW5wnTvyVVC6Af3
> mwmF5uYDErDC5ebIaw2RwypzUSztBVV9ghJYAUAq5vivsWeueh0UtggFBltujvbz
> ZmZ2a7CY2CulgS5p4KIefhzEi86iuSCIFXgLdKO07cz6gLd94ZBIH2wblXDfqUJv
> 6Quz5QJ8Nb2Tjh9f3ckDwQFfsp8D0rcWil54VsVl4quUnMy3i1xHL/TnznY+iWQn
> ebFDfwJWLeGSxKwsD9GFPsua4w49caT7+CNf6kaD1gN0oD/MlbRjhIE01r2jStRN
> cG2Wm3Mo65dzRNkQ+yyNEghVZce9wbEWehZfQXOVyJfcxctfle4L0kuVXU93w8g=
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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

DaB.
In reply to this post by Steffen Prößdorf-2
Hallo Steffen,
Am 21.10.2014 19:22, schrieb Stepro:
> Würde WMDE von jetzt auf gleich von Google weggehen (was ich
> grundsätzlich begrüßen würde), könnte ich Mo-Fr >50% meiner wachen Zeit
> nicht mehr auf vereinsbezogene Mails und Dokumente zugreifen. Was das
> für die Präsidiumsarbeit bedeuten würde, kann sich sicher jeder selbst
> ausmalen. Und nein, welche OS-Alternativen Ihr auch immer vorschlagt:
> Sie würden nicht funktionieren

sorry, aber das ist ganz einfach Quatsch. Ich kann überall auf meine
Daten, eMails und Kontakte zugreifen, sofern ich Internet habe: Das
nennt sich VPN-Zugang. Damit kann sich problemlos von daheim, unterwegs,
im Urlaub etc.pp. in der Firma einwählen – und das geht genauso beim
Verein (jedes Unternehmen mit Außenmitarbeitern nutzt solch ein System).
Und nein, dass ist nicht kompliziert.

Nehmen wir nun mal an, dein Arbeitgeber würde dir erlauben während
deiner Arbeitszeit auch für den Verein zu arbeiten (was sehr großzügig
wäre – wahrscheinlicher ist eher, dass er es ignoriert oder schlicht
nicht merkt), aber keinen eigenen Laptop zu nutzen; selbst DANN könntest
über Weboberflächen zumindest einen Teil der Daten einsehen (eMails,
Kontakte, Termine…); dazu braucht es kein Google.

Mit freundlichen Grüßen
DaB.



--
Benutzerseite: [[:w:de:User:DaB.]] — PGP: 0x7CD1E35FD2A3A158
Schlüsseltausch von 0x2d3ee2d42b255885 im Gange. Details auf
http://dabpunkt.eu/gnupg/keyswitch-0x2D3EE2D42B255885.txt.asc


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Re: Zu dem Thread über freie Software in der GS

Steffen Prößdorf-2

> "DaB." <[hidden email]> hat am 21. Oktober 2014 um 22:27 geschrieben:
>
>
> Hallo Steffen,
> Am 21.10.2014 19:22, schrieb Stepro:
> > Würde WMDE von jetzt auf gleich von Google weggehen (was ich
> > grundsätzlich begrüßen würde), könnte ich Mo-Fr >50% meiner wachen Zeit
> > nicht mehr auf vereinsbezogene Mails und Dokumente zugreifen. Was das
> > für die Präsidiumsarbeit bedeuten würde, kann sich sicher jeder selbst
> > ausmalen. Und nein, welche OS-Alternativen Ihr auch immer vorschlagt:
> > Sie würden nicht funktionieren
>
> sorry, aber das ist ganz einfach Quatsch. Ich kann überall auf meine
> Daten, eMails und Kontakte zugreifen, sofern ich Internet habe: Das
> nennt sich VPN-Zugang. Damit kann sich problemlos von daheim, unterwegs,
> im Urlaub etc.pp. in der Firma einwählen – und das geht genauso beim
> Verein (jedes Unternehmen mit Außenmitarbeitern nutzt solch ein System).
> Und nein, dass ist nicht kompliziert.
>
> Nehmen wir nun mal an, dein Arbeitgeber würde dir erlauben während
> deiner Arbeitszeit auch für den Verein zu arbeiten (was sehr großzügig
> wäre – wahrscheinlicher ist eher, dass er es ignoriert oder schlicht
> nicht merkt), aber keinen eigenen Laptop zu nutzen; selbst DANN könntest
> über Weboberflächen zumindest einen Teil der Daten einsehen (eMails,
> Kontakte, Termine…); dazu braucht es kein Google.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> DaB.
>


Hallo DaB.,

Du nennst es Quatsch, ich nenne es Realität. Ich weiß was ein VPN-Zugang ist,
und ich weiß, welche Möglichkeiten ich habe. Es liegt vielleicht außerhalb
Deiner Vorstellungskraft, aber selbst simple Webseiten können gesperrt sein.

Über meinen Arbeitgeber möchte ich aber aus sicher nachvollziehbaren Gründen
hier nicht weiter diskutieren. Ich wollte nur auf Probleme hinweisen, die Du
offenbar nicht siehst oder deren Existenz Du nicht akzeptierst.

Viele Grüße,
Steffen
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